AW: Pimp my PC 2019: PCGH rüstet sechs PCs nach Wunsch auf - jetzt bewerben
Liebes PCGH Team,
ich hoffe ihr habt auch nach mittlerweile über 700 Beiträgen noch Lust auf eine weitere leidvolle Systemvorstellung. Wie auch viele vor mir, bedanke ich mich natürlich sehr für diese tolle Aktion. Dass in diesem Jahr sogar 6 PCs gepimpt werden steigert auch noch die Hoffnung, zu einem der Glücklichen zu gehören.
Die Ausgangssituation:
Da es letztes Jahr leider nicht geklappt hat und mein "Gaming-PC" wie durch ein Wunder ein weiteres Jahr überlebt hat, versuche ich es erneut. Die von mir fürs Spielen verwendete Hardware gehört mittlerweile zu den etwas älteren Modellen. Ich kann mich nicht mal mehr genau entsinnen, wann ich das System genau gebaut habe. Laut Intel Webseite war die Markteinführung des, bis 2018 eingebauten, Q6600 im Q1'2007. Damit sind gut 12-13 Jahre vergangen. Im Jahr 2018 bin ich schließlich auf das PCGH Forum gestoßen und konnte mit der Hilfe einiger Forumsmitglieder, wie auch der E-Bucht, aus der Sockel 775 Plattform noch etwas Power raus quetschen. Damit war es dann wenigstens möglich, Fortnite via Crossplay mit Freunden zu spielen. Ob und wie lange das System bei dem OC läuft, konnte mir damals niemand versichern. Mein aktuelles System sieht folgendermaßen aus:
OS: Windows 7 64 Bit
Monitor: BenQ RL 2450H FULL HD 60 Hz
Gehäuse: Thermaltake Swing
Netzteil: Corsair VX550W
Mainboard: Gigabyte P35-DS3 (rev. 2)
CPU: Q9550 @ 3,66 GHz VCore 1,456
RAM: 8 GB DDR2 800
Graka: GTX 760 4GB
Speicher: 1*128 GB SSD + 1*500 GB HDD
Gehäuselüfter: 3*Arctic F12
Der PC läuft doch noch. Warum bewerbe ich mich also, und bitte um ein Upgrade? Im Folgenden möchte ich daher auf ein paar Probleme eingehen, die ein System diesen Alters so mit sich bringt. Als kurze Randnotiz noch dazu. Ich habe kein Arbeitszimmer in der Wohnung und wollte den Rechner nicht im Wohnzimmer stehen haben. Zum Glück haben wir im Flur eine Abstellkammer, in die ich einen Tisch eingebaut habe. Der Platz des so entstandenen Raums beträgt ca. 1 qm

(Abbildung 3)
- Die Hardware kommt nicht an ihre Grenzen, sondern befindet sich bereits jenseits davon. Aktuelle AAA Titel können schon lange nicht mehr gespielt werden. Das Alter der CPU merkt man auch daran, dass mittlerweile Protokolle in der CPU fehlen, um Spiele wie AC oder Apex überhaupt starten zu können. Es wird mir also nicht mal gegönnt Spiele mit 5 fps testen zu dürfen. Selbst Spiele die funktionieren werden stark limitiert. Ich möchte beim oben genannten Beispiel mit Fortnite bleiben. Bei einem kompetitiven fps-Shooter wäre es wünschenswert, wenn das Spiel einigermaßen gleichmäßig läuft. Dann kann man sich auch auf Low fps einstellen. Leider ist das bei mir nicht der Fall. Ich habe massiv mit Hitches, Framedrops, kurzen Freezes etc. zu kämpfen. Eigentlich sollte das Diagramm der Frametimes eine Linie zeigen. Bei mir ist es leider meistens ein Gebirge (Abbildung 4). Dass diese Probleme immer in entscheidenden Szenen auftreten, versteht sich von selbst. Ich spiele also genau gesagt nicht gegen 99 andere Spieler, sondern 99 andere Spieler und meinen eigenen Rechner.
- Ich habe zwar eine kleine SSD (128 GB) eingebaut, mittlerweile sind die Games leider alle so groß, dass diese nicht mehr mit dem OS auf die SSD passen (nicht mal eins) und wieder auf der HDD gelandet sind. Die Ladezeiten sind dementsprechend lang
- Das Case ist mir einfach zu groß und passt kaum in die "Kammer"
- Durch die starke Übertaktung der CPU und die maximale Auslastung während den Spielen wird der gesamte Raum relativ schnell warm. Dadurch drehen natürlich auch die Lüfter extrem hoch, so dass der Rechner alles andere als silent ist
- Leider hat Thermaltake nicht daran gedacht, dass ein Frontlüfter auch Luft zum einziehen braucht. Von dem her musste ich die Blende auf der Vorderseite abnehmen, was ziemlich kacke aussieht und den Staub geradezu in das Case saugt (Abbildung 1)
- Kleinere Mängel wären noch: defekte front USB Ports, an sich kein USB-c oder USB 3.0/1, das Mainboard hat nur SATA 2 Ports für die SSD
Der Plan:
Ich möchte mich in meinem Beitrag nicht noch länger über nicht funktionierende Dinge beschweren und jetzt auf die schönen Aspekte des potentiellen Upgrades eingehen. Bei der alten Sockel 775 Plattform ist eine Aufrüstung im eigentlichen Sinne leider nicht mehr möglich. Somit müssen alle Kernkomponenten getauscht werden. Ich möchte trotzdem so viel wie möglich aus der Kiste mitnehmen. Das heißt, ich verwende die kleine 128 GB SSD weiter als Systemplatte. Der günstige LC-CC-120 CPU-Kühler hat mir bisher wirklich gute Dienste geleistet und darf natürlich auch mit. Als letztes bleiben dann noch die Arctic F12 Gehäuselüfter, die wiederverbaut werden sollen. Ich möchte mir mit Hilfe der Pimp-My-PC Aktion ein kleines und effizientes System zum Spielen aufbauen. Die in der Aktion angebotenen BeQuiet! Gehäuse werden oft im Forum empfohlen, sind mir mit 48+ Litern aber einfach zu groß (mein aktuelles Gehäuse hat 40 Liter). Zum Glück hat CoolerMaster dieses Jahr mit dem Q500l ein schickes ATX Gehäuse im Kleinformat auf den Markt gebracht, was ich sehr interessant finde. In dieses Gehäuse möchte ich mein System einbauen und plane die weiteren Komponenten also drum herum.
Der Ausrüstungspfad
RAM: Ballistix Sport LT 4× 8 GiB DDR4-3200 (8 Punkte)
Wie Ihr bestimmt bemerkt habt, bleibe ich einer Plattform einige Zeit treu. 32 GB Ram werden in absehbarer Zeit für einige Spiele benötigt und ich wäre damit gerne zukunftssicher aufgestellt.
SSD: Crucial BX500 960 GB (5 Punkte)
Lange Zeit habe ich über die P1 NVME SSD nachgedacht, da ich bei dem eh schon kleinen Gehäuse gerne Kabel gespart hätte. Da es nur ein Spielerechner wird, nutze ich jedoch den Geschwindigkeitsvorteil kaum. Außerdem steigt die benötigte Kapazität kommender, für mich interessanter, AAA Titel auf Größen, bei denen eine 500er Platte einfach sehr schnell voll wäre (Call of Duty Modern Warfare 175 GB, Red Debt Redemption 2 150+ GB...). Mit einer 128 GB OS Platte und einer 960 GB SSD habe ich da mehr Spielraum. Auf der anderen Seite ist mein PC immer aufgeräumt, so dass ich keine 2 TB Platte brauche. SSDs sind mir als Datengrab einfach noch zu schade.
Netzteil: Be Quiet Straight Power 11 850 Watt (7 Punkte)
Eines der ersten Dinge die man im PCGH Forum lernt. Spare nicht am Netzteil ! Ich bin wirklich froh, dass mein 12 Jahre altes Corsair NT noch hält, aber auf neue Hardware lasse ich das nicht los. Für das Straight Power habe ich mich wegen der besseren verbauten Technik und nicht aufgrund der Watt entschieden. Ich gehe davon aus, dass irgendwann mal auf ein 12 oder 16 Kerner aufgerüstet wird. Da hätte ich gerne ein NT über der Einsteigerklasse verbaut. Das Straight power hat zudem für eine konstantere Spannungsversorgung eine zusätzliche 4 Pin ATX Schiene, die ich auf dem x570 Board anschließen kann. Vollmodularität, bessere Effizienz, einen geringeren Stand-by Verbrauch und vor allem die längere Lebenszeit nehme ich gerne mit.
Lüfter-Set: 3 × Be Quiet Silent Wings 3 PWM (120 oder 140 mm) (3 Punkte)
Gegen den Dark Rock 4 CPU Kühler habe ich mich entschieden, weil das Case zu klein ist (Kühler bis 160mm) und ich einen für meine Zewecke ausreichenden Kühler besitze. Dafür nehme ich gerne 3 Silent Wings mit in das System. Ich gehe davon aus, dass ich mit den 3 Silent Wings und meinen Arctic Lüftern den Airflow in dem doch kleinen Gehäuse thermisch optimieren kann.
AMD-Mainboard: MSI MPG X570 Gaming Edge Wifi (10 Punkte)
Das Herzstück des Systems. Hier habe ich mich für die doch etwas zukunftssicherere Variante mit x570 Chipsatz entschieden. Ich gehe davon aus, dass ich die Plattform für etwas längere Zeit nutzen werde und auch meine CPU übertakten möchte. Zuerst werde ich eine Ryzen 5 3600 CPU einbauen, aber wer weiß was in Zukunft noch auf AM4 erscheinen wird (16+ Kerner)? Das x570 Board bietet dafür eine gute Spannungswandlerkühlung und eine solide Spannungsversorgung. Mit einem PCIe 4.0x16 Slot können dann auch die Grafikkarten schneller angebunden werden, was, soweit ich weiß, jetzt schon bis zu 10% Performance bringen kann. Sprich das Board ist für jemanden, der es lange benutzt, zukunftssicherer als z.B. ein b450 Tomahawk und bietet alle Anschlüsse die ich benötige.
Nvidia-Grafikkarte: MSI Geforce GTX 1660 Ti Gaming X 6G (16 Punkte)
Bei den Grafikkarten stand ja wirklich alles zur Auswahl, was das Gamerherz höher schlagen lässt. Ich habe für mich aber festgestellt, dass ich das nicht nutze und brauche. Ich werde aufgrund des geringen Abstands vom Bildschirm nicht auf einen 27"+ und somit WQHD oder UWQHD Monitor umsatteln. Dinge wie Raytracing sind nett wenn man es hat, für mich aber nicht relevant für die Auswahl. Was ich wollte, ist eine kleine und effiziente Karte mit der ich gut auf FullHD spielen kann. Die GTX 1660 Ti ist mit einer Länge von nur 247mm die kürzeste der angebotenen Karten und passt damit super in das Case. Mit 130 Watt TDP liegt die auch deutlich unter dem Verbrauch der stärkeren Karten. Bei mittleren bis hohen Einstellungen sind damit über 200 fps bei Fortnite in FullHD machbar. Mehr brauche ich wirklich nicht. Um die höheren fps auch spüren zu können, würde ich meinen Monitor tauschen und den, in eurer Kaufempfehlung genannten, AOC C24G1 kaufen.
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Gesamt: 49 Punkte von 55 (6 Punkte übrig)
Der Eigenanteil
Zur Realisierung des Projekts kaufe ich folgende Teile dazu:
- CoolerMaster Q500l
- Ryzen 5 3600 CPU
- AOC C24G1 Monitor
Die Zusammenfassung:
Ich möchte mit der Pimp-My-PC Aktion aus einem großen, lauten, alten und nicht mehr leistungsfähigen Rechner ein kleines, effizientes, aber leistungsfähiges System bauen. Dafür nehme ich möglichst viele Teile aus dem bestehenden System mit (SSD, CPU-Kühler, Gehäuselüfter) und ergänze die ausgewählten Teile aus der Aktion mit Neukäufen (Gehäuse, CPU, Monitor). Der Anwendungsbereich begrenzt sich bei mir aufs Spielen und Surfen. Ziel der Aufrüstung ist somit hauptsächlich die Ausweitung des Universums möglicher Spiele. Dort limitiert der aktuelle PC doch sehr. Besonders schön wäre die Aufrüstung dieses Jahr, da mit Call of Duty Modern Warfare und Red Debt Redemtion 2 zwei tolle Spiele erscheinen, mit denen ich die Grenzen des System direkt austesten könnte

Das schon etwas ältere Call of Duty 4: Modern Warfare war eines meiner Lieblingsspiele und das letzte von mir gespielte CoD. Ich hoffe die Neuauflage kann mich wieder so packen wie damals. Ich baue die Teile natürlich selber in das Case ein. Das geplante System setzt sich dann aus folgenden Komponenten zusammen:
OS: Win 10 64 Bit
Monitor: AOC C24G1
Gehäuse: CoolerMaster Q500l
Netzteil: Be Quiet Straight Power 11 850 Watt
AMD-Mainboard: MSI MPG X570 Gaming Edge Wifi
CPU: Ryzen 5 3600
RAM: Ballistix Sport LT 4× 8 GiB DDR4-3200
Grafikkarte: MSI Geforce GTX 1660 Ti Gaming X 6G
Speicher: 1*128GB SSD (System), 1*Crucial BX500 960 GB (Spiele etc), 1*HDD 500 GB (Archiv)
Gehäuselüfter: 3 × Be Quiet Silent Wings 3 PWM, 3*Arctic F12
Ich würde mich rießig über ein Upgrade freuen und verbleibe in alter MTV Manier mit einem "Please PCGH, Pimp-My-PC!"