Genau deshalb habe ich mir den 5700X3D neulich auch bei NBB und eben nicht bei MF bestellt.
Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, Versandkosten zu bezahlen. Aber 8,99€ sind einfach zuviel für den Versand einer simplen CPU. Selbst ich als Privatkunde, der keine Sonderkonditionen von DHL und Co. erhält, kann weit größere und schwerere Dinge günstiger versenden.
Man kann vom grünen Aufkleber (MF) halten, was man will, aber die 8,99 € kommen nicht von ungefähr. Es ist natürlich eine Mischkalkulation aller Paketgrößen und möglicherweise wäre es sinnvoll, pro kg die Versandkosten zu berechnen, aber es hat einen triftigen Grund, warum das kaum einer macht im Privatkundenverkehr > Abmahngefahr. Irgendwas falsch oder nicht direkt und jederzeit offensichtlich schon kommt ein Abmahnanwalt um die Ecke.
Man darf gerne mal schauen, was die DHL für Pakete >10 Kg (nahezu jedes Gehäuse z.B.) verlangt. Dann werden 8,99 € plötzlich ganz günstig.
Dazu kommt, dass NBB mit Hermes versendet und ganz offen ausgesprochen, Hermes ist nicht mal ansatzweise mit der DHL zu vergleichen, um es noch vorsichtig auszudrücken.
Und dieses Ammenmärchen, dass die Privatkunden mehr bezahlen würden, hält sich auch ewig. Sicher, es gibt Sonderkonditionen. Aber die werden komplett (!) aufgefressen von Dingen, die Privatkunden nicht separat in Rechnung gestellt werden. Beispiele?
- Mautzuschlag
- Energiekostenzuschläge
- Umweltpauschalen
- Sonderzuschläge in Zeiten hoher Paketaufkommen aka Weihnachtsgeschäft
Dazu kommt, dass Du als Onlinehändler Deine Verpackungsmengen zu melden hast. Pakete als auch Transportsicherungen, Papier und Plastik. Für diese Mengen wirst Du so richtig zur Kasse gebeten, vor allem bei Plastik.
Alles Dinge, die ein privat versendender Kunde nicht zu bezahlen hat. Genauso wie Paketüberwachungseinrichtungen beim Verpacken, weil ja jeder gerne nachgewiesen bekommen haben möchte, dass Du nicht nur Ziegelsteine versendet hast, und und und.
All das muss natürlich auch NBB bezahlen. Am Ende ist es deren wirtschaftliche Entscheidung, die Versandkosten im Kaufpreis zu inkludieren. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass da deutlich mehr an Kosten beim Versand entstehen als der Kunde überhaupt glaubt, selbst zahlen zu müssen, wenn er etwas versendet.