Rode Podcaster?

micha30111

Freizeitschrauber(in)
Hallo zusammen,

ich hatte mir vor ein paar Monaten ein Samson Meteor zugelegt. Offensichtlich hatte ich mich im vorab nicht ausreichend informiert. Denn wenn ich richtig gelesen hätte, hätte ich davon abgesehen.

Die Sprachqualität ist zwar gut genug ( für meine Anwendung - Sprachaufnahme ), allerdings nimmt das Mikro eindeutig zu viele Nebengeräusche auf ( Tastatur, Maus, Gamepad ). Man kann es zwar mit Audacity nachbessern, aber der Aufwand ist enorm und bringt nicht das gewünschte Ergebnis.

Nun habe ich relativ viele Artikel gelesen, Videos angesehen und denke darüber nach mir das Rode Podcaster zuzulegen. Mir ist bewußt, daß ein XLR Mikro mit einem Auduounterface die bessere Wahl wäre, allerdings übersteigt das auch mein Budget ein Stück weit und gebraucht möchte ich nicht kaufen.

Vielleicht hat der ein oder andere eigene Erfahrungen mit dem Podcaster? Für mich interessant ist es eben weil es bei Nebengeräuschen so wie ich las, trotz Großmembran bei weitem nicht so empfindlich ist.

Kann mir da jemand vielleicht was zu sagen?

LG Micha
 
ich hatte mir vor ein paar Monaten ein Samson Meteor zugelegt. Offensichtlich hatte ich mich im vorab nicht ausreichend informiert. Denn wenn ich richtig gelesen hätte, hätte ich davon abgesehen.

Die Sprachqualität ist zwar gut genug ( für meine Anwendung - Sprachaufnahme ), allerdings nimmt das Mikro eindeutig zu viele Nebengeräusche auf ( Tastatur, Maus, Gamepad ). Man kann es zwar mit Audacity nachbessern, aber der Aufwand ist enorm und bringt nicht das gewünschte Ergebnis.

Vielleicht hat der ein oder andere eigene Erfahrungen mit dem Podcaster? Für mich interessant ist es eben weil es bei Nebengeräuschen so wie ich las, trotz Großmembran bei weitem nicht so empfindlich ist.

Ja deswegen sind Kondensatormikrofone für deinen Zweck die falsche Wahl. Mit dem Podcaster wirst du die (lauten) Nebengeräusche wahrscheinlich auch nicht ganz los. Eine mechanische Tastatur mit MX-Blues z.B. wirst du definitiv trotzdem hören. Aber leiser als bei einem Kondensatormikrofon sind die Nebengeräusche definitiv. Ich selbst hab zwar keine eigene Erfahrungen mit dem Podcaster, dafür aber mit dem Rode Procaster (die bessere XLR Version vom Podcaster, sonst aber das gleiche Mikrofon). Du solltest außerdem nicht vergessen, dass der Podcaster noch mindestens ein ziemlich stabiles Mikrofonstativ braucht. Sparen lohnt sich hier nicht. Der Procaster war z.B. schwer genug, dass mein kleines Tischstativ ständig umfällt. Die passende Spinne kostet auch nochmal gute 40€.

Deutlich günstiger als der Podcaster ist das Audio-Technica ATR 2100. Das müsstest du allerdings z.B. bei Amazon in den USA bestellen. Das kostet dann gut 75$ (inkl. Versand + MwSt).

Hier noch ein Video mit dem ATR 2100 im Vergleich zu ein paar Kondensatormikrofonen: https://www.youtube.com/watch?v=CUy7BH-phsY

Falls du dich entschließt dein Meteor zu verkaufen, solltest du immerhin den Großteil von deinem Geld wieder bekommen.
 
Erst einmal Danke für Deine Antwort. Habe mir gerade das Video angehört und ein wenig leiser als meine Meteor ist es ja definitiv.

Du bist also auch der Meinung dass ein dynamisches Mikro da mehr meinen Ansprüchen genügen würde?

Und ja, das das Procaster definitiv die bessere Variante wäre ist mir bewusst. Aber da bin ich dann schnell inklusive Audio-Interface ( hatte mir das Steinberg UR22 anschaut ) bei ca 300 Euro.

Auch ist mir bewußt dass das Podcaster sehr schwer ist. .. irgendwo keine so leichte Entscheidung alles. Seit etwas einer Woche bin ich am Lesen und Videos schauen. .. :-)
 
*handheb* ich wär auch der Meinung, das ein dynamisches Mikro reicht ;)
Ja, im direkten Vergleich sind GroMemKoMics schon besser, wenn man Blindtest machen würde, wäre das schon nicht mehr so klar und wenn man dann die Nachteile der Kondensatormikros mit dazu nimmt, bleibt halt nicht mehr viel übrig.

Ich habe mir gerade das verlinkte Video von intel64gamer (kannte ich noch nicht, danke dafür) über mein Handy und dann nochmal am Laptop (wie 80% aller Leute) angeschaut und muss sagen, das das ATR2100 viel runder klingt, als das arg mittige Go Mic. Er erklärt es auch, aber nur durch hören fallen einem die Nachteile gleich ins Ohr: es nimmt ordentlich Bodenschall mit, es hat im Vergleich zum ATR mehr Gain, was gleich dazu führt, das es sofort peakt, wenn es mehr level bekommt und ansonsten alles andere mit aufnimmt.

Also stehst du vor der Wahl: Ein dynamisches Mikro, was du dir auf deinen Tisch stellen kannst, vielleicht etwas näher an die Futterluke, weil es ist ja nicht so laut und das war's.
Oder du nimmst ein Kondensatormikro. Klingt natürlich viel besser! :schief: Ah, du willst nicht mit aufnehmen, wie eine Fliege auf deinem Tisch aufschlägt? Kein Problem, brauchst ne Spinne. Wie, es entweicht Luft aus deinem Mund, während du redest? Wie peinlich, da hilft nur ein Popkiller (wie praktisch, das beides meist schon mit dabei ist). Dann willst du nicht das Müllauto aufnehmen, was draußen vorbei fährt, bist aber zu geizig für sowas? ;) Dann darfst du dir am besten noch nen Micscreen hinters Mikro schrauben.
Wenn du das aber alles hast, sieht's amtlich aus :daumen:

Im Ernst, nimm was dynamisches! Gerade als Anfänger bekommst du damit VIEL bessere Ergebnisse, als andere Anfänger, die mit nem Kondensatormikro nicht umgehen können.
Nächster Tipp, eigentlich ein no brainer, aber man sollte halt denken können: Wenn du keine Tastatur aufnehmen möchtest, stell das Mikro nicht neben die Tastatur! :D Nimm Geld in die Hand und hol dir nen günstigen (GÜNSTIG, nicht billig! Keine 10€ für Millenium ausgeben, lohnt nicht) Mikroständer. Damit eliminierst du den ganzen "Bodenschall" vom Schreibtisch, bist flexibler, kannst viel näher an den Mund --> du brauchst weniger Gain --> du hast ne kleinere Niere --> du nimmst NOCH weniger Umgebungsgeräusche auf.
Wirst natürlich Probleme bekommen, wenn du doch aufs Kondensatormic gehst. Mit dem ganzem Kladeradatsch am Galgen wird so ein Ständer mächtig kippelig.
 
*handheb* ich wär auch der Meinung, das ein dynamisches Mikro reicht ;)
Ja, im direkten Vergleich sind GroMemKoMics schon besser, wenn man Blindtest machen würde, wäre das schon nicht mehr so klar und wenn man dann die Nachteile der Kondensatormikros mit dazu nimmt, bleibt halt nicht mehr viel übrig.

Ich habe mir gerade das verlinkte Video von intel64gamer (kannte ich noch nicht, danke dafür) über mein Handy und dann nochmal am Laptop (wie 80% aller Leute) angeschaut und muss sagen, das das ATR2100 viel runder klingt, als das arg mittige Go Mic. Er erklärt es auch, aber nur durch hören fallen einem die Nachteile gleich ins Ohr: es nimmt ordentlich Bodenschall mit, es hat im Vergleich zum ATR mehr Gain, was gleich dazu führt, das es sofort peakt, wenn es mehr level bekommt und ansonsten alles andere mit aufnimmt.

Also stehst du vor der Wahl: Ein dynamisches Mikro, was du dir auf deinen Tisch stellen kannst, vielleicht etwas näher an die Futterluke, weil es ist ja nicht so laut und das war's.
Oder du nimmst ein Kondensatormikro. Klingt natürlich viel besser! :schief: Ah, du willst nicht mit aufnehmen, wie eine Fliege auf deinem Tisch aufschlägt? Kein Problem, brauchst ne Spinne. Wie, es entweicht Luft aus deinem Mund, während du redest? Wie peinlich, da hilft nur ein Popkiller (wie praktisch, das beides meist schon mit dabei ist). Dann willst du nicht das Müllauto aufnehmen, was draußen vorbei fährt, bist aber zu geizig für sowas? ;) Dann darfst du dir am besten noch nen Micscreen hinters Mikro schrauben.
Wenn du das aber alles hast, sieht's amtlich aus :daumen:

Im Ernst, nimm was dynamisches! Gerade als Anfänger bekommst du damit VIEL bessere Ergebnisse, als andere Anfänger, die mit nem Kondensatormikro nicht umgehen können.
Nächster Tipp, eigentlich ein no brainer, aber man sollte halt denken können: Wenn du keine Tastatur aufnehmen möchtest, stell das Mikro nicht neben die Tastatur! :D Nimm Geld in die Hand und hol dir nen günstigen (GÜNSTIG, nicht billig! Keine 10€ für Millenium ausgeben, lohnt nicht) Mikroständer. Damit eliminierst du den ganzen "Bodenschall" vom Schreibtisch, bist flexibler, kannst viel näher an den Mund --> du brauchst weniger Gain --> du hast ne kleinere Niere --> du nimmst NOCH weniger Umgebungsgeräusche auf.
Wirst natürlich Probleme bekommen, wenn du doch aufs Kondensatormic gehst. Mit dem ganzem Kladeradatsch am Galgen wird so ein Ständer mächtig kippelig.
Moin moin,

Ich tendiere auch immer mehr in die Richtung dynamisches Mikrofon. Popschutz und Mikrofonhalter sind vorhanden, der PS01 von Samson sowie einen Halter von Amazon ( ca 30 € ).

Die Tonspur bearbeite ich aktuell mit Audacity nach. Erst Noisegate, dann Equalizer und Kompressor und falls notwendig noch normalisieren. Spätestens wenn der Kompressor drauf kommt, sind die Klickgeräusche der Tastatur mehr als deutlich zu hören obwohl es sich um eine Rubberdome handelt, eine mechanische die normalerweise angeschlossen ist - geht gar nicht.

Die Tastatur steht natürlich hinter dem Mikro. Ist aber dann deutlich zu hören.

VG Micha
 
Oder du nimmst ein Kondensatormikro. Klingt natürlich viel besser!

Würde Ich so pauschal nicht stehen lassen. Ein gutes dynamisches Mikrofon mit einem wirklich guten Preamp kommt schon ziemlich nah an ein Kondensatormikrofon ran. Dafür sind die Anforderungen an den Preamp ziemlich groß und das kann die Sache etwas teuer machen.

Ich tendiere auch immer mehr in die Richtung dynamisches Mikrofon. Popschutz und Mikrofonhalter sind vorhanden, der PS01 von Samson sowie einen Halter von Amazon ( ca 30 € ).

Popschutz wäre z.B. beim Podcaster und Procaster schon einer eingebaut. Wenn man wirklich nah an das Mikro geht kann ein externer Popschutz trotzdem hilfreich sein. Ich hatte auch mal ein 30€ Mikrofonarm von Amazon. Ein NT1-A und Rode Procaster hat er dann doch nicht ausgehalten....
 
Die Tonspur bearbeite ich aktuell mit Audacity nach. Erst Noisegate, dann Equalizer und Kompressor und falls notwendig noch normalisieren. Spätestens wenn der Kompressor drauf kommt...
Ja leck, da machst du ja schon jede Menge. Bei mir geht es anders rum, glaub ich. Erst Kompressor, dann EQ, dann wird erst digitalisiert. Ist halt der Vorteil beim Mischpult, da hast du etwas Hardware vorweg. Kann ein paar Arbeitsgänge hinterher sparen.
Dafür pitch' ich bei den Vokals halt noch wild rum, aber das nur, weil ich fürchterlich schlecht singen kann.

Würde Ich so pauschal nicht stehen lassen.
War auch nicht ernst gemeint. Deswegen das Smiley hinten dran.
 
Meine Hoffnung war ja, dass ich wenn ich erst das Noisegate rüberjage, die Geräusche nicht durch den Kompressor vertärke... leider hat meine Logik da nicht ganz so gut funktioniert :D
 
Ja Nee, das würde nur funktionieren, wenn du nicht sprichst. Beim sprechen hast du die Tastatur trotzdem drauf, weil das gate offen ist.
Was da mehr bringen würde, wäre ein Tastenanschlag zu analysieren (ist ja perkussiv), und die Frequenzen mit nen Tiefpassfilter komplett rausnehmen. Das würde sicher besser funktionieren.
Am allerbesten ist natürlich, die Tastatur nicht aufzunehmen. Womit wir wieder beim Anfang wären. :-D

Eine andere (ähnliche Technik) Möglichkeit wäre, am Anfang der Aufnahme einfach ordentlich zu tippen und dann in Audacity genau den Bereich zur Rauschunterdrückung zu markieren. Dann nimmt er auf der ganzen Spur genau die Frequenzen raus.
Funktioniert leider auch nicht perfekt.
 
Unbedarft von dem Umstand, dass ich mir zu 99,99% ein dynamisches Mikrofon zulegen werde ist das mal ein guter Tipp den ich morgen man anwenden werde. :-)
 
Zurück