Polizeieinsätze gegen Demonstranten

AW: Polizeieinsätze gegen Demonstranten

Das ist dein subjektives Gefühl.

Opferzahlen sind KEIN subjektives Gefühl.

Das Problem ist eben die Masse, eine Menschenmasse verhält sich anderes als ein einzelnes Individuum.
Unter euch waren offensichtlich gewaltbereite Demonstranten, sonst wärt ihr nicht vertrieben worden,

Sie meine obigen Ausführungen zu Allgemeinplätzen, die man sich einfach sparen kann.

bzw. wie kannst du dir sicher sein, dass ihr vertrieben wurdet und es nicht in Wirklichkeit so war, dass eben einzelne Leute die Stellung gewechselt haben, weil eben die Polizei angerückt ist (um eben gegen die paar vorzugehen, die gewaltbereit waren).

Vorrücken der Absperrkette auf ganzer Front (will man einzelne fassen, sollte man gezielt auf diese losgehen), stoppen der Absperrkette an der nächsten Kreuzung (wer stoppt, fängt niemanden).

Ich wiederhole den von dir zu beantwortenden Teil:
Wie soll man auf einer Demo "klar zu erkennen geben", dass man irgendwo nicht dazugehört?

Und genau hier kommt eben das Zum Tragen, was einen ehrlichen Bürger ausmacht. Den gewaltbereiten Demonstranten festnehmen, mit mehreren Leuten halt.

Wie bereits erwähnt:
Das ist keine Eigenschaft eines "ehrlichen" Bürgers. Das ist in erster Linie Eigenschaft eines Bürgers mit Kampferfahrung oder -ausbildung. Eine gewaltbereite Person, die offensichtlich bereit ist, den Tod von Menschen in Kauf zu nehmen (=Steineschmeißer) und die es bewusst auf eine Konfrontation mit mit Schlagwaffen ausgerüsteten Einsatzkräften anlegt (=entweder verdammt schmerz unempfindlich oder gut gepolstert ist), ggf. selbst Waffen bei sich trägt, werde ich garantiert nicht angreifen. Selbstschutz geht vor und ich bin kein Polizist, zu dessen Job eine Festnahme gehört.

Ich weiß nicht, ob das Handy Netz überlastet ist, wenn demonstriert wird. Aber so weit ich weiß, gibt es Stellen, wo die Polizei eine Stellung hat und wenn du dort mit dem festgenommen ...

Kommen wir zurück an dem Punkt, an dem du (in dem Fall ein durchschnittlicher deutscher Bürger/Demonstrant, ggf. weiblich, keinem regelmäßigen Sport nachgehend) den nicht zur Festnahme bereiten Autonomen an der Kreuzung vor dir stehen hast, ehe wir uns irgendwelchen schöngeschriebenen Szenarien zuwenden.

Das ist eine Frage der Masse.

Du bist aber keine Masse. Du bist eine Einzelperson. Mit welcher Bereitschaft die dich umgebenen Durchschnittsdeutschen in einer Kampfsituation zur Hilfe kommen, haben unzählige Studien, Tests und Boulevardmagazine wohl bekannt gegeben.
(was nicht heiß, dass ich an dieser Stelle von Zivilcourage im Angesicht von Gewalt abraten möchte. Aber es geht hier nicht darum, eine sich anbahnende Vergewaltigung zu verhindern, sondern es geht um eine Person, die ggf. einen zweiten Stein schmeißen könnte, aber im Moment niemanden direkt bedrohst und die man selbst angreifen müsste)

Also wieder die Frage: Was machst DU?
Bzw. was machst du dich, weswegen du es verdienst, dass die Polizei dein Recht auf freie Meinungsäußerung beendet, dass sie dich niederknüppelt oder dir ein Auge aus dem Schädel spült? (ohne jetzt Einzelfälle überbetonen zu wollen)
 
AW: Polizeieinsätze gegen Demonstranten

Du bist aber keine Masse. Du bist eine Einzelperson. Mit welcher Bereitschaft die dich umgebenen Durchschnittsdeutschen in einer Kampfsituation zur Hilfe kommen, haben unzählige Studien, Tests und Boulevardmagazine wohl bekannt gegeben.
(was nicht heiß, dass ich an dieser Stelle von Zivilcourage im Angesicht von Gewalt abraten möchte. Aber es geht hier nicht darum, eine sich anbahnende Vergewaltigung zu verhindern, sondern es geht um eine Person, die ggf. einen zweiten Stein schmeißen könnte, aber im Moment niemanden direkt bedrohst und die man selbst angreifen müsste)

Also wieder die Frage: Was machst DU?
Bzw. was machst du dich, weswegen du es verdienst, dass die Polizei dein Recht auf freie Meinungsäußerung beendet, dass sie dich niederknüppelt oder dir ein Auge aus dem Schädel spült? (ohne jetzt Einzelfälle überbetonen zu wollen)

Ich weiß wie die Realität ausseiht und eben das erschreckt mich ja so. :(
Geht man gemeinsam gegen die wenigen Unruheherde vor, kann man eine sich ausartende Demonstration schneller in den Griff bekommen. Hier wäre es eben wünschenswert, dass Demonstranten und Polizei Hand in Hand arbeiten, denn dem Demonstranten passt es sicher auch nicht in den Kram, dass seine Demonstration für Gewaltakte benutzt wird.
 
AW: Polizeieinsätze gegen Demonstranten

Ich habe nur den Titel gesehen und wollt kurz was dazu schreiben. Den Thread habe ich nicht ganz gelesen.

Mnm nach ist es schon so, dass die Polizei sich nicht immer fair verhält und teils agressiver agiert als nötig. Da ich das bislang auch nur gehört habe und dem Ganzen nie Glauben geschenkt habe, ging ich dieses mal auf eine Demo, um das Ganze mal mit eigenen Augen live und unverzerrt wahrzunehmen. War eine Nazi-Blockade, größtenteils Antifa-Leute, aber auch Mitglieder von Bundesparteien (Linke, Grüne) sowie Gewerkschaften. Also auf gings - schwarzen Kapuzenpulli an, um nicht aufzufallen und auf in die Menge.

Und was ich da gesehen habe, hab ich nicht für möglich gehalten. Teilweise wurden "Blockierer" regelrecht eingekesselt und es entstand großes Gedränge. Was dabei passieren kann, hat man ja auf der Loveparade gesehen. Weiterhin sind teilweise richtig unfaire, feige Aktionen dabei. Habe ein paar Polizisten gesehen, die aus dritter Reihe mit Pfefferspray wahllos in die friedliche Demonstrantenmenge gesprüht haben. Sowie völlig unbegründete Knüppelschläge auf vollkommen friedlichen Demonstranten, von denen sicher auch gar keine Gefahr ausging (1,50m große, zierliche Mädels - denke, jeder Polizist ist da körperlich überlegen). Auch mit ihren Hunden sind sie sehr unvorsichtig und lassen öfters absichtlich mal die Leine länger los, sodass die Hunde zubeißen können. Ich finde das unverantwortbar.

Es mag nicht repräsentativ sein. Aber ich habe gelernt, dass es durchaus ungerechtfertigte Polizeigewalt gibt. Abgespielt hat sich das ganze im Dresden auf der No-Parsaran Demo (Gegendemo zum NPD-Aufmarsch).

Imho sind die Polizisten einfach nicht richtig ausgebildet. Oder es sind die falschen Leute. Etwas Druck muss man schon aushalten können, einige sind offensichtlich nicht belastbar genug. Zwischendurch hab ich auch richtig Wut gespürt gegen die polizeilichen Provokationen, hab aber nix weiter gemacht. Verstehen kann ich die Steinewerfer und brennenden Mülltonnen jetzt teilweise schon.
Wobei hier auch ganz klar gesagt werden muss, dass diese gewalttätigen Autonohmen wahrscheinlich beginnen zu provozieren und die Polizei da an nix Schuld ist.

Wenn es aber Kloppe und Pfeffersprach ohne Vorwarnung für herumstehende ungefährliche und friedliche Demonstranten gibt (wie gesagt teilweise zierliche Frauen), dann hab ich dafür 0 Verständnis und könnte in dem Moment ohne Rücksicht auf Verluste dem Polizisten einen Stein an den Kopf kloppen. Einfach, weil diese tiefe Ungerechtigkeit animalische Triebe in mir weckt. Und ich weiß, dass Selbstjustiz nicht richtig ist. Deshalb werfe ich die Steine auch nicht.

Nur ganz kurz meine 2 cents.
 
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Imho sind die Polizisten einfach nicht richtig ausgebildet. Oder es sind die falschen Leute. Etwas Druck muss man schon aushalten können, einige sind offensichtlich nicht belastbar genug.

Diese Leute werden nicht selten am Wochenende zu ner Sonderschicht verdonnert und ab mitten in der Nacht durch die halbe Republik gekarrt - von Vorbelastung kann definitiv die Rede sein. Und natürlich gibt es eine gewisse Anreicherung von Leuten, die mit den Folgen der Einsätze kein prinzipielles Problem haben und sich deswegen weniger Mühe geben, nicht mitmachen zu müssen.
Aber: Das alles darf bei einer professionellen staatlichen Einsatztruppe eben keine spürbaren Auswirkungen haben.

Verstehen kann ich die Steinewerfer und brennenden Mülltonnen jetzt teilweise schon.
Wobei hier auch ganz klar gesagt werden muss, dass diese gewalttätigen Autonohmen wahrscheinlich beginnen zu provozieren und die Polizei da an nix Schuld ist.

Die provozieren definitiv - und es gibt mehr als genug, die vermutlich nichtmal wissen, für/gegen was eigentlich demonstriert wird.
Deswegen sag ich ja auch nichts gegen hartes Eingreifen im allgemeinen. Das Problem ist, dass Leute hart durchgreifen, denen es offensichtlich an der nötigen Kompetenz für dieses Einsatzumfeld fehlt, und das mit Methoden, die unweigerlich massenhaft Kollateralschäden nach sich ziehen. Das wäre so, als wenn die US-Luftwaffe ausschließlich Nuklearwaffen verwenden würde.


P.S.:
Ich hab mir erlaubt, diesen Thread von rechten Spam bzw. den Reaktionen darauf zu bereinigen.
 
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Gut so, danke fürs Entfernen :D
ICh mags halt nicht, wenn extremischische (links/rechts, im extremen recht nah beieinander) Parolen dastehen und kann mir es irgendwie nicht verkneifen, was dagegen zu schreiben^^
Am besten sollte man wahrscheinlich gar nicht auf sowas antworten.
 
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Hi!

Nur gut, dass ich's nicht gelesen habe (war an meinem TB zu Gange und hatte 'ne Telefonberatung nebenher) - sonst hätte ich sicher auch was geschrieben.
Der einfachste Weg, mit mir richtig Zoff zu kriegen, ist nun mal, mich in die (politisch) rechte Ecke stellen zu wollen.....

Was die Vorbelastung der Polizisten angeht, ist das sicher richtig - wenn man sich mal ansieht, was die an Stunden kloppen müssen; da sind 200 im Monat schon wenig.....
Aber eben deshalb muss die Führung entsprechend reagieren und solche Konfrontationen vermeiden - sofern man bei 'schwer bewaffnete Polizisten gegen unbewaffnete Kinder' überhaupt von einer Konfrontation reden kann.....

Wäre das anders herum gelaufen, wären die Kinder von irgendwelchen Chaoten so zugerichtet worden, würde auch und gerade die Polizei 'Aufstand machen'.


Grüße

Jochen
 
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Hi!
Oha: starker Tobak - und entspricht gar nicht dem, was da passiert und auf den Videos zu sehen ist!
Und was die Kinder angeht:


  1. genießen Kinder in unserer Gesellschaft besonderen Schutz - auch, schon und besonders von Gesetzes wegen
  2. willst Du mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass 12-15-jährige Kinder/Jugendliche auf einer angemeldeten und genehmigten Demo mit Steinen schmeißen - zumal das bis heute nicht bewiesen werden konnte, die sinnlose und ohne Konkreten Anlass vorgenommene Gewalt der Polizei schon.

Ich habe nie behauptet, daß die Kinder irgendwas schlimmes gemacht hätten. Ich habe lediglich die Frage gestellt, wie man es als Eltern erlauben kann, daß die eigenen Kinder bei einer Demo mitmachen. Abgesehen davon gibt es auch in dieser Altersklasse genug, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen. Da muß man nur mal eine der üblichen Talkshows sehen. Da würde Dir vielleicht noch der Unterkiefer runterfallen. Wohlgemerkt, ich behaupte nicht, daß es in diesem Fall so war, aber ich halte es definitiv nicht für so unmöglich wie Du es zu tun scheinst.


Sorry, das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen - und es ändert nichts an der Rechtslage.
Ab gesehen davon, dass alleine Deine Wortwahl ('Konstrukt') schon erkennen lässt, dass Du von Rechtsstaatlichkeit wohl nicht so viel hältst.
Ich lese daraus, dass Du meinst, was 'anstellen' zu können und niemand sei berechtigt, Willens oder in der Lage, Dich dafür zu Rechenschaft zu ziehen.
Ich würde sagen: komme mir dabei nicht in die Quere.....
Und wie das Hornberger Schießen geht's nicht aus, solange derjenige, der vorläufig fest nimmt, einen konkreten Anlass hat.
Der gleiche Paragraph ist es ja beispielsweise, auf welchen sich Ladendetektive stützen, wenn sie einen Ladendieb fest nehmen - dieser §127 StPO und kein anderer.

Jetzt wollen wir uns aber mal nicht im Ton vergreifen, ja?

Ich gehöre halt nicht zu denen, die weg sehen, wenn bsp. eine Frau angegriffen wird.
Wenn Du der Meinung bist, eine Straftat verüben zu können und dann mit Deinem Spruch von der Freiheitsberaubung und dem Hornberger Schießen davon kommen zu können, tust Du mir nur noch leid - und wärst ein schönes Beispiel für die immer weiter abnehmende Moral der Gesellschaft.

Ach. Schade. Willste wohl doch. Da kann ich nur sagen: Unverschämtheit! Denk mal scharf darüber nach, was Du da eigentlich von Dir gibst.
 
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Ich habe nie behauptet, daß die Kinder irgendwas schlimmes gemacht hätten. Ich habe lediglich die Frage gestellt, wie man es als Eltern erlauben kann, daß die eigenen Kinder bei einer Demo mitmachen. Abgesehen davon gibt es auch in dieser Altersklasse genug, die es mit den Regeln nicht so genau nehmen. Da muß man nur mal eine der üblichen Talkshows sehen. Da würde Dir vielleicht noch der Unterkiefer runterfallen. Wohlgemerkt, ich behaupte nicht, daß es in diesem Fall so war, aber ich halte es definitiv nicht für so unmöglich wie Du es zu tun scheinst.

Ist ja nicht das erste Mal das wir darüber diskutieren, und offenbar hast du noch immer keine Ahnung was da los war. Lernresistenz bis ins Nachthemd, mein lieber Herr:what:

Es war ein Tag wie jeder andere, ganz normale Leute, die z.B. in der Mittagspause im Park spazieren gingen etc. Nichts besonderes. An diesem Tag gab es dann noch einen Marsch von ein paar Schulklassen, mit anschließendem Treffen in der Mitte des Parks, um generell dem Unmut über die eventuelle Baumfällung Luft zu machen. So wie kleine Kinder das nunmal gerne machen, die armen Bäume. Ein ganz normaler Tag also. Just als die Kinder im Park waren, rückte aber die Polizei mit Wasserwerfer und Pfefferspray an, umzäunte den Park, ließ niemanden mehr RAUS! Rein kamen noch genug, aber raus gings nicht mehr. Habe ich alles auf den Livecams gesehen, unfassbar! Die kleinen Kinder wurden eingekesselt und teilweise niedergeknüppelt!

Es ist ja nicht so das da eine gewaltige Demo lief und plötzlich irgendwelche Eltern ihre Kinder anschleppten, nein. Die Kinder waren da, als die Polizei diese Aktion startete, und das hätten sie auch locker 2h später machen können, dann wären die Kinder schon zu Hause gewesen, und kein einziges Kind wäre zu schaden gekommen.
 
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So weit ich weiß, sollte diese Räumung der Polizei eigentlich auch erst ab 15 Uhr statt finden - lange, nach dem Ende der genehmigten Schülerdemo.
Irgendwer - ich weiß nicht wer - hat dann aber diese Aktion plötzlich auf 10 Uhr vorgezogen.


Ansonsten stimme ich Dir 100%ig zu, Nyso.
Ist Lernrestistenz behandelbar?


grüße

jochen
 
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Demos bringen sowieso nichts, erhöhen nur die Steuern, sowieso dumm wer dahin geht. Das ist der falsche Weg in der heutigen Welt, da zählt nur noch Politik.
 
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Dir ist schon bewusst das demonstrieren eine aktive Form der Teilhabe an der Politik ist?:what::what::what:
 
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Hi!

Ab davon: ohne Demos in den 70er und 80er hätten wir heute keine Grünen in den Parlamenten - und bsp. auch keinen Atomausstieg, welche Meinung (meine ist zwiespältig) dazu man auch haben mag.

Grüße

jochen
 
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Ab davon: ohne Demos in den 70er und 80er hätten wir heute keine Grünen in den Parlamenten - und bsp. auch keinen Atomausstieg, welche Meinung (meine ist zwiespältig) dazu man auch haben mag.

Glaube ich nicht. Eine Partei kann man auch gründen ohne demonstrieren zu müssen, man muss nur die Ideologie haben und die gibt es auch so.
Immerhin muss ich mir da nur meine Eltern anschauen, die einen andere politische Einstellung haben als ich.
Das kommt ja nicht davon, dass ich als Jugendlicher demonstriert hab, sondern einfach, weil ich mir andere Gedanken machen als sie.
 
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Nur gut, dass ich's nicht gelesen habe (war an meinem TB zu Gange und hatte 'ne Telefonberatung nebenher) - sonst hätte ich sicher auch was geschrieben.
Der einfachste Weg, mit mir richtig Zoff zu kriegen, ist nun mal, mich in die (politisch) rechte Ecke stellen zu wollen.....

Keine Sorge. Du wärst eher Gefahr gelaufen, im Vergleich links alternativ zu erscheinen.


Ansonsten stimme ich Dir 100%ig zu, Nyso.
Ist Lernrestistenz behandelbar?

Man kann die Symptome bekämpfen.



Demos bringen sowieso nichts, erhöhen nur die Steuern, sowieso dumm wer dahin geht. Das ist der falsche Weg in der heutigen Welt, da zählt nur noch Politik.

Da magst du recht haben, wenn man sich die Ausbildung von Regelungen in Deutschland mal durchdenkt. Aber sollte nicht eben gerade, weil man sie durchdenken sollte, diese Feststellung auf intellektuellem Wege verbreitet werden, statt mit dem Schlagstock?
Bis auf wenige Ausnahmen sollten Demos eigentlich keinen Nutzen haben (wobei ich bei einigen unserer Politiker den Eindruck haben, dass sie sehr wohl auf diesem Wege daraufhingewiesen werden müssen, dass sie mal wieder was verpennt haben) und die, die es haben, missbrauchen dabei eigentlich das Demonstrationsrecht. Aber: Diese Feststellung berechtigt niemanden dazu, die Grundrechte auf Kundgebungen bzw. körperliche Unversehrtheit zu ignorieren. Wenn man Demonstrationen aufgrund fehlendem Nutzen/entstehender Kosten verhindern möchte, dann muss das auf gesetzlichem Wege über die Zulassungsbedingungen laufen (ich wäre, aufgrund des Missbrauchpotentials, dagegen) - nicht darüber, dass man allen Angst davon einjagt, ihre Wohnung zu verlassen. Das sind dann tatsächlich Nazimethoden.
 
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Zumal man, zieht man den Kosten/Nutzenfaktor herran, gleiche diverse Fußball-Partien, bei denen es IMMER zu Gewalt und großem Polizeieinsatz kommt, verbieten sollte. Für solch einen Scheiß geht unser Steuergeld nämlich auch drauf:daumen2:
 
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Zumal man, zieht man den Kosten/Nutzenfaktor herran, gleiche diverse Fußball-Partien, bei denen es IMMER zu Gewalt und großem Polizeieinsatz kommt, verbieten sollte. Für solch einen Scheiß geht unser Steuergeld nämlich auch drauf:daumen2:

Der Fußballverein muss dafür aufkommen.
 
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An diesem Tag gab es dann noch einen Marsch von ein paar Schulklassen, mit anschließendem Treffen in der Mitte des Parks, um generell dem Unmut über die eventuelle Baumfällung Luft zu machen. So wie kleine Kinder das nunmal gerne machen, die armen Bäume.
Jetzt lassen wir doch mal die Kirche im Dorf. Das ist doch nicht schlüssig. Kinder interessieren sich für sowas nicht. Noch weniger organisieren sie sich selbst, um eine Demo zu veranstalten. Hier war immerhin die Rede von 12 bis 15-jährigen. In dem Alter interessiert man sich für den Wochenendausflug, die nächste Klassenarbeit, Freunde und Videospiele, aber nicht für Demonstrationen. Das läßt für mich nur den Schluß zu, daß diese Kinder von irgendwem, wahrscheinlich ihren Lehrern, instrumentalisiert worden sind für Zwecke, hinter denen sie selbst überhaupt nicht stehen. Und genau DAS ist schändlich und verantwortungslos.

Exakt sowas ist mir in meiner Schulzeit in ähnlichem Alter übrigens auch mal passiert. Im Nachhinein würde ich sagen, unsere Klasse oder zumindest Einzelne, die es wirklich nicht wollten, hätten sich weigern sollen. Aber in dem Alter weigert man sich eben nicht. :(
 
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Sorry, dem muss ich wiederversprechen: 13-14 jährige können sich sehr wohl für Politik interessieren. Nicht umsonst wird schon so lange um Wahlrecht ab16 diskutiert. Auf solche Gedanken kommen nur Leute, die schon bevor sie 15 waren, mal einen Blick auf sowas geworfen haben.
Es lässt sich darüber streiten, ob die gebildete Meinung fundiert ist (auch bei wesentlich älteren...), aber die Teilnahme an Demonstrationen sind keineswegs außergewöhnlich und auch nicht immer durch Eltern oder Schulfrei unterstützt. (was ich persönlich auch nicht mag, aber auch dazu gibt es andere Ansichten. Vor kurzem wurde hier ein erhöhtes Stimmgewicht für Eltern bei Wahlen gefordert...)
 
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Kinder, denen bewusst ist das ihre Lieblinsbäume gefällt werden sollen, können sich ganz wunderbar alleine organisieren. Spätestens mit der Einschulung sind Kinder dazu in der Lage, mit 12-14 ist es ganz sicher so. Oder hast du mit 12 deine Eltern planen lassen, wenn du mit deinen Freunden auf den Spielplatz wolltest?

Die Kinder bekunden Interesse, Eltern und Lehrer sind begeistert und sorgen für die Genehmigung der Demo, und schon gehts los. Sehe ich kein Problem bei.

Den Kindern ging es da ganz sicher nicht um die Planung an sich, die möglichen Kosten oder riesige Berechnungen. Den Kindern ging es um ihre Bäume, und da sind Kinder ganz schnell engagiert.:daumen:
 
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Ausnahmen gibt es sicherlich immer. Das ist gar keine Frage. Aber wenn das Interesse dieser Altersklasse wirklich nennenswert wäre, wäre doch jetzt bei den Bürgerschaftswahlen in Bremen die Wahlbeteiligung nicht erneut gesunken. Immerhin durfte man da jetzt ab 16 wählen. Allerdings habe ich nirgends lesen können, daß 16- und 17-Jährige massenhaft an die Urnen geströmt wären. Im Gegenteil. Die Mehrheit der Unter-18-Jährigen hat sich gepflegt enthalten. Das politische Interesse steigt also mit dem Alter.

In Berlin kann man bei Kommunalwahlen übrigens dasselbe Phänomen beobachten. Die durschnittliche Wahlbeteiligung lag dort zuletzt bei rund 55%, wobei aber nur 45% aus der Gruppe der Minderjährigen ihre Stimme abgegeben haben.
 
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