AW: PCGH.de: EA antwortet auf 'Schweinefirma'-Vorwürfe
Der alte Sermon der ewig gestrigen Untergangspropheten. Polemisch, nur die eigene "Partei" eingeladen und dann teilweise noch unsauber gearbeitet.
Meine Meinung zu der ganzen Sache ist recht simpel:
1. Egoshooter gehören nicht in Kinderhände. Selbes gilt für jegliche Filme die keine Alterfreigabe haben. Sich mit dem Argument mangelnder Medienkompetenz herauszureden zu wollen ist erbärmlich. Wer Kinder bekommt, der hat auch für deren Erziehung zu sorgen und dazu gehört eben auch, sich mit ihnen zu beschäftigen und sie nicht vor die Glotze oder den PC abzuschieben.
Nen eigener Fernseher hat im Kinderzimmer nix zu suchen, selbes gilt auf für den PC. Wieso muß nen 12-Jähriger seine eigene Kiste im Zimmer stehen haben? Besonders wenn die Eltern weniger von der Technik verstehen, als der Sprößling.
2. Das bedeutet im Gegenzug aber nun nicht, daß PC-Spieler per se verdammungswürdig sind oder zu erhöhtem Gewaltpotential führen. Bzw. sind bisher die meisten Studien entweder nicht auf hinreichende Langzeituntersuchungen ausgelegt gewesen, oder die PC-Spiele und ihre Ausswirkungen konnten nicht sauber von anderen Faktoren getrennt werden. Wenn nen Kind in ner asozialen Familie aufwächst, die Eltern sich nicht um das Kind kümmern (oder gar verkloppen), dann würde ich dessen Gewaltausbrüche in der Schule sicher nicht auf die Spiele seines großen Bruders schieben...
So oder so gehen die meisten Studien mMn eh am Ziel vorbei, denn wenn ich davon ausgehe das Kinder eh keine Gewaltspiele spielen sollten, dann wäre höchstens interessant welche Folgen ein nicht ausufernder Konsum von Spielen auf Erwachsene hat.
Alkohol ist für Kinder auch schädlich, wird deswegen nicht an sie verkauft und das war es damit. Ist für Erwachsene ab ner gewissen Menge zwar auch so, aber "zuviel" ist eben bei vielen Sachen schädlich.
3. Unsere Herren und Damen Politiker könnten lieber mal mehr Geld in Bildung und Kinder/Jugendfreizeitangebote stecken. In Zeiten einer Leistungsgesellschaft mit desolaten Schulsystem und in der Regel sehr kinderunfreundlichen Stadtgestaltung darf man sich doch nicht wundern, wenn unbeaufsichtigte und teilweise über ihre Schulform schon abgeschobene Kinder sich vor die Kiste setzen.
Über den Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen und deren "Umsetzung" will ich mal gar nicht reden.
Aber hauptsache die Quote zählt, egal ob beim Testbild, der Nachmittagsschmonzette (schreibt man das so?) oder der nächsten Landtags/Bundestagswahl.
@Ramey: Jo und laut Golem ist diese Dame seine Schwester... noch Fragen?^^