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Review LogiLink UA0210

kasiii

PC-Selbstbauer(in)
Vorwort
Das ist mein erstes Review. Konstruktive Kritik und Fragen sind gerne gesehen. Viel Spaß damit, hoffe es hilft dem ein oder anderen :-)


[size=+2]Review zum LogiLink UA0210[/size]
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Das LogiLink ist eine externe Soundkarte, die per USB an den PC angeschlossen wird und eine All-In-One Soundlösung bereitstellt. Die Soundkarte ist für ca. 40€ zu bekommen. Mein Exemplar ist mit einer beschädigten Verpackung angekommen, dem Gerät selbst ist nichts passiert.


[size=+1]Ausstattung[/size]
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Der SoKa-Ersatz ist für den Preis von ungefähr 40€ recht gut ausgestattet. Auf der Front ist ein 3,5mm und 6,3mm Anschluss für Kopfhörer vorhanden. Außerdem gibt es einen Mikrofon Eingang, sowie einen Line-In. Links findet man einen dreistufigen Schalter, der wohl eine Art EQ sein soll. Auf der Stellung T werden die hohen Frequenzen, auf der Stellung B die niedrigen Frequenzen verstärkt. Die Mittelstellung D hat keine Auswirkung auf die Soundausgabe. Wenn der Schalter einmal auf D steht, benötigt man bzw. ich ihn nicht mehr. Beiden Einstellungen (T und B) kann ich nicht viel abgewinnen. Wobei T evt. für die Ortung von Schritten vorteilhaft sein könnte, das habe ich aber nicht getestet. Auf der Einstellung B wird der Bass fetter, damit aber auch matschiger. Unterhalb des Drehreglers, der (mittlerweile) leichtgängig und Präzise funktioniert, sind ein paar Status-LEDs angebracht. Diese zeigen an, dass das Gerät eingeschaltet ist (grün), welche Abtastrate (gelb) und ob gerade Sound ausgegeben wird (rot).

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Auf der Rückseite findet man den USB-Port zum Anschließen an den PC. Eine separate Spannungsversorgung gibt es nicht. Daneben findet man einen Coax- und optischen Ausgang sowie zwei RCA Buchsen, die sich über den internen Lautstärkeregler einstellen lassen. Somit gibt es keinen reinen Line-Out, die Signale laufen also alle über den internen Verstärker.
Als Zubehör sind ein USB Kabel und ein RCA Kabel enthalten. Beide machen einen absolut vernünftigen Eindruck.


[size=+1]Qualität[/size]
Das Gehäuse und der Drehregler sind komplett aus Plastik gefertigt. In Anbetracht des relativ günstigen Preises war ich (und bin es immer noch) positiv überrascht - das Gehäuse wirkt sehr stabil und leistet sich keine groben Schnitzer in der Verarbeitungsqualität. Hier ist alles im grünen Bereich.

Der Wahlschalter für die Bass- bzw. Höhenverstärkung ist bei meinem Modell nicht ganz einfach zu Bedienen. Die Stellung B und D erreicht man einigermaßen gut. Die Einstellung T ist allerdings kaum zu erreichen. Ich bin mir aber ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob hier nicht etwas defekt ist. Es könnte sein, dass der Schalter schräg eingebaut ist. Ich werde mal beim Hersteller anfragen, mal sehen wie sie sich dazu äußern.


[size=+1]Sound[/size]
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Der DAC und KHV leisten gute Arbeit und benötigen keinen separaten Treiber unter Win10. Der UA0210 musste gegen meinen fast doppelt so teuren FiiO E10k antreten. Zum Sound will ich nicht viel schreiben, dieses Feld ist mir viel zu subjektiv. Allerdings will ich auch nicht verschweigen, dass ich keine großen Unterschiede zwischen den beiden hören konnte. Als Kopfhörer habe ich DT 880 (250 Ohm), den Sennheiser HD58x (150 Ohm), dem Beyerdynamic Custom Studio (80 Ohm) und den Beyerdynamic Custom One Pro mit 16 Ohm verwendet.

Der LogiLink hat keinen besonders starken KHV integriert. Hier könnte die maximale Lautstärke für manche Besitzer der beliebten 250-Ohm-Modelle von Beyerdynamic zu gering sein, insbesondere bei leise aufgenommenen Musiktücken. Für mich ist die maximale Lautstärke ausreichend. Der LogiLink UA0210 und der FiiO E10k liegen hier auf einem ähnlichen Niveau.
Mit meinem HD58x kann ich normal laut aufgenommene Musik nicht lange bei maximaler Lautstärke hören, das ist mir viel zu laut und bereits schmerzhaft. Auch den Custom Studio bringt der LogiLink UA0210 auf schmerzhafte Pegel. Den Custom Studio würde ich als Referenz betrachten, was die Lautstärke angehet. Das bringt mich zu der Aussage, dass der UA0210 für fast alle Gaming Headsets ausreichend Power hat.

Nun, was soll jetzt die gute Stimmung noch trüben? Genau, der Mikrofon Eingang, leider. Zuerst habe ich die Spannung gemessen, die potentiellen Mikrofonen zur Verfügung gestellt wird. Da das Gerät per USB angeschlossen ist, beträgt der theoretische Maximalwert 5 V. Je höher die Spannung, desto lauter die Aufnahme bei geringerer Verstärkung. Je geringer die Verstärkung, desto geringer das Rauschen im Hintergrund.

Mit seinen relativ genau 3 Volt ist der LogiLink hier in einem Bereich, der nicht wirklich gut ist, aber dennoch für brauchbare Mikrofon Qualität ausreichen kann. Hier geht es mir ähnlich wie beim Wahlschalter für die Höhen- bzw. Bassverstärkung, ich bin mir nicht sicher, ob hier nicht etwas defekt ist. Auch wenn kein Mikro angeschlossen ist rauscht der Eingang ohne Ende. Zum Vergleich liefert hier eine 8€ Soundkarte Totenstille. Die schlechte Performance macht weitere Tests eigentlich überflüssig, weil das Rauschen immer bestehen bleibt. Programme wie Teamspeak können das Rauschen zwar herausfiltern, womit auch eine annehmbare Qualität erreicht wird, aber insgesamt ist der Mikrofon-Eingang nicht besser als meine Onboard-Lösung und damit nicht wirklich empfehlenswert. Aufgrund des starken Rauschens des Geräts, will ich auch hier den Hersteller anschreiben und bin auf eine Reaktion gespannt.
 
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