Du weißt ja sicherlich, das i915/925X(E) nicht mehrporzessorfähig waren und entsprechend nur die Single P4s unterstützten.
Das hat aber nichts mit Änderungen am Sockel zu tun. (wie z.B. i865 Boards beweisen)
Du weißt sicherlich auch, das es beim Core2 eine größere (völlig unnötige) Änderung am Sockel gab, die dazu führte, das die Core2 Prozessoren nicht auf bestehende Boards einsetzbar waren...
Du kennst Dieter Nuhr?
Der aktuelle So775 unterscheidet sich in keiner weise von dem vor 4,5 Jahren. Die Core2 haben aber eine deutlich geänderte Spannungsversorgung, u.a. um effizientere Stromsparmechanismen zu ermäglichen.
Der i5 wird wahrscheinlich auf dem Sockel 1156 basieren.

1160, 1066, 1154, 1159 und jetzt 1156 - ich bin echt gespannt, wieviele Pins das Ding letztendlich haben wird und wie es heißt

(muss ja nicht mal das gleiche sein - siehe So479 CPUs mit 478 Pins)
dass die Sockelwechsel bei AMD einzig dem integrierten Memorycontroller geschuldet waren?
Was ist denn der gigantische Unterschied im Memorycontroller zwischen So939 und 940 CPUs, der einen Wechsel erforderlich machte? ECC?

Und So940 CPUs ließen sich auch mit nur einem Speichermodul betrieben, es wäre also technisch problemlos möglich gewesen, So"754" CPUs (die auch die gleichen Abmessungen hatten und mit Ausnahme des fehlenden zweiten Speichercontrollers =ungenutzte Pins identisch waren) darin zu betreiben.
Aber man hat 3 unterschiedliche Sockel draus gemacht...
Und DDR2 und DDR3 haben auch die gleiche Anzahl an Signalleitungen, da muss man nicht den Sockel für ändern, maximal bräuchte man 1-2 Codierungspin, die die maximale von der CPU verkraftete Speicherspannung an das Mainboard meldet.
Aber ansonsten wäre es technisch möglich, alle bisherigen AMD64 CPUs in ein und demselben 940 Pin-Package zu fertigen und ich wär mir sicher, z.B. Asrock würde auch entsprechende Boards mit DDR1&2 bzw. DDR2&3 (vielleicht sogar 1/2/3) Slots rausbringen, die sie alle aufnehmen könnten. (Speicher müsste man zwar ggf. immer noch anpassen, da AMD es ja nie geschafft hat, einen kombinierten DDR1/2 Controller auf den Markt zu bringen, aber immerhin bleibt das Mainboard)
Stattdessen gibt es 5 verschiedene Sockel für diese Plattform, einen davon sogar in 3 Ausbaustufen.
Ich persönlich hab so ein bißchen den Eindruck, dass die Hersteller es dem Nutzer nur dann bequem machen, wenn sie unter Druck stehen:
Als Intel vor dem Athlon ein quasi-Marktmonopol hatte, gabs kurz nen Sockel5, dann einigermaßen lang nen Sockel7 und dann in schneller Folge Slot1 und So370. Letzterer musste sich gegen den K7 ne zeitlang wehren, aber dann fühlte man sich mit dem P4 sicher und wechselte So423 ganz schnell gegen 478 aus, der seinerzeit auch nicht sehr alt wurde, bis der So775 kam.
Zu dem Zeitpunkt war es dann auch bis in die Intel Vorstandsetage durchgedrungen, dass AMD auf einmal auf ganzer Linie konkurrenzfähig ist und mit außnahme der beschnittenen Einführungs-i915/925 gab es dann auf einmal jahrelang keine großartigen Kompatibilitätsgrenzen mehr, man brachte sogar selbst zu Pentium D Zeiten ein Core2 kompatibles Board raus, duldete es, dass Hersteller den eigentlich 2004 abgesetzten i865 sogar noch 2007 für den Core2 nutzten, ließ die Hersteller alte (PATA taugliche) Southbridges mit neueren Northbridges kreuzen,....
Bei AMD siehts ähnlich aus:
- kaum Konkurrenzfähig, jahrelang den Sockel7 weiter getragen
- K7: konkurrenzfähig, Slot A Unterstützung schnell wieder eingestellt. Erste Sockel A Mainboards auch extrem schnell durch inkompatiblen AthlonXP veraltet.
- Gegen P4 zwar bei Gamern gut aufgestellt, insgesamt aber eher in der Angreiferrolle. Sockel A wird über sehr lange Zeit beibehalten und mehrfach aufgebohrt
- Mit K8 wieder ganz vorne mit dabei, von aufbohren keine Spur. Extra Sockel für frühen Desktopmarkt, extra für High-End. Neuer Sockel als Einstiegsleistung n bissl gesteigert werden soll. Neuer Sockel für neues Speicherinterface - auch im Serverbereich. Da natürlich ein anderer neuer Sockel für einen anderen alten, obwohl die Chips technisch sehr ähnlich sind und bislang auch keine zusätzlichen Pins benötigt wurden.
- mitlerweile hat man massive Probleme, gegen Intels Core2 anzutreten und siehe da: Auf wundersame Weise kann man die Leistung des aktuellen Sockels um ein vielfaches steigern, andere Speicherarten verwenden,... - und das alles ohne die kleinste Änderung vornehmen zu müssen.
Das riecht nach Marketingsystem, nicht nach technischen Notwendigkeiten.
Mein Tipp: Wenn Intel tatsächlich einen FSB-Ableger des Nehalems in der Tasche hat (wie auf frühen Folien zu sehen), dann erscheint der nur dann, wenn der Phenom II gut wird - und er erscheint für So775, nicht einen msysteriösen 8irgendwas.
Das gleiche wird auch bei Intel passieren. Am besten sieht man es doch jetzt schon! LGA1366 und LGA1156(?). I7 und i5 sind nicht sockelkompatibel.
Technisch aber auch nicht im geringsten - da macht es ausnahmsweise mal keinen Unterschied, ob man die physische Fassung anders aussieht, die Chipsätze wären eh nicht kompatibel.
Ob letzteres unbedingt sein muss, ist dagegen ein ganz anderes Thema...
@topic
Ich habe im Hinterkopf, dass beim i5 irgendwas aus der CPU wieder auf die NB wandern soll im Vergleich zum i7. Ich denke aber mal, dass der Speichercontroller bleibt, oder?
Das genaue Genteil ist der Fall.
Beim i5 wandert mit dem PCI-E Interface auch der letzte Teil der Northbridge in die CPU, erstere wird komplett abgeschafft.
Aber um mal zum eigentlichen Artikel zurückzukommen:
Bin ich der einzige, dem es merkwürdig vorkommt, dass
- ein Dual-Channel-Tester zufällig mit einem Päärchen von je 1x2Gb und 1x1Gb rumläuft?
- eine in die CPU intergrierte Northbridge mit 20/22teln des CPU-Taktes, 20/21teln des Speichertaktes und 20/25tel des PCI-E Taktes (und vermutlich einen weiteren krummen, relativ knappen Teiler zum DMI Takt)?
- CPU-Z in einem BUS-freien System einen 133 MHz schnellen Bus findet, was zu keiner der oben genannten Taktfrequenzen passt?
Ich trau diesen Werten kein bißchen...