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Recht: Smartphones könnten verpflichtende Updates erhalten

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Recht: Smartphones könnten verpflichtende Updates erhalten

Das Bundesjustizministerium hat in einem Gesetzesentwurf öffentlich gemacht, dass es Kunden eines neuen Smartphones oder Tablets möglich sein muss, Sicherheits-Updates zu erhalten. Die Aktualisierungen sollen künftig zur Pflicht für Gerätehersteller werden.

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9maddin9

Software-Overclocker(in)
Ein Gesetz auf Updates 🙈🙈 eigentlich gibts wichtigere Sachen/Dinge im Leben.
...und wie ist der Spruch.. „wer billig kauft, kauft zweimal“ oder spart an anderen Dingen wie Sicherheit.
 

doedelmeister

Freizeitschrauber(in)
Weimarer Republik 2.0

btt

Mit meinem Smartphone (welches sehr alt ist und nur beruflich genutzt wird) halte ich es genauso wie mit meinem Rechner, es werden nur Updates installiert welche ich für nötig halte.
Das ist halt auch dumm und gefährlich. Updates sind für die Sicherheit deines Systems ein wichtiger Faktor, vielleicht der wichtigste. Die sollten stets gemacht werden.

Bei Android Smartphones ist das halt auch super nervig. Da machen viele Hersteller custom Androids drauf und halten die dann nicht aktuell. Bei Samsung kommen die Updates auch immer sehr spät, wenn überhaupt.
Hier bitte an Apple ein Beispiel nehmen, da werden auch sehr alte Smartphones noch mit relevanten Softwareupdates versorgt...
 
D

DAU_0815

Guest
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Recht: Smartphones könnten verpflichtende Updates erhalten
Ein wichtiger und richtiger Schritt zur Müllvermeidung und zur Erhöhung der Datensicherheit. Befallene Smartphones sind eine Sicherheitslücke für alle. Zu bestimmten Dingen muss man Hersteller per Gesetz zwingen. Der freie Markt regelt rein gar nicht über das einzige Ziel hinaus, eine kleine Schar von Menschen stinkenreich zu machen. Für alles andere gibt es Gesetze.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

rum

Software-Overclocker(in)
Ach ist das herrlich und entspannt :cool:
Die ganzen tollen Nachrichten zu Facebook- und WhatsApp-Mitlesen, Rechtestreits, Konkurrenzkampf, Preissteigerrungen bis in 4-stellige Beträge, Updateprobleme, Updategesetze, ... das geht an mir alles völlig vorbei.
Erreichbar per SMS, Anruf, eMail oder (Vorsicht, extrem oldschool: könnte beißen!!) Festnetzanruf bin ich trotzdem obwohl ich kein Smartphone habe. Unvorstellbar! Wo holen die nur immer alle die Probleme mit diesen Smartphonedingern her? Raff' ich nich .. :confused:
 

Nobbis

Software-Overclocker(in)
Man könnte sich jetzt fragen, welches Interesse das Bundesjustizministerium an Updatezwang haben könnte.
Das selbe Ministerium, dass die Kommunikation auf diesen Geräten ausspähen will ... komisch oder?

Zitat "Der FDP-Innenpolitiker Stephan Thomae kritisierte: „Dass nun auch die Nachrichtendienste den Staatstrojaner einsetzen dürfen sollen, gleicht einem Ausverkauf der Bürgerrechte.“ Es überrasche sehr, dass Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) als Verfassungsministerin diesen „Schritt hin zum gläsernen Bürger als Ideal konservativer Sicherheitspolitik“ mitgehe."

Aber na klar, sie wollen den Konsum dieser Geräte reduzieren ... Umwelt und so ... ;)
 
  • Haha
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Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Eine tolle Idee, die Frage ist, wie lange diese Frist sein soll. 2 Jahre sind heute schon Standard, also würde es unter 3 Jahren quasi nichts bringen. Besser wären natürlich 5 Jahre, die Frage ist, ob sich das durchsetzen läßt, besonders national.

Es wäre gut, wenn man das auf EU Ebene regeln könnte, da hätte das ganze auch das nötige Gewicht.

An die These der geplanten Obsoleszenz glaube ich nicht. Im Median werden die Smartphones sowieso nach 20 Monaten ausgetauscht, es gibt also wenig Grund da nachzuhelfen. Zumal nur die wenigsten ihre Geräte wegen Sicherheitsupdates austauschen, die meisten merken nichtmal, dass es sowas gibt, denen fällt erst die veraltete Androidversion auf und das auch erst nach 5+ Jahren (ich habe ein Media Pad m3, mit Android 7 und Sicherheitspatches vom Nov 2018 und bin immer noch zufrieden).

Ein Gesetz auf Updates 🙈🙈 eigentlich gibts wichtigere Sachen/Dinge im Leben.

Eine Regierung sollte deiner Meinung also alles liegen lassen, was nicht das wichtigste ist? Interessante Einstellung. Hier kommt etwas, das dich von den Socken hauen wird: die Regierung besteht aus zigtausend Leuten, die sich um alles mögliche kümmern können. Das ist auch bitter nötig, man stelle sich vor, dass Vergewaltigung und Raub bis heute legal wären, da es immer wichtigeres gab.

Im übrigen: wenn millionen Leute mit angreifbaren Geräten herumrennen, dann ist das gesamtwirtschaftlich unglaublich schlimm.
Man könnte sich jetzt fragen, welches Interesse das Bundesjustizministerium an Updatezwang haben könnte.
Das selbe Ministerium, dass die Kommunikation auf diesen Geräten ausspähen will ... komisch oder?

Da wäre es besser, wenn die Geräte nicht gepatcht werden, denn so kann man dann ganz leicht eindringen. Regelmäßige Sicherheitspatches erschweren das oder können sogar die Schnittstelle zumauern.

Aber na klar, sie wollen den Konsum dieser Geräte reduzieren ... Umwelt und so ... ;)

Da schlagen bei den Sicherheitsbehörden zwei Herzen in einer Brust. Auf der einen Seite wollen sie möglichst alle ausspähen und auf der anderen Seite müssen sie dafür sorgen, dass alles andere möglichst sicher ist. Eine Bevölkerung, die man kinderleicht hacken kann, mag unter dem ersten Gesichtspunkt zwar unglaublich toll sein, dafür werden dann Banken, Firmen, Behörden usw. für Kriminelle und ausländische Geheimdienste zum Selbstbedienungsladen, was es unbedingt zu vermeiden gilt.

Die NSA hat ja nicht um sonst AES ins Leben gerufen, der in einem vorbildlichem öffentlichem, transparenten Prozess ermittelt wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:

N8Mensch2

BIOS-Overclocker(in)
Also bei Samsung läuft's auch so gut. S7 ist jetzt über 4,5 Jahre alt und hat erst vor paar Wochen wieder ein Sicherheitsupdate bekommen :top:.
Sollten lieber mal Zigarettenwerbung an Bushaltestellen, wo kleine Kinder und Jugendliche stehen, verbieten, die Vollassis. Zudem den Verkauf an Supermarktkassen der mit der Droge Nikotin gefüllte bunten Zigarettenpäckchen verbieten, die direkt neben Schokolade und Kaugummi stehen und wo alle Leute vorbei müssen sowie Kinder affimiert werden. Oder hier im Dorf Kaugummiautomat direkt neben Zigarettenautomat mit Drogen. Die Heuchler, sind doch alle von Lobbyisten geschmiert. Anders ist so eine Schande nicht zu erklären. Und..ups... Thema versehentlich verlassen 😂. 120.000 Menschen sterben jährlich an Nikotin bzw Zigaretten, und wir machen Werbung dafür und auch noch für unsere Kinder!
 
Zuletzt bearbeitet:

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Sollten lieber mal Zigarettenwerbung an Bushaltestellen, wo kleine Kinder und Jugendliche stehen, verbieten, die Vollassis. Zudem den Verkauf an Supermarktkassen der mit der Droge Nikotin gefüllte bunten Zigarettenpäckchen verbieten, die direkt neben Schokolade und Kaugummi stehen und wo alle Leute vorbei müssen sowie Kinder affimiert werden. Oder hier im Dorf Kaugummiautomat direkt neben Zigarettenautomat mit Drogen. Die Heuchler, sind doch alle von Lobbyisten geschmiert. Anders ist so eine Schande nicht zu erklären. Und..ups... Thema versehentlich verlassen 😂. 120.000 Menschen sterben jährlich an Nikotin bzw Zigaretten, und wir machen Werbung dafür und auch noch für unsere Kinder!

Hat das etwas mit Smartphones zu tun?

(ja, es ist schlimm, aber so einen Whataboutism kann man überall anbringen, auch bei den Zigaretten).
 
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Oberst Klink

Lötkolbengott/-göttin
@Pu244: stimmt, viele behalten ihre Smartphones keine zwei Jahre, es muss ja immer das Neuste sein. Verträge und Ratenzahlungen ermutigen die Leute ja gerade zu dies zu tun. Ich Frage mich, wie viele alte Geräte irgendwo in Schubladen herumliegen, die man aber noch problemlos nutzen könnte gäbe es aktuelle Softwareupdates. Aus dem Grund finde ich, sollte es generell verboten sein den Bootloader zu sperren. Der Nutzer sollte die Möglichkeit haben, unbegrenzt selbst Software zu installieren, nach dem der Hersteller den Support eingestellt hat. Aber natürlich wäre das nicht im Interesse der Hersteller, die ja kontinuierlich weiter ihre Geräte verkaufen müssen um profitabel zu bleiben. Die geplante Obsoleszenz existiert ja nur deshalb in diesem Ausmaß, weil viele Hersteller ansonsten deutlich weniger Produkte verkaufen würden und in Folge dessen pleite gehen würden.
 

SFT-GSG

Software-Overclocker(in)
Also kommt die Beweislastumkehr jetzt nach 12 Monaten anstatt nach 6? Das wäre Mal ein Schritt in die richtige Richtung...
 

sinchilla

BIOS-Overclocker(in)
Ein Recht auf die Backdoor seitens der Regierung muss halt gesetzlich verankert werden, wenn man das ganze als "Update" deklariert, hört es sich völlig harmlos an und wird schnell durchgewunken ohne viel Aufsehen. Is doch voll lieb wie sich unsere Regierung um unsere Sicherheit kümmert...
 

Homerclon

Volt-Modder(in)
Viele haben wohl nur die Überschrift gelesen.
Es gibt nicht darum, das die Nutzer verpflichtet werden Updates zu installieren. Sondern das die Hersteller verpflichtet werden Updates bereit zu stellen. Im Gesetzesvorschlag steht das auch nochmal explizit drin. Nämlich in dem Sinne, das die Haftungspflicht der Hersteller erlischt, wenn der Nutzer ein bereitgestelltes Update nicht installiert. Der Nutzer muss allerdings auch darüber informiert worden sein, das ein Update bereitsteht.


Guter Ansatz, aber unzureichend. Der "Bereitstellungszeitraum" beträgt mind. 2 Jahre ab "Ablieferung der Sache" - also wohl ab Verkaufsstart des jeweiligen Modells.
Das ist zu kurz, es sollten mind. 4 Jahre sein.



Anders als der Artikel suggeriert, geht es nicht nur um Smartphones und Tablets.
 

Nobbis

Software-Overclocker(in)
Da wäre es besser, wenn die Geräte nicht gepatcht werden, denn so kann man dann ganz leicht eindringen. Regelmäßige Sicherheitspatches erschweren das oder können sogar die Schnittstelle zumauern.
Sicherheitspatches sperren nur die aus, die die Patches nicht programmiert haben. Da die Anbieter zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet sind, spielen die Behörden mit dieser Update Verpflichtung ihre Zugänge zu den Geräten auf. Sie müssen nämlich vor der Verschlüsselung der Kommunikation oder danach auf die Endgeräte, um mitlesen zu können.
Du solltest Dich dringend besser belesen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Solavidos

Freizeitschrauber(in)
Man könnte sich jetzt fragen, welches Interesse das Bundesjustizministerium an Updatezwang haben könnte.
Das Ministerium heißt korrekt "Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz".
Wikipedia schrieb:
Mit der Ernennung des Kabinetts Merkel III wurde das Bundesministerium der Justiz (BMJ) kraft Organisationserlass vom 17. Dezember 2013 um den Bereich Verbraucherschutz erweitert und in Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) umbenannt. In den Medien wird das BMJV – je nach Fokus der Berichterstattung – häufig kurz als Bundesjustizministerium oder als Verbraucherministerium bezeichnet.

Nobbis schrieb:
Das selbe Ministerium, dass die Kommunikation auf diesen Geräten ausspähen will ... komisch oder?
Der Staatstrojaner wird von ZITiS (Zentrale Stelle für IT im Sicherheitsbereich) entwickelt und untersteht dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Er wird von Polizei, Verfassungsschutz und Geheimdiensten genutzt.

Nobbis schrieb:
Aber na klar, sie wollen den Konsum dieser Geräte reduzieren ... Umwelt und so ... ;)
Tatsächlich wollte das Innenministerium gerne Sicherheitslücken für seine Zwecke nutzen. Somit ist der Entwurf für verpflichtende Updates vom Bundesjustizministerium sogar von Vorteil.
Quelle: https://netzpolitik.org/2020/der-st...ken-schliessen-manche-laesst-er-lieber-offen/
 

Lotto

Software-Overclocker(in)
So eine Verpflichtung würde denke ich mal dazu führen, dass es weniger Modelle gibt bzw. einige Anbieter gar keine günstigen Modelle mehr anbieten.
Mein aktuelles Smartphone ist ein Moto e6 Play. Neupreis als ich es mir vor ca. einem Jahr gekauft habe waren 93 Euro. Bisher gabs immer Security Updates, wenn auch teilweise mit 2 Monaten Verspätung. Aber ein Update auf Android 10 bekommt es nicht. So wie ich Motorola kenne werden die Security-Updates noch höchstens ein weiteres Jahr ausgerollt und dann ist Schluss.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Im Artikel ist ein Fehler drin. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt schon heute immer 2 Jahre.
Sicherheitspatches sperren nur die aus, die die Patches nicht programmiert haben. Da die Anbieter zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet sind, spielen die Behörden mit dieser Update Verpflichtung ihre Zugänge zu den Geräten auf.
Verpflichtet ist bei ausländischen Anbietern gar keiner mit deutschen Behörden zu kooperieren.
Die ganzen tollen Nachrichten zu Facebook- und WhatsApp-Mitlesen,
Facebook ist öffentlich, da kann jeder mitlesen, der sich freiwillig einen Account bei der großen Datenkrake zulegen würde.
Der Staatstrojaner wird von ZITiS (Zentrale Stelle für IT im Sicherheitsbereich) entwickelt und untersteht dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Er wird von Polizei, Verfassungsschutz und Geheimdiensten genutzt.
Aufgrund der technischen Probleme kann von einer wirklichen Nutzung keine Rede sein.

Wenn man sich anschaut, dass selbst für die Auswertung von vorhandenen Daten die Software fehlt, muss man sich da wenig Sorgen machen.

Das Bundeskriminalamt gab zu Protokoll, man habe das umstrittene Data Mining, also die erweiterte Datennutzung, noch nie genutzt. Grund: Man sei technisch noch nicht so weit, müsse erst die Antiterrordatei auf einen neuen Softwarekern umstellen. Wann das so weit sei, wisse man noch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Sicherheitspatches sperren nur die aus, die die Patches nicht programmiert haben. Da die Anbieter zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet sind, spielen die Behörden mit dieser Update Verpflichtung ihre Zugänge zu den Geräten auf. Sie müssen nämlich vor der Verschlüsselung der Kommunikation oder danach auf die Endgeräte, um mitlesen zu können.
Du solltest Dich dringend besser belesen.

Eine solche Backdoor kann dann jeder nutzen, der sie kennt. Da die Anzahl der Smartphonehersteller quasi unüberschaubar ist und obendrein auch noch in diversen Ländern angesiedelt (problematisch für die USA ist China, problematisch für China sind die USA, Südkorea, Japan und diverse andere Länder), wird es nie die Backdoor geben, von der man nur selbst weiß. Selbst wenn, wäre es eine Katastrophe unglaublichen Ausmaßes, wenn die ans Licht käme (man könnte plötzlich absolut alles Hacken). Deshalb ist die NSA aus gutem Grund dazu übergegangen die Plattformen sicher zu machen (ja, die NSA unternimmt viel für die Sicherheit) und die Leute dann ganz klassisch zu kompromittieren.

Von daher solltest du dich belesen, am besten aus verschiedenen Quellen.

So eine Verpflichtung würde denke ich mal dazu führen, dass es weniger Modelle gibt bzw. einige Anbieter gar keine günstigen Modelle mehr anbieten.

Die Kosten sind eher gering, zumindest, wenn man sie pro Phone umlegt. Dann muß die Abteilung die Software eben auf ein paar Geräte mehr anpassen, ist ja nicht so, als ob das ein Hexenwerk wäre. Es gibt außerdem Bestrebungen das ganze zu vereinfachen, sodass das im Prinzip ein Mitarbeiter allein für alle Geräte erledigen kann.

Der Hauptgrund, den ich verstehen kann, ist einfach Faulheit. Warum soll ich ein Gerät weiter unterstützen, dass es schon seit einem Jahr nichtmehr im Handel gibt? Einige Hersteller sehen das als Verkaufsargument, aber der Rest macht keinen Finger krumm.

Im Artikel ist ein Fehler drin. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt schon heute immer 2 Jahre.

Ich schätze mit Gewährleistungspflicht ist die Beweislastumkehr gemeint. Nach den 6 Monaten ist man in der Realität ja auf die Gnade des Händler angewiesen oder man hat "Glück" und es handelt sich um einen Seriendefekt.

Die geplante Obsoleszenz existiert ja nur deshalb in diesem Ausmaß, weil viele Hersteller ansonsten deutlich weniger Produkte verkaufen würden und in Folge dessen pleite gehen würden.

Wobei die geplante Obsoleszenz, also das absichtliche Einbauen von Fehlern, um die Haltbarkeit zu verkürzen (beides ist in Kombination wichtig) relativ selten ist. Es muß sichergestellt sein, dass der Kunde das nächste Produkt auch noch beim selben Hersteller kauft und das ist eben selten der Fall (besonders, nachdem einem der Müll binnen kurzer Zeit kaputtgegangen ist).

Davon abgrenzen muß man Sparmaßnahmen, um die Kosten zu drücken oder die Umwelt/Ressourcen zu schonen. Selbst der Seitenzähler im Drucker hat seinen Sinn (er spart einen teuren Sensor und legt stattdessen den Drucker nach einer gewissen Seitenzahl lahm.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Eine solche Backdoor kann dann jeder nutzen, der sie kennt. Da die Anzahl der Smartphonehersteller quasi unüberschaubar ist und obendrein auch noch in diversen Ländern angesiedelt (problematisch für die USA ist China, problematisch für China sind die USA, Südkorea, Japan und diverse andere Länder), wird es nie die Backdoor geben, von der man nur selbst weiß. Selbst wenn, wäre es eine Katastrophe unglaublichen Ausmaßes, wenn die ans Licht käme (man könnte plötzlich absolut alles Hacken).

Was ja mit der NSA-Backdoor die Snowden veröffentlicht hat der Fall war. Und danach kam dann Wanacry und Emoted.
 

Nobbis

Software-Overclocker(in)
Ein Recht auf die Backdoor seitens der Regierung muss halt gesetzlich verankert werden, wenn man das ganze als "Update" deklariert, hört es sich völlig harmlos an und wird schnell durchgewunken ohne viel Aufsehen. Is doch voll lieb wie sich unsere Regierung um unsere Sicherheit kümmert...
Es gibt noch Leute, die logisch schlussfolgern, sehr gut :-)

Das Ministerium heißt korrekt "Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz".

Und was ändert das? Es ist das selbe Ministerium das Überwachen will und irgendwie auf das Gerät kommen muss. 3 Mal darfst Du raten wie ...

Der Staatstrojaner wird von ZITiS (Zentrale Stelle für IT im Sicherheitsbereich) entwickelt und untersteht dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Er wird von Polizei, Verfassungsschutz und Geheimdiensten genutzt.

Wer es dann letztendlich nutzt, ist doch vollkommen gleichgültig.

Tatsächlich wollte das Innenministerium gerne Sicherheitslücken für seine Zwecke nutzen. Somit ist der Entwurf für verpflichtende Updates vom Bundesjustizministerium sogar von Vorteil.
Quelle: https://netzpolitik.org/2020/der-st...ken-schliessen-manche-laesst-er-lieber-offen/
Das BSI gehört zum Bundeninnenministerium. Das BSI ist für IT-Sicherheit verantwortlich.

So eine Verpflichtung würde denke ich mal dazu führen, dass es weniger Modelle gibt bzw. einige Anbieter gar keine günstigen Modelle mehr anbieten.

Wenn Du Dich da mal nicht täuscht. Die Daten, welche die Smartphones erzeugen, sind für die Anbieter viel interessanter als das Geld für die Geräte. Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass es Smartphones schon sehr bald kostenlos oder für einen Obolus gibt.

Verpflichtet ist bei ausländischen Anbietern gar keiner mit deutschen Behörden zu kooperieren.

Du meinst, so wie bei der Löschverplichtung und dem Telemediengesetz?

Eine solche Backdoor kann dann jeder nutzen, der sie kennt. Da die Anzahl der Smartphonehersteller quasi unüberschaubar ist und obendrein auch noch in diversen Ländern angesiedelt (problematisch für die USA ist China, problematisch für China sind die USA, Südkorea, Japan und diverse andere Länder), wird es nie die Backdoor geben, von der man nur selbst weiß. Selbst wenn, wäre es eine Katastrophe unglaublichen Ausmaßes, wenn die ans Licht käme (man könnte plötzlich absolut alles Hacken). Deshalb ist die NSA aus gutem Grund dazu übergegangen die Plattformen sicher zu machen (ja, die NSA unternimmt viel für die Sicherheit) und die Leute dann ganz klassisch zu kompromittieren.

Von daher solltest du dich belesen, am besten aus verschiedenen Quellen.

Gut formuliert.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Du meinst, so wie bei der Löschverplichtung und dem Telemediengesetz?
Du schreibst es selbst, da gibt es eine Rechtsgrundlage für die Löschverpflichtung, nämlich das TMG.

Wobei sich das ganze da aus dem Recht auf Vergessen der DSGVO ableitet.
 
Zuletzt bearbeitet:

Oberst Klink

Lötkolbengott/-göttin
Die Backdoor soll ja künftig von Microsoft kommen und in allen künftigen CPUs und SoCs von AMD, Intel und Qualcom drin sein. Wie hieß das noch gleich? Ach hab's vergessen.
 

glatt_rasiert

PC-Selbstbauer(in)
Reichsbürger 1.0


Und die Kompetenz, wichtige Updates von unwichtigen zu unterscheiden beziehst du woher? Von Attila Hildman, vermute ich?

Wow und sowas wird hier im Forum immer noch geduldet. :schief:

Du magst es zwar kaum glauben, aber noch gilt in diesem Land die Meinungsfreiheit.

Möchtest du gerne anderst behandelt werden bloß weil DU anderer Meinung bist?
Das diese Diskriminierung auch noch Zuspruch findet ist wirklich widerlich.
 

mistercoffee

Schraubenverwechsler(in)
das mit den verpflichtenden sicherheitsupdates finde ich :cool: . wenn die smartpones dann noch leicht selbstreparierbar werden und der akkutausch ein kinderspiel wird...tja dann...
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Hersteller müssen Sichehreitsupdates bereitstellen, Verbraucher können diese installieren, oder es bleiben lassen.
Alles bestens.

Idealerweise sollte das Gesetz einen Paragraphen enthalten, welcher die Verpflichtung regelt, die mit dem jeweiligen Update geschlossene/n Sicherheitslücke/n präzise zu benennen. Dann ist der Verbraucher informiert und die Alu-Hüte können wieder anderswo weiterspinnen.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Nach aktuellem Stand soll auch die Gewährleistung deutlich verlängert werden.

Diese soll sich künftig nach der zu erreichenden Lebensdauer richten:
Das Justizministerium hat einen verbraucherfreundlicheren Gesetzentwurf vorgelegt, wonach dieser Zeitraum [der Beweisumkehr] von sechs Monaten auf ein Jahr verlängert werden soll. Doch damit nicht genug: Auch die Gewährleistungsfrist soll nach dem Willen von Lambrecht verlängert werden. Zwei Jahre seien etwa bei Autos oder hochpreisigen Elektrogeräten nicht sachgerecht, sagte die Ministerin. Stattdessen solle sich die Frist nach der zu erwartenden Lebensdauer der Produkte richten.

Wobei nicht ganz klar ist, wie sich diese im Gesetz abbildet. Im Optimalfall gibt es dann einfach eine offizielle Tabelle, wo man zum einen (insb. vor dem Kauf) nachschauen kann, und sich zum anderen im Gewährleistungsfall drauf berufen kann.

Also z.B.
Grafikkarte - 3 Jahre
Smartphone - 5 Jahre
Notebook - 7 Jahre
CPU - 10 Jahre
Fernseher - 10 Jahre
Waschmaschine - 15 Jahre
Auto - 20 Jahre

Die spannende Frage ist auch wie mit Verschleißteilen wie dem Akku umgegangen wird. Wenn dieser fest verbaut ist, müsste er schließlich auch von der vollen Gewährleistung des Produktes umfasst werden.
Vielleicht kann man dann endlich wieder in den Notebooks den Akku rausnehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:

mistercoffee

Schraubenverwechsler(in)
Nach aktuellem Stand soll auch die Gewährleistung deutlich verlängert werden.

Diese soll sich künftig nach der zu erreichenden Lebensdauer richten:


Wobei nicht ganz klar ist, wie sich diese im Gesetz abbildet. Im Optimalfall gibt es dann einfach eine offizielle Tabelle, wo man zum einen (insb. vor dem Kauf) nachschauen kann, und sich zum anderen im Gewährleistungsfall drauf berufen kann.

Also z.B.
Grafikkarte - 3 Jahre
Smartphone - 5 Jahre
Notebook - 7 Jahre
CPU - 10 Jahre
Fernseher - 10 Jahre
Waschmaschine - 15 Jahre
Auto - 20 Jahre

Die spannende Frage ist auch wie mit Verschleißteilen wie dem Akku umgegangen wird. Wenn dieser fest verbaut ist, müsste er schließlich auch von der vollen Gewährleistung des Produktes umfasst werden.
Vielleicht kann man dann endlich wieder in den Notebooks den Akku rausnehmen.


Hallo,

Nach meines Wissens ist die Gewährleistung für Elektrogroßgeräte gedacht.

Da ich 2020 nur zufällig von diesem Gesetz gehört habe und nicht weiter verfolgt habe, hatte ich mich schon gefreut, dass es ab 2021 es endlich "vernünftige" Smartphones und Elektrokleingeräte zum Selbstreparieren oder zur Umstandslosen Reparatur beim kleinen Fach-Elektroladen mit Reparaturmöglichkeit um die Ecke geben wird/würde. Doch das sieht wohl nicht so aus. Hoffentlich wird das noch so kommen...
 
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