[Problem] Festplatte wird erkannt, aber nicht angezeigt

Whoosaa

BIOS-Overclocker(in)
Servus Leute,

meine etwas ältere externe Festplatte wird seit vorgestern nicht mehr erkannt, sprich, sie wird nicht im Explorer angezeigt.
Sie wird jedoch weiterhin im Geräte-Manager korrekt angezeigt, auch im BIOS ist sie noch angegeben, mit korrekter Größe usw.

Was lässt sich denn tun, um wieder Zugriff darauf zu erlangen? Bzw., ist das überhaupt noch möglich?
 
Start-->Verwaltung-->Computerverwaltung-->Datenträgerverwaltung öffnen.

Da sollte die Platte angezeigt werden und kann falls kein Defekt vorliegt neu formatiert/partitioniert usw. werden.

Wenn aber eine Platte von heute auf morgen nicht mehr erkannt wird ist ein Defekt ziemlich wahrscheinlich.
 
Hat funktioniert, besten Dank. :daumen:

Ich habe mit HD Sentinel so eine "Oberflächen-Initialisierung" oder so ähnlich ausgeführt, und mitten drin ist mein PC ausgegangen.. dann war quasi der gesamte Speicherplatz "nicht zugewiesen" - durch Formatieren über die von dir genannte Datenträgerverwaltung passt jetzt aber alles wieder.

Frage dazu: Bringt diese Oberflächen-Dingsbums eigentlich überhaupt was? In der Beschreibung steht was von Laufwerksverjüngung etc...
 
Nicht wirklich. Eine Festplatte "verjüngen" zu wollen ist reines Wunschdenken/Werbefloskeln. Deine Festplatte wird bei einer Oberflächenkontrolle genausowenig jünger wie dein Auto jünger wird wenn du den Lack polierst ;-)
Wenn die Mechanik irgendwann verschlissen ist dann ist dem halt so, da kannst du nichts dran ändern.

Eine Oberflächenanalyse der Festplatte ist (war) dazu da, defekte Sektoren zu finden und durch Reservesektoren zu ersetzen. Heutzutage tun Festplatten das aber intern automatisch bei jedem Schreibvorgang (ob es schonmal nötig war und wenn ja wie oft kannst du mit CrystalDiskInfo auslesen), eine manuelle Oberflächenkontrolle ist nicht mehr nötig.
 
Ist die Frage wirklich ernst gemeint?

Genauso kannst du fragen ob dein Auto weniger Sprit verbraucht wenn du einen Magneten an den Tank anbringst.

Ist Ernst gemeint. Ich hätte mir bspw. vorstellen können, dass durch so eine spezielle Analyse die bereits beschädigten Sektoren der Festplatte "außer Dienst" gestellt werden, sodass zwar die Speicherkapazität abnimmt, aber Datenverlust auf solchen nicht mehr 100% intakten Sektoren vermieden wird.
 
Ist Ernst gemeint. Ich hätte mir bspw. vorstellen können, dass durch so eine spezielle Analyse die bereits beschädigten Sektoren der Festplatte "außer Dienst" gestellt werden, sodass zwar die Speicherkapazität abnimmt, aber Datenverlust auf solchen nicht mehr 100% intakten Sektoren vermieden wird.

Genau das tut diese Funktion auch, aber anders als du es dir vorstellst, denn der Speicherplatz wird nicht weniger. ;-)
Alle Festplatten haben "Reservesektoren", die in der Speicherkapazität nicht eingerechnet sind und nicht benutzt werden, bis eben ein normaler Sektor defekt ist, dieser wird dann durch einen Reservesektor ersetzt und die Kapazität bleibt gleich.

Nur tun das moderne Datenträger ständig und automatisch, so dass diese manuell ausgeführten Suchläufe nicht mehr nötig sind. Sobald eine Festplatte im normalen Betrieb einen defekten Soktor bemerkt wird dieser automatisch ersetzt und der Vorgang im SMART System dokumentiert. Besondere Tools sind dafür schon seit Jahren nicht mehr nötig.

Diese defekten Sensoren sind bei unbeschädigten Platten aber auch sehr selten, selbst wenn die Kapazität geringer werden würde würden die paar KB bei heutigen Festplattengrößen von mehreren TB nicht auffallen.
 
Okay. Kannst du "moderne Datenträger" spezifizieren?

Im Hinblick auf die Nutzung von SMART und der automatischen Nutzung von Reservesektoren?

Ich weiß nicht genau seit wann das System automatisch integriert ist aber in den letzten 5 Jahren wirst du sicherlich keine Festplatte oder SSD mehr zu kaufen bekommen haben die es nicht kann. ;-)

SMART selbst gibts theoretisch seit Win95b, die flächendeckende Verbreitung des Systems in Festplatten schätze ich auf irgendwann zwischen 2000 und 2005.

Bei SSDs gehts ohnehin schon gar nicht ohne dieses System, denn hier werden im Rahmen der "Verschleißregulierung", auch "Overprovisioning" genannt solche Funktionen zwingend notwendig dass eine SSD länger als ein paar Tage hält.
 
Alle SATA Massenspeicher und alle noch erhältlichen neuen PATA Platten. Dieses euphemistisch Oberflächen-Initialisierung genannte Verfahren ist nichts anderes als ein Write Zeros, dadurch wird die SMART Funktion angeregt, bei Current Pending Sectors ("schwebende Sektoren") nach diesem Beschreiben nachzuprüfen ob der Sektor wieder lesbar ist, wenn ja wird er aus der Vormerkliste entfernt.
In diesem Sinne bringt die Funktion etwas, man erhält sie mit den Herstellereigenen Tools z.Bsp. allerdings gratis.

Historisch betrachtet wurden Reservesektoren eingeführt, um einem Käufer a) eine bestimmte Anzahl verwendbarer Sektoren bei Neuplatten zu garantieren, da Produktionsbedingt keine Platte die selbe Anzahl an tatsächlich verwendbaren Sektoren hat, und b) über eine Reserve zu verfügen um Garantietäusche wegen nur einiger weniger defekter Sektoren hintanzuhalten.
 
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