RAM OC auf X570 plötzlich instabil Phänomen

EDDIE2Fast

PCGH-Community-Veteran(in)
Moin Gemeinde,

Ich nutze seit einiger längerer Zeit ein Asus x570 f Gaming Mainboard in Combi mit 4x16 GByte 4000mhz G.Skill Arbeitsspeicher.
Als CPU kommt ein 5900x zum Einsatz.
Der RAM wurde auf 3600 reduziert, die Timings geschärft.
Dieses Setting lief seit mehr als einem Jahr stabil. Benchmark, Spiele und Alltagsstabil.

Ich selbst habe nun aufgerüstet und das genannte Setup in Gänze in den Rechner meiner Partnerin verpflanzt. Das heißt, Mainboard, CPU und die DDR Speicher sind in einem Rutsch in den Rechner meiner Frau gewandert.
Geändert hat sich lediglich das Netzteil und die Grafikkarte.
Das Netzteil ist ein be quiet 630 Watt gold.
Bisher gab es nie Auffälligkeiten.

Eine Variable die sich geändert hat, ist der EPS Stecker. Das x570 Mainboard verfügt über 3 x 4 Pol EPS Anschlüsse.

Das Netzteil liefert jedoch nur 2 x 4 Pol Stecker.

Nach dem Umbau in den Rechner meiner Frau, sind zwei Phänomene aufgetreten, welche ich zu beheben versuche.

1.) Der RAM musste für die Montage der AIO neu verbaut/gesteckt werden.
Dabei habe ich mir dir Reihenfolge der Modul nicht gemerkt. Der PC wollte zunächst nicht starten, Meldung der LED, RAM Problem.
Nach einem längeren hin und her Tausch der Module, lief das System wieder.

Kann das Mainboard sich die Konfiguration der einzelnen Module merkten?
Normalerweise sollte jedes Modul doch gleich sein?

2.) Das RAM OC ist nicht mehr stabil. Die Bioswerte wurden als Profil gespeichert.
Das Profil wurde mehr als ein Jahr von mir genutzt und penibel herausgearbeitet. Das OC war 24/7, Benchmark und Gaming stabil.
Nach dem Umbau ist es das nun nicht mehr.
Ich musste die SUB Timings auf Auto stellen und die Timings selbst auf Standard belassen.
Nur so gibt es keinen Bluescreen.

Kann der fehlende EPS Stecker dieses Phänomen erklären?
Kann dies mit der möglich geänderten Steckreihenfolge der Module selbst zusammenhängen?

Das Netzteil schließe ich vorerst aus. Im Betrieb und im Benchmark läuft auf den Standard Timings alles stabil.

Ich bin auf eure Ideen gespannt.
Grüße Eddie
 
Kann das Mainboard sich die Konfiguration der einzelnen Module merkten?
Ja. Kann nicht nur, muss sogar, denn:
Normalerweise sollte jedes Modul doch gleich sein?
Im Gegenteil. Kein Modul ist gleich dem anderen genau wie jede CPU anders ist. Bei RAMs ist der Unterschied sogar größer weil (normalerweise) 8 Chips drauf sind die allesamt einzigartig sind und nicht nur einer.
Das Netzteil schließe ich vorerst aus
Warum schließt du genau das eine Bauteil aus, das sich verändert hat? Das neue Netzteil braucht nur eine 50mV niedrigere oder höhere Spannung zu liefern als das alte (was völlig normkonform ist) und schon kann ein OC das hart auf Kante dimensioniert war nicht mehr stabil sein.

Es kann auch was ganz anderes sein: ist die Belüftung des Gehäuses die gleiche? rAMs sind wenn sie übertaktet werden sehr temperatursensitiv. Wenn die im neuen System 3 Grad wärmer werden als im alten kann das schon reichen dass sie instabil sind. Insbesondere samsung BDie Ramchips sind da sehr sensibel.
 
Ja. Kann nicht nur, muss sogar, denn:

Im Gegenteil. Kein Modul ist gleich dem anderen genau wie jede CPU anders ist. Bei RAMs ist der Unterschied sogar größer weil (normalerweise) 8 Chips drauf sind die allesamt einzigartig sind und nicht nur einer.

Hi Alk, schön wieder von dir Urgestein zu lesen. :)
Danke für deine Antwort.

Das es minimale Unterschiede in den Modulen, gibt bzw. leichte Abweichungen von Chip zu Chip, Widerstandsabweichungen etc. war mir Bewusst. Aber das erklärt nicht warum die Module nur noch in einem bestimmten Slot funktionieren wollen.
Es kann auch was ganz anderes sein: ist die Belüftung des Gehäuses die gleiche? rAMs sind wenn sie übertaktet werden sehr temperatursensitiv. Wenn die im neuen System 3 Grad wärmer werden als im alten kann das schon reichen dass sie instabil sind. Insbesondere samsung BDie Ramchips sind da sehr sensibel.
Ausgeschlossen. Der PC startet mit diesen Timings nicht mal mehr sauber durch. Wir bleiben so immer in der DRAM Prüfung stehen und bekommen kein Bild mehr bis zum nächsten CMOS reset.
Selbst wenn der PC also kalt startet, keine Chance.

Die Kühlung ist gleich, wenn nicht sogar besser. Drei Lüfter in der Front, sechs oben drüber im Radiator.
Die Temperatur kann es nicht sein, das Setup lief über einem Jahr, im Sommer wie im Winter in meinem Setup.
Zu Zeiten als eine 3090 noch direkt Abwärme ins Gehäuse gehauen hat und in Zeiten als die Wakü alles aufgenommen hat. Das Setup war stabil.

Bzgl. des EPS Stecker, so war ich mir nicht sicher, ob dieser im Zusammenhang mit dem Arbeitsspeicher steht.
Dieser sollte mWn "nur" die Spannungswandler der CPU stabilisieren.
Ich werde ein weiteres Netzteil testen.
Warum schließt du genau das eine Bauteil aus, das sich verändert hat? Das neue Netzteil braucht nur eine 50mV niedrigere oder höhere Spannung zu liefern als das alte (was völlig normkonform ist) und schon kann ein OC das hart auf Kante dimensioniert war nicht mehr stabil sein.

Ich schloss es aus, da alles weitere OC stabil läuft. Jeder Benchmark und jedes Spiel laufen ohne Probleme. Lediglich das DRAM OC ist nicht mehr stabil zu bekommen.
Es deutet hart auf den EPS Stecker hin. Das Netzteil bietet diesen Anschluss leider nicht.

Das Phänomen Nummer eins, bleibt für mich aber ein Rätsel. Woher soll das Mainboard sich die einzelne RAM Konfiguration merken können bzw. wozu
sollte es dies tun.
An der Spannung der Module wurde nichts geändert.
Diese liefen und laufen Stock.
 
Ja, ich bin immer noch hier :ugly:
Grüße an dich als weiteren Veteran :haha:

Zum Thema....
Hmm dann ists tatsächlich etwas kurios.
Dass der EPS damit was zu tun hat kann eigentlich nur sein wenn die Boardverdrahtung genau den EPS teilweise ausschließlich zu den RAM-Mosfets routen würde... kann ich mir nicht wirklich vorstellen aber kanns auch nicht ausschließen.

Wenns stock geht wie du sagst - wie viel geht denn manuell stückweise rausgeschraubt? 3600 synchron mit 4 DIMMs ist schon sehr stramm bzw. gut wenn das auf nem 5000er Ryzen stabil ist (war). Haste mal 2400, 2666, 2933, 3200 probiert wie weit du hochkommst?

Was das "merken" der Rams angeht: Natürlich weiß das Board nicht welcher Riegel wo steckt. Es gibt aber ein Ram Training das eine Tonne an Parametern ermittelt die auf die aktuelle Konfig angepasst werden, also automatisch enthalten wenn ein Riegel hinten sich etwas anders verhält als der vorne. Dieses Training wird aber wenn du was umsteckst wieder neu durchgeführt (was du durch die Versuche auch getriggert hast) und sollte eine andere Reihenfolge der Riegel ausgleichen.
 
Das man mit einer neue Graka das OC-Verhalten vom System, dass seit Jahren so lief, neu ausloten darf, ist mir auch schon untergekommen. Mehrfach. Halte ich nicht für ungewöhnlich.
 
Das man mit einer neue Graka das OC-Verhalten vom System, dass seit Jahren so lief, neu ausloten darf, ist mir auch schon untergekommen.
Mir erst ein einziges Mal, und da war es ein Upgrade einer Karte, wo von PCIe3.0 x8 auf PCIe4.0 x16 ging, sprich mehr und höher getaktete PCIe-Lanes verwendet wurden, das hat dann auch das RAM-OC gekillt - war aber mit ein paar MHz weniger auf dem RAM geregelt.

Dass eine Möhre wie hier von extrem guten 3600 MT/s 4x16GB auf "bootet nur noch stock im 3. Versuch" oder sowas kippt hab ich noch nie erlebt.
 
Was das "merken" der Rams angeht: Natürlich weiß das Board nicht welcher Riegel wo steckt. Es gibt aber ein Ram Training das eine Tonne an Parametern ermittelt die auf die aktuelle Konfig angepasst werden, also automatisch enthalten wenn ein Riegel hinten sich etwas anders verhält als der vorne. Dieses Training wird aber wenn du was umsteckst wieder neu durchgeführt (was du durch die Versuche auch getriggert hast) und sollte eine andere Reihenfolge der Riegel ausgleichen.

Je nach Einstellung wird ein Teil oder das gesamte RAM-Training bei jedem Kaltstart und nach jedem UEFI-Update durchgeführt. Aber nicht an das Modul gekoppelt, sondern an den Speicherkanal.
 
Bzgl. des EPS Stecker, so war ich mir nicht sicher, ob dieser im Zusammenhang mit dem Arbeitsspeicher steht.
Dieser sollte mWn "nur" die Spannungswandler der CPU stabilisieren.
Ich werde ein weiteres Netzteil testen.
Der RAM Controller liegt in der CPU und ist auf eine Saubere und Stabile Spannung angewiesen!
Wenn es hier so Schwankungen kommt, wird auch der RAM Controller instabiler und bei extremen Einstellungen zum Versagen führen.

Ist jetzt am MB die EPS nur noch mit 2*4 Nutzung und der dritte 1*4 nicht mehr, gegenüber des alten Aufbau mit 3*4 EPS?
Was für ein Netzteil nutzt du?

Die Spannungslast wird mit 2*4 EPS nicht so gut über die CPU Verteil, so kann der RAM Controller eine schlechtere Spannungsanbindung haben und so zu Schwankungen der Grundfrequenz und Spannung kommt.
 
@Misanthrop68
Danke für deine Antwort und vorab du hast vollkommen Recht.
Ich konnte mich heute endlich dem Thema widmen und habe mir das Netzteil nochmal zur Brust genommen.

Es ist ein Bequiet 11 Platinum 850W.
Das was ich nicht gesehen habe, ich habe am Netzteil noch einen weiteren Anschluss für den P4/8 Stecker. Und ich habe auch noch ein Kabel liegen gehabt.

Also den dritten EPS 4 angesteckt, die BIOS Einstellungen gespeichert, die harten OC Werte geladen und es läuft.
Direkt beim ersten Start sauber hochgefahren.

Ich hätte nie gedacht das der dritte EPS diese Probleme erzeugen könnte.
Hier aber der Beweis, jeder EPS Anschluss hat seine Daseinsberechtigung.

Danke an alle Mitdenken und Helfer.
Schön das dieses Forum existiert.
 
Schön das du eine Lösung gewunden hast und dein System wieder das macht was du möchtest.
Immer wieder gerne, wir sind da und Helfen weiter.
 
<-- bin ich auch gerade drüber gestolpert. An meinem MSI ist unten ein PCIe 6x Stromstecker.
Der scheint auch nicht Optional zu sein. Hatte heftige Boot-, PCIe- und USB-Probleme, solange der nicht versorgt war.
 
Jupp, ich kenne das von HEDT-Boards. Aber im Mainstream ist mir das wirklich noch nicht untergekommen.
Und selbst bei HEDT war das meist optional. Aber ohne lief der ganze Trumm nicht mal leer. Hat wohl MSI schon für mich gefplastert.
 
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