Das neuronale Netzwerk analysiert wohl mehrere Bilder aus dem Spiel, und gleicht sie eventuell mit realen Gegenständen ab. Das ganze passiert im Rechenzentrum. Wenn Du eine reale Tomate hast und feststellst, dass im Spiel auch Tomaten sind, und die häufig vorkommen, kannst Du ein Muster, wie die Ränder einer Tomate normalerweise aussehen, als Treiber liefern, sodass das AntiAliasing weiß, wo es schwarfe Kanten ziehen soll, jedenfalls habe ich das so in etwa verstanden. Dadurch ist es wohl möglich recht gute Ergebnisse mit vergleichsweise weniger Rechenleistung zu erreichen, als beispielsweise mit TXAA.
Problem ist halt, dass Du auf den Treiber von Nvidia angewiesen bist und somit wieder eine Stelle hast, wo sie Dir auch jederzeit den Support wegnehmen können - beispielsweise, wenn sie meinen, Du könntest vielleicht mal wieder aufrüsten. Ähnlich wie bei der GTX 970, die, wenn keine Treiberfixes mehr für neue Spiele kommen, wieder Daten in die langsamen 0,5GiB VRAM laden wird, wodurch eine Unspielbarkeit entsteht.
Dadurch habe ich jetzt auch den Glauben komplett verloren, jemals quelloffene Nvidia-Treiber auf Linux zu sehen, die leistungsstark sind, weil Nvidia diese Daten sicher nicht rausrücken würde. Das ist eine ihrer Zangen, mit denen sie die Leute im Griff halten können, wie Gameworks, das vermeintlich bessere G-Sync und dieses ganze Zeug...
Das ganz seltsame ist aber, dass die Spielefirmen da mitmachen. In vielen anderen Branchen würden die Mitglieder des Standardisierungsgremiums so eine Firma isolieren und tendenziell keine Geschäfte mehr mit ihr machen. Schließlich handelt es sich hierbei um eine komplett einseitige Sache: Die anderen Tragen zu einer Infrastruktur bei, die jeder nutzen kann, und Nvidia überlegt sich Techniken, die sie komplett unter Verschluss halten und abkassieren, während sie gleichzeitig die Beiträge anderer Firmen herauspicken, die ihnen nutzen.