Raspberry Pi als HTPC - erste Erfahrungen und Austausch

Jimini

PCGH-Community-Veteran(in)
Aloha!
Nachdem ich nun die ersten Schritte mit meinem Raspberry Pi unternommen habe, möchte ich zum einen von den ersten Erfahrungen und Eindrücken berichten als auch (natürlich!) um eure Erfahrungsberichte bitten.
Zunächst einmal eine Schilderung des bisherigen Ablaufs:
Ich habe das Ding vor knapp 6 Monaten bestellt, im November wurde er dann endlich geliefert (leider kam ich erst jetzt dazu, mich mal näher damit zu beschäftigen). Beim OS habe ich mich für Raspbmc entschieden. Die Installation läuft sehr simpel ab - einfach die Installationsdatei auf die Speicherkarte packen und ausführen, danach in den Raspberry stecken, diesen einschalten, ans Netzwerk hängen und eine Weile warten, während sich das System installiert. Danach habe ich mich via SSH auf dem System eingeloggt und zwei Mountpoints für NFS-Freigaben vom Fileserver erstellt, um auf meine Musik, Filme etc. zugreifen zu können.
Leider habe ich noch einen Röhrenfernseher, von daher sieht das Bild des Raspberrys entsprechend aus - Videos werden aber ordentlich wiedergegeben. Das Beste ist aber die Steuerung, welche über die Android-App "Yatse" erfolgt. Ich hatte eigentlich vor, eine richtige Fernbedienung zu kaufen, aber das lege ich aufgrund dieser App erstmal auf Eis - da ich ohnehin mit dem Gedanken spiele, ein Tablet anzuschaffen, wäre das eine sehr geile Alternative.

Ein kleines Fazit: ich hätte nicht gedacht, dass die Einrichtung so leicht von der Hand geht - und vor allem, dass die Software so flüssig läuft. Man bedenke, dass das System inkl. Gehäuse glaube ich ~35 € gekostet hat und nicht nennenswert Strom verbraucht. Zudem ist das System sehr flexibel - der Punkt "Addons" lässt erahnen, was da noch kommen könnte.

Hat noch jemand einen Raspberry bei sich stehen / liegen / hängen, der als HTPC läuft?

MfG Jimini
 
Mit dem Raspberry Pi kannst du eigentlich alles machen, was du mit einem normalen PC auch machen kannst. Q3A spielen, Videos und Musik wiedergeben, es als x-beliebigen Server verwenden, einen eigenen WLAN-Hotspot bauen (das steht auch noch auf meiner ToDo-Liste)...ein paar Projekte werden in Raspberry Pi: Bastel-PC steuert Kameras, lässt Elche reden - SPIEGEL ONLINE vorgestellt.

Das Ding ist laut dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel FullHD-fähig, was ich leider mangels passendem Fernseher bislang nicht selber testen konnte.

MfG Jimini
 
Na dann will ich doch mal von meinen Erfahrungen berichten.

Ich habe den Pi (Model B mit 256 MB RAM) bisher mit XBian und Raspbmc getestet. Beide Versionen laufen gut. Raspbmc scheint die begrenzten Ressourcen jedoch besser zu nutzen und ist im Menü und bei der Darstellung von Filmen meiner Meinung nach etwas schneller.

Beiden gleich sind kurze Hänger nach dem Ändern von Konfigurationseinstellungen, das wird wohl aber daran liegen, dass auf die SD-Karte geschrieben werden muss.

Der Pi hängt bei mir über Kabel im LAN und greift per UPNP auf meine Synology NAS zu. Abspielen von Filmen (1080P MKV File) und Musik klappt nach kurzer Ladezeit gut und ohne Aussetzer.

@Jimini

Bei "modernen" TV´s ist eine Steuerung über CEC möglich, d.h. man kann die eigene TV Fernbedieunung zur Steuerung verwenden, sofern der Pi per HDMI mit dem TV-Geräte verbunden ist.
 
Gerne.

Mit fällt da gerade noch ein, dass es noch eine dritte Alternative zu Rapsbmc und XBian gibt, genannt OpenElec.
Das soll unter den dreien die wohl schlankste Version sein. Werd ich wohl heute gleich nochmal testen und dann hier berichten.

Wenn ich mit dem Pi als HTPC in den nächsten 14 Tagen zufrieden bin werd ich wohl meinen Intel Atom von Zotac als HTPC ablösen und mir nen zweiten Pi bestellen müssen. Irgendwas zum basteln braucht man ja ^^

Edit:

Habe eben die OpenElec Variante getestet. Läuft noch ein wenig zackiger als Raspbmc.
Ich habe allerdings auch ein paar Mängel festgestellt, so muss man etwa das Datum manuell einstellen, da ein Problem mit der Netzwerkkonnektivität vorliegen zu scheint.

Das System zeigt beispielsweise eine APIPA Adresse an (169.168..) obwohl meine FritzBox meldet, dass de reservierte IP verwendet wird. Daraus resultierend scheint die Abfrage der Zeitserver im Internet nicht zu funktionieren.

Die Verbindung und da Abspielen von Filmen über UPNP klappt aber trotzdem hervorragend. Gefühlt ist die Zeit bis zum Start eines 1080p Films kürzer als unter Raspbmc.

Ich werde in den nächsten Tagen Mail schaun ob ich de kleinen Mängel beseitigt kriege.
 
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