Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?!

marvin 92

Schraubenverwechsler(in)
Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?!

Sehr geehrte Community,


ich habe seit ein paar Tagen ein Problem mit meinem System und hoffe, dass mir einer
vielleicht den entscheidenden Hinweis geben kann.


Das System besteht aus dieses Komponenten:
- ASRock Z87 Extreme 4
- Intel Core i7 4770K
- 16GB Crucial Ballistix Tactical DDR3-1866
- MSI GeForce GTX 980 Ti Gaming 6G
- SSD Samsung 850 Evo 1TB
- be quiet! Pure Power L8 730W CM
- Windows 10 Pro x64


Das Problem kann ich wie folgt beschreiben:


Es fing damit an, dass das System ab und zu nicht zuverlässig startete und ich mir überlegt hatte,
dass ich mal die Übertaktung (4,2GHz) rausnehmen könnte, um zu testen, ob es damit besser wird.


Es wurde nicht besser und schnell kam ich auf das Netzteil als Problemverursacher und teste schnellstmöglich ein
neues, welches aber auch keine Besserung brachte. (Getestet habe ich mit dem be quiet! Straight Power 10 500W)


Danach überprüfte ich die Restlichen Komponenten mit der "Null-Methode" und auch dort fand ich nichts.
Ich stellte mir die Frage, ob die Festplatten vielleicht einen Defekt hatten oder ähnliches.


Als ich die eine HDD (ca. 8000x gestartet und 30.000+ Laufstunden) austauschte, war das Problem der Startschwierigkeiten
mit Anhieb verschwunden. Doch es kam ein neues, mir bis dahin unbekanntes Problem hervor.


Sobald ich im BIOS alle Einstellung auf Default stelle, dann bekomme ich in Windows nach max. 5min einen BlueScreen
mit der Nachricht "WHEA_UNCORRECTABLE_ERROR". Wenn ich das System aber mit meinem OC-Profil starte, dann
ist es stabil und läuft ohne Probleme.
(18 Std. Prime stable)


Da ich jetzt bereits diverse Dinge testen konnte (anderer RAM, andere GraKa, ohne GraKa, anderes NT, andere SSD) bin ich so
langsam mit meinen eigenen Vorschlägen am Ende.


Es bleibt theoretisch nur noch das Mainboard über, aber ist das möglich? Kann das Mainboard das Problem sein?


Ich würde mich über einige Ideen, Antworten oder Lösungsansätze freuen.


Vielen Dank
marvin
 
AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?! Hilfe!!!

Laut Suche bei Google ist das ein Problem mit der Spannung auf der CPU. Also würde ich mal bei den Default Settings gucken, wie viel Spannung eingestellt ist und eventuell per Offset bisschen anheben und gucken, ob es dann stabil läuft.
 
AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?! Hilfe!!!

Läuft jetzt das L8 oder das E10 im Rechner? Hast du Windows neuinstalliert? RAM mit Memtest86 überprüft? :google: schon gefragt?
Wenn ich mir das hier so durchlese, könnte es die CPU erwischt haben, im Sinne von, die C6/C7 States funktionieren nichtmehr ordnungsgemäß, oder taktet deine CPU bei oc in den idle Modus?
 
AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?! Hilfe!!!

Läuft jetzt das L8 oder das E10 im Rechner? Hast du Windows neuinstalliert? RAM mit Memtest86 überprüft? :google: schon gefragt?
Wenn ich mir das hier so durchlese, könnte es die CPU erwischt haben, im Sinne von, die C6/C7 States funktionieren nichtmehr ordnungsgemäß, oder taktet deine CPU bei oc in den idle Modus?

- Im Moment läuft das L8 im Rechner. Das E10 habe ich wieder eingepackt.
- Ich habe eine andere SSD angeschlossen und auf diese Windows neu installiert..hat nichts gebracht.
- Den Memtest86 habe ich nicht gemacht, aber ich habe anderen RAM geteset.
- Im Idle taktet sich die MHz der CPU runter auf 799,81MHz, die Spannung bleibt oben (Override halt)
 
AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?! Hilfe!!!

Dann pack am besten das E10 wieder aus als erstes :D
 
AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?! Hilfe!!!

Nein sind es nicht, für einen Gaming PC ist ein DC-DC Netzteil deutlich besser als ein Gruppenreguliertes Netzteil ;)
Edit: hier mal ein Text vom Treshold dazu

Ein gruppenreguliertes Netzteil bedeutet, dass die drei vorhandenen Spannungen im Netzteil (3,3V, 5V und 12V) gemeinsam erzeugt werden. Diese drei Spannungen sind also abhängig voneinander.
Belastest du nun eine Leitung sehr stark (heute meist nur 12V für GPU, da 5V nur für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich nicht mehr benötigt), sinkt die Spannung dieser ab, sodass statt 12V z.B. nur noch 11,6 vorhanden sind. 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX-Spezifikation, bei 11,4 Volt wird es aber schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5V-Leitung bis 5,5V oder gar 6V angehoben wird.
Dies kann nur ausgeglichen werden indem man die zu hohe Leitung stärker belastet. Dies ist aber nicht so einfach, da es kaum Komponenten im PC gibt, welche 5V benötigen. Eine SSD oder HDD schafft diese Belastung nicht.
Wenn in dem gruppenregulierten Netzteil noch eine billige Filterung und Glättung vorhanden ist (zu erkennen an den verbauten Kondensatoren), dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung.
Man kann die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, aber es ist möglich, sie so weit zu reduzieren, dass es keinen Einfluss auf die Hardware mehr hat.
Sobald die Restwelligkeit aber wieder ansteigt, hat sie ab einem gewissen Punkt wieder Einfluss auf die Hardware. Oft ist das der Grund, warum Festplatten ausfallen.
Bei guten Netzteilen mit entsprechenden Schutzschaltungen, schalten diese ab, sobald die Spannung auf einer Leitung unter einen gewissen Wert sinkt.
Wenn man zum Beispiel mit einem gruppenreguliertem 450 Watt-Netzteil (Beispiel be quiet System Power 7) eine Grafikkarte übertaktet, dann schaltet das Netzteil ab, obwohl die Leistung des Netzteiles ausreichen sollte. Das Netzteil schaltet ab, da wie Spannung der 12V-Leitung unter einen bestimmten Wert sinkt und die 5V-Leitung nicht ausreichend belastet wird.
Es gibt allerdings auch Netzteile, welche gar nicht abschalten und weiter Strom zuführen, auch wenn die 12V-Leitung schon unter 10V gefallen ist. Dies liegt dann an dem Fehlen der Schutzschaltungen.
Beispiele für diese Netzteile wären z.B. die Corsair RM-Serie und die Thermaltake Germany-Serie.
Das wird auch dann zum Problem, wenn man Netzteile hat, die sehr viel Leistung bringen, z.B. ein be quiet L8 mit 730 Watt. Dies suggeriert einem, dass es eigentlich genug Leistung für Multi-GPU haben sollte. Allerdings ist die Spannungsstabilität dabei so schlecht, dass man sie dafür nicht nutzen sollte.
Dann gibt es so genannte Indy-Netzteile. Bei denen werden, wie der Name schon erahnen lässt, die verschiedenen Spannungen unabhängig voneinander erzeugt. Dies passiert mit Hilfe eines DC-DC-Converter. Daher werden diese Netzteile auch DC-DC-Netzteile genannt. Der Vorteil dabei ist die Spannungsstabilität. Selbst wenn die 12V-Leitung sehr sehr stark belastet wird, hat dies keine Auswirkungen auf die 5V- und 3,3V-Leitung.
Dennoch sind Schutzschaltungen unumgänglich, denn bei einem Fehler wird sonst das Netzteil nicht abgeschaltet und es könnte zu Schäden an der Hardware kommen.

Es gibt aber auch Netzteile, welche so stake Kondensatoren haben, dass sie Problemlos mehr Leistung bewältigen können. Da wäre zum Beispiel ein be quiet P11 mit 550 Watt zu nennen, welches in der Lage ist, kurzfristig mehr als 700 Watt zur Verfügung zu stellen, ohne dass sich die Spannungsstabilität ändert. Das P11 wäre zum Beispiel sehr gut für ein Multi-GPU-System zu empfehlen.

Außerdem gibt es noch die Sache mit dem Peakwert. Aktuelle Grafikkarten (z.B. die 900er Serie von Nvidia) haben zum Teil stark schwankende Peakwerte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen maximaler Last und Idle hin- und herschalten. Grund dafür ist der Boost-Modus in den aktuellen Karten.
So kann es passieren, dass eine Karte mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 180 Watt einen Peak über 300 Watt hat. Dieser Unterschied wird bei übertakteten Karten noch größer.
Einen interessanten Test dazu gab es vor einiger Zeit bei Toms Hardware (als die 900er Serie von Nvidia auf den Markt kam), dort lag die durchschnittliche Leistungsaufnahme etwas unter 200 Watt, allerdings gab es Peaks bis 400 Watt.

Zusammengefasst:
Gruppenregulierte Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung (was heute, angesichts der 12V-Leitung der Normal fall ist) ein Problem mit der Spannungsstabilität. Dies führt im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils (wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind), im schlimmsten Falle aber zur Beschädigung der Hardware (falls Filterung und Glättung schlecht sind).
Indy-Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Hier ist allerdings der Nachteil, dass im Bereich der maximalen Leistung die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt. Dies ist oft auf schlechte Komponenten im Netzteil zurückzuführen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schutzschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, welches aber erst jenseits von 80 Ampere greift, denn schon bei weniger als 50 Ampere fangen die Leitungen an zu schmelzen.

Moderne Netzteile, wie das be quiet E10 oder auch das Antec Edge (es gibt natürlich noch weitere) haben keine Probleme mit den Peak Werten. Ihre Filterung kann dies problemlos abfangen.
Bei älteren oder gruppenregulierten Netzteilen kann es passieren, dass diese Peaks zu hoch sind und die Schutzschaltung greift (abfallende 12V-Leitung).
Dies ist gerne in älteren Netzteilen der Fall, denn Kondensatoren werden über die Zeit belastet und altern somit. Wenn ein Kondensator platzt, dann kann es zu Schäden kommen.
 
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AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?! Hilfe!!!

Statt einfach auf "default" im Bios zurückzusetzen, kann bei manchen boards sein das es erforderlich ist ein cmos reset durchzuführen um alle einstellungen der übertaktung wieder rauszubekommen. Hatte das zuletzt mit einem gigabyte board. Dort musste ich die Bios Batterie mehrere Minuten rausnehmen, bevor alles wieder auf "default" korrekt lief.
 
AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?! Hilfe!!!

Statt einfach auf "default" im Bios zurückzusetzen, kann bei manchen boards sein das es erforderlich ist ein cmos reset durchzuführen um alle einstellungen der übertaktung wieder rauszubekommen. Hatte das zuletzt mit einem gigabyte board. Dort musste ich die Bios Batterie mehrere Minuten rausnehmen, bevor alles wieder auf "default" korrekt lief.

Dann baue ich jetzt das bessere Netzteil ein und währenddessen nimm ich die Batterie nochmal raus!
 
AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?!

Bitte vergiss nicht das System während die Batterie raus ist zu entladen. D.h. Netzteil auf aus und den Powerbutton mehrere Sekunden drücken.
 
AW: Ohne Übertaktung läuft das System nicht mehr?!

Leider bleibt mir wohl nicht anderes über, als auf das neue Mainboard zu warten.
 
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