AW: NobLorRos-Support-Shop - Wir modden alles,ob Ihr wollt oder nicht
Wuppertaler Bahnhofsblatt
Wie unsere Redaktion aus zuverlässiger Quelle erfuhr, sollen in der Nacht vom 20. zum 21.12. im Raum Wuppertal einige Zugbegleiter der DB dem gezielten Fernmodding der berüchtigten Fa. Nolorros zum Opfer gefallen sein.
Nachdem bereits Mitglieder dieser Organisation die Abfahrt des IC 2022 im Großraum Frankfurt durch Verformung diverser Computerteile um 1 Stunde verzögerte, wurde das Begleitpersonal ab Köln mit gezielten Fehlinfomationen versorgt, die ungefiltert an die Fahrgäste weitergegeben wurden. Weiterhin wurde die Sitzplatzreservierungsanzeige zerstört und ein Wagon gleich komplett entfernt.
Unser Informant hat jedoch ohne größere Kämpfe zügig seinen zugesicherten Sitzplatz erreicht.
Zunächst hatte das Personalmodding durch Fehlinformationen offenbar nur geringe Auswirkungen auf die Fahrgäste (Anm. der Redaktion: der Zug hat 60 Min. Verspätung es ist 19:10 Uhr).
Durchsage am Bahnsteig: "Der auf Gleis 5 stehende intercity ist für den Nahverkehr freigegeben."
Der Zug wird voll.
19:12 Durchsage im Zug: "Dieser Zug hält nicht vor Dortmund, ich wiederhole, dieser Zug hälkt nicht in ... und fährt durch bis Dortmund." Danach nochmal in englisch.
Der Zug wird leer.
19:15 Mit nur 65 Min. Verspätung geht es los und unser Informant freut sich, weil der Zug bis Dortmund jetzt ganz viel Verspätung aufholt.
19:40 Durchsage:"Wir halten in Kürze außerplanmäßig in Wuppertal."
19:50 Strecke vor uns ist aufgrund... auf unbestimmte Zeit gesperrt.
Informant hat Bahnerfahrung, rechnet mit mindestens ein bis zwei Stunden Wartezeit und geht erst einmal Rauchen. Tafel Schokolade, Getränk und die geliebte Pecanusstasche vom Bahnhofsbäcker sind im Rucksack. Die Versorgung ist gesichert.
20:15 Durchsage:"Fahrgäste, die zurück nach Köln möchten,können den Zug auf Gleis..."
Angebot klingt verlockend, zurück zur Süßen oder morgen arbeiten. Informant entscheidet sich dummerweise fürs Arbeiten.
20:45 Es wird voller. Auf dem Nachbargleis hält ein ICE nach Hanover.
20:50 Durchsage: "Strecke ist immer noch gesperrt. Fahrgäste mit Ziel Hagen können den Zug auf Gleis 5 nach Hagen nehmen."
Anmerkung der Redaktion: Zug fährt planmäßig Köln, Düsseldorf, Essen... aber niemals Hagen.
21:15 Durchsage: "Strecke ist immer noch gesperrt. Fahrgäste mit Ziel Dortmund können den Zug auf Gleis 5 nach Dortmund nehmen."
Hektisches treiben beginnt, Fahrgäste verlassen fluchtartig den Zug und stürmen richtung Gleis 5.
21:16 Durchsage: "Der Zug nach Dortmund ist weg."
Die Fahrgäste kommen langsam zurück.
An den Tischplätzen haben sich Kinder mit anderen Fahrgästen zusammengetan und spielen UNO. Vor dem Fenster joggen Mutter und Tochter das 3. Mal den Zug entlang. Wetten über die Rundenzeiten werden nach dem 5. Mal abgeschlossen. Informant geht rauchen.
21:50 Durchsage:"Die Strecke wird in Kürze wieder freigegeben. Der auf dem Gleis gegenüber stehende ICE nach Hanover wird vor unserem zug nach Dortmund fahren. Fahrgäste mit Fahrtziel Dortmund können den ..."
Erneutes hektisches Treiben im IC 2022. Ein großer Teil der Fahrgäste verlässt den Zug. Kaum sind die Fahrgäste umgestiegen, ertönt ein Pfiff und die Türen des IC 2022 klappen zu. Er darf doch als Erster fahren. Wütende Blickeaus dem ICE, teilweise sogar drohende Fäuste der umgestiegenen Fahrgäste folgten.
In Dortmund angekommen verzögert sich die Weiterfahrt wegen eines Arzteinsatzes um weitere 15 Minuten.
Der uns folgende ICE nach Hanover kam auch in Dortmund an. Es soll zu tumultartigen Scenen gekommen sein, als einige Fahrgäste des ICE den IC 2022 stürmen wollten um sich mit dem Personal "mal zu unterhalten".
Ohne weitere Zwischenfälle fuhr der Zug um 1:45 Uhr, mit 3,5 Std. Verspätung, in Hamburg ein. Unser Informant zahlte noch 16,- Euro fürs Taxi und soll vorm Einschlafen noch schallend gelacht haben, als er in einem Support-Shop las.