AW: PC-Reperatur: Zahlt die Versicherung, wird es richtig teuer
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Wenn ich eine kurze Reparatur selber mit Fehlerbeschreibung des Kunden ausgeführt habe, ist mir der Zahler immer völlig Rille gewesen.
Die Praxis ist nun mal etwas komplizierter gestrickt, wie sich die Herren Theoretiker das so vorstellen.
In vielen Werkstätten gibt es vorgeschriebene Pauschalen, wie schon erwähnt.
Das kann der Servicetechniker gar nicht beeinflussen.
Beim Handy verlangen fast alle Firmen grundsätzlich 50.- EUR für einen Kostenvoranschlag.
Ebenso bei den Laptopservicefirmen.
Auch in Österreich.
Der wird zwar bei Reparatur mit angerechnet, ist aber grundsätzlicher Bestandteil der Rechnung und muß IMMER bei Zustimmung des Kunden bezahlt werden.
Er hat ja auch einen Grund: die Fehlerlokalisierung.
Denke schon.
Alleine das Öffnen mancher Notebooks kostet eine Stunde Arbeitszeit, da ja die Hersteller immer mehr zum klappenlosen Boden übergehen.
Da wird schon mal die Klappe für dem RAM oder die Festplatte weggelassen.
Dann heißt es: komplette Demontage der Rückseite.
Das kann schon mal mit 25 Schrauben zusammenhängen .
Nun darf man noch 30 Schnappnasen öffenen ohne eine abzubrechen.
Dann Speicher wechseln, testen und Montage.
Das darfst Du gern mal testen.
Ja, das geht ja auch in 5min bei ausgewuchteten Reifen (worauf ich mich nicht verlassen würde).
Aber laß Dir mal ein Steuergerät tauschen, welches hinter dem Motorblock (ja, gibt es) sitzt.
Da ist nicht viel mit 300 EUR, da ist der Krempel noch nicht mal demontiert.
Da ich das nicht selber kann, macht das ein Fachmann für mich.
Der muß viel wissen und das bezahle ich dann auch.
Und da eben nicht jeder das Fachwissen eines EDV-Ing., Technikers hat, kann er ruhig die fehlerfreie Reparatur und die lange Ausbildung bis dahin bezahlen.
Ab deiner zweiten Zeile, stimme ich dir zu.
Ab "Denke schon", eher nicht.
Wenn ein Fachmann sich mit dem Modell auskennt, dauert auch der Austausch eines Steuergerätes gerade mal 15 Minuten.
Die pauschalisierten Arbeitsschritte, wie z.B. das öffnen der Motorhaube, je nach Modell, sind teils richtige Mehrkostenverursacher.
Da ist der größte Aufwand, die untere Motorschutzabdeckung zu entfernen, üblicherweise max. 6 Schrauben, um von unten an das hinter dem "Motorblock" installierte Steuergerät zu gelangen.
Das betrifft jedoch nur einige wenige Automodelle, da die meisten das oberhalb im Motorraum, oder im noch oberen Bereich der Spritzschutzwand, montiert haben.
Sehr oft befinden sich die besagten Geräte schon im Bereich des Fahrzeuginnenraums/Fahrgastraum, was teils noch mehr Aufwand bedeutet, weil hier mehr zu Demontieren ist und für einen Laien sehr schwer zu lokalisieren.
Oft hilft dabei das Internet-Orakel, aber beim Handanlegen, ist der Laie allein und aller meistens braucht's dann auch noch einiges spezielles Werkzeug.
Im Bereich der Notebooks, ist das ganze gleich zusetzen.
Hier ist der Trend, die komplette Rückseite zu entfernen, sogar von Vorteil, weil der Fachmann hier schon sich einen recht vernünftigen Überblick über andere Bereiche verschaffen kann.
Ich finde persönlich diesen Trend recht vernünftig.
Für diese Art des Notebook-Öffnen, brauche selbst ich als sogenannter Fachlaie gerade mal 10 Minuten, sofern man auch weiß, was man tut.
25 Schrauben habe ich aber noch nie bei den mir unter die Finger gekommenen Modellen gehabt, eher etwa zwischen 12-16, um die komplette Rückseite zu entfernen.
Anders sieht es da schon bei Reparatur/Austausch zur Hauptplatine aus, da hier alle erdenklichen Schrauben gelöst werden müßen, oft auch noch zusätzlich extra unter der Tastatur (auch oft so bei den Modellen, mit komplett fehlenden Wartungsklappen, was eigentlich nur verhindern soll, das man es nicht selbst macht), da sind es schnell auch mal bis zu 40 Schrauben.
Aber trotzdem, sollte der Fachmann versiert genug sein, um hier grundsätzlich zügig, vor allem bei so einer recht eindeutigen Fehlermeldung, die Arbeit zu erledigen.
Arbeitspeicherpreise können bei einigen älteren Modellen, schnell zur Kostenfalle avancieren, da je Älter, die auch exorbitant teurer werden.
Bei neueren Generationen, siehts da schon wesentlich günstiger aus!
Wer sich mit dem Thema "Wertgarantie" auseinandersetzt, erlebt da auch so einige "nette" Überraschungen, gerade was das "Abzocken" betrifft.
Da ist es jedoch ein Hand in Hand mit dem Versicherer, sowie der beauftragten Reparaturfirma und die werden sich gegenseitig kein Auge aushacken!