Ryzen 3000 (Zen2) mit 16 Kernen (32 Threads), 15% mehr IPC + mehr Takt?

  • Ersteller Ersteller Tim1974
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amdahl, du Spielverderber. Wer soll denn jetzt noch in meine Falle reintappen? :D

Ja, natürlich gibt es solche Fälle. Im Consumer Bereich tauchen die aber eher selten auf, weil mangelnde Bandbreite durch Prefetch Strategien kompensiert werden kann, denn meistens liegen ja doch sequentielle Zugriffe vor.
 
Gut funktionierendes Prefetching bedeutet nichts anderes als dass man am Limit der Speicherbandbreite operiert. Man tauscht latenzlimitiere Ausführung gegen bandbreitenlimitierte Ausführung aus.
 
Was ich meinte, ist der Fall, dass die Berechnungsdauer die Datenbeschaffungsdauer übersteigt -> Pipeline-Prinzip. Kennst du eine Anwendung im Consumer Bereich, die von Quad-Channel profitiert?
 
Stimmt, das ist dann etwas Anderes. Dass diese Fälle abnehmen werden weil die CPU-Entwicklung seit Jahren das Verhältnis Rechenleistung/Bandbreite in Richtung Rechnen verschiebt sind wir uns aber einig.
 
Da sind wir uns einig! Hast du meine Frage gesehen, die ich ergänzt habe? Was mich ja wundert, ist, dass Komprimierungsprogramme bei einer low compression rate nicht von Quad-Channel profitieren. Verstehe ich bis heute nicht...
 
Du meinst diese hier?
Kennst du eine Anwendung im Consumer Bereich, die von Quad-Channel profitiert?
Bin nicht so der Consumer-Typ. Aber man findet ja mittlerweile genügend Benchmarks die bestätigen dass höhere Speichergeschwindigkeiten einen Vorteil haben können. Bei Ryzen mögen die Gründe dafür etwas anders geartet sein als bei Intel, dennoch hilft es bei beiden. Ein Indiz dafür dass Bandbreitenlimits auch abseits von HPC-Anwendungen immer mehr im Kommen sind. Doppelte Kernanzahl bei gleich bleibender Anzahl Speicherkanäle beschleunigt den Vorgang.

Was das ganze Bild etwas verzerrt: "Speicherbandbreite" ist ein komplexeres Thema als man vielleicht auf Anhieb meinen könnte. z.B. ist es so dass aktuelle CPUs mit einem Kern niemals die komplette Bandbreite ausschöpfen können. Gerade Skylake-X hat eine vergleichsweise mickrige Speicherbandbreite auf nur einem Kern und braucht 6+ Kerne um ans theoretische Limit ran zu kommen. Memory Subsystem: Bandwidth - Sizing Up Servers: Intel's Skylake-SP Xeon versus AMD's EPYC 7000 - The Server CPU Battle of the Decade? Die Zen-Architektur ist in dieser Hinsicht Skylake-X deutlich überlegen. Ebenso die kleinen Intel Coffee-Lake CPUs.
Im Umkehrschluss bedeutet das: Wenn eine Anwendung nur wenige Kerne auslastet -oder am Ende gar single-core limitiert ist wie viele Spiele- handelt man sich durch den Wechsel auf eine quad-Channel Plattform von Intel ein neues Problem ein. Die theoretische Bandbreite mag höher sein, man rennt aber tatsächlich früher ins Bandbreitenlimit. Nämlich das Limit was ein einzelner bzw. wenige Kerne liefern können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei euren Ausführungen zur Speicherbandbreite komm ich nicht mehr mit, sorry. :(

Logisch ist mir aber, daß mehr Kerne auch normalweise mehr Speicherbandbreite brauchen werden, um ihr volles Potential ausschöpfen zu können, da AM4 aber eine Mainstreamplattform ist, darf man hier vielleicht nicht erwarten, daß man in jeder Hinsicht das Optimum bekommt, dafür gibts ja die TR4-Plattform.

Beim erstellen den Threads ging es mir auch eher darum, daß ich total begeistert davon bin, in welch kurzer Zeit die Kernzahl förmlich explodiert ist, sofern die Gerüchte sich bewahrheiten sollten. Dann hätten wir von Anfang-Mitte 2017 bis ca. Anfang-Mitte 2019 im Mainstreambereich eine Steigerung von 4 auf 16 Kerne! Natürlich braucht es aber erstmal Software und vorallem Spiele, die davon profitieren können, aber durch die ständig zunehmende Kernzahl, werden die CPUs mit weniger Kernen vermutlich auch immer günstiger und die IPC steigt ja ebenso wie der Takt auch weiter an, so daß für Endkunden wirklich rosige Zeiten anbrechen, und das alles nur dank AMD! :daumen:
 
Daran sieht man ja eigentlich, dass ein potentieller Zen2-16-Kerner ein ziemlicher Blender wird. "Schau mal, wir haben 16 Kerne, bei Intel gibt es nur 8 Kerne!", aber am Ende begrenzt der Speicher um die Leistung überhaupt nutzen zu können (siehe auch dazu den Versuch von Roman mit dem Epyc-Prozessor). Sicher, man könnte jetzt Quad-Channel in den Mainstream bringen (dann hätte Threadripper seine Daseinsbereichtigung nur noch in Form von mehr Lanes oder ggf. noch mehr Kerne), aber dann fehlt den AMD-Leuten das wunderbare Argument, dass sie ihre Board noch bis 2020 mit neuen CPUs bestücken können.

Sorry, aber das glaubt ihr ja wohl selbst nicht. Also entweder werden jede Menge der Kerne brach liegen, oder AMD wird Quadchannel nachrüsten müssen was neue Boards erfordert. Hinzu kommt, dass so viele Kerne nur im Austausch gegen geringen Takt oder dickere VRMs laufen können.
 
Ist das noch nicht zu dir durchgedrungen? Was der8auer sich da zusammengetestet hat, ist Bockmist. Außerdem hört mal bitte auf die Bandbreitensau durchs Dorf zu treiben. Das ist im Consumer Bereich nicht soooo relevant.
 
16 Kerne werden im Consumerbereich auch nicht soooo genutzt. :D

Es gibt die eine oder andere Anwendung, bei der ich zumindest einen messbaren Performanceunterscheid habe ob ich jetzt Dual oder Quad-Channel nutze, im Bereich von 5-10%, zugegeben nichts wildes (das hatte ich vor langer Zeit mal probiert mit 1, 2, 3, 4 eingebauten Riegeln).
Aber jetzt bedenke doppelt so viele Kerne + halb so viele Channels verglichen mit meinem aktuellen System bedeutet 4-fach "schlimmerer" Flaschenhals.

Ich habe jetzt natürlich keine Ahnung, ob das jetzt statt 10% in 20, 30, oder 40% Leistungsverlust resultiert (das wird garantiert nicht linear sein) aber je nachdem was man so tut sollte man zumindest über den Punkt nachdenken, auch wenn der Effekt wahrscheinlich nicht so groß sein sollte (siehe mein letzter Blog #39).

Dass das wahrscheinlich P/L-technisch in keinem Verhältnis steht zu dicken Lösungen (3-faches Geld ausgeben nur um mit mehr bandbreite die 10 oder 20% rauszuholen) ist klar. Aber komplett irrelevant wie dus hinstellst ists garantiert auch nicht.
 
Aber komplett irrelevant wie dus hinstellst ists garantiert auch nicht.

Tue ich das? Meine Aussage war ganz allgemein gemeint. Und natürlich gibt's auch Anwendungen, wo das stärkere Auswirkungen haben wird. Meiner Erfahrung und Einschätzung nach wird das im Consumer Bereich aber ziemlich selten der Fall sein und wenn doch, dann wären 20% schon ziemlich viel.
 
Na ja, das ging zu 80% an TheBemoanEngineer. Und auch an dich... ;) Und mal abgesehen davon, sehe ich den 16 Kerner jetzt auch nicht unbedingt als die sinnvolle CPU im Mainstream an. Eine CPU mit 2 6er CCX wäre aber was ziemliches Feines, denke ich.
 
Lieber weniger Kerne und dafür mehr IPC und Takt. Ich glaube ein Octacore mit SMT und 5,5 GHz mit 20-40% mehr IPC, gemessen an Zen+, wäre die ideale CPU für die nächsten 5-10 Jahre, wenns um Spiele und Simulationen geht, vielleicht sogar noch länger.
 
Also das wohin Intel mit ihren CPUs geht auch wenn die IPC halt kaum Vortschritte macht aber Takt geht durch eigen OC bestimmt über 5 Ghz mit guter Kühlung viel mehr sollte man auch nicht erwarten in nächster Zeit. Neue Fertigung bringt nicht zwangsläufig anfangs mehr Takt.

Bei AMD halt eher da der Takt aktuell noch relativ gering ist/war bei Ryzen.
 
Also das wohin Intel mit ihren CPUs geht auch wenn die IPC halt kaum Vortschritte macht aber Takt geht durch eigen OC bestimmt über 5 Ghz mit guter Kühlung viel mehr sollte man auch nicht erwarten in nächster Zeit. Neue Fertigung bringt nicht zwangsläufig anfangs mehr Takt.

Bei Intel tut sich seit 3 Jahren an der IPC nicht 1% etwas! 6700K = 7700K = 8350K bei gleichem Takt!

Wenn AMD das hinbekommt mit der IPC steigerung von 10-15%, wären sie zwar noch nicht ganz auf Coffee Lake Niveau, aber zumindest sehr dicht dran und vor allem durch mehr Kerne noch Konkurrenzfähiger.

Im Multicore bereicht führt aktuell auch rein gar nichts an einem AMD vorbei. Bieten einfach deutlich mehr Kerne für deutlich weniger Geld.
 
Lieber weniger Kerne und dafür mehr IPC und Takt. Ich glaube ein Octacore mit SMT und 5,5 GHz mit 20-40% mehr IPC, gemessen an Zen+, wäre die ideale CPU für die nächsten 5-10 Jahre, wenns um Spiele und Simulationen geht, vielleicht sogar noch länger.

Du kaufst ihn dir doch dann eh nicht, sondern stellst lieber 4 Wochen Fragen in 15 Threads darüber :D
 
Bei Intel tut sich seit 3 Jahren an der IPC nicht 1% etwas! 6700K = 7700K = 8350K bei gleichem Takt!

Wenn Du SMT deaktiviesrt, dann mag das stimmen, mit SMT rennen der 6700k und 7700k dem 8350k in vielen modernen Games aber davon.

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Die IPC von Zen+ ist weitestgehend auf Coffeelake-Niveau, der takt jedoch nicht und der Scheduler hat Probleme mit der Architektur von Zen. Da könnte Microsoft bestimmt auch noch ein wenig nachhelfen, was sie aber nicht machen. Vielleicht im nächsten Betriebssystem.
 
Ich denke, dass der Windows Scheduler mittlerweile genügend schlau ist. Ich habe das selbst getestet.

Wenn eine Anwendung allerdings explizites Core Pinning verwendet, kann der Scheduler nichts dafür.
 
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