Neuer Build instabil

DerKevin91

Kabelverknoter(in)
Hallo zusammen,

ich habe einen neuen PC gebaut, obwohl ich viel zu wenig zocke. Naja, irgendwie zwischendurch Hobby und dann halt doch einen gekauft.

Alle Teile sind Neuteile, das System sollte ausreichend schnell, aber dabei günstig sein.

Dabei ist folgendes rausgekommen:

CPU: AMD Ryzen 5 7500F mit ARCTIC Freezer 36
Board: MSI PRO A620M-B
RAM: Patriot Viper VENOM DDR5-6000 2x 16GB
Grafikkarte: XFX Swift Radeon RX 9070 OC White
SSD: WD Blue SN580 NVMe SSD 1TB (System) & WD Blue SA510 SSD 1TB (Daten)
Netzteil: be quiet! Pure Power 12 650W
Gehäuse: ENDORFY Signum 300 Solid

Jetzt zu meinem Problem...

Der PC friert bei GPU-Last ein oder startet neu. Den PC habe ich bei der Veröffentlichung der RX-Karten gebaut. Das Problem ist meines Erachtens schlimmer geworden. Das Problem tritt in Spielen sowie im Stresstest OCCT auf.

Windows wurde am Anfang clean installiert (wie gesagt komplett neues System)
BIOS ist up to date
Grafikkartentreiber geupdatet, auch mal den Optional probiert, full, minimal, driver only.....

CPU und Grafikkarte sind nicht übertaktet, RAM EXPO Profil geladen, ich habe es aber auch ohne Profil versucht.

Mein Verdacht liegt irgendwie beim Netzteil, was meint ihr?

Wenn ihr mehr Informationen braucht, einfach immer Fragen.

Anbei noch ein paar Screenshots von OCCT

Danke für eure Unterstützung!
 

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Mein Verdacht liegt irgendwie beim Netzteil, was meint ihr?
PCs die einfrieren und/oder neu starten sind instabile Hardware (CPU, GPU, RAM, etc.), explizit genau NICHT das Netzteil - denn wenn ein überfordertes Netzteil vorliegt gibt es keine freezes oder Neustarts, dann gibt es ein Hard-off (Schutzschaltung schaltet Netzteil ab) und dein PC kann einige Sekunden nicht mehr angeschaltet werden.

Was es genau ist kann man nur vermuten - anhand deiner aufgelisteten hardware würde ich aber stark darauf tippen, das die Spannungswandler deines Mainboard zu heiß werden. Das MSI PRO A620M-B ist ein absolutes Einsteiger-Office-Brett mit Minimalstausstattung und ganz ohne Kühlkörper auf den Mosfets. Das Ding ist nicht geeignet für Spiele-PCs mit CPUs die 100+ W wollen und Grafikkarten die 300W Abwärme ins System pusten (eigentlich sind Boards mit nackten MosFETs für nichts geeignet außer Office-Möhren).

Schnapp dir mal HWInfo, das ist in der Lage die Temperaturen der MosFETs auszulesen sofern dein Board dafür überhaupt Sensorik hat. Wenn diese Temperaturen unter Last dreistellig werden weißte Bescheid (=am falschen Ende gespart).
 
Zuletzt bearbeitet:
Schaffst du es die Kiste mit Prime95 und Furmark zu crashen, bitte getrennt und dann nochmal mit beiden Tools gleichzeitig testen.
Dazu HWInfo Screenshots von allen Sensoren hochladen.
 
PCs die einfrieren und/oder neu starten sind instabile Hardware (CPU, GPU, RAM, etc.), explizit genau NICHT das Netzteil - denn wenn ein überfordertes Netzteil vorliegt gibt es keine freezes oder Neustarts, dann gibt es ein Hard-off (Schutzschaltung schaltet Netzteil ab) und dein PC kann einige Sekunden nicht mehr angeschaltet werden.
Stimmt eigentlich, ich weiß nicht warum ich ans Netzteil gedacht habe :D
Was es genau ist kann man nur vermuten - anhand deiner aufgelisteten hardware würde ich aber stark darauf tippen, das die Spannungswandler deines Mainboard zu heiß werden. Das MSI PRO A620M-B ist ein absolutes Einsteiger-Office-Brett mit Minimalstausstattung und ganz ohne Kühlkörper auf den Mosfets. Das Ding ist nicht geeignet für Spiele-PCs mit CPUs die 100+ W wollen und Grafikkarten die 300W Abwärme ins System pusten (eigentlich sind Boards mit nackten MosFETs für nichts geeignet außer Office-Möhren).
Das Board sollte keine Probleme mit dem genügsamen 7500F haben.... der zieht ja nicht über 100W aber das mit der Abwärme von der Grafikkarte habe ich nicht bedacht.

Schaffst du es die Kiste mit Prime95 und Furmark zu crashen, bitte getrennt und dann nochmal mit beiden Tools gleichzeitig testen.
Dazu HWInfo Screenshots von allen Sensoren hochladen.
Wie lange soll ich Prime95 laufen lassen? Ich denke, dass der PC da nicht crasht. War wirklich immer bisher bei GPU-Last
 
Das Board sollte keine Probleme mit dem genügsamen 7500F haben.... der zieht ja nicht über 100W
Die CPU ist zwar keine die wirklich hohe Verbräuche erzielt das stimmt aber auch wenns "nur" an die 100W geht was deine CPU durchaus kann, siehe deine Screenshots:
1745520183960.png


kann ein solches Billigbrett schnell an seine Grenzen kommen, insbesondere wenn solche Lasten länger als ein paar Sekunden auftreten und zusätzlich eine externe Heizung im Gehäuse ist (GPU).

Aber da braucht man ja nicht spekulieren - probiers einfach aus. In HWinfo gibts irgendwo einen Bereich für Mainboardsensoren, der sieht beispielsweise so aus:
1745520279618.png


Das was bei "MOS" steht ist die Temperatur der Spannungswandler. Bei halbwegs gut gekühlten Boards liegt die irgendwo grob zwischen 40 und 70°C je nach Lastzustand. Alles unter 80 ist sowieso ok, bis 100 sollte zumindest noch kein Absturz auftreten auch wenn das nicht grade gesund ist und wenns über 100 geht ist das sehr wahrscheinlich der Grund für die Instabilität.

Lies den Wert aus bzw. lass HWinfo offen und dann legste mal Last an die CPU an. Cinebench, Prime, OCCT, egal was. Wenn die MOS Temperatur in wenigen Minuten Richtung 100 oder gar darüber marschiert weißte Bescheid.
Wenns weniger ist, beispielsweise es bei 90 stagniert sollte es stabil bleiben - dann kannste die Grafikkarte dazuschalten, die zusätzlichen 250W Abwärme im Gehäuse führen dann ggf. dazu, dass die MOS Temperatur nach einer Weile ihr stabiles Limit überschreitet.
 
Ich werde es Testen OCCT liest die Spannungswandler Temperatur wohl auch aus, beim letzten Crash lag die Temperatur wohl bei 68,5°C
 
Okay.... ich bin ein wenig erstaunt. Ich habe eben Prime95 eine halbe Stunde laufen lassen, einen Screenshot gemacht und wollte den Test danach beenden. Beim Beenden des Tests ist der Rechner dann abgeschmiert, ich musste einen Kaltstart machen.
 

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Ich habe eben Prime95 eine halbe Stunde laufen lassen, einen Screenshot gemacht und wollte den Test danach beenden. Beim Beenden des Tests ist der Rechner dann abgeschmiert, ich musste einen Kaltstart machen.
Ok, dann wirds etwas komplizierter.

Wenn dein PC offensichtlich 30 Minuten Prime95 überlebt hast du kein Instabilitätsproblem bei CPU, RAM oder MosFETs unter Dauerlast. Deine Temperaturen sind auch alle ok, auch die MosFets.

Wenn dein PC genau dann abschmiert wenn du Prime95 beendest hat das System ein Problem mit Lastwechseln, genauer der ausreichend schnellen und genauen Spannungs- und Stromflussregulation der CPU. Hintergrund ist, dass die CPU bei ändern der Belastung sehr viel schneller ist als die Spannungsversorgung, bedeutet wenn Last draufkommt bricht für einen kleinen Sekundenbruchteil die Spannung zusammen und die MosFETs müssen "nachschieben" und regulieren. Wenn die Last dann spontan wegfällt schießt die Spannung nach oben bis die MosFETs reagieren können und Leistung zurücknehmen.
Das passiert alles extrem schnell und vollautomatisch, wenn die Regelung zu schlecht ist kanns aber pasieren, dass der PC instabil wird weil die Spannungsspitzen nach oben und unten bei den Lastwechseln zu groß oder zu lange sind. Daran kannst du selbst leider wenig ändern, denn das ist auch ein Qualitätsmerkmal des Mainboards (je mehr und je besser die MosFets sind desto besser ist die Qualität der Spannungsversorgung/regelung).

Du kannst mal probieren, die Limits für Leistungsaufnahme- und Stromflüsse im BIOS testweise herunterzusetzen und nachzusehen ob das das Problem behebt. Also falls dein Board sowas erlaubt, keine Ahnung ob das bei A-Brettern geht. Falls ja:

Suche im PBO Menu die Einträge für PPT, TDC und EDC. Das ist das Powertarget und die zwei Hauptsächlichen Stromstärken. Setze diese Werte testweise auf 65W PPT, 50A TDC und 80A EDC (falls dein Bios mW will entsprechend 65000 statt 65 usw.). Das sind ziemlich konservative Einstellungen mit denen deine CPU nicht ganz so hoch boosten/takten wird wie normal aber mit denen die Spannungsspitzen bei Lastwechseln auch deutlich milder ausfallen sollten.

Wenn das dann stabil ist haste den Schuldigen gefunden (in dem Falle eben wieder das Mainboard...), wenn das auch nichts ändert kannste die Werte wieder zurücksetzen auf Auto und die Suche geht weiter...
 
Hmmm Furmark ist jetzt nicht der irre Spannungsspitzenerzeuger. Das zeigt eher auf die Grafikkarte.

Was du zuerst machen kannst (einfach weils weniger Aufwand ist als im BIOS zu rumpeln): Per Treiber oder MSI Afterburner testweise die Grafikkarte stärker runtertakten und das Powerlimit absenken. Einfach mal schauen ob das Problem noch da ist wenn man mal 500 MHz und 20% Powerlimit runternimmt. Wenn der Furmark dann durchläuft ist der Schuldige sehr wahrscheinlich die Grafikkarte selbst.
 
Du hast leider nicht geschrieben oder ich habe es überlesen welches Windows OS du genau installiert hast, schau mal nach ob Windows einer der Patches Installiert hat:
Windows 11 24H2"-Updates KB5053656 von Ende März und KB5055523 von Anfang April.

Hier einer Sites die das etwas Beschreiben:

Mein System lief seit neu Installation Dez. 24 ohne Bluescreens und aus heiterem Himmel ist die Maschine immer wieder eingefroren, Leerlauf oder Last war egal. Updates deinstalliert, danach war wieder ruhe im Karton.
 
Die beiden Patches sind drauf.....

OCCT läuft jetzt seit 15 Minuten getestet wird CPU, RAM, GPU, GPU-VRAM

Was ich in der Zwischenzeit geändert habe? Ich habe iCUE deinstalliert, ich nutze die Software ausschließlich für das Headset..... wenn es das wirklich ist muss ich mal schauen was ich mache
 
Tut mir leid... ich habe aber auch wirklich nicht damit gerechnet, dass es an einer scheiß Software liegt.

Wie gesagt alles neu, auch das Headset. Ich habe seit Jahren mal wieder einen Rechner.

Werde mich aber noch melden, wenn es das jetzt wirklich ist, ich halte euch auf dem laufendem.
 
Kein problem, mit sowas rechnet man ja erstmal nicht.
Wenns damit wirklich behoben sein sollte umso besser (ich glaubs aber erst wenns ne zeitlang läuft ;-))
 
Ich habe iCUE deinstalliert, ich nutze die Software ausschließlich für das Headset.....
iCUE ist teilweise sehr kurios und katastrophal. In einem älteren Thread war dieser Headsetständer schuld am instabilen Pc. iCUE weg, Probleme weg.

 
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