Prozi OC Leistungsunterschiede trotz gleicher Taktraten...

Titan2k4

PC-Selbstbauer(in)
Hey Leutz,

ich habe mich schon öfters gefragt, ob ich mit der Annahme richtig liege. Annahme: Die Leistung des CPUs kommt nicht nur auf die Taktrate an. Vor allem beim Overclocking.

Um dies zu verfeinern und genau zu schildern was ich meine, mache ich ein paar Beispiele: Nummeriert...

1. Beim Overclocking kann man mit den falschen Settings (vcore, blck, v-qpi) usw. zwar auf dem Papier 4,5 GHz erreichen. Doch eine bereits korrekt eingerichtete und stabile 3,8-Taktung erreicht evtl mehr Leistung, da dort die Rahmebedingungen stimmen...

2. Oder ist das so, dass wenn der auf 4,2 läuft, dann läuft der auf 4,2 und so lange der sich nicht aufhängt, funzt alles? Ich schätze eher nicht, oder?

3. Hört ein CPU an irgend einem Bereich einfach auf mehr Leistung zu bringen? Egal wie gut man versucht diesen zu übertakten? Und egal, wie gut die Bedingungen (Temps) dazu sind?

4.Wie sieht es mit unterschiedlichen CPUs aus? Beide sind - sagen wir mal - ordentlich und ordnungsgemäß übertaktet. Auf den gleichen Level. (4,4 GHZ beispielsweise) Und wie gesagt, bringen beide auch die Leistung, die die jeweiligen CPUs in diesem Leistungsbereich haben. Wo gibt es da dann noch die Unterschiede? Fertigungsqualität (also Glück haben beim Kauf?) oder liegen außer der OC-Taktraten die Leistungsunterschiede noch einmal woanders vergraben?
--> Denn ich habe vor kurzem den Laptop eines Freundes da gehabt. Dieser verfügte über einen 3740QM-Prozessor. Diesen habe ich in seiner Gegenwart mit dem XTU (Intel Extreme Tuning Utility) irgendwie (Fragt mich nicht wie) so hinbekommen, dass der Turbo immer lief... Also wirklich, wenns sein muss, 5 Stunden beim Zocken oder Benchmark oder so und dies mit den Taktraten, wie ich sie im XTU bei der jeweiligen Anforderungsstufe (4,2 bei Single-Core-Belastung), 4,1 bei Dual, 4,0 bei Tri und Quad-Belastung) eingestellt habe... Und wenn keine Anforderung kam, taktete er auch wunderbar ganz runter... Dank seines Kühlpads mit Temps zwischen 70 und 85°C. (Natürlich nicht in Prime95.. Aber das ist ja auch kein Wunder).
Jedenfalls lieferte dieser 3740QM mehr Leistung, als mein 2-Jahre alter Desktop CPU mit der selben Taktrate: i7-950@4,2. In Cinebench lag dieser 3740QM in allen Belangen vorne. Warum? :)

Meine aktuelle Einstellung vom i7 950.. Fällt euch da irgend was negativ auf? Irgend ein Wert, der so nicht sein sollte?
http://s7.directupload.net/images/130124/vil4o3vy.jpg

5. Gibt es irgendwie/ irgendwo eine Tabelle, die die unterschiedlichen CPUs mit ihren möglichen Taktraten UND VOR ALLEM mit deren Leistung und Ergebnissen in beispielsweise CineBench zeigt, sodass man vergleichen kann und Klarheit bekommt, ob die Übertaktung auch voll funktioniert (Kennt man ja: Man versucht nach dem erfolgreichen erreichen der erwünschten Taktfrequenz den Vcore so niedrig wie möglich zu setzen und fragt sich irgendwann nach dem 3. Tag ohne Absturz, ob die Rechenleistung dann dennoch stimmt).



Danke für Eure Hilfe
MFG, Manni
 
Zuletzt bearbeitet:
Grob gesagt liegt das an den instructions per cycle (IPC) oder zu deutsch Anweisungen pro Zyklus. Deine CPU basiert auf eine ältere Architektur mit anderem Decoder, dispatcher, ALUs, Pipelines, thread-scheduler usw. usf. Kurz: Bei gleichem Takt sind moderne (Intel-)CPUs schneller als ihre jeweiligen Vorgänger.
Um es mal zu veranschaulichen stelle dir folgendes vor:
Du bist dein Prozessor und dein Kumpel ist seine CPU. Ihr habe beide einen Eimer und sollt Sand von A nach B schütten. Ihr arbeitet beide im gleichen Takt (wie Synchronschwimmer:D). Nur dein Kumpel hat einen etwas größeren Eimer als du. Also hat er logischerweise seine Aufgabe schneller erledigt als du. Genau so ist es bei Prozessoren. Die Biester erledigen mit einem Takt (cycle) mehr Aufgaben.

Seit SandyBridge wurde auch eine sehr komplexe Power-Control-Unit (PCU) integriert welche in Mikrosekunden die Lastzustände verändern kann (glaube es waren 0.50µS Minimum). Eine automatische Fehlerkorrektur und Drosselung wurden ebenfalls implementiert. Das kann man alles detailliert in Intels whitepaper zu den Core-Prozessoren nachlesen.

Lade dir doch mal T_Monitor herunter und lasse mal einen Benchmark im Fenstermodus laufen (oder wenn du zwei Bildschirme hast im Fullscreen), dann schaue mal wie schnell die Frequenzen pro Kern verändert werden. Bei mir gehts halt rasend schnell. Selbst bei Prime95 wird nicht immer volle Last erzeugt. Mit dem tool perfWatch kann man die exakte Auslastung messen (Treibersignatur deaktivieren*). Eine CPU ist auch weitaus flexibler einsetzbar als eine GPU (also von der Vielzahl der Aufgabengebiete) was eben impliziert dass verwendetes OS sowie verwendete Software eine große Rolle spielen.

Wie du siehst ist deine Frage also nicht sehr einfach zu beantworten wenn wir ins Detail gehen. Wir könnten da noch zwei, drei Ebenen tiefer eintauchen - dazu müsste ich aber vor Ort sein ;)
Eine Liste ist mir persönlich nicht bekannt was nicht bedeutet es gibt sie nicht. Mich interessiert das nur nicht.
Ich behaupte mal das 70-80% der übertakteten System nicht korrekt übertaktet wurden. Ich nehme mir grundsätzlich 14 Tage Zeit für die Evaluierung. :daumen: Mein alter X³ 720 BE läuft seit nun 5 Jahren mit 3,5 GHz rockstable. :D


*Anmerkung zu PerfWatch:
Q: Ich erhalte unter einer 64-Bit-Windows-Version (Vista/x64 und Windows 7/x64) die Meldung "Der zum Betrieb notwendige Treiber kann nicht geladen werden, Fehlercode 9,0,12,577". Was kann ich tun?
A: Das liegt daran, dass die 64-Bit-Windows-Versionen signierte Treiber verlangen. Sie können das umgehen, indem Sie beim Booten F8 drücken und dann im Menü "Erzwingen der Treibersignatur deaktivieren" wählen. Diese Einstellung bleibt allerdings nicht erhalten, wenn Sie neu starten; beim Standby jedoch schon.
 
Hehe. Danke für Deine Anwort. Das hast du sehr anschaulich erklärt. Daumen hoch. Mein 3,8 GHz Profil ist dank TrueMonkey auch perfekt seit 2 Jahren. Bei dem 4,2 GHz-Profil, das ich aufbauend auf dem 3,8 er Profil entwickelt habe, bin ich mir nicht ganz sicher. Fakt: Das 4,2er Profil erreicht auch wesentlich mehr Performence, als das 3,8er bei immer noch stabilen und guten Temps. Demnach sollte das wohl soweit ok sein, denke ich.
 
So etwas stellt man durch intensive Tests fest welche auch den Alltag abdecken.

Ich habe mal noch ein Video gemacht wo ich dir das mal veranschauliche: CPU Auslastung - YouTube

Dann noch mal cinebench R11.5 wo man es sehr gut sehen kann wie schnell da hin- und hergetaktet wird. CPU-Auslastung während eines Cinebench OGL Laufes - YouTube

Cinebench simuliert Spielelast recht gut während prime eben Konvertierungsaufgaben emuliert. Wenn du noch Fragen hast nur raus damit.

Edit: youtube-code geht irgendwie mal wieder nicht :D
 
Doch. Habs anschauen können. Dankesehr. Sieht interessant aus, wie das dargestellt wird.

Stabilität lässt sich nicht nachweisen... Nur Intabilität lässt sich nachweisen :)
Aber man kann sich damit zufrieden geben, wenn man nach 14-Tagen alltagsnutzung + diversen stresstesttagen keinen Absturzt hatte. Das bedeutet dann, dass es zumindest mal stabil genug für den Benutzer zu sein scheint :) Aber nachgewiesen hat man damit nichts :schief:
 
Es gibt einfach schen wie zusätzliche erweiterungen ( AVX ....) die man mit OC nicht wett machen kann.

Nehalem skaliert sehr gut mit OC, aber es kommt auch immer auf die Anwendung an.
Der i7 9xx hatte erstmals den Ram-contr. in der CPU aber Intel-typisch recht konservativ bei latenzen ect.

Bei Westmer i5/7 7/8xx kan noch der PCIe-contr. dazu war aber stellenweise etwas langsammer wie bei 9xx modelen.
Mit Sandy hat man dann bei beiden Contr. in der CPU mehr gas gegeben, latenzen verkürzt ect.

Wo es besonderst auffällt ist Shogun II und Civ5 da hilft auch OC weniger, BF3 reagiert sehr gut.

Kommt also auch darauf an ob Engines z.B AVX nutzen oder besonderts von den Verbesserungen profitieren
wie niedrige latenzen beim Ram+PCIe contr.
 
Aja. Alles klar. Gut zu wissen. Wie wäre es beispielsweise beim 3D-Mark 11? Mit dem habe ich viele Vergleiche zur Verfügung. Ich habe den Eindruck, dass OC nicht besonders viel bringt. Bei meinem Desktopsystem etwa 2% von 3,8 auf 4,2 GHz oder so.
 
Naja soweit ich weis is 3d mark hauptsächlich ein grafikbenchmark. Die cpu tests sind da weniger relevant. Da holst du beim oc der grafikkarte weit mehr raus.
 
Benchmarks sind eine eigene Welt da bitte in dem entsprechenden Thread nachfragen.
Da ist jeder eigen und oft muss auch das OS stimmen usw.
 
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