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[Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

lunar19

Software-Overclocker(in)
[Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

[Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

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An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an Fractal Design für die unkomplizierte Bereitstellung des Testsamples.

2010 wurde von der schwedischen Firma Fractal Design das „Define XL“ vorgestellt. Es fand großen Anklang in der Community und wurde dankend aufgenommen. Ende 2012 präsentierte Fractal dann das „Define XL R2“, eine überarbeitete Version der ersten Ausgabe. Die wesentlichen Änderungen betreffen vor allem den Innenraum, welcher sich insofern verändert hat, als das die Trennung von Netzteil und Mainboard-Fläche entfallen ist und eine erweiterte Kompatibilität zu XL-ATX-Mainboards geschaffen wurde. Doch was leistet die Revision im Praxiseinsatz? Wird sie genauso überzeugen wie die beliebten Vorgänger? Dieser Frage werden wir nun um Test nachgehen.
Beginnen wir zunächst mit den Spezifikationen:
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Um auch die Herstellermeinung mit einzubringen, ist diese hier im Spoiler eingebunden:

High density noise-reducing material for an optimal silent case
(= Sehr dichtes, geräusch-reduzierendes Material für das optimale Silent-Gehäuse.)

Patented ModuVent™ design allowing the user to choose between optimal silence or maximum airflow.
(=Das patentierte ModuVent™ Design erlaubt dem Nutzer die Wahl zwischen niedriger Lautstärke und optimalen Airflow.)

With a new internal layout and additional PCI expansion slots, it can harbor the most powerful enthusiast systems.
(= Mit einem neuen Layout des Innenraums und zusätzlichen PCI-Erweiterungsslots, kann das Gehäuse die stärksten Systeme beherbergen.)

Both HDD cages can be removed or repositioned - Top HDD cage can be removed or repositioned for increased airflow whereas bottom HDD cage can be repositioned further into the case to allow for front radiator mount.
(=Beide Festplattenkäfige können entfernt oder umgesetzt werden. Der obere Käfig kann zur Steigerung des Air-Flows umgesetzt oder entfernt werden, ebenso wie der untere für die Montage eines Front-Radiators.)

The case can fit water cooling equipment in the front, top, rear and bottom without major modifications.
(= Das Gehäuse kann in der Front, im Deckel, am Boden und hinten Wasserkühlungs-Utensilien aufnehmen, ohne das große Veränderungen an diesem erfolgen muss.)

Three-speed fan controller is strategically integrated in the front panel and supports up to 3 fans
(= Die Drei-Stufen-Lüftersteuerung ist im Frontpanel integriert und unterstützt bis zu drei Lüfter.)

Three Silent Series R2 fans are included, featuring hydraulic bearings which contribute to a longer life expectancy – Silent Series R2 retail fans now come standard in all cases
(= Es befinden sich drei Silent-Lüfter der R2-Serie im Lieferumfang, welche mit hydraulischen Lagern eine längere Lebenserwartung haben – die Lüfter werden nun Standard in allen Gehäusen.)

New tool-less front fan holder makes switching front fans a breeze
(= Die neuen, werkzeuglosen Front-Lüfter-Halterungen machen das Wechseln einfacher.)
Persönlicher erster Eindruck

Als ich mir die Spezifikationen zum ersten Mal anguckte, fielen mir sehr viele Parallelen zum Test des Nanoxia DS1 auf. Da auch das Design ähnlich war, bis auf die geteilten Fronttüren, weckte das Gehäuse mein Interesse und steht nun hier im Test. Ob noch weitere Gemeinsamkeiten auffallen, wird sich nun zeigen müssen.
Verpackung und Lieferumfang

Fractal Design liefert das Gehäuse Firmen-typisch in einer karton-farbenen Verpackung aus. Diese ist, wie üblich, auf der Frontseite mit einer Abbildung des Produkts und der Bezeichnung versehen. Außerdem finden sich das Logo und der Schriftzug des Herstellers. Auf der Rückseite findet sich eine detailliertere Form des Gehäuses mit den verschiedenen Einzelteilen. Diese sind beschriftet und an der Seite mit den Features beschrieben. Auf den Seitenteilen findet sich dann eine Abbildung des offenen Gehäuses und auf der anderen Seite die Spezifikationen. Die Farbausführung ist durch eine rote Markierung gekennzeichnet.

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Schneidet man die Klebestreifen am oberen Ende nun also auf und öffnet das Paket, blickt man zunächst auf die Fronttür, eingerahmt durch zwei Styropor-Träger. Diese halten das Gehäuse sicher in der Verpackung. Das Case ist außerdem noch in einer Plastiktüte versteckt und die Front-Tür durch eine weitere Folie geschützt. Beim Herausziehen des Produkts fällt einem auch noch die Anleitung mit Garantie-Bescheinigung in die Hände. Im Inneren findet sich dann auch noch Fractal-typisch ein kleines Kästchen mit dem Montagematerial.

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Zum Lieferumfang gehört also das Gehäuse an sich, die Montageanleitung samt Garantie-Schein sowie alle benötigten Schrauben plus Kabelbinder. Hier noch einmal zusammengefasst:

  • Fractal Design Define XL R2
  • Schrauben + Kabelbinder
  • Anleitung
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Insgesamt ist das Define XL R2 herkömmlich verpackt und weist keine besonderen Neuerungen auf. Es ist sicher im Karton verstaut und liefert alle nötigen Utensilien mit. Ein guter erster Eindruck.
Äußere Erscheinung
Allgemein
Allgemein fällt natürlich zunächst auf, dass die Maße von 559mm x 232mm x 560mm den Anforderungen an die Dimensionen eines Big-Towers entsprechen. Außerdem sollte das Gewicht von rund sechszehn Kilogramm dank Dämmung und stabiler Materialen für sich sprechen. Das Gehäuse ist in Schwarz gehalten und weißt nur an der Front und dem Heck farbliche Differenzierungen auf.

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Front
Von vorn betrachtet wirkt das XL R2 sehr edel, da die Tür, wie schon beim Vorgänger, eine metallen wirkt. Diese besteht zwar vorne nur aus einer Plastik-Oberfläche, wirkt aber trotzdem angenehm gedeckt und bietet ein einheitliches Bild. Die Tür ist in einem Stück und lässt sich nach links öffnen, dafür ist eine Aussparung auf der rechten Seite zur besseren Griffigkeit gegeben. Auf der Rückseite der Klappe befindet sich Fractal-typisch Dämmmaterial, welches grau, relativ weich und leicht ist. Somit wird die Tür nicht unnötig schwer, lässt sich aber trotzdem gut schließen. Der Verschluss erfolgt über Magneten. Öffnet man der Tür nun, blickt man auf zwei Bereiche, zum einen findet sich eine verdeckte Fläche im unteren Bereich, welche die Lüfter verdeckt und schützt und zum anderen sieht man die Laufwerks-Schächte. Alle vier Slots sind mit wiederverwendbaren Einsätzen versehen, welche über Klip-Mechanismen am Gehäuse befestigt werden. Sie lassen sich einfach entfernen, um bestimmte Geräte hindurch zu schieben. Rechts neben den Schächten findet sich auch ein kleiner Umschalter, welcher von hinten (XL „R1“) nach vorn (XL „R2“) gewandert ist, um besser erreicht werden zu können. Dieser Schalter arbeitet in drei Stufen und steuert die angeschlossenen Lüfter in 5V, 7V und 12V. So entfällt die Notwendigkeit einer zusätzlichen Lüftersteuerung, wenn nur drei Ventilatoren angeschlossen werden. Um Zugang zu den verbauten Lüftern in der Front zu erhalten, muss nun die Abdeckung entfernt werden. Dies geschieht über simples Drücken auf die rechte Seite und schon lässt sich die Tür ebenso nach links öffnen. Dahinter befinden sich nun zwei Staubfilter, welche die beiden Plätze für die Ventilatoren abdecken. Ein Lüfter der hauseigenen „Silent R2“-Serie im 140mm-Design ist schon vormontiert, der untere Platz ist noch leer. Über eine Lasche kann die gesamte Halterung dann auch herausgenommen werden, um auch von vorn die Lüfter zu tauschen oder zu reinigen.

Insgesamt liefert die Front ein gutes Bild ab. Die Optik wirkt stimmig, die Lüftersteuerung ist besser zu erreichen und ein großer Lüfter ist im Lieferumfang. Ein guter Beginn.

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Heck
Von hinten angeschaut zeigen sich die typischen Merkmale eines Towers. Es befinden sich angemessene Aussparungen für die Mainboard-Anschlüsse sowie das Netzteil im unteren Bereich und es wurde wieder ein großer 140mm-Lüfter verbaut. Für einen Ventilator im 120mm-Design sind bei anderen Anforderungen aber auch Bohrungen vorhanden. Über dem Lüfter befindet sich gelochter Stahl, welcher leider nicht verschlossen wurde. Ebenso auf der rechten Seite unter dem Lüfter. Was leider vergeblich gesucht wird, sind Einlässe und Auslässe für eine Wasserkühlung, welche eigentlich zur Standard-Ausstattung eines Gehäuses gehören. Wieso auf die kleinen Löcher verzichtet wurde, bleibt unklar und ist als Negativ-Punkt anzusehen. Allgemein finden sich auf der Rückseite des XL R2 noch neun Erweiterungsslots für Grafik- oder Soundkarten. Dies entspricht dem Standard eines Big-Towers. Als letzte Auffälligkeit ist die hervorstehende Vertiefung im Staubfilter für das Netzteil und den Boden-Lüfter zu nennen, welche eine simple Demontage und Reinigung ermöglicht.

Alles in allem sind die normalen Features eines großen Gehäuses geboten, negativ fällt das Fehlen der Wasserkühlungs-Löcher auf.

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Oben
Betrachtet man die Oberseite des Gehäuses, so gibt es zwei Auffälligkeiten. Zum einen ist hier das Frontpanel zu nennen, welches am Übergang zur Front abgeschrägt platziert wurde. Hier finden sich zwei USB 3.0 und zwei USB 2.0-Anschlüsse, welche verschieden angeschlossen werden und bei einer Inkompatibilität des Mainboards auch nur zum Teil genutzt werden können. Daneben liegen der umrandete Startknopf mit einem angenehm sanften Druckpunkt sowie der Reset-Button. Ganz links finden sich noch die Anschlüsse für ein Headset bzw. Kopfhörer und Mikrofon. Von Start-Knopf aus geht eine Vertiefung mit einer LED darunter bis unter die Fronttür und wird im laufenden Betrieb blau leuchten. Als zweites fällt auf, das sich auf der Oberseite zwei Lüfterplätze befinden, welche für 120mm und 140mm-Lüfter passen sollen. Diese sind von innen verschlossen und können bei Bedarf geöffnet werden. Da Schrauben und Abdeckung in schwarz gehalten sind, fällt dies auch nicht weiter ins Gewicht.

Der obere Bereich ist konventionell gestaltet und bietet die gängigen Standards. Beide USB-Versionen werden unterstützt.

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Unten
Legt man das Gehäuse nun auf die Seite, kann man den Boden betrachten. Hier fällt zunächst der große Staubfilter auf, welcher sich nach hinten herausziehen lässt und die Eingänge/Ausgänge für zwei Lüfter schützt. Zum einen befindet sich hier der dritte 140mm-Lüfter aus dem Lieferumfang, welcher auf der oberen Seite ein Lüftergitter zum Schutz besitzt, zum anderen kann das Netzteil an dieser Stelle montiert werden und saugt so ebenfalls keinen Schutz an. Dank dieser Vorrichtung und den rund 2cm hohen Füßen kann das Gehäuse so also auch in eingeschränkter Form auf einem Teppich Verwendung finden. Zuletzt sei noch der Griff für die Frontpartie genannt, mit welchem die Tür und das dahinter liegende Material für eine einfacherer Montage angenommen werden kann.

Insgesamt ist auch hier kein großer Fehler zu erkennen und es ist alles dabei, was nicht fehlen darf.

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Die Seiten
Die (von vorn betrachtet) linke Seite bietet wieder zwei Auffälligkeiten. Zum einen ist hier wieder ein verdeckter Montage-Platz für einen 140mm-Lüfter, zum anderen lassen sich vorn die Lufteinlässe für die Frontlüfter erkennen. Über die gesamte Seite zieht sich rund einen Zentimeter nach der Tür eine Reihe von Luftschlitzen, welche nicht gedämmt sind und so Frischluft und Air-Flow ermöglichen sollen. Diese Reihen finden sich auf beiden Seiten. Auf der anderen Seite befindet sich als einziger Unterschied kein Lüfterplatz. Befestigt werden beide Seitenteile über Thumbscrews, welche mittlerweile auch als Standard angesehen werden können. Außerdem sind beide von innen gedämmt und recht schwer, was wohl auf das Material zurückzuführen ist.

Dank der Dämmung wirken die Seitenteile schwer und edel. Dies lässt hoffen, dass es keine klappernden oder lärmenden Teile an diesen Parts geben wird.

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Zusammenfassend lässt sich zum äußeren Bild sagen, dass das Gehäuse eine edle und zeitlose Erscheinung aufweist und rundherum überzeugen kann. Dank der Dämmung und der Größe an sich kann das Case allerdings schnell recht schwer werden und ist so eher ungeeignet für LAN-Partys…Einziger Negativpunkt ist das Fehlen von Aussparungen für Schläuche einer Wasserkühlung.
Allgemein
Allgemein ist zum Innenaufbau zu sagen, dass das XL R2 im Vergleich zum Vorgänger keine Strebe mehr zwischen dem PSU- und dem Mainboardbereich besitzt und so recht offen wirkt. Außerdem ist der Innenraum recht großzügig gestaltet und bietet zwei variable Festplattenkäfige, welche eine Länge der Grafikkarte von 48cm ermöglichen sollen. In jedem Käfig können vier HDDs oder SSDs untergebracht werden, außerdem finden vier Laufwerk im Gehäuse Platz. Auch der Innenraum ist fast komplett in Schwarz gehalten und bietet einige Features, welche im Folgenden beschrieben werden sollen.

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Vorn
Betrachtet man den Innenaufbau im vorderen Bereich, so kann gesagt werden, dass dieser fast vollständig von den Käfigen für die Festplatten sowie den Halterungen für die 5,25“-Laufwerke ausgefüllt wird. Im oberen Bereich finden sich vier Einschübe für die genannten Laufwerke, welche am vorderen Ende durch wiederverwendbare Blenden verschlossen sind. Das Gerät, welches verbaut wird, wird dann ohne Entkopplung oder Schnellverschlüsse einfach festgeschraubt und fertig. Hier ist man nicht dem Trend zur werkzeuglosen Montage gefolgt. Über den Einschüben verlaufen dann auch die Kabel des Frontpanels durch eine besondere Aussparung und müssen nicht im Gehäuse verlegt werden. Dies fällt positiv auf, da so mehr Platz im oberen Bereich geschaffen wird. Unter den Laufwerksschächten befinden sich dann zwei modulare Festplattenkäfige, welche jeweils vier Festplatten im 3,5“ und 2,5“-Format aufnehmen können. Diese werden einfach auf die weißen Schienen gelegt und entkoppelt verschraubt. Die Käfige können auch herausgenommen werden, da sie nur über Thumbscrews fest verankert sind. So kann mehr Platz für große Hardware geschaffen werden. Betrachtet man den vorderen Bereich von der linken Seite aus, so kann man auch die Kabel der Lüftersteuerung entdecken, welche per Molex-Anschluss mit Strom versorgt wird. Drei gesleevte Anschlusskabel stehen auch zur Verfügung.

Insgesamt bietet der vordere Bereich viel Platz und ermöglicht eine großzügige Einteilung der verwendeten Hardware. Kritik kann nur dabei angebracht werden, dass die 5,25“-Laufwerke keine Entkopplung bekommen haben.

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Mitte
Im mittleren Bereich steht vor allem der Mainboardtray im Vordergrund. Dieser fasst Mainboards bis XL-ATX-Format und bietet so auch für leistungsstarke Systeme genug Platz. Da ein solches System auch eine gute Kühlung benötigt, ist eine großzügige Aussparung im Tray vorhanden, welche den Kühlerwechsel vereinfachen soll. Weitere Aussparrungen finden sich um den eigentlichen Platz für das Board mit Gummi versehen und in unterschiedlichen Größen. Die Gummierungen sind innen recht flexibel und die Kabel können gut hindurchgeführt werden, an den Kanten sitzen diese allerdings fest, so dass ein einfaches Rausrutschen nicht so schnell passieren kann. Die wichtigste Öffnung ist auch gleichzeitig die größte, nämlich die, welche am Netzteilplatz liegt und voraussichtlich das dicke 24-Pin-ATX-Kabel „schlucken“ soll. Im oberen Bereich über dem Tray finden sich dann auch noch verschlossene Lüfterplätze, welche von außen mit Dämmung an einer Plastikscheibe festgeschraubt sind. Diese löst sich recht schnell und ermöglicht dann eine Montage eines zusätzlichen Lüfters. Im unteren Bereich findet sich dann auch ein mitgelieferter Lüfter, welcher angenehmerweise mit einem Lüftergitter versehen ist, welches ein Ansaugen der Netzteilkabel verhindert. Auf der Rückseite nimmt man die Durchführungen natürlich auch war, da diese hier erst den wahren Nutzen zeigen. Da hinter dem Tray rund 26mm Platz sind, kann der gebotene Platz hier sehr gut ausgenutzt werden.

Insgesamt bietet das Gehäuse im mittleren Bereich viel Platz für große Hardware und kann mit gut bemessenen Kabeldurchführungen und durchdachter Dämmung punkten.

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Hinten
Betrachtet man das hintere Areal des Gehäuses, so fallen zunächst die zwei weißen Akzente ins Auge. Zum einen ist der 140mm-Lüfter in Weiß gehalten, zum anderen sind die befinden sich die PCI-Slotblenden in eben dieser Farbe. Diese werden mit Thumbscrews festgeschraubt und sind gelöchert, so dass wenigstens ein klein bisschen Luft zirkulieren kann. Über diesen befindet sich dann die schon erwähnte I/O-Panel-Aussparung. Im unteren Bereich fällt dann vor allem die Montageart des Netzteiles ins Auge. Für dieses sind zwei Gummipyramiden im hinteren Bereich angebracht, auf welche der Stromversorger gelegt wird. Vorn finden sich leider solche Füße nicht, so dass das Gerät auf der Höhe der Löcher gehalten werden muss. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Entkopplung den Abstand weiter erhöht. Dieser ist zwar eigentlich positiv, verkompliziert aber das Einführen der Schrauben in die Gewinde. An den Kanten finden dich darüber hinaus wie auch schon im vorderen Bereich Verstärkungen, welche der Stabilität dienlich sind.​
Hinten bietet sich wieder das übliche Bild eines Towers, welches nur bei der PSU-Montage etwas abweicht.

Insgesamt leistet sich das XL R2 auch im Innenraum keine nennenswerten Schwächen, sondern überzeugt mit herkömmlichen, aber guten Lösungen. Dank großer Lüfter und viel Platz darf man gespannt die Kühlleistung erwarten.

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Kommen wir nun also dazu, die Hardware in das XL R2 einzubauen. Dabei ist allgemein zu sagen, dass die Montage in fast allen Schritten recht schnell von der Hand gehen wird, einfach aufgrund der Größe des Gehäuses. Doch beginnen wir langsam. Zunächst muss natürlich das Mainboard mit dem Arbeitsspeicher, der CPU sowie dem Kühler vorbereitet werden. Es befindet sich zwar auch eine Aussparung im Mainboardtray, allerdings ist es meistens einfacher mit einem ausgebauten Board. Sind alle Teile fachgerecht montiert, können die Abstandshalter aus dem umfangreichen Schraubensortiment gesammelt werden. Dieses ist praktischerweise so eingeteilt, dass jede Art von Schrauben eine eigene Tüte bekommen hat und somit ein langes Suchen erspart bleibt. Sind die Halter dann mit Hilfe des mitgelierten Adapters befestigt, kann das Mainboard auf diese gelegt werden. Leider fällt hier auf, dass keine Anleitung für die Positionierung gegeben ist und so erst probiert werden muss. Eine Skizze wäre hier schön gewesen. Ist das Board dann endlich platziert, kann es verschraubt werden. Dann folgt das erste Verkabeln der Anschlüsse mit dem Frontpanel. Nach getaner Arbeit kann dann das Netzteil eingesetzt werden. Dafür muss dieses auf die beiden hinteren Gummipuffer gelegt und mit der Hand in Position gehalten werden. Es wird von außen dann einfach durch die Entkopplung hindurch per Schrauben befestigt. Nun empfiehlt es sich, das Board mit Strom zu versorgen. Dabei fällt äußerst positiv der großzügige Platz hinter dem Tray auf, welcher ein gutes Kabelmanagment ermöglicht. Leider kann es vorkommen, dass das 8-Pin-CPU-Kabel zu kurz ist und ein Adapter von Nöten sein wird. Dieser findet sich nicht im Lieferumfang und muss bei Bedarf noch gekauft werden. Bei dem verwendeten „be quiet! Straight Power E8 580CM“ war dieses Kabel zu kurz. Ansonsten sollten aber alle Kabel ausreichend lang sein. Ist das Mainboard nun versorgt, kann die Festplatte sowie das Laufwerk eingebaut werden. Die HDD wird dafür einfach auf die Schiene aus dem Gehäuse gelegt und mit den Löchern der Entkoppler abgeglichen. Dann können vier Schrauben die Festplatte befestigen und diese muss nur noch verkabelt werden. Das Laufwerk hingegen wird einfach durch die Front geschoben und dann verschraubt bzw. mit Thumbscrews befestigt. Ist auch dieses Gerät verkabelt, fehlt nur noch die Grafikkarte, für welche zunächst die Abdeckungen der PCI-E-Slots abgenommen werden müssen. Dann kann die Karte eingesetzt und mit den Schrauben wieder befestigt werden. Ist auch diese verkabelt, wird nur noch die Lüftersteuerung per Molex-Anschluss an das Netzteil angeschlossen und fertig.​
Insgesamt ist die Montage ohne Probleme zu bewerkstelligen und sollte Erfahrenen wie auch Neulingen einfach von der Hand gehen. Auf jeden Fall sollte vorher aber die Kabellänge des 8-Pin-CPU-Kabels überprüft werden, um einen Arbeitsstop auszuschließen.

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Inbetriebnahme

Dass das Gehäuse nun im Betrieb ist, zeigt sich eigentlich nur daran, dass der bisher dunkle Kreis um den Power-Button jetzt leuchtet und sich die Lüfter drehen. Nun kann die gewünschte Leistungsstufe der Ventilatoren eingestellt werden. Doch was leistet der Silent-Big-Tower von der Kühlleistung her?
Kühlleistung

Nun soll die Messung der Temperaturen erfolgen. Dafür wurde dieses Testsystem in das Gehäuse eingebaut:

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Allgemein wird die Kühlleistung in drei Stufen getestet, nämlich den Stufen der Lüftersteuerung. Also laufen die Lüfter auf 5V, 7V und 12V. Dabei wird einmal die Temperatur im Idle, also dem Leerlauf bei der Musikwiedergabe gemessen und dann wird bei Furmark und Coredamage eine 100%-ige Auslastung generiert, um die Hitzeabfuhr während einer Gaming-Session oder ähnlichem zu testen. Die Werte findet ihr unten:

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Auswertung:
Insgesamt kann sich das XL R2 in vielen Bereichen vor die Vergleichsobjekte setzen und diese im CPU-bereich fast immer schlagen. Erwartungsgemäß fällt die Leistung bei 5V ab, ist aber immer noch im sehr guten Bereich. Auch bei der Grafikkarte kann sich das Gehäuse im vorderen Bereich einordnen und überzeugt so im Bereich der Kühlleistung.
Lautstärke

Kommen wir nun zu einem weiteren wichtigen Punkt, welcher bei Fractals Define-Serie im Mittelpunkt steht: die Lautstärke. Dank umfangreicher Dämmung und bekannter Lüfter samt Lüftersteuerung darf hier ein gutes Ergebnis erwarten werden:
In den verschiedenen Stufen der Steuerung unterscheidet sich die Lautstärke natürlich voneinander. Unter 5V sind alle Lüfter praktisch nicht hörbar und können für den Silentbetrieb empfohlen werden. Bei 7V steigert sich die Lautstärke zwar ein wenig, bleibt aber immer noch im sehr leisen bis leisen Bereich und wird immer vom verbauten System übertönt. Im 12V-Betrieb hört man dann allerdings auch die Lüfter heraus. Diese Lautstärke kann aber nicht als wirklich störend empfunden werden, da die Ventilatoren nur mit maximal 1000 Umdrehungen drehen und somit immer noch recht langsam sind. Was man hört, ist ein dumpfes Rauschen, was nicht von Klappern oder Schleifen geprägt ist.

Insgesamt hört man im 5V und 7V-Betrieb von den mitgelieferten Lüftern so gut wie gar nichts und kann sich, bei einem leisen Grundsystem, an der Stille erfreuen. Bei 12V kommt dann der Luftzug in den Fokus, welcher aber tief und dumpf ist und so nicht wirklich stört. Eine überzeugende Leistung!
Fazit

Kommen wir nun zu einer endgültigen Bewertung des Gehäuses. Fractal Design hat mit dem XL R2 auf jeden Fall einen würdigen Nachfolger für das schon sehr gute XL herausgebracht. Dank durchdachter Dämmung, großer, leiser Lüfter sowie der Kompatibilität zu verschiedenen Mainboardgrößen überzeugt es. Auch die Kühlleistung kommt nicht zu kurz und bleibt auch bei niedriger Lautstärke auf sehr gutem Niveau. Negativ fällt auf, dass die Anleitung für Einsteiger etwas kurz gehalten ist und die Positionen der Abstandshalter nicht preisgibt. Außerdem sind die 5,25“-Laufwerke nicht entkoppelt und es finden sich keine Durchführungen für Schläuche von Wasserkühlungen. Da dies aber im Vergleich zu den positiven Aspekten eher kleine Fehler sind und der Preis von 130€ für einen vollwertigen Big-Tower aus Preis/Leistungs-Sicht sehr gut ist, ist es legitim, dem Fractal Design Define XL R2 den Goldaward zu verleihen.

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Weiterführende Links

Fractal Design Define XL R2 bei Fractal: Define XL R2 Black Pearl - Fractal Design

Fractal Design Define XL R2 im PCGH-Preisvergleich: Fractal Design Define XL R2 schwarz, schallgedämmt (FD-CA-DEF-XL-R2-BL)

Ankündigung bei PCGH: Fractal präsentiert mit Define XL R2 Nachfolger des Define XL

 
TE
lunar19

lunar19

Software-Overclocker(in)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?


So, damit geht das Review nun online. Ich hoffe, es gefällt :)

Ihr habt Fragen zu dem Produkt oder zu mir? Stellt diese hier im Thread oder schreibt mir eine Nachricht :)

Informationen zu fertigen und folgenden Testberichten gibt es hier im Blog: Informationen zu fertigen und folgenden Testberichten




 

Westcoast

Kokü-Junkie (m/w)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

danke für das schöne review und die mühe. :daumen:

ein tolles gehäuse, mit guter belüftung, naja die abstände der abstandshalter kann man den vorbohrungen [lötzinn markierte löcher] vom board angleichen.
 
TE
lunar19

lunar19

Software-Overclocker(in)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

danke für das schöne review und die mühe. :daumen:

ein tolles gehäuse, mit guter belüftung, naja die abstände der abstandshalter kann man den vorbohrungen [lötzinn markierte löcher] vom board angleichen.

Vielen Dank :) Es stimmt, man kann es auch anders herauskriegen, aber ich erwarte, dass sowas in der Anleitung vermerkt ist bei einem Gehäuse für 130 €;)
 

derP4computer

BIOS-Overclocker(in)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

Sehr schöne Arbeit. :daumen:
...... als das die Trennung von Netzteil und Mainboard-Fläche entfallen ist ........
Habe selber noch die erste Ausführung, das habe ich total übersehen, aber warum haben sie das gemacht?
und eine erweiterte Kompatibilität zu XL-ATX-Mainboards geschaffen wurde.
Ja, ne ist klar. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. :lol:
 

Troollin

Komplett-PC-Aufrüster(in)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

Gute Arbeit! :daumen:

Sehr informativ und ausführlich.
 

aliriza

Software-Overclocker(in)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

good job ;)
 

PornoStyle

Freizeitschrauber(in)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

Gutes review !

Hast dir viel mühe gegeben

und hab selbst das XL echt gutes gehäuse mit sehr viel platz

kans jedem empfehlen und sieht gut aus und ist durchdacht
 
TE
lunar19

lunar19

Software-Overclocker(in)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

Vielen Dank euch allen ;)
 

shadie

Volt-Modder(in)
AW: [Review] Fractal Design Define XL R2 – was leistet die überarbeitete Version?

Vielleicht etwas spät aber für Lob ists ja nie zu spät :-)
Ich habe mir das Gehäuse wegen deinem sehr ausführlichen Test bestellt und kann nur sagen dass alles top ist !

Was ich aber wirklich schade finde ist, dass man die Trennung zwischen MB und Netzteil entfernt hat, hätte man es wenige Zentimeter größer gemacht, hätte man diese Abtrennung drinnen lassen können, schade.

Wegen der Schlauchdurchführungen trauere ich nicht hinterher, ich nutze zwar eine externe Wakü aber für 14 € bekommt man ein wesentlich schickeres Slotblech an das man dann die Schläuche befestigen kann, sieht besser aus als so blöde Löcher im Gehäuse :-)

Danke für diesen Test!!! hat mir das Geld für ein schlichtes Corsair gespart. :-)
 
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