Falls dieser Hinweis neu ist, könnte man sich auch vorstellen, dass sie so sauer sind, dass die Wahl ihres Stils nicht sehr positiv aufgenommen wurde, dass sie nun einfach kein weiteres Spiel machen wollen, auch wenn dies nicht als letztes / abschließendes MI-Spiel geplant war.
Kann man nur hoffen, dass dies nicht der Fall ist und das Ende somit zufriedenstellend wird.
Wenn man sich dagegen Shenmue 3 anschaut, welches die Story kaum voran bringt und damit so viele Fans vor den Kopf gestoßen hat, dass die Serie wahrscheinlich nie zu Ende gebracht wird, da bei einem erneuten Kickstarter kaum noch genug Geld zusammenkommen würde. Das war in meinen Augen reine Gier, da sie wohl hofften die Story strecken zu können, um den Fans mit mehr Serienteilen das Geld aus den Taschen leiern zu können, anstatt sich aufs Abschließen der Story zu konzentrieren.
Der Stil ist mir völlig egal ich warte seit 30 Jahren auf ein neue MI von Ron Gilbert da werde ich das auch sofort zum Release kaufen und zocken. An den Stil gewöhne ich mich schon. Bei Curse of Monkey Island war es auch so und das ist übrigens auch nicht Pixel Art.
Wieso wurde so ein Stil verwendet, wenn er egal wäre? Dann hätte man auch Strichmännchen verwenden oder das Ganze gleich als Textadventure anlegen können. Auge spielt mit.
Manche Medien und der Gilbert machen sich zu sehr daran fest, dass alle Pixelart wollen würden. Die Wahl dieses Stils hat auch absolut nichts mit "moderner Grafik" zu tun, dann der wäre wahrscheinlich auch schon zu Curse of Monkey Island-Zeiten umsetzbar gewesen.
Das Team mag ja scheinbar abstrakte Kunst, aber muss damit leben, dass viele diese eben nicht mögen. Hätten sie sich aber auch denken können und es wäre interessant zu erfahren, wieso gerade dieser Stil gewählt wurde. Nur um anders zu sein?
Ich hatte übrigens auch kein Problem mit dem Curse of Monkey Island Stil, auch wenn ich mich etwas an Spargel-Guybrush gewöhnen musste, aber beim neuen Spiel finde ich vor allem Guybrush einfach nur abstoßend.
Curse war auch schon irgendwie beeindruckend, da es wie ein Cartoon aussah, während man vorher Pixel gewöhnt war. Zwar gab es auch andere Adventures, welche in diese Richtung gingen (King's Quest 7, Leisure Suit Larry 7), aber diese sahen doch noch etwas "steif" und "simpel" aus.
Beim neusten Teil könnte ich nicht sagen, dass dieser einen (grafischen) Fortschritt im Adventure Genre darstellen wird. Spielerisch werden sie das Rad aber auch nicht neu erfinden, was sie auch nicht müssen (verhindert Verschlimmbesserungen).
Lobpreisungen nehmen doch viele Leute gern mit, aber wenn es Kritik hagelt, dann können sie damit oft nicht umgehen. Zahlende Kundschaft / Fans, welche die Produktreihe durch ihre Käufe zum Erfolg machten, sollen ihre Augen verschließen und ruhig sein, aber die Entwickler sollen nicht fähig sein, einfach die Kritik zu ignorieren, ohne sich verbale Schlammschlachten auf den asozialen Medien zu leisten? Generell bekleckern sich viele Entwickler heutzutage nicht mit verbalem Ruhm, egal ob Indie oder von großen Publishern.
Einfach mal die Füße still halten und das Spiel rausbringen, dann wird man ja sehen, ob es von der potentiellen Kundschaft gekauft wird und dies in erwarteter Stückzahl. Wenn ja, kann man ja zufrieden sein und falls nicht, hätte man sich vielleicht überlegen sollen, was die potentielle Kundschaft mag (nennt sich Marktforschung).
Leider seh ich es immer öfter, dass an der Kundschaft vorbei entwickelt und verkauft wird, was nicht nur Medien betrifft, sondern bereits in (deutschen) Supermärkten beginnt.