Router-Hersteller kritisiert Telekom und neue Tarife scharf - Was steckt wirklich dahinter?

Naja eigentlich waren es vorallem Privatunternehmen in der Zeit Bismarcks, die angefangen haben, die Bahn aufzubauen. Bismarck hat sie enteignet bzw. aufgekauft, damit dann ein zusammenhängendes Netz entstehen kann.

Und Bismarck war der größte deutsche Staatsmann, den wir hatten und der richtigen Einfluss hatte. Also Verstaatlichung im Sinne des gesamten Volkes kann gut sein, heute wird es negativ verwendet zum Vorteil weniger.
 
Zerschlagen wäre super...Verstaatlichung naja

Auch wenn ich davon überzeugt bin, das wichtige Infrastruktur und Grundversorgung (Gas, Wasser, Strom, Straßen, Schienen, Krankenhäuser(!) usw.) in öffentliche Hand gehört, glaube ich, dass im Bereich d. Telekommunikation die Privatisierung einige Innovationen und günstige Verbraucherpreise (Wettbewerb) geschaffen hat, was unter einem staatlichen Monopol nicht zwingend so gekommen wäre.

Wie wäre es mit beidem?

Ein privates Monopol in Form einer gGmbH (oder ähnlichem) ohne Gewinne, Anteilseigner, Dividenden...

Vielleicht habe ich das nicht ganz zu Ende gedacht, aber spontan klingt die Idee eigentlich ganz gut. :devil:
 
Wie wäre es mit beidem?

Ein privates Monopol in Form einer gGmbH (oder ähnlichem) ohne Gewinne, Anteilseigner, Dividenden...

Vielleicht habe ich das nicht ganz zu Ende gedacht, aber spontan klingt die Idee eigentlich ganz gut. :devil:

Gibts doch eh' schon. Heißt Privatwirtschaftsverwaltung. Funktioniert meistens ganz gut.
 
Ein privates Monopol in Form einer gGmbH (oder ähnlichem) ohne Gewinne, Anteilseigner, Dividenden...

Vielleicht habe ich das nicht ganz zu Ende gedacht, aber spontan klingt die Idee eigentlich ganz gut. :devil:

Stimmt du hast nicht zu Ende gedacht :D
Privates und Monopol widerspricht sich. Darf laut dem Bundeskartellamt nicht sein. Und "privat" ohne Gewinne funktioniert auch nicht :D
 
Privates und Monopol widerspricht sich. Darf laut dem Bundeskartellamt nicht sein.

Eigentlich hast du Recht allerdings gibt es hier auch Ausnahmen siehe Ministererlaubnis.

...und "privat" ohne Gewinne funktioniert auch nicht :D

Ich meinte damit eigentlich, dass die Ausgaben gleich den Einnahmen sein müssen beziehungsweise dass kein Überschuss erzeugt werden darf.

Ist ja nur eine Therorie wie es eventuell funktionieren könnte ;)
 
Und dieser Mitarbeiter hat mir versichert das ab 2016 auch alle anderen Anbieter da nachziehen werden.

:lol: mal ehrlich was ist den das fürn Müll? Hast du ernsthaft erwartet das ein TK Mitarbeiter sagt nein wir sind die einzigen die so etwas machen? :ugly: Der würde dir sogar seine Oma verkaufen damit es entweder harmloser klingt als es ist oder das die TK nicht der Buhhh-Man ist weil es ja eh alle machen werden.
 
Telekom, Post und Bahn haben bestens funktioniert, als sie noch staatlich waren. Nach der Privatisierung ging es mit der Qualität und dem Service nur bergab. Die Beamten sind fast alle weg, und man kann nicht mehr über sie herziehen. Der Service ist inzwischen bei allen fast ganz vernichtet.
Schon jemand mitbekommen, das die Telekom, aus Kostengründen :D, ihre Software schon etliche Zeit nicht mehr weiterentwickelt? Die Bankingsoftware ist ab 03.06. nicht mehr benutzbar.

Man sollte auch nicht vergessen wie viel Arbeitsplätze dadurch verloren gegangen sind!

Früher wurde die Kommunikationsinfrastruktur von der SEL und Siemens geliefert, heute kommt sie aus china und zich Arbeitsplätze gingen in einer Technologiebranche verloren, klasse Schachzug:daumen:

Und bevor die ersten Nörgler kommen, die chinesen können es halt besser etc. Das System 12 der SEL (Anfang der 80er erschienen) managed heute noch weltweit die meisten Telefongespräche;)

mfg

Bärenmarke
 
Ja genau wir sollten wieder alles verstaatlichen. Wir haben ja auch die besten Straßen und die Baustellen sind immer nur so kurz wie es dauert.
Wir haben ja auch bald den 1 Millionsten Fluggast der BER Flughafen in Berlin, genauso wie in Stuttgart der Bahnhof wirklich super ist.

Gut es einfach nur den Markt zu überlassen scheint wohl auch nicht so gut zu funktionieren, aber da müsste dann auch die Politiker einschreiten die auch im Staatsunternehmen bestimmen, was soll sich dann ändern?
Es gibt aber auch Gemeinden oder auch Senioren die selber ausbauen und es klappt dann ganz gut.
 
Genaue Gründe wieso die anderen Anbieter nachtiehen werden wurden mir nicht exakt genannt aber was ich aus dem Gespräch herauszuhören geglaubt habe ist folgendes: Die Leitungen sind ja auch nur vermietet und wir können durchaus den Datendruchfluss anmessen und den anderen Anbietern vorschreiben wieviele Daten durch die Leitungen zu gehen haben.

Das ist absoluter Blödsinn !
Da hat dir irgendein Teledummy Nonsens erzählt, um einer Kündigung vorzubeugen, da ja auch die anderen sowieso mitziehen "müssen".
Richtig ist, das die Wettbewerber die letzte Meile bei der Telekom anmieten müssen. Aber was die Wettbewerber mit der Leitung machen, ist einzig und allein Sache der Wettbewerber. Und wenn diese weiterhin ungedrosselte DSL Zugänge anbieten, dann kann die Telekom da rein gar nichts gegen tun. Denn der DSL Traffic läuft bei Kollokation über die eigenene DSL Hardware im HVT. Und da hat die Telekom 0.0 mit zu tun.

Die Drossel kann ja rein technisch nur im BRAS Server realisiert werden, da hier die Profile der einzelnen Kunden festgelegt werden. Kunden anderer Anbieter haben aber die Profile bei den BRAS Servern ihrer jeweiligen Anbieter und nicht auf den BRAS Servern der Telekom. Das wäre ja noch schöner. Somit können die Anbieter, sofern sie das wollen, weiterhin ungedrosselte DSL Zugänge anbieten. Da kann sich die Telekom auf den Kopf stellen und den Kunden erzählen was sie will.
 
Bei der Telekom hat man einfach von Anfang an alles Falsch gemacht.

Man gibt noch unsummen für schon seit Jahrzehnten nicht mehr arbeitenden Mitarbeitern aus (selbst meine Mutter erhält seit 20 Jahren noch Mitarbeiter -Rabatt), hat unsummen an Abfindungen für damalige Mitarbeiter bezahlt, Fehlinvestitionen in Amerika, sehr schlechter Kundenservice (der ja langsam zum glück besser wird), schlechte Software, Uralte Datenbanken (ORKA) und und und.

Da ist alles Marode und bröckelt nicht nur der Putz ab, das komplette Fundament ist ein Haufen "Müll".

Ich weiß nicht wie man bei denen Verträge abschließen kann, grad erst gestern sah ich einen in der Uni vor mir sitzen mit seinem neuen DSL-Vertrag. "Da hat man ja keine Probleme" war seine Begründung. :ugly:
 
Die Drosselung ist angesichts kommender Download-Only-Veröffentlichungen, "Always On" Konsolen, HD Streaming, Cloud Gaming, etc. ein Wahnsinn.

Ich frage mich, was genau dahinter steckt, und ob die deutsche Telekom auch so "arbeitet" wie die österreichische ... Manager, Politiker und Lobbyisten waren involviert, ja sogar der Chef von Google Deutschland (es gilt die Unschuldsvermutung im Falle Stefan Tweraser) ...

Telekom-Affäre

Telekom-Affäre: Anklage gegen Google-Deutschland-Chef - Telekom - derStandard.at
 
Telekom, Post und Bahn haben bestens funktioniert, als sie noch staatlich waren. Nach der Privatisierung ging es mit der Qualität und dem Service nur bergab.

Seltsam, das hab ich anders in Erinnerung.
Funktioniert haben sie als Staatsbetriebe, ja. Aber so was wie Service gab es nie, die wussten nicht mal, wie man das schreibt.

Ernsthaft: Unsere Postfiliale hatte 3 (mit Panzerglas verbarrikadierte) Schalter. Einer war für Briefmarken und Postkarten,
einer für Postkarten und Pakete, einer für Postbank und Briefmarken.

Durchschnittlich stand man 10 Minuten an. Kam man dann dran, hatte aber nicht aufgepasst und sich am falschen Schalter
angestellt, oder man wollte zum Paket noch eine Briefmarke kaufen, hieß es wieder anstellen am anderen Schalter.

DAS WILLST DU WIRKLICH WIEDER ZURÜCK HABEN?

Natürlich ist hemmungslose Privatisierung kein Allheilmittel, und Grundversorgungen dürfen wirklich nicht privatisiert werden.

Die Drosselung ist angesichts kommender Download-Only-Veröffentlichungen, "Always On" Konsolen, HD Streaming, Cloud Gaming, etc. ein Wahnsinn.

Ich seh das genau umgekehrt. Download Only, Always On Konsolen, HD Streaming, Cloud, alles das ist völliger
Wahnsinn. Und ich hoffe aufrichtig, dass manches davon durch Drosselung verhindert werden kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Staatsunternehmen funktionieren in der Regel nicht besser als private. Wir können von Glück sagen das die Telekom nicht mehr staatlich ist und der Makrt geöffnet wurde. Ansonsten hätte wir schon längst Volumen beschränktes Internet und würde dafür auch noch 3 mal so viel zahlen.

Der Markt muss immer reguliert werden um den Verbraucher zu schützen. Dies wird auch in diesem Fall geschehen. Darüber hinaus muss sich die Telekom dem Markt stellen und wenn sie das wirklich tut, mit dieser Entscheidung, dann wird der Markt sie zerschlagen...
Die Telekom hat sich schon selbst zum Teil zerschlagen, siehe T-Service Ausglieduenrgen usw. Die operativen Kosten sind viel zu hoch, eben weil es mal ein staatlicher Konzern war. Daher auch diese Verzweiflungstaten.

Ich seh das genau umgekehrt. Download Only, Always On Konsolen, HD Streaming, Cloud, alles das ist völliger
Wahnsinn. Und ich hoffe aufrichtig, dass manches davon durch Drosselung verhindert werden kann.
Das verhindert der Kunde in dem er diese Dienste meidet.
 
Der Markt muss immer reguliert werden um den Verbraucher zu schützen. Dies wird auch in diesem Fall geschehen.
Dafür hat unser Staat Instrumente, die allerdings nicht besonders wirksam sind. Genau deshalb passiert ja leider so viel "Mist" wenn alles privatisiert wird.

1. Das Kartellamt, dass regulierend einwirken soll, um den Wettbewerb zu erhalten.
Bei den Energieerzeugern, der Mineralölindustrie, und selbst im Bereich Lebensmittel haben wir ständig kleinere oder größere Skandale, da die logischer Weise Profit orientierende Wirtschaft fast immer alles versucht, um den maximalen Gewinn zu erreichen. Auch hier in diesem Fall wird wieder nicht passieren.
Dazu kommt ein eingeschränkter Aktionsraum des Kartellamtes, weil die Politik dem Amt nicht zu viel Macht einräumen möchte.

2. Die Verbraucherschutzzentralen, die im einzelnen Fall den Kunden vor Repressalien zu aggressiver Unternehmer schützen soll.
Auch hier haben wir wieder einmal einen zahnlosen Tiger, der erst klagen muss um die Interessen der Bürger durchsetzen zu können.

3. Die Legislative selbst, die durch ihre Gesetzgebung in Kombination mit der Exekutive ihre Bürger schützen soll.
Gerade die Gesetzgeber haben leider zu oft bewiesen wie unfähig sie sein können. Da erwarte ich auch keine Reaktion auf die Pläne der Telekom.

4. Bleibt noch die Judikative, die für die Einhaltung der Gesetze sorgt.
Da die Telekom keine Gesetze verletzt, wird von hier auch keine Hilfe für die Verbraucher kommen.
Die Rechtssprechung hat oft bewiesen, dass sie effektiv und fair urteilen kann. Sie wäre der beste Schutz vor den Kräften des Marktes.
Das Problem hier ist leider aber, dass die Unternehmen oft Schlupflöcher finden, um die Rechtssprechung auszuhöhlen.

Darüber hinaus muss sich die Telekom dem Markt stellen und wenn sie das wirklich tut, mit dieser Entscheidung, dann wird der Markt sie zerschlagen...
Die Telekom hat sich schon selbst zum Teil zerschlagen, siehe T-Service Ausglieduenrgen usw. Die operativen Kosten sind viel zu hoch, eben weil es mal ein staatlicher Konzern war. Daher auch diese Verzweiflungstaten.
Da wird nichts zerschlagen, da die Kunden sich oft viel zu viel gefallen lassen. Immer mit dem Wissen, dass sie selbst oft zu viel Energie und Nerven investieren müssen, und dann doch oft verlieren. Und oft reagieren die Kunden wie eine träge Masse, die sich fast alles gefallen lässt. Dein Bsp. mit der Ausgliederung des Großteils der Serviceleistungen der Telekom hat auch eine andere Seite. Meine Schwester arbeitet in einem großen Callcenter indirekt für die Telekom. Sie verdient ca. 1/3 des Lohn einer direkt bei der Telekom beschäftigten Mitarbeiterin, nicht weit vom Hartz IV Satz entfernt. Dazu kommen sehr schlechte Arbeitsbedingungen (kleine zerstückelte Pausen mit Stechuhr, sie isst eigentlich nur noch zu Hause nach der Arbeit, keine Klimaanlage - im Sommer gibt es da täglich Kollegen mit Kreislaufkollaps, Arbeiten rund um die Uhr u.s.w.). Die "Verbesserung" hier bei der Telekom hat seinen Preis. Den bezahlt die Gesellschaft später mit, durch ergänzendes Hartz IV, oder im Gesundheitssystem, z.Bsp. nach einem Burnout.

Das verhindert der Kunde in dem er diese Dienste meidet.
Diese Dienste werden nicht gemieden, selbst wenn sie keinen Vorteil haben wie z.Bsp. permanenter Onlinezwang.
Es ist ein Märchen der BWL-er, dass sich der Markt selbst reguliert. Mal funktioniert das, und mal nicht. Ich möchte mich darauf nicht verlassen wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ matty2580

Was du geschrieben hast ist richtig und hochwertig. Aber du hast sehr weit ausgeholt und betrachtest die Sache aus einer hohen Flughöhe.
Meine Äußerungen beziehen sich auf diesen spezifischen Fall der Telekom.
Da die Telekom keine Gesetzte verletzt, wird von hier auch keine Hilfe für die Verbraucher kommen.
Natürlich verstoßen Volumen Tarife keine Gesetze. Aber die Bevorteilung Ihrer eigenen Inhalte, ist sehr wohl ein rechtliches Problem.

In diesem spezifischen Markt von dem wir hier sprechen, sind Flatrates nichts besonders, sie gehören schon fast zur Grundversorgung. Kein Markt eines westlichen Landes würde das Wegfallen von Flatrates einfach akzeptieren.

Diese Dienst werden nicht gemieden, selbst wenn sie keinen Vorteil haben wie z.Bsp. permanenter Onlinezwang.
Es ist ein Märchen der BWL-er, dass sich der Markt selbst reguliert. Mal funktioniert das, und mal nicht. Ich möchte mich darauf nicht verlassen wollen.
So funktioniert der Markt, wenn der Kunde es akzeptiert, dann besteht eine Nachfrage. Wenn der Kunde eine bessere Alternative hat, kann er sie nutzen. Wird der Markt seitens der Anbieter manipuliert, dann müssen die Kartellbehörden ran. Funktioniert dieses System perfekt? Natürlich nicht, aber kein System funktioniert perfekt...

Ich würde vorschlagen wir unterhalten uns darüber in einem non public Umfeld.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war in meinen Ansichten immer schon weitsichtig.
Das kommt wahrscheinlich daher, dass ich ein Geschichtsfan bin, und alles immer aus der Entfernung betrachte. ^^
Unsere Standpunkte sind hier unterschiedlich, trotzdem verstehe ich Deinen Standpunkt ganz gut.

Vielleicht wird eines der von mir genannten Instrumente des Staates wirken?
Das würde mich freuen zu sehen, dass das System noch funktioniert.
 
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