Aber mal ne doofe Frage meinerseits....was hat denn Audio mit der Grafikkarte zu tun?
Nutze selbst ableton live und hatte früher einige Steinberg-VSTs etc. Integriert.
Und völlig wurscht, wie mir irgendwelche Tonspuren etc. angezeigt werden, meine Grafikkarte hatte damit nix zu tun....
Eher Prozessor und ssd's hatten bei mir mit Musikprozessen zu tun, wie z.B. Komprimierung/umwandeln, Aufzeichnungen etc...alles musiklastige halt.
Hab auch externe DAC.
Grundsätzlich stimmt es, dass klassische Audio‑Prozesse in der DAW hauptsächlich CPU‑lastig sind.
Aber: Moderne KI‑Funktionen nutzen sehr wohl die GPU – und das inzwischen ziemlich effektiv.
Ein Beispiel ist Steinbergs SpectraLayers Pro. Das Programm kann GPU‑Beschleunigung für rechenintensive Aufgaben wie Vokal‑/Instrument‑Separation, Denoising, Stem‑Extraktion oder Neuorganisation von Stems nutzen. Und weil SpectraLayers per ARA direkt in der DAW als Editor eingebunden werden kann, laufen diese GPU‑beschleunigten Funktionen auch unmittelbar im DAW‑Workflow auf Wave‑Spuren.
Die GPU ersetzt also nicht die CPU im normalen Mixing‑/DSP‑Betrieb, aber sie beschleunigt KI‑basierte Spezialaufgaben deutlich. Genau dafür wird sie in modernen Audio‑Setups zunehmend eingesetzt.“
Und wenn ein Zerlegen eines fertigen Songs in seine einzelnen Spuren mit der CPU 10 Minuten und mit GPU Unterstützung dann nur 5 Minuten dauert, das ist ja wohl ein signifikanter Unterschied, oder?!
Auch in Cubase 15 Pro gibt es solche KI-Funktionen, aber in abgespeckter Form. Auch in Studio One 7 Pro (jetzt Fender Studio Pro 8).
In Foto- und Videoprogrammen sind solche GPU-gestützten KI-Funktionen auch schon längere Zeit im Einsatz.
Das Rendering von Videos erfährt durch eine GPU auch eine deutliche Beschleunigung.
Ich werde also noch ein Ründchen warten, bis eine neue Grafikkarten Generation herauskommt, damit nicht nur Games, sondern auch solche KI Funktionen schnell ausgeführt werden. Für diese Applikation hat halt der Wechsel von RTX 4070 auf RTX 5070 TI leider nicht viel gebracht.
Eine andere interessante Feststellung ist, dass die RTX 4070 von Leistung und Energieverbrauch so was wie ein Sweetspot für mein Setup ist. Wegen Recording habe ich ein gedämmtes Fractal design Gehäuse und die Lüfter laufen nur auf 5 bzw. 7 Watt, damit der Rechner flüsterleise ist.
Mit der RTX 4070 wird die GPU selbst nur 70 °C warm und erzeugt insgesamt eine Hitze, die in einem solchen Silent Setup auch noch gut abtransportiert werden kann. Die RTX 5070 TI erzeugt doch deutlich mehr Abwärme. Da hätte ich vielleicht noch was mitigieren können, indem ich die Gehäuse-Lüfter auf 12V umstelle.
Aber mir war diese große Hitze zu kritisch, ich möchte mich auch noch trauen können, den Rechner unbeobachtet unter Last arbeiten zu lassen.
Aber wie zuvor erwähnt, nur 8 Sekunden weniger bei 300 Sekunden, das ist einfach ein zu geringer Leistungsgewinn für mich und ich möchte nicht, dass der Rechner sich innen zu sehr aufheizt. Das war der entscheidende Moment, wo ich dachte: Nee, dafür 850 € auf den Tisch legen, wo doch die RTX 4070 noch so gut performt und der Abstand so gering ist, das wäre Geldverschwendung.
Das bedeutet aber auch für mich neue Herausforderungen für den neuen Rechner. Ich hätte ja gerne mal sowas wie eine RTX 6080. Die Frage ist dann, neben Performance Aspekten (KI Berechnungen in Cubase/Nuendo), wie man die Wärme bei solch einer Karte möglichst zuverlässig und geräuschlos aus dem Gehäuse abtransportiert bekommt.
Ob da eine AIO Solution die Lösung brächte .. man müsste sich solche Rechner mal vor Ort irgendwo ansehen können.