PC friert ein - Speicher?

IUnknown

Schraubenverwechsler(in)
Moin moin!

Ich habe mir vor ein paar Tagen einen neuen Rechner zusammengebaut:

Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64bit
Netzteil: 600W Enermax Platimax
Mainboard: ASRock B150M Pro4
RAM: 16GB (2x 8192MB) G.Skill Ripjaws DDR4-2400 DIMM CL15-15-15-35
CPU: I7-6700 (3.4Ghz)
GPU: AMD R9 Nano 4GB
Festplatte: 1TB HDD + 240GB SSD
Nicht übertaktet

Die Teile sind alle neu und beim Einbau bin ich auch vorsichtig gewesen.

Das Problem: Der Rechner friert bei vielen Spielen ein. Das ganze sieht dann so aus:
artefakte.JPG
Dazu bleibt auch der Sound in einer Schleife hängen. Das passiert aber oft erst nach ~30 Minuten. Ich kann in der Zeit
ohne Probleme spielen, auch Benchmarks funktionieren problemlos.

Zuerst hab ich die Fehler auf die Grafikkarte geschoben, daher alles aktualisiert (Windows, Grafiktreiber, Chipsatz) was jedoch
nichts verändert hat. Testweise habe ich auch mal die IGPU aktiviert und einen zweiten Bildschirm angeschlossen, was funktioniert,
aber keinerlei Änderung auf das Problem hat. Der Bildschirminhalt des zweiten Monitors wird jedoch beim einfrieren nicht
verwürfelt, somit konnte ich z.b. GPU-Z im Moment des crashes beobachten, GPU-Temperatur war bei 55°C und die Spannung
absolut stabil.

Da die GPU ansonsten problemlos lief, habe ich mal mittels memtest86+ den RAM überprüft. Eingebaut sind die beiden Riegel
in Slot 2 und 4 und laufen im Dual-Channel-Modus. memtest startet standardmäßig singlethreaded, nach 9 Stunden hat es keinen
einzigen Fehler gefunden:
noerror.JPG
Als nächstes habe ich memtest multithreaded laufen lassen. Nach ca 4 Stunden hat es einige Fehler gefunden:
error1.JPG
Zusammenfassung:
summary.JPG

Also habe ich verschiedene Konfigurationen des Speichers getestet. Um den Fehler schneller finden zu können, habe ich bei
memtest nur das erste MB getestet, in dem die Fehler beim ersten Durchlauf auftraten.

Ergebnis: weder ein vertauschen der Riegel, noch ändern des Slots von 2+4 auf 1+3 ändert etwas am Ergebnis. Habe auch beide
Riegel einzeln getestet, in jeweils allen Slots. Sowohl die Fehleranzahl als auch der Speicherbereich der Fehler ist immer der
Selbe. Das kam mir etwas seltsam vor, dass beide Riegel gleichzeitig defekt sein sollen, wo sie doch neu sind, und sich auch bei
vertauschen der Speicherbereich nicht ändert. Da der Fehler in memtest nur gefunden wird wenn ich multithreaded laufe
(und auch dann nur, wenn in memtest die Kerne auf "parallel" gestellt sind, bei den anderen Modi findet er keine Fehler),
habe ich im UEFI mal testweise nur einen CPU-Kern aktiviert, sowie Hyperthreading ausgestellt, was jedoch alles nichts ändert.
(Zwischendurch kam auch mal statt eines freezes ein MEMORY_MANAGEMENT bluescreen, meistens jedoch freezes)

Da ich bei jeder der oben genannten Kombinationen immernoch booten und einige Zeit lang spielen konnte, habe ich versucht,
die Speicherblöcke mittels bcdedit (badmemorylist 0x14 - 0x32) zu sperren. Auch dies hat sich als nicht erfolgreich herausgestellt.

Ich habe auch mal testweise die Spannung der RAM-Module von 1.20V auf 1.25V angehoben, Resultat ist ebenfalls negativ.
Ich vermute stark dass es am Speicher liegt, weiß jedoch nicht an welcher Komponente (vllt auch NB ?).

Anbei noch CPU-Z:
cpu-z.png

Ich weiß langsam nicht mehr weiter :(
Habt ihr eine Idee, woran das liegt und wie ich weiter vorgehen sollte um den Fehler zu finden bzw zu beheben?

freundliche Grüße,
IUnknown
 
Zuletzt bearbeitet:
Der RAM Fehler könnte auch am Board liegen.

Mich wundert eher, das beim Freeze nur der Monitor an der Fury betroffen ist. Scheint ja doch irgendwie an der GPU, bzw. am VRAM zu liegen.
 
Die RAM Timings sehen für meinen "Geschmack" etwas seltsam (zu scharf) aus...
Bitte mal ein Ram Timings OC Profi drüberschauen :schief:

Ram: CL15-15-15-35
SPD: 15-15-15-35-50 (1200MHz XMP)
SPD: 19-15-15-35-50 (JEDEC 1066MHZ)

Aktuell eingestellt: 15-15-15-35- 278 (1066,5 MHz)
 
Der CPU-Kühler sitzt auch nicht zu fest? Oder ist zu schwer?

Zu fest angezogene Kühler sollen schon öfter dafür gesorgt haben, dass Pins den Kontakt verloren haben.
Und wenn der Kühler zu schwer ist: Skylake soll ja eine um 1/3tel verringerte Platinenstärke haben, die sich dann ebenfalls schneller verbiegen kann.
 
Ich habe mal stückweise das RAM-timing entspannt. Stückweise gesenkt bis hin auf 19-15-15-35 330, auch hier keine Besserung.

Auch mal testweise die Grafikkarte aus dem alten Rechner (ati radeon hd5850) eingebaut, selbe Fehler (und selber Addressbereich) wie vorher. Booten hab ich aber noch nicht versucht, daher weiß ich nicht ob das den selben Bildschirminhalt ergibt.

Kühler ist eine Wasserkühlung, daher sehr leicht. Werde ich aber heute Nachmittag mal überprüfen, ebenso XMP.

Schonmal Danke für die Tıpps bisher :)
 
Du hast geschrieben: Als nächstes habe ich memtest multithreaded laufen lassen. Nach ca 4 Stunden hat es einige Fehler gefunden

Einige ?

Die beiden Bilder darunter sagen was anderes ! Bild 1 Pass 3 - Errors 64 - Bild 2 Zusammenfassung Pass 178 - Errors 2816 !

Neben Windows, Grafiktreiber, Chipsatz auch Mainboard Treiber aktualisiert ? Falls ja sieht es sehr nach Arbeitspeicher Defekt aus. Ergo neuen Ram zum testen anschaffen (kaufen, ausborgen) und testen. Falls der Fehler bestehen bleibt, kann man das Mainboard als verdächtigen in Betracht ziehen.
 
Dass es so viele Fehler sind, liegt daran, dass ich nurnoch das untere MB teste, wo die Fehler aufgetreten sind. In fast jedem Durchlauf findet er die selben 64 Fehler, daher ist die Summe natürlich ein Vielfaches davon. Auf diese Weise sehe ich schon innerhalb von Sekunden ob es funktioniert oder nicht (bei einem stabilen System müssten immer 0 Fehler kommen, egal wo und wie oft er sucht).

Die Fehler treten ja schon in memtest auf, unabghängig davon welches System mit welchen Treibern drauf ist. Es scheint also kein Softwareproblem zu sein.

Neuer RAM wäre natürlich noch eine Idee. Da der RAM neu ist habe ich noch Garantie drauf, kann ihn also zurückschicken.

Zu XMP habe ich keine eigene Option im UEFI gefunden, habe aber mal die Takte auf manuell gestellt, selber Fehler. Auch absenken hat nichts gebracht.
Die CPU habe ich nochmal ausgebaut und wieder eingebaut, dabei etwas dran gewackelt damit auch alle Pins Kontakt haben. Auch hier keinerlei Änderung.
 
Update:

Nach einiger Suche nach den genauen Addressen in memtest sowie den genauen Umständen bin ich auf diesen Thread gestoßen. In der Vermutung es könnte doch am Mainboard liegen hab ich geguckt ob es eine neue Firmware gibt. Das Board lief mit Version 1.10, habe es auf 1.60 upgedated und getestet. In memtest kommen die exakt selben
Fehler wie zuvor, allerdings stürzt der Rechner im Betrieb nicht ab. Nach nun mehreren Stunden Betrieb unter Spielen und Benchmarks wird der Rechner mit hoher Wahrscheinlichkeit Stabil sein.

Es lag also an der alten Firmware. Die memtest Fehler waren also Falschmeldungen. Ich werde das ganze noch ein paar Stunden beobachten, sollte nichts passieren kann das Thema geschlossen werden.

Ich danke hiermit allen die sich die Zeit genommen haben das Problem anzugucken :)
 
Update:

Nach einiger Suche nach den genauen Addressen in memtest sowie den genauen Umständen bin ich auf diesen Thread gestoßen. In der Vermutung es könnte doch am Mainboard liegen hab ich geguckt ob es eine neue Firmware gibt. Das Board lief mit Version 1.10, habe es auf 1.60 upgedated und getestet. In memtest kommen die exakt selben
Fehler wie zuvor, allerdings stürzt der Rechner im Betrieb nicht ab. Nach nun mehreren Stunden Betrieb unter Spielen und Benchmarks wird der Rechner mit hoher Wahrscheinlichkeit Stabil sein.

Es lag also an der alten Firmware. Die memtest Fehler waren also Falschmeldungen. Ich werde das ganze noch ein paar Stunden beobachten, sollte nichts passieren kann das Thema geschlossen werden.

Ich danke hiermit allen die sich die Zeit genommen haben das Problem anzugucken :)

Schön zu hören, das du deine Kiste endlich genießen kannst :daumen:
 
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