PCI-E overclocking?

CaptainCHAOS

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Ich besitze das Asus P5W Dh Delux und hab jetzt eine 9800Gtx+ und vllt. bald ein GTX260... Und nun wollte ich die PCI-E Bustakt anheben da ich ja PCI-E 1.0 habe und nicht 2.0. Wie weit kann ich ihn ohne gefahr anheben und um wieviel lohnt es sich ihn anzuheben?
mfg CaptainCHAOS
 
ich hab auch mal ne frage dazu: Woran sehe ich ob der Takt angenommen wurde oder nicht. Bei meinem Mainboard habe ich einen pcietakt von 150mhz. Aber ich weiß nicht ob der überhaupt übernommen wurde, da ich nicht wirklich mehr performance spüre.
 
PCI-E OC ist sinnlos. Du wirst beim zocken keinen Unterschied merken. Dazu ist es auch noch gefährlich, weil vom PCI-E Takt werden auch Takte für andere Kontroller (z.B. S-ATA) im System abgeleitet. Diese vertragen meistens kein OC.
 
Stimmt, hatte auch mal ausprobiert 100MHz & 130-135MHz, im Bänschmaaark oder auch beim Spielen, 0 Leistungsplus, somit total fürn Ass...lohnt gar nicht.
 
Ein höherer PCIe Takt führt erst bei der Nutztung von mehreren Grafikkarten im SLI/Crossfire zu einer besseren Peformence.
 
Aber auch da nur marginal. Im Endeffekt ist das PCIe-Tuning nur eine Feinschliffmaßnahme, um die letzten Pünktchen bei Benchmarks abzustauben. Für Otto-Normal-Takter bringt das auf jeden Fall nichts.
 
Aber auch da nur marginal. Im Endeffekt ist das PCIe-Tuning nur eine Feinschliffmaßnahme, um die letzten Pünktchen bei Benchmarks abzustauben. Für Otto-Normal-Takter bringt das auf jeden Fall nichts.
Ein aktueller Test auf GTA 4: 512-MiByte-Grafikkarten richtig ausnutzen - GTA 4, VRAM, Videospeicher, 512mb, 512 MiB, commandline.txt zeigt, dass die Peformence manchmal mehr als nur marginal zunimmt:


Weil die Auslagerung der Daten in den Hauptspeicher den PCI-Express zum Flaschenhals macht, sind Sie gut beraten, wenn Sie den Hals dehnen. Unsere Benchmarks zeigen, dass die Framerate durch einer 20-prozentige Übertaktung des PCI-E teils überproportional steigt.
 
Ganz meine Meinung. Ich konnte beispielsweise die Performance eines 8800GT SLI Gespanns auf einem 680i Board um bis zu 15-20% durch einen höheren PCI-E Takt steigern.
Bei Einzelkarten ist der Unterscheid zwar nicht so groß aber dennoch existiert er zumindest bei Bandbreitenlimitierten Spielen/Benchmarks(z.B. COD4).
Kaputt geht dabei in der Regel eigentlich auch nichts, allerdings sind bei Intel Chipsätzen viele Onboard Komponenten mit an den PCI-E Takt gekoppelt, weshalb man meist nicht viel höher als 120Mhz kommt. Merkbar macht sich der zu hohe Takt dann indem SATA Laufwerke oder PCI Karten nicht mehr richtig erkannt werden.
 
Aber auch da nur marginal. Im Endeffekt ist das PCIe-Tuning nur eine Feinschliffmaßnahme, um die letzten Pünktchen bei Benchmarks abzustauben. Für Otto-Normal-Takter bringt das auf jeden Fall nichts.


Ich wollte meinen Beitrag grade in Bezug auf den letzten GTA 4 Performancetest revidieren, aber crooper hat das ja schon für mich gemacht.
Also in neuen Worten: Ja, in Einzelfällen kann's was bringen! :)
 
Hi an alle,

Ich will mal allg., etwas ausfürhlicher, was zu pci-e OC sagen. Weil, auch außerhalb dieses Forums, viele überhaupt nicht wissen, wozu pci-e da ist.


Wie schon gesagt, kann die pci-e bandbreite mit dem FSB, HT-Link, oder sonst was, der CPU verglichen werden. Das heißt, die pci-e bandbreite ist für die Kommunikation des angeschlossenen Geräts mit der Peripherie zuständig. Die pci-e Bandbreite ist der Tunnel, in den die Fragen, Antworten und Daten passen müssen. Dabei ist der Unterschied, wie es ihn früher zwischen AGP und PCI gab, weggefallen. Die heutigen angeschlossenen pci-e Geräte unterscheiden sich nur noch in der Anbindung zum pci-e Controller in Form von pci-e 1*, 2*, 4*, 8*, 16* (Anzahl der Lanes). In Bezug zu Overclocking ist die höchste Stufe der pci-e Anbindung, 16*, ausschlaggebend, denn diese Schnittstelle ist ja grundsatzlich für Grakas vorgesehen. Angesichts der Tatsache, dass die Spielegrafikwelt von Heute riesige Datenberge zur Verfügung stellt, die angefragt, abgearbeitet und beantwortet werden müssen, ist es selbstverständlich verständlich, dass die Grakas die höchste pci-e Schnittstelle zugewiesen bekommen.


Und hier liegt der Punkt, den viele nicht verstehen, denn die Leistung der Graka ist in erster Linie nicht von der Bandbreitenleistung des pci-e abhängig. Die Graka verarbeitet die Daten für sich und gibt uns das Bild aus, der pci-e bus stellt die Daten zur Verfügung und nimmt Anfragen und Antworten entgegen. Die pci-e Anbindung ist also immer dann gefragt, wenn die Graka mit der Peripherie, also sonst mit dem System, kommuniziert.
Und damit dies nie zum Flaschenhals werden sollte, sind die Grakas den pci-e Schnittstellen zugewiesen worden, die, auch von der pci-e Taktfrequenz abhängig, über die größte Bandbreite verfügen. Welche nicht mal von der heutigen Top-single-GPU-Graka, übertaktete 285 GTX, ausgeschöpft wird.


Bis hierher mein Fazit: wer nur eine Graka besitzt, die über viel Leistung verfügt und nicht sehr auf die Kommunikation mit der Peripherie angewiesen ist, der brauch sich mittelfristig über Bandbreitenprobleme mal überhaupt keine Sorgen mach und wenn man sein Board fünf mal zerschießt, Vantage, Crysis und Co. werden dadurch kaum schneller.

Lustig, aber ich bin noch lang nicht fertig, denn es gibt schon Möglichkeiten, wo die pci-e bandbreite extrem ausgereizt, bzw. überfordert werden kann.
Und in solchen Fällen ist die Vergrößerung der pci-e bandbreite teilweise ein unglaublicher Leistungszuwachs.
Die Graka muss aktiv mit der Peripherie arbeiten, um pci-e zu belasten.


1. Beispiel:
Eine Graka, die über wenig eigenen Arbeitsspeicher(VRam) verfügt, ist auf den lokalen Arbeitspeicher angewiesen. Die Graka greift also nicht nur auf die Daten aus dem eigenen VRam zu, sondern bedient sich dem DDRxRam. Hier könnte die pci-e Bandbreite zum limitierenden Faktor werden.
In der Praxis bewährt es sich, den pci-e Takt zu erhöhen, um mehr Bandbreite zu haben, damit mehr 3d-Leistung zur verfügung steht. So lief bei mir eine übertaktete 8800GTS mit 320 MB VRam nochmal 20% schneller (Crysis Q., 1280*1024, mit MSAA und AF: statt 6 fps sogar 9,respektive 50% Leistungszuwachs), als ich den pci-e Takt auf 130Mhz setzte (natürlich auf Stabilität ausgelegt).
150 Mhz waren zwar noch lauffähig und auch schneller, aber nur bis mein System sich aufgehangen hatte, weil die Soundkarte ausgestiegen war. Aber, nichts kaputt!


2. Beispiel:
Der wesentlich interessantere Erfolg durch pci-e Overclocking verzeichnet man meiner Meinung nach, wenn man ein Sli-Sytem benutzt. Bei einem Sli-System erhofft man sich durch die Zusammenarbeit zweier Grafikkarten, oder mehr, eine definitiv höhere 3d-Leistung. Objektiv auch meist gegeben, aber gerade wenn die angeforderte Leistung zu anspruchsvoll wird, ist die Leistung subjektiv für’n Arsch (Mikroruckeln). Und dafür ist die Tatsache verantwortlich, dass die Grakas sich peripher betrachten und ihre Zusammenarbeit über den pci-e bus ausführen, synchronisieren oder sonst was. Und hier wird extrem davon profitiert, wenn mehr Bandbreite zur Verfügung steht.

Mein neues System, auch ältere Hardware dabei, aber gut; 2 mal übertaktete 8800Gtx, 590er Sli Chipsatz, Phenom II @ 3,5 Ghz, 8 Gb Ram, rendert so mit einem pci-e Takt von 100Mhz Crysis, HQ, 1280*1024, Dx10 und 8*SSAA/16*AF, mit 21 Fps durchschnittlich (ich hab kein Mikroruckeln, da ich mit dem FPS Harmonizer spiele); lässt sich nicht wirklich gut spielen.
Zumal ist die Performance gegenüber nur einer Graka enttäuschend gering gestiegen ist (Solobetrieb 18,5 Fps durchschnittlich bei den o.g. Einstellungen).

Da ich mir dem grundlegenden Prinzip bewusst bin, hab ich nun den pci-e Takt erstmal auf 120 Mhz angehoben.
Und siehe da, gegen die meisten Forenbeiträge, hat sich das pci-e overclocking sichtbar in der Performance ausgewirkt.
Crysis wie gehabt, läuft jetzt durchschnittlich mit 28 Fps, Minimalwerte gehen nicht mehr unter 20 Fps. Auch Vantage wurde durch die höhere pci-e Bandbreite beschleunigt, nämlich anstatt 16500 Punkte waren es jetzt bereits 17900 Punkte bei mir. Und das, weil jetzt mehr pci-e Bandbreite zur Verfügung steht, um die Leistungen der Grakas zu synchronisieren.

Ich hab noch einen draufgesetzt und den höchsten stabilen pci-e Takt ausgelotet. Bei 145Mhz pci-e Takt lief zwar noch alles stabil, aber aus Respekt und dauerhafte Funktionstüchtigkeit meiner pci-e Peripheriegeräte lass ich den Takt bei 133 Mhz im Alltag laufen.
Die Resultate meiner Beispiele bei diesen Einstellungen: Crysis wie gehabt läuft mit 35 Fps durchschnittlich, 26 Fps Minimum, Vantage läuft mit 19100 Punkten.

Mein endgültiges Fazit: Pci-e Overclocking macht schon Sinn. Es kommt nur drauf an unter welchen Umständen. Wenn man nur eine leistungsstarke Graka besitzt wird man kaum was rausholen können, wenn die Schnittstelle der Graka über 16 Lanes verfügt. Anders siehts schon aus, wenn die Graka zwar leistungsstark ist, aber nur über geringen VRam verfügt, dann muss hier viel mehr mit dem System interagiert werden, weshalb die trotzdem hohe pci-e Bandbreite zu einem limitierenden Faktor werden kann. Am meisten profitiert man von pci-e Overclocking, wenn man über ein Sli-System verfügt. Der benötigte Datendurchsatz für die Kommunikation und Synchronisierung mehrerer eingesetzter Grakas kann derart ansteigen, dass es mit der exorbital zur Verfügung stehenden Bandbreite schnell zu Ende gehen kann. Hier lohnt sich eine Übertaktung auf jeden Fall, wenn die Grundleistung der eingesetzten Grakas nicht zu gering ist. Hinzukommt, dass bei vielen Mainboards die Bandbreite sogar halbiert wird, wenn mehrere Grakas zum Einsatz kommen; nämlich laufen die dann nur noch mit pci-e 8 Lanes. Und hier muss man Abhilfe schaffen, weil man sich das Geld sonst wirklich sparen könnte.
In meinem Fall konnte ich die Performance mit einer pci-e Takterhöhung von 33% (133Mhz) um insgesamt 15 – 20% erhöhen, in einzelnen Spielen sogar um das doppelte (Crysis spricht für sich; 18,5 Fps Solo, 21 mit Sli unoptimiert, 35 Fps mit Sli optimiert; also ich find, das ist, was Sli bringen sollte).
Nun viel Spaß beim probieren und richtigen und sinnvollen übertakten.

P.S.: Meine Einstellungswerte sind auf keinen Fall Richtwerte. Die Übertaktbarkeit, insbesondere der pci-e Takt, an dem nämlich ALLE pci-e Geräte hängen, ist sehr von der eingesetzten Hardware abhängig. Ich bin in der Hinsicht Enthusiast und habe viel Geld in zuverlässige und leistungsstarke Komponenten gesteckt. Regulär steigen pci-e Peripheriegeräte schon bei einem Takt von 120Mhz aus. Darüber können die Komponenten sogar ernsthafte Schäden nehmen.
 
Na ausführlicher geht es ja kaum noch.
Dass andere Komponenten Schäden nehmen, ist mir neu, aber frag mal PCGH_Olliver, der kennt sich bestens damit aus.
Du kannst ja mal probieren und den Takt auf 110 stellen, danach mit 3D-Mark testen ob es was bringt. Bei ca. 120MHz steigen dann als erstes die SATA-Controller aus, d.h. HD und DVD werden nicht mehr erkannt. Wenn du alles über IDE angeschlossen hast, solltest du noch höher kommen.
 
Also ich habe festgestellt das, wenn die CPU der limitierende Faktor ist, eine Erhöhung des PCIe Taktes zusätzliche Leistung bringt und da mein E8400 mal wieder zulangsam ist für meine GTX280 bringt mir die Erhöung einiges. Das war bei meinem AMD Athlon 64 X2 und meiner 8800GTX genau das gleiche.
 
@ ==*...
Superbeitrag, sowas hilft 'nem OC-Noob wie mir, der auch wissen will was er eigentlich macht, wirklich weiter.

Bei mir steigt schon bei 110MHz die Soundkarte, Xfi Gamer, nach ein paar Minuten aus. Die 10 MHz haben erwartungsgemäß nichts gebracht.
 
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