reihenfolge wakü anschluß

AW: reihenfolge wakü anschluß

Die Sicht einer Einheit Wasser ist aber für die Frage, wie man die beste Kühlung seiner Komponenten erreicht eher weniger interessant :D. Was ich korrigiert hatte war btw die falsche Schlussfolgerung, warum durchflussabhängige lokale Temperaurdifferenzen (diese sind ja letzlich der Effekt über den wir hier gerade sprechen) keine Auswirkung auf die Kühlleistung des Systems haben. Ein durchflussabhängiger Effekt auf die Kühlleistung ist nur durch die Strömungsabhängigkeit des Wärmeübebergangskoeffizienten zu begründen und der ist eben, vor allem wenn man sich bereits in hohen Durchflussregionen bewegt, äußerst begrenzt. Zeitabhängig im Sinne der System- bzw. Performance-betrachtung sind die besprochenen Effekte aber alle nicht.

Was die Rechenbeispiele angeht hast du natürlich recht! Natürlich kommt das vor - und zwar gar nicht mal so selten. Dennoch ist es nun mal Fakt, dass man das Problem hoher lokaler Wassertemperaturen aufgrund leistungsstarker Komponenten durch die Reihenfolge eben nur von einem Ort zum nächsten verschieben kann. In Summe gewinnt man nichts. Hängt man z.B. die CPU hinter die heiße Graka, wird letztere zwar gut gekühlt, aber die CPU dafür schlechter. Andersherum ist es genauso - nur abgeschwächt, weil die CPU nicht so stark heizt. Von daher ist gerade in so einem Fall wie du ihn erwähnst, der von vielen intuitiv gewählte Ansatz nach der Pumpe erst die CPU einzubinden und dann die Grafikkarte auch insofern sinnvoll, als Grafikkarten in der Regel besser mit höheren Temerpauren klar kommen (müssen) als CPUs. Natürlich kann man auch mit Zwischenradiatoren arbeiten, aber gleichbleibende Gesamtfläche vorausgesetzt, niveliert man so eben nur die mittlere Wassertemperatur auf ein höheres Gesamtniveau, und die einzelnen Komponenten sehen änlichere Eingangs-Wassertemerpauren. Ihre Absoluttemperaturen lassen sich dadurch aber im Durchschnitt aller eingebundenen Komponenten nicht verbessern.

Wie man es auch dreht und wendet: Weder hoher noch moderater Durchfluss, genausowenig wie die Reihenfolge der Komponenten ändern etwas Wesentliches an der Gesamt-Leistungsfähigkeit eines, hauptsächlich durch Radiatorfläche und Kühlereffizienz defnierten, Wakü-Systems. Unter sehr niedrigen Durchflüssen, bei denen sich der lamiar-turbulent-Übergang langsam bemerkbar macht, leidet hingegen die Kühlleistung messbar. Von extremen Erhöhungen profitiert sie anderseits nicht messbar oder nur in äußerst geringem Maße, welches oft in keinem Verhältnis zu Aufwand und negativen Nebenwirkungen steht. Es gilt beim Durchfluss also stets einen akzeptablen Mittelweg zu finden. Die Reihenfolge verschiebt nur den Ort der höchsten Wassertemperatur im Kreislauf, kann aber nichts zur Verbesserung (oder Verschlechterung) der Gesamkühlleistung beitragen. Bei niedrigem Durchfluss und hoher Heizleistung kann sie aber dazu beitragen die zur Verfügung stehende Kühlleistung besser bzw. nach technischen Gesichtspunkten auf die Einzelkomponenten zu verteilen. Bei hohem Druchfluss und geringer oder moderater Heizleistung ist ihr Einfluss jedoch zu vernachlässigen.
^ Vielleicht kann man es so zusammenfassen, um mal einen versöhnlichen Schlusspunkt unter die Diskussion zu setzen - alle einverstanden?
 
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