NVidia - Aktuell verschickte NDA mit zweifelhaften Passagen

Eine NDA ist immer eine Verschwiegenheitserklärung.. steht sogar im Namen.
Worum es mir nur geht: Wenn man einen Vertrag bekommt, wo drin steht: "Der Unterzeichner erklärt sich zur Verschwiegenheit und überschreibt mir sein Haus." - Dann ist es halt nur ein Vertrag, der zwar auch eine Verschwiegenheitserklärung beinhaltet, aber eben noch mehr. Ob derjenige, der ihn erstellt hat, das ganze dann NDA nennt, spielt dabei nicht wirklich eine Rolle.

Und so in etwa ist es hier eben auch. Man erklärt quasi: "Ich schweige über die bereitgestellten Informationen, bis sie öffentlich sind..." (Verschwiegenheitserklärung) "... und benutze sie nur zu Gunsten von Nvidia" (eine andere Erklärung.)
Dass zum Beispiel ein Unternehmen mit seinen Zulieferern weitergehende Übereinkünfte trifft, ist ja klar. Die zwei stehen ja in einer direkten Geschäftsbeziehung.


Edit: Nochmal ein ganz extrem krasses Beispiel:
Nehmen wir mal an, Nvidia informiert PCGH heute darüber: "Unsere Turing-Karten sind langsamer als Navi". Dann stimmt mir wohl jeder zu, dass zu diesem Zeitpunkt diese Infos noch nicht öffentlich waren - kann ja keiner wissen. Das heißt, sie fallen unter das "NDA" und PCGH darf sie weder veröffentlichen, noch zu Nvidias Ungunsten nutzen.
Und nehmen wir an, Turing launcht am 20. Oktober. Sodass jeder benchen kann, und sehen kann, wie schnell die Karten sind. Dann sagen wir mal, AMD würde Navi im nächsten Juni launchen.

Was wäre jetzt, wenn PCGH im Juni 2019 schreiben möchte, dass Turing langsamer ist als Navi? - Nvidia hätte ihnen diese Infos unter dem NDA zukommen lassen und im Vertrag steht, dass sie sie nur zu Gunsten von Nvidia verwenden dürfen - davon, dass die Regel irgendwann während der Vertragslaufzeit verfällt, steht nichts drin.
Meiner Meinung nach wäre das Vertragsbruch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin ja selbst kritisch, aber das Beispiel ist zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Eine solche Info hat NVidia erstens ohne Industriespionage oder Leaks gar nicht und zweitens lässt sie sich durch einfache Benchmarks jederzeit selbst generieren, fällt danach also nicht mehr unter das NDA.
 
Worum es mir nur geht: Wenn man einen Vertrag bekommt, wo drin steht: "Der Unterzeichner erklärt sich zur Verschwiegenheit und überschreibt mir sein Haus." - Dann ist es halt nur ein Vertrag, der zwar auch eine Verschwiegenheitserklärung beinhaltet, aber eben noch mehr. Ob derjenige, der ihn erstellt hat, das ganze dann NDA nennt, spielt dabei nicht wirklich eine Rolle.

Und so in etwa ist es hier eben auch. Man erklärt quasi: "Ich schweige über die bereitgestellten Informationen, bis sie öffentlich sind..." (Verschwiegenheitserklärung) "... und benutze sie nur zu Gunsten von Nvidia" (eine andere Erklärung.)
Dass zum Beispiel ein Unternehmen mit seinen Zulieferern weitergehende Übereinkünfte trifft, ist ja klar. Die zwei stehen ja in einer direkten Geschäftsbeziehung.


Edit: Nochmal ein ganz extrem krasses Beispiel:
Nehmen wir mal an, Nvidia informiert PCGH heute darüber: "Unsere Turing-Karten sind langsamer als Navi". Dann stimmt mir wohl jeder zu, dass zu diesem Zeitpunkt diese Infos noch nicht öffentlich waren - kann ja keiner wissen. Das heißt, sie fallen unter das "NDA" und PCGH darf sie weder veröffentlichen, noch zu Nvidias Ungunsten nutzen.
Und nehmen wir an, Turing launcht am 20. Oktober. Sodass jeder benchen kann, und sehen kann, wie schnell die Karten sind. Dann sagen wir mal, AMD würde Navi im nächsten Juni launchen.

Was wäre jetzt, wenn PCGH im Juni 2019 schreiben möchte, dass Turing langsamer ist als Navi? - Nvidia hätte ihnen diese Infos unter dem NDA zukommen lassen und im Vertrag steht, dass sie sie nur zu Gunsten von Nvidia verwenden dürfen - davon, dass die Regel irgendwann während der Vertragslaufzeit verfällt, steht nichts drin.
Meiner Meinung nach wäre das Vertragsbruch.

Das denke ich nicht, solche Sachen werden meines Erachtens nicht von der NDA gedeckt. Technische Aspekte und Leistungsdaten sind ja für jeden nachvollziehbar, auch argumentativ könnte Nvidia da wenig gegen machen. Mit was für einer Argumentation sollten sie z.B. gegenüber PCGh da auftreten. So dämlich sind die nicht.

Man muss sich vor Augen halten dass da Profis am Werk sind, sowohl im Bezug auf PR, wie auch in Bezug auf Recht.
 
Ich bin ja selbst kritisch, aber das Beispiel ist zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Eine solche Info hat NVidia erstens ohne Industriespionage oder Leaks gar nicht
Naja, wenn Turing bald kommt, kann es nur ein verbessertes 14/16nm-Verfahren sein (12nm oder wie sie das nennen wollen) und da Navi höchstwahrscheinlich in 7nm kommt, sollte man mit einfachem 1 und 1 zusammenzählen zu dem Ergebnis kommen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Turing nicht schneller als Navi ist - jedenfalls nicht das jeweilige Konkurrenzmodell.
und zweitens lässt sie sich durch einfache Benchmarks jederzeit selbst generieren, fällt danach also nicht mehr unter das NDA.
Ok, in dem Fall hast Du vielleicht dann Recht. Darüber habe ich nicht genug nachgedacht. Das ist jetzt tatsächlich ein Fall, wo man nachweisen kann, dass die Grundlage für das, was man schreibt, nicht das gleiche ist, was Nvidia einem vor Monaten mitgeteilt hat.
 
Edit: Nochmal ein ganz extrem krasses Beispiel:
Nehmen wir mal an, Nvidia informiert PCGH heute darüber: "Unsere Turing-Karten sind langsamer als Navi". Dann stimmt mir wohl jeder zu, dass zu diesem Zeitpunkt diese Infos noch nicht öffentlich waren - kann ja keiner wissen. Das heißt, sie fallen unter das "NDA" und PCGH darf sie weder veröffentlichen, noch zu Nvidias Ungunsten nutzen.
Und nehmen wir an, Turing launcht am 20. Oktober. Sodass jeder benchen kann, und sehen kann, wie schnell die Karten sind. Dann sagen wir mal, AMD würde Navi im nächsten Juni launchen.

Was wäre jetzt, wenn PCGH im Juni 2019 schreiben möchte, dass Turing langsamer ist als Navi? - Nvidia hätte ihnen diese Infos unter dem NDA zukommen lassen und im Vertrag steht, dass sie sie nur zu Gunsten von Nvidia verwenden dürfen - davon, dass die Regel irgendwann während der Vertragslaufzeit verfällt, steht nichts drin.
Meiner Meinung nach wäre das Vertragsbruch.

Sry, aber das ist kein krasses, sondern ein absolut absurdes und sinnbefreites Beispiel (das absurdiste, was auf den 58 Seiten Diskussion bisher ins Feld geführt wurde).

Konstruiert euch noch nicht jedweden, an den Haaren herbeigezogenen FUD zusammen, nur damit es zu eurem Narrativ passt.

Ich finde z.B. eher die Frage spannend (Igor hat sie gerade bei 3DC ins Feld geführt), was mit diesem allgemeinen NDA rechtlich geschieht, sollten seitens NVIDIA neuere, konkrete (produktbezogene) NDA ergehen...
Wird damit das allgemeine NDA damit konkretisiert, ausgehebelt, punktuell hinfällig? Wofür brauch ich es dann (in diesem angenommenen Falle) überhaupt noch?
 
Sry, aber das ist kein krasses, sondern ein absolut absurdes und sinnbefreites Beispiel (das absurdiste, was auf den 58 Seiten Diskussion bisher ins Feld geführt wurde).

Konstruiert euch noch nicht jedweden, an den Haaren herbeigezogenen FUD zusammen, nur damit es zu eurem Narrativ passt.

Ich finde z.B. eher die Frage spannend (Igor hat sie gerade bei 3DC ins Feld geführt), was mit diesem allgemeinen NDA rechtlich geschieht, sollten seitens NVIDIA neuere, konkrete (produktbezogene) NDA ergehen...
Wird damit das allgemeine NDA damit konkretisiert, ausgehebelt, punktuell hinfällig? Wofür brauch ich es dann (in diesem angenommenen Falle) überhaupt noch?

Das allgemeine NDA bleibt in Kraft. Mit dem Produkt spezifischen NDA hat Nvidia dann ja nur festgelegt, wann die im spezifischen NDA genannten Informationen dann frei verfügbar sind.
Sobald das geschieht, greift eine der genannten Ausnahmen.
 
Sry, aber das ist kein krasses, sondern ein absolut absurdes und sinnbefreites Beispiel (das absurdiste, was auf den 58 Seiten Diskussion bisher ins Feld geführt wurde).

Konstruiert euch noch nicht jedweden, an den Haaren herbeigezogenen FUD zusammen, nur damit es zu eurem Narrativ passt.

Ich finde z.B. eher die Frage spannend (Igor hat sie gerade bei 3DC ins Feld geführt), was mit diesem allgemeinen NDA rechtlich geschieht, sollten seitens NVIDIA neuere, konkrete (produktbezogene) NDA ergehen...
Wird damit das allgemeine NDA damit konkretisiert, ausgehebelt, punktuell hinfällig? Wofür brauch ich es dann (in diesem angenommenen Falle) überhaupt noch?

Wie ich es aus der Stellungsnahme von Hardwwareluxx Interpretiere, soll es keine Einzelnen NDAs mehr geben , und genau das sei der Vorteil bei dem Al-gemein gehaltenen NDA, weshalb das NV so macht. Um sich den Aufwand für jedes Produkt einzeln wieder alle Unterschriften zu bekommen , Sparren zu können und somit den Aufwand für NV aber auch für die Tech -Seiten auf ein Minimum zu reduzieren. Was nach meiner Meinung auch Sinnvoll ist.
Darüberhinaus wissen Sie nun welche Tech Seiten Samples bekommen schon lange vor dem Verschicken dieser. Macht auch die Logistik um vieles einfacher.
 
@Arkintosz

Du hast den Begriff "solely for the benefit of" immer noch nicht verstanden.
Das lässt sich eben NICHT mit "Ausschließlich zugunsten von..." übersetzen.

Aber dafür sollte man halt etwas sicherer in der Englischen Sprache sein als es vielleicht ein bisschen Schul- und Youtube Englisch einem vermitteln können.
Es ist eine juristische Formulierung und als solche muss man sie betrachten.

Du glaubst mir nicht?
Nehmen wir etwas dass du kennen solltest: Das Widerrufsrecht.
Zu finden im BGB §312g
Beginnt mit den Worten:
Dem Verbraucher steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen [...] ein Widerrufsrecht gemäß § 355 zu.
Hmmmm...kommst du bei der Formulierung auf die Idee man würde nur ein Widerrufsrecht haben wenn man sich vor der Tür die Hand gibt???

Nein natürlich nicht.
Der deutsche Beamte nennt es auch "Bagatellgastronomie" wenn du beim Frisör einen Kaffee bekommst.
Du hast in Deutschland auch immer eine "Lebensberechtigungsbescheinigung" - und trotzdem stehst du nur im Stammbuch...

All diese Begriffe dienen dazu möglichst allgemein gehalten zu sein damit möglichst auch alle Fälle abgedeckt werden.

Das selbe hast du bei der NDA - damit ich hier wieder auf das Thema zurückkomme.
Der Satz ist schon etwas länger als die paar Worte die du immer versuchst wörtlich zu übersetzen und du musst den Satz im Kontext betrachten.
Es geht darum für was und vor allem für was NICHT man vertrauliche Informationen verwenden darf.
Das ist die Kernaussage dieses Satzes.
 
So meine Herren. Mein Hinweis zuvor - persönliche Streitereien zu unterlassen - wurde leider konsequent ignoriert. Es folgen die angekündigten Zwangsurlaube.

EDIT

Wieder offen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimmt aus meiner Sicht nicht. Ich habe mir das NDA durchgelesen und eigentlich ist die Sachlage ziemlich eindeutig:
Weil das aktuelle Nvidia-NDA, um das es geht, 5 Jahre lang gilt, dürft Ihr das zitierte ab jetzt nicht mehr. Mit der Unterschrift habt Ihr Euch total kastriert - für fünf Jahre! Kein Wunder, dass man es innerhalb von 2 Tagen überhastet unterschreiben sollte - in der Zeit hetzt kaum jemand zum Anwalt.

Du solltest dir das NDA noch ein weiteres Mal durchlesen. Beispielsweise gilt die Fünfjahresfrist nicht für das NDA, sondern ist eines von mehreren Kriterien, dass die Vertraulichkeit von Informationen beenden kann. Auch deine anderen Einschätzungen zum NDA oder zur allgemein in der IT-Presse üblichen NDA-Gewohnheiten entsprechen nicht der Realität.


Das ist schade, dann hätte man Klarheit. Hat Computec als Hauptverleger nicht die Kapazitäten dafür?

Wenn nur NDA Unterzeichner vorab HW bekommen, dann müsste ja einer davon sich nicht an die NDA halten, wenn das geleakt wird, da Nichtunterschreiber doch kein Sample vorab erhalten?!? ;) Also ich weiß nicht, hört sich schon ein wenig nach der Einschätzung von Heise an.
Das könnte es oder woher sollten die leaks "vorab" kommen, wenn nicht von einem NDA Bruch? Darauf würde ich mich nicht verlassen wollen. Realistisch wäre es also erst im Nachinein nach release davon zu erfahren und da ist die erste und relevante Berichterstattung der first day medien durch.

Wie gesagt, ich will euch gar nicht absprechen Recht zu haben und zu behalten jedoch steht das im Widerspruch zu der Analyse von Rechtsanwälten und denen müsste man wegen ihrem knowhow an der Stelle mehr Gehör und Vertrauen schenken, weshalb für mich eine nochmalige Prüfung durch einen weiteren Rechtsanwalt eigentlich nur logisch wäre, zur Bestätigung eurer oder derer Interpretation. :)

MfG

Es mag merkwürdig erscheinen, dass man sich auf Vertragsbrüche verlässt, aber die Praxis gibt jeden Anlass dazu. Alle Informationen, die vor der offiziellen Bekanntgabe durch AMD, Intel oder Nvidia über neue Produkte erscheinen, stammen aus Leaks. Niemand, vom Mitarbeiter über Partner bis hin zu Medienvertretern erhält Zugang zu Hardware oder Informationen ohne ein NDA zu unterschreiben. Trotzdem dringen selbst wenig brisante Informationen immer nach außen.


was mich sehr erstaunte war das Nvidia mit Heise bisher nur mündliche NDA hatte wo es abber immer um ein spezielles produkt und einen vereinbarten zeitraum ging.
Wenn das bei allen Testern so war frag ich mich warum man dann jetzt wie Lemminge einfach so was unterschreibt .
Ich kann auch absolut nicht verstehen das die Unterzeichner fast alle mit dem Finger auf Heise zeigen und sich nur rausreden wollen.

Ich kenne die NDA-Lage weder von Heise noch von anderen Testern, aber für uns sind schriftliche NDAs mit den großen drei Herstellern vollkommen normal. Ungewöhnlich und beachtenswert ist, dass einzelne Seiten diese NDAs zurückweisen und groß publizieren.


Worum es mir nur geht: Wenn man einen Vertrag bekommt, wo drin steht: "Der Unterzeichner erklärt sich zur Verschwiegenheit und überschreibt mir sein Haus." - Dann ist es halt nur ein Vertrag, der zwar auch eine Verschwiegenheitserklärung beinhaltet, aber eben noch mehr. Ob derjenige, der ihn erstellt hat, das ganze dann NDA nennt, spielt dabei nicht wirklich eine Rolle.

Und so in etwa ist es hier eben auch. Man erklärt quasi: "Ich schweige über die bereitgestellten Informationen, bis sie öffentlich sind..." (Verschwiegenheitserklärung) "... und benutze sie nur zu Gunsten von Nvidia" (eine andere Erklärung.)
Dass zum Beispiel ein Unternehmen mit seinen Zulieferern weitergehende Übereinkünfte trifft, ist ja klar. Die zwei stehen ja in einer direkten Geschäftsbeziehung.


Edit: Nochmal ein ganz extrem krasses Beispiel:
Nehmen wir mal an, Nvidia informiert PCGH heute darüber: "Unsere Turing-Karten sind langsamer als Navi". Dann stimmt mir wohl jeder zu, dass zu diesem Zeitpunkt diese Infos noch nicht öffentlich waren - kann ja keiner wissen. Das heißt, sie fallen unter das "NDA" und PCGH darf sie weder veröffentlichen, noch zu Nvidias Ungunsten nutzen.
Und nehmen wir an, Turing launcht am 20. Oktober. Sodass jeder benchen kann, und sehen kann, wie schnell die Karten sind. Dann sagen wir mal, AMD würde Navi im nächsten Juni launchen.

Was wäre jetzt, wenn PCGH im Juni 2019 schreiben möchte, dass Turing langsamer ist als Navi? - Nvidia hätte ihnen diese Infos unter dem NDA zukommen lassen und im Vertrag steht, dass sie sie nur zu Gunsten von Nvidia verwenden dürfen - davon, dass die Regel irgendwann während der Vertragslaufzeit verfällt, steht nichts drin.
Meiner Meinung nach wäre das Vertragsbruch.

Deine Meinung passt zwar zu deinem ersten Beispiel, dieses aber nicht zum NDA. Eine Verschwiegenheitsbekundung und ein Haus wären zwei getrennte Vertragsbestandteile. Eine Verschwiegenheitserklärung und eine Reihe von Kriterien, wann ehemals vertrauliche Informationen konsquenzfrei veröffentlicht werden dürfen, lassen sich dagegen nicht voneinander trennen. Die Regeln für den Umgang mit vertraulicher Information gelten nur solange, wie diese noch vertraulich und nicht veröffentlicht ist. In deinem zweiten Beispiel also solange bis aus Testergebnisse, von Leaker oder von AMD bekannt ist, dass "Turing langsamer als Navi" ist. Ab diesem Zeitpunkt handelt es sich bei dem Wissen um die Leistungsverhältnisse beider GPUs um Informationen, die (auch) aus dritter Hand vorliegen und somit gar kein Bestandteil des NDAs sind. Zuvor von Nvidia übermittelte, gleichlautende Informationen dürfen ab dann ebenfalls gemäß NDA Absatz 3 veröffentlicht werden.
 
In deinem zweiten Beispiel also solange bis aus Testergebnisse, von Leaker oder von AMD bekannt ist, dass "Turing langsamer als Navi" ist. Ab diesem Zeitpunkt handelt es sich bei dem Wissen um die Leistungsverhältnisse beider GPUs um Informationen, die (auch) aus dritter Hand vorliegen und somit gar kein Bestandteil des NDAs sind. Zuvor von Nvidia übermittelte, gleichlautende Informationen dürfen ab dann ebenfalls gemäß NDA Absatz 3 veröffentlicht werden.

Dann hoffe ich sehr, dass Deine Auffassung die richtige ist. Ich habe es anders verstanden. Übrigens gehört ein gewisser Mut dazu, hier so offen darüber zu diskutieren. Man könnte ja auch - wie es andere machen - alles nur beschönigen und gar nicht inhaltlich an einer Diskussion teilnehmen. Das spricht natürlich auf jeden Fall für das PCGH-Team.
 
Dann hoffe ich sehr, dass Deine Auffassung die richtige ist. Ich habe es anders verstanden. Übrigens gehört ein gewisser Mut dazu, hier so offen darüber zu diskutieren. Man könnte ja auch - wie es andere machen - alles nur beschönigen und gar nicht inhaltlich an einer Diskussion teilnehmen. Das spricht natürlich auf jeden Fall für das PCGH-Team.

Nachdem dir hier schon andere User mangelnde Sach- UND Sprachkenntnis bewiesen haben wirkt die letzte Äußerung mehr als nur anmaßend.

Irgendwann ist auch mal gut.
 
@Arkintosz

Du hast den Begriff "solely for the benefit of" immer noch nicht verstanden.
Das lässt sich eben NICHT mit "Ausschließlich zugunsten von..." übersetzen.

Aber dafür sollte man halt etwas sicherer in der Englischen Sprache sein als es vielleicht ein bisschen Schul- und Youtube Englisch einem vermitteln können.

Soll das eine Anspielung auf die Aussagen des GamersNexus-Anwalts sein, der sich im amerikanischen Anwalts-Showbusiness so gut auskennt?
Ich zeige Dir mal, was die Aussage im juristischen Zusammenhang bedeutet: "assignment for the benefit of creditors - Abtretung zu Gunsten der Gläubiger". Dass der Wischiwaschi-Anwalt von GamersNexus dazu nicht mehr zu sagen hat, als dass ihm der Satz mit "benefit" nicht gefalle, und es würde juristisch gesehen, nicht zu Gunsten bedeuten, bringt mir auch nichts. Denn es bedeutet genau das.
Und wenn jemand mit einem minutenlangen, angepissten Gesichtsausdruck solche Dinge ablässt, wie "ach, die 5 Jahre... ich denke, sie haben einfach so eine Zahl genommen, bei der sie sich dachten, es passt so" und dann der Anwalt so nach der Art und Weise meint: "Jaaaa, ich glaube nicht, dass das wichtig ist", dann kann man sich im Grunde nur mehr oder weniger fremdschämen. (Alleine schon, wenn der Anwalt das Wort "glaube" oder "er denke" in den Mund nimmt. Klar könnte ihm keiner nachweisen, wenn es gelogen wäre.) Natürlich weiß der Anwalt auch, dass GamersNexus auf Vertrauen von Zuschauern angewiesen ist und hat dazu die passenden Worte ausgewählt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du solltest dir das NDA noch ein weiteres Mal durchlesen. Beispielsweise gilt die Fünfjahresfrist nicht für das NDA, sondern ist eines von mehreren Kriterien, dass die Vertraulichkeit von Informationen beenden kann. Auch deine anderen Einschätzungen zum NDA oder zur allgemein in der IT-Presse üblichen NDA-Gewohnheiten entsprechen nicht der Realität.




Es mag merkwürdig erscheinen, dass man sich auf Vertragsbrüche verlässt, aber die Praxis gibt jeden Anlass dazu. Alle Informationen, die vor der offiziellen Bekanntgabe durch AMD, Intel oder Nvidia über neue Produkte erscheinen, stammen aus Leaks. Niemand, vom Mitarbeiter über Partner bis hin zu Medienvertretern erhält Zugang zu Hardware oder Informationen ohne ein NDA zu unterschreiben. Trotzdem dringen selbst wenig brisante Informationen immer nach außen.




Ich kenne die NDA-Lage weder von Heise noch von anderen Testern, aber für uns sind schriftliche NDAs mit den großen drei Herstellern vollkommen normal. Ungewöhnlich und beachtenswert ist, dass einzelne Seiten diese NDAs zurückweisen und groß publizieren.




Deine Meinung passt zwar zu deinem ersten Beispiel, dieses aber nicht zum NDA. Eine Verschwiegenheitsbekundung und ein Haus wären zwei getrennte Vertragsbestandteile. Eine Verschwiegenheitserklärung und eine Reihe von Kriterien, wann ehemals vertrauliche Informationen konsquenzfrei veröffentlicht werden dürfen, lassen sich dagegen nicht voneinander trennen. Die Regeln für den Umgang mit vertraulicher Information gelten nur solange, wie diese noch vertraulich und nicht veröffentlicht ist. In deinem zweiten Beispiel also solange bis aus Testergebnisse, von Leaker oder von AMD bekannt ist, dass "Turing langsamer als Navi" ist. Ab diesem Zeitpunkt handelt es sich bei dem Wissen um die Leistungsverhältnisse beider GPUs um Informationen, die (auch) aus dritter Hand vorliegen und somit gar kein Bestandteil des NDAs sind. Zuvor von Nvidia übermittelte, gleichlautende Informationen dürfen ab dann ebenfalls gemäß NDA Absatz 3 veröffentlicht werden.

Die Darstellungen von GamStar und Heise waren ja jetzt durchaus sehr ausführlich. Man hat konkrete Beispiele seiner Praxis genannt, die allgemeinen Rahmenbedingungen skizziert und auch erläuter warum man selbst das NDA von Nvidia für nicht tragbar befunden hat.

Ihr für euren Teil habt erläutert dass Ihr eure Journalistische Freiheit durch das NDA nicht gefährdet seht, da diese Prodouktbezogen ist(obwohl kein Produkt genannt?) und kein zeitliches Embargo festgesetzt ist.(was ja sogar irgendwo Sinn macht, sonst hätte jeder der die NDA nicht unterschrieben hat ja schon das Veröffentlichkeitsdatum gehabt)

Soweit, so klar. Heise und GameStar nennen diese NDA von Nvidia aber deutlich eine generelle Rahmenvereinbarungen, man teilt also offensichtlich nicht eure Einschätzung dass die NDA auf ein bestimmtest Produkt oder eine bestimmte Veranstaltung gemünzt ist.
Ihr wiederum legt dar, dass Ihr aufgrund eurer praktischen Zusammenarbeit im allgemeinen bzw.mit Nvidia klar davon ausgeht dass sich dies auf den Turing? Relase bezieht und danach verfällt.

Auch alles soweit so klar.

Was mich aber im speziellen interessieren würde, ist der Fall Bennet und GPP.

Hätte PCGH eine eigene Bewertung zu dem Thema abgeben dürfen während man unter der aktuellen NDA von Nvidia gestanden hätte und zwar über die bekannten Informationen hinaus. Heißt konkret, eine eigene Einschätzung zur Plausibilität des Bennetberichts über das GPP, mit eigenen Vermutungen, Einschätzungen und Beurteilungen der Glaubwürdigkeit der Quelle.

wenn JA, müssten diese aufgrund des NDA´s abgewogen werden?
Wenn dann trotzdem JA, wie sähe es aus wenn Nvidia euch kurz nach dem Bericht Bennets eine eigene Darstellung zu diesem Thema zur Verfügung gestellt hätte, mit Hinweis auf Vertraulichkeit bzw. das dies ein Geschäftsgeheimnis ist?

Das sind doch die eigentlich spannenden Fragen. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
 
Bitte nicht falsch verstehen: Ich gehe nicht davon aus, dass dieses NDA produktbezogen ist. Aber spezifische Informationen sind es. In der Praxis ergibt sich für mich daraus kein Unterschied: Andere Verschwiegenheitsverpflichtungen enden meist mit dem offiziellen Launch eines bestimmten Produktes. Bei diesem NDA endet die Vertraulichkeit mit der öffentlichen Bekantgabe der Informationen – also spätestens im Rahmen eines Launches.

Zu den von Bennet über das GPP veröffentlichten Informationen hätten wir meinem Rechtsverständnis zu Folge auch unter diesem NDA eine Einschätzung abgeben können. Hätte Nvidia uns zusätzliche, vertrauliche Informationen zur Verfügung gestellt, hätten wir dabei natürlich vorsichtig sein müssen, um nicht versehentlich weitere Puzzleteile zu leaken. Das ist aber nicht spezifisch für dieses NDAs, sondern ein typisches Problem wenn man mehr weiß, als man sagen darf. Ihr seht das regelmäßig, wenn wir im Vorfeld von Launches über Gerüchte berichten – wir haben, soweit ich es überblicke, an allen NDAs zu den großen Veröffentlichungen der letzten Jahre teilgenommen und durften somit nie etwas von uns heraus sagen, konnten unsere Leser aber trotzdem mit Vorabinfos und Gerüchten füttern. Manchmal reicht ja schon die Kunst des kreativen weglassens, in dem man über bestimmte falsche Mutmaßungen zufällig kaum oder gar nicht berichtet. :-)
Im Falle der (zu recht) stark wertenden GPP-Berichterstattung war ohnehin zusätzliche Vorsicht geboten, denn auch ganz ohne NDA kann man wegen geschäftschädigender Behauptungen belangt werden, wenn man etwas wortwörtlich falsches schreibt.

Allgemein sollten ich an dieser Stelle schildern, was "NDA-Informationen" typischerweise bedeutet. Es ist nicht so, dass wir ein halbes Jahr vorher alle technischen Details und eine ausführliche Einschätzung der Stärken und Schwächen erhalten. Vielmehr unterschreiben wir oft Monate vorher ein Dokument und dann tut sich fast gar nichts. In der weiteren Kommunikation mit den Herstellern/deren Partnern können wir die korrekten Produktnamen verwenden und vielleicht erfahren wir einen ungefähren Launch-Zeitraum – das wars. Je nach Produkt gibt es dann entweder auf Presse-Vorabveranstaltungen drei Wochen vor dem Launch die technischen Eckdaten und mit etwas Glück ein gutes Q&A oder aber eine Woche vor dem Launch eine Vorabfassung der Powerpoint-Präsentation mit Werbeversprechen und den technischen Eckdaten von CPUs und GPUs. Schwachstellen? Glaubwürdige Leistungsdaten? Informationen über Vereinbarungen zwischen Hersteller und Board-Partner? Gar Geschäftsgeheimnisse? Also zumindest ich habe so etwas noch nie erhalten. 50 Prozent des Materials könnte ich mir vermutlich direkt aus den Fingern saugen, weil vor und zu jedem Launch versprochen wird, dass das eigene Produkt das beste, neueste und schnellste ist; technische Begründung überfällig. (Zugegeben: Als Mainboard-Fachredakteur ist man bereits froh, wenn AMD und Intel einen Monat NACH Launch plausible Specs liefern. Dafür weiß ich einen Monat vorher, dass die neuen Platinen noch geilere LEDs haben werden. :-|)
Für uns geht es bei einem NDA vor allem darum, überhaupt vor dem Launch testen zu können. Müssten wir unsere Muster nach Verfügbarkeit im Handel besorgen, könnten zwischen Launch und Print-Test im schlimmsten Fall 8 bis 10 Wochen vergehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
PC-Welt sind in ihrem freitags News Video auch auf das Nvidia NDA eingegangen und nennen ihre Gründe es nicht unterschrieben zu haben und ihre normale NDA Praxis.

Dann scheint ja Heise in der besseren Lage zu sein Hardware nach dem Launch auch zeitnah zu bekommen ,laut ihrem Video und nach den drei Videos kann ich sagen ich hätte so einen Blanko Check auch nicht unterschrieben vor allem wenn wie bei C`T da auch genug Leute von betroffen sind.
 
PC-Welt sind in ihrem freitags News Video auch auf das Nvidia NDA eingegangen und nennen ihre Gründe es nicht unterschrieben zu haben und ihre normale NDA Praxis.

Dann scheint ja Heise in der besseren Lage zu sein Hardware nach dem Launch auch zeitnah zu bekommen ,laut ihrem Video und nach den drei Videos kann ich sagen ich hätte so einen Blanko Check auch nicht unterschrieben vor allem wenn wie bei C`T da auch genug Leute von betroffen sind.
Ich verlinks mal für dich, habs auch eben gesehen :)
YouTube

@Thorsten: Danke für die Antwort.

Nun gut, es hilft wenig da ewig drüber zu lamentieren. Kommt Zeit kommt Rat würde ich sagen.
Prinzipiell ist es schon mal gut dass bekannt ist, wer nicht unterschrieben hat. Im Fall der Fälle wissen Whistleblower so, welche Anlaufstelle Sie haben.

Anstelle von PCGH würde ich mich freundlichst bei Nvidia bedanken, für dieses völlig unnötige PR Desaster.
Durch diese unnötige Schlammschlacht wer unterschrieben hat und wer nicht sind die in der Debatte fast hinten raus gefallen.
 
Entschuldigt meine Direktheit, aber nach dem leider recht überzeugenden Video von heise (mit Schnurer & Co.) und weiteren Stellungnahmen diverser Magazine treten in meinen Augen einige Widersprüche, Ungereimtheiten oder schlicht Implausiblitäten bei den Rechtfertigungs- und Erklärungsversuchen immer klarer hervor. Auch kommt (und sei es nur unbewusst/unbeabsichtigt) immer stärker eine Rethorik hinzu, die mich als halbwegs technikversierter und einigermaßen lebenserfahrener Leser fast schon ein bisschen beleidigt, mindestens aber nervt. So werden Annahmen unterstellt, die nicht wirklich zutreffend sind (höchstens für einen geringen Teil der Leserschaft) oder es werden bereits offene Türen eingerannt, mit am schlimmsten empfinde ich aber Relativierungen (durch unpassende Vergleiche, Vermengung von Dingen zu einem Sumpf der Verallgemeinerung), die oft so durchsichtig für aufmerksame Leser sind, dass ich zum Teil erschrecke wie wenig der Autor sich dessen bewusst zu sein scheint. Ich könnte konkret werden, Beispiele bringen, Aussagen zitieren, verkneiffe es mir jedoch weil es ziemlich unangenehm wäre und ich keine dieser ansonsten respektablen Personen direkt kompromittieren möchte.

Eine Sache muss aber dennoch raus, nicht nur weil sie mir stark auf der Zunge brennt, sondern weil sie bezeichnend für die Argumentation und die dahintersteckende Kurzsichtigkeit, vielleicht sogar Arroganz, einiger "Blanko"NDA-Befürworter ist:

Die Unterzeichner dieser NDA verteidigen ein gefährliches System, das uns letztendlich nur dann nicht um die Ohren fliegt, wenn ein paar wenige widersprechen und dem Druck von Nvidia auch zukünftig standhalten. Im Klartext, die Unterzeicher dieser NDA verlassen sich auf Menschen die den Mut und das Rückgrat aufbringen, den/das sie selbst nicht besitzen. Andere werden schon hoffentlich leaken und ihre Existenz aufs Spiel setzen... damit wir Opportunisten weiter unsere Tests in Ruhe machen können und Unbequemes/Geheimes nur gefahrlos zitieren zu brauchen. Beschämend ist dann nicht nur, dass man Leuten wie Kyle Bennett in den zig GPP-Artikeln nicht einmal Respekt zollt und würdigt was er für die Branche möglicherweise verhindert hat. Auch dass PCGH und CB quasi im Duett auf gleiche Art heise in den Zweifel ziehen, finde ich, bei allem Respekt, schäbig. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie auf Quellen wie heise in Zukunft angewiesen sein werden, wenn sie über ein potentielles GPP 2.0 berichten wollen um ihrer "freien" journalistischen Tätigkeit überhaupt nachkommen zu können.
 
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