Sonntag hab ich endlich mal wieder Lost Alpha gespielt, einfach um zu schauen wo ich überhaupt aufgehört habe und ob es noch läuft
Und ich muss sagen, auch nach fast 7 Jahren S.T.A.L.K.E.R. gehören Controller nach wie vor einfach zu den fiesesten Gegnern die Computerspiele jemals hervorgebracht haben

Ich tucker da zufrieden mit meinem Auto voller Ausrüstung, hochgerüsteter Waffen und einem Haufen Munition vom Sumpf kommen durch Deadcity. Als ich auf den zentralen Platz mit der Leninstatue zusteuer setzen plötzlich aber sehr heftig diese Psy-Schwingungen ein. Direkt und vor Schreck die Karre gegen einen unsichtbaren aber erstaunlich hohen Bürgersteig gesetzt und dabei den Motor abgewürgt
Nach dem Aussteigen schlagen vereinzelte Kugeln direkt neben mit ein, irgendwo also auch noch ein Heckenschütze.
Mit der SPAS-12 im Anschlag angefangen das angrenzende rote Gebäude zu durchsuchen. Mittlerweile heftigste Bildschwankungen, Farbstörungen und mein Gehirn droht zu platzen. Dann sehe ich ihn, der Controller steht nur ein paar Meter entfernt von mir auf dem Treppenabsatz. In meinen Ohren beginnt es zu sausen. Ich hechte mich in letzter Sekunde hinter einen Wandvorsprung, denke ich habe einige Sekunden Zeit gewonnen. Als ich jedoch um die Ecke schaue und versuche etwas zu erkennen taucht er plötzlich direkt rechts neben mit aus der Dunkelheit auf. Kurz Panik, das Herz schlägt bis zum Hals und mir läuft es eiskalt den Rücken runter. Sekunden später ist alles vorbei.
Zehn Schrotladungen hab ich gebraucht, wobei die Hälfte sicher in der Decke landete - was man nicht deutlich sieht trifft man auch schlechter. Dauerte ca. 2 Minuten bis sich meine Sicht und Wahrnehmung wieder gebessert hatten.
Erstaunlich was dieses Spiel für eine Stimmung und Anspannung in einem hervorbringt, hab ich nur ganz selten erlebt.
Ob ich LA diesmal durchspiele? Kann ich noch nicht sagen, ich stehe einfach zu sehr auf diese zufälligen Begegnungen in Stalker, das Freeroaming, als das ich mich großartig auf die Story konzentriere. Spätestens mit dem DC ist es dann wieder an der Zeit von ganz Vorne zu beginnen.
P.S. Um den Heckenschützen hab ich mich natürlich auch noch gekümmert. Auch wenn ich fast eine Viertelstunde lang geduckt alle umliegenden Wohnblocks durchsucht habe, das Schwein hat mich dennoch im letzten Treppenhaus überrascht und konnte das Feuer auf mich eröffnen. Wieder eine Schocksituation.
Igor Ljoschka, ein Elite Söldner in einem Exoskelett. Wahrlich kein einfacher Gegner, hat mich einige Bandagen und 2 Medkits gekostet.