Rechner startet nach WLP Tausch nicht mehr

PennyWiser

Kabelverknoter(in)
Hallo alle zusammen,
ich habe nach eins, zwei Jahren mal wieder die Wärmeleitpaste der CPU gewechselt. Dafür habe ich den Kühler abgenommen, die CPU entfernt, alles gereinigt und und und, halt das übliche.
Nachdem ich die neue Paste aufgetragen, die CPU eingesetzt und den Kühler wieder eingebaut habe wollte ich den Rechner natürlich wieder in Betrieb nehmen.
Allerdings startet er jetzt nicht mehr. Wenn ich den Power Button drücke, springt er kurz an, die Lüfter starten und es klingt eigentlich wie immer. Allerdings geht er nach knapp zwei Sekunden wieder aus, startet wiederum nach weiteren knappen drei, vier Sekunden automatisch wieder neu und geht dann wieder aus. Der befindet sich quasi in nem Loop und dieser kann nur gestoppt werden, in dem ich das Stromkabel ziehe.
Weiß vielleicht jemand was das Problem sein könnte?
Vielen Dank im voraus.

Eckdaten:
i5 4690K
Gigabyte Sniper G1
16GB Corsair Vengeance
Thermal Right Macho rev2
Die neue WLP ist die Thermal Grizzly Kryonaut
 
Deine beschriebene Reihenfolge bei der Vorgehensweise irritiert etwas. Wozu nimmst du die CPU aus dem Sockel, wenn du nur die WLP erneuern willst und vor allem warum trägst du die WLP auf bevor du die CPU wieder einsetzt?
Zum Einen sollte man gerade bei den empfindlichen LGA-Sockeln von Intel keinesfalls die CPU unnötig oft ein- und ausbauen, weil jedes mal die latente Gefahr besteht Kontaktfedern im Sockel zu beschädigen und zum Anderen trägt man die WLP auf, wenn die CPU bereits im Sockel sitzt - alles andere ist ein Handling-Alptraum und führt sehr leicht dazu, dass WLP an Stellen gelangt wo sie nichts verloren hat (z. B. auf die Unterseite der CPU oder auf die Kontaktfedern). Hinzu kommt noch die erhöhte Gefahr, dass sich Staubpartikel auf der WLP absetzen, bevor man den Kühler installiert, wenn man erst noch die CPU wieder einsetzen muss. Das verschlechtert wiederum die thermische Anbindung an den Kühler (das ist aber mit Sicherheit nicht der Grund für die geschilderten Probleme). Die mit WLP versorgte Fläche sollte deshalb nach Möglichkeit nur so kurz wie möglich offen liegen.
Deine Beschreibung der Vorgehensweise zusammen mit der Fehler-Symptomatik lässt jedenfalls eines von beiden Szenarien (Kontaktfeder im Sockel verbogen bzw. gebrochen, oder Kontaktseite der CPU mit WLP verschmutzt) als wahrscheinlichste Ursache erscheinen.

Abgesehen davon: Der Austausch von Wärmeleitpaste nach ein bis zwei Jahren Betrieb mag sich in gewissen Kreisen als Hobby etabliert haben - nötig ist er aber in keiner Weise (sofern sie beim ersten mal richtig appliziert wurde und die WLP nicht fast ausschließlich aus Silikonöl bestand - was bei der verwendeten aber nicht der Fall ist).
 
Zuletzt bearbeitet:
Vllt ist der Anpressdruck des Kühlers nun auch zu hoch, dies kann diverse Probleme verursachen.

Aber ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, die CPU sollte IMMER im Mainboard bleiben, nur beim Wechsel von einem der beiden sollten die sich "trennen".
 
Ok gute Hinweise. Hab die CPU herausgenommen, da ich es komfortabler fand als da zwischen Grafikkarte und RAM Module da mit der Paste rumzuhantieren aber werd ich für die Zukunft beachten.
Dann werd ich mal gucken ob irgendein kontakt verschmutzt ist.
Hab mittlerweile aber auch im Netz von einem anscheinend sehr häufigen Bug bei Gigabyte MB gelesen, welcher in einer An/Aus Schleife resultiert.
Dem muss ich nun auch einmal nachgehen.
Achso und die Paste wechsel ich sonst nicht regelmäßig nach ein zwei Jahren, hatte damals nur keine soo gute Paste gehabt und hatte mir halt jetzt die kryonaut geholt. Daher der Pastenwechsel
 
Achso und die Paste wechsel ich sonst nicht regelmäßig nach ein zwei Jahren, hatte damals nur keine soo gute Paste gehabt und hatte mir halt jetzt die kryonaut geholt. Daher der Pastenwechsel

PCGH testete es einst, selbst Ketchup und Niveau Creme können die Aufgabe der WLP übernehmen. Sogar Zahnpaster funktioniert. Unterschied zu einer MX-2 (war es mein ich), keine 4°C. :lol:

WLP im normalen Gebrauch ohne großes OC, brauch man nicht auf die Goldwaage legen, der Unterschied ist extrem klein und macht kaum einen Unterschied. Ich kaufe immer die billigste, die teuerste bringt mir nämlich keinen so großen Unterschied, dass sich das lohnen würde.

*Edit

Das Video dazu! Ist zwar älter, aber einfach genial!

YouTube
 
- schauen ob im sockel Pins verbogen sind
- schauen ob irgendwas von der Wärmeleitpaste reingelaufen ist und Kontakt verhindert (eher unwahrscheinlich)
- CMOS Reset versuchen
 
Ich kenne so ein Verhalten eigentlich nur, wenn die Stromversorgung des MB nicht richtig ist. Der Rechner kommt nicht zum POST-Screen und bootet dann immer wieder neu. Hast Du vielleicht den 8-PIN-Stecker abgemacht um besser an den Sockel zu kommen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst einmal vielen Dank für die vielen tipps.
Er lebt jetzt wieder.
Nachdem ich alle erdenklichen Möglichkeiten zum BIOS reset probiert hab und auch versucht habe, über das zweite default BIOS zu booten, wollte er immernoch nicht. Hab also wieder Kühler abgebaut und geschaut ob die pins des sockels verbogen aber sah alles wunderbar aus. Also paste und kühler wieder rauf und erneut versucht und tatsächlich tat sich was.
Er hat zwar am anfang noch ein zwei mal resetet aber danach kam er normal bis zum Desktop.
Werde mich jetzt langsam weiterarbeiten und BIOS anpassen. Werd nachher mal nen Update geben.
Vielen Dank für eure Hilfe
 
Na das klingt nach nem Kontaktproblem im Sockel, wenn es jetzt wieder geht.

Tu dir selber einen Gefallen und nimm die CPU niewieder raus^^.
 
Das wird wohl an einem zu stark angeschraubten Kühler gelegen haben.

Das hatte ich bei meinem 3570K damals gehabt.

Daher immer beherzige, gerade bei LGA Sockeln! (PGA ist das fast egal)

1. CPU einmal einbauen, sonst nie wieder raus(außer CPU/MB tausch)

2. Kühler nur so fest wie unbedingt nötig anziehen.
 
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