Neue Weltordnung?

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Wo kannst du in unserer Gesellschaft denn nicht frei sein?
Du kannst frei denken, deine Meinung sagen.
Es gibt Ecken auf dieser Welt, wo du das nicht kannst.
Von daher sollten sich diese Leute erst mal nicht beschweren, denn in anderen Ländern wären sie schon längst an anderen Orten.
 
... als gaga rumzulaufen und in einer Scheinwelt zu leben.
Wir können gerne in die Philosphie einsteigen. Glaube mir, es gibt keine reale Welt, es gibt immer nur die eigene.
Das Ziel ist nur, in dieser eigenen Welt nach eigenen moralischen Ansprüchen zu leben. Ziel ist nur, sich selber
nicht zu belügen. Dann läuft alles.
 
Und warum funktioniert das tatsächlich für manche dieses "sich selbst nicht zu belügen" (=ich mach mir die Welt widewide wie sie mir gefällt)?
Weil die Welt in der wir leben deutlich freier und vor Allem sicherer ist als es viele Verschwörungstheoretiker gern behaupten. Man kann sich ohne größere Gefahr für die eigene Existenz diversen Wahnvorstellungen verschreiben und in diesen aufgehen.
 
Also ich sehe leider einige Entwicklungen auf der Welt die dafür sorgen könnten, dass unsere Zukunft nicht so rosig ausschaut.
Wenn ihr euch bei alledem wohl fühlt, dann ist das eben so und das will ich auch nicht mit der Brechstange ändern.
Ich möchte euch fairerweise nur noch ein Zitat mit auf den Weg geben:

,,Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer." -Gustave le Bon
 
Innerhalb ihres Ökosystems fühlen sie sich aber in der Mehrheit. Man umgibt sich ja mit Leuten die den gleichen Wahnvorstellungen frönen.
Und selbst wenn ist das nur ein kleines Detail, es ist immer noch zuckersüß wie messerscharf das Zitat beide Positionen beschreibt.
 
@flotus1. Eine letzte Frage noch, sofern ich darf?

Beschäftigst du dich intensiv mit dem Thema Verschwörung, lehnst du es generell ab, oder lehnst du es ab wenn es deinem Wissen bzw. deiner Bildung wiederspricht?
 
Intensiv beschäftigen sicher nicht. Ich stolpere hin und wieder mal darüber, so wie auch hier. Interessant finde ich die ganze Thematik ja schon, aber eher aus psychologischer Sicht.
Leider vergeht mit immer sehr schnell die Lust wenn die einzige Argumentationsweise eine schnelle Aneinanderreihung von Suggestivfragen ist die ich aufgrund bewährter und nachprüfbarer Erkenntnisse mit einem "verdammt nein du ungebildeter Bauernfänger" beantworten kann.
Man kann also sagen dass ich Dingen die ich für Verschwörungstheorien halte sehr reserviert gegenüberstehe. Ebenso wie sich Verschwörungstheoretiker nicht durch Argumente überzeugen lassen werde ich mich von meinem Standpunkt nicht weg bewegen.
 
@flotus1. Eine letzte Frage noch, sofern ich darf?

Beschäftigst du dich intensiv mit dem Thema Verschwörung, lehnst du es generell ab, oder lehnst du es ab wenn es deinem Wissen bzw. deiner Bildung wiederspricht?

Die meisten Verschwörungstheorien scheitern schon daran, dass sie den Verschwörern unmenschliche Fähigkeiten zuschreiben. Die Menge der eingeweihten Personen ist bei den meisten VT absolut irre, die dafür notwendige Organisation mindblowing und der Erfolg ja immer durchschlagend.

Wenn ich mir ansehe, wie wenig tatsächlich gelingt und mit wieviel Getöse alles von sich geht, was auf der Welt so passiert, kann ich immer nur sagen: Die VT-Anhänger haben a) ein extrem positives Menschenbild (wenn auch aus den falschen Motiven) und b) sind ziemlich naiv, was die Dynamik einer größeren Menge von Menschen angeht.

Psychologisch sind VTheoretiker meines Erachtens einfach nur extrem verunsichert, weil sie das "System" in dem sie leben, nicht mehr durchschauen. Das macht Angst. Dumm ist nur, dass niemand auf der ganzen Welt das System vollständig durchschaut (auch wenn einige das für sich gerne in Anspruch nehmen). Und das Gefühl, es gibt da jemanden, der die Fäden in den Händen hält, ist einerseits beruhigend (denn es kann ja nicht sein, dass das alles unkontrolliert läuft) und jagt einem auch einen Schauer über den Rücken. Dass die angenommenen Mächte üblicherweise negative Motive haben, ist da eher zweitrangig.

Das ganze ist nichts als eine Ersatzreligion. Früher konnte man sich die Welt auch nicht erklären. Da hat man halt einen Gott erfunden. Der ist meist auch richtig grausam und angesteinflößend... Aber immerhin kann man ihn ja anbeten, in der Hoffnung, das hilft etwas.

Heute sind die Menschen, was Gottheiten angeht, oft desillusioniert. Dann müssen halt böse Mächte in den Regierungen, Drei-Buchstaben-Organisationen, Illluminati, Freimaurer oder noch viel geheimere Zirkel dafür herhalten, das eigene Weltbild zusammenzuhalten.
 
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@Grestorn: auch wenn ich mich nicht direkt von deiner beschriebenen Gruppe angesprochen fühle, möchte ich dennoch etwas aus meiner Sicher dazuschreiben:

Die meisten Verschwörungstheorien scheitern schon daran, dass sie den Verschwörern unmenschliche Fähigkeiten zuschreiben. Die Menge der eingeweihten Personen ist bei den meisten VT absolut irre, die dafür notwendige Organisation mindblowing und der Erfolg ja immer durchschlagend.
"Unmenschliche Fähigkeiten" ausgehend von deinem bisherigen Kenntnisstand, daher "scheitern" in deinen Augen. Als Fakt kannst du es nicht hinstellen.

Wenn ich mir ansehe, wie wenig tatsächlich gelingt und mit wieviel Getöse alles von sich geht, was auf der Welt so passiert, kann ich immer nur sagen: Die VT-Anhänger haben a) ein extrem positives Menschenbild (wenn auch aus den falschen Motiven) und b) sind ziemlich naiv, was die Dynamik einer größeren Menge von Menschen angeht.
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Psychologisch sind VTheoretiker meines Erachtens einfach nur extrem verunsichert, weil sie das "System" in dem sie leben, nicht mehr durchschauen. Das macht Angst.
Angefangen hat es bei mir vor Jahren als ich mich fragte warum eigentlich der Golf in Autotests immer gewinnt? Wurde irgendwann nämlich schon sehr lächerlich und die Vermutung lag nahe dass getrickst wurde/wird. Recherche ergab folgendes: Journalist (Autotester) bekommt von Hersteller X ein 5 Sterne Hotel in Frankreich für sich und seine ganze Familie und darf während dieser Zeit das Auto in Ruhe testen. Soweit ein Fakt. Erscheint in der Zeitschrift eine positive Wertung bekommt der Journalist/Verlag beim nächsten Modell wieder eine Einladung im 5 Sterne Hotel und erhält zusätzliche (noch nicht veröffentlichte) Informationen über z.B. zukünftige Modelle. Ergebnis -> Zeitschrift erreicht hohe Auflagen. Streben Unternehmen (Verlage) nach fairen Dienstleistungen/Produkten oder Umsatzsteigerung/Gewinnmaximierung? Kann sich jeder selbst zusammenreimen. Das ganze war zu der Zeit nicht nachweisbar aber für mich die schlüssigere Variante (heute ist das kein Geheimnis dass überall wo es nur geht geschmiert wird). Da kam ich auch zu der Erkenntnis dass ich als Außenstehender weder das eine noch das andere weiß, geht einfach nicht. Vielmehr -> glaube ich der einen oder glaube ich der anderen Seite? (Ab dem Punkt heißt es selbstständig denken und eigene Meinung bilden was je nach Person gar nicht so einfach ist weil Jeder soziologischen und psychologischen Einflussfaktoren unterworfen ist!!!) Jedenfalls war das meine kleine aber wichtige erste "Erkenntnis" dass ich mit meinem gefestigten Weltbild falsch lag.
Irgendwann später kam ein Bekannter mit wirren Thesen dass fernsehen Gehirnwäsche sei und bla bla, ich habe mich über ihn wochenlang lustig gemacht:ugly:. Ich will das jetzt nicht zu weit ausführen aber habe mich anfangs mal aus neugier (und langeweile) mit ein paar typsichen Verschwörungstheorien befasst wie Geldsystem (Zinseszins) mit dem Hintergrundgedanken dass ich schoneimal mit meinem Weltbild falsch lag und fand das sehr interessant.
Das war ~7 Jahre+ her und seitdem habe ich die wildesten VTheorien (im Rahmen meiner Möglichkeiten) durch.
Angst habe und hatte ich keine, warum eigentlich? Angst ist ein Produkt der eigenen Fantasie -> nicht real.
Ich würde es so umformulieren, (angehende) Verschwörungstheoretiker (ist das schon ein Kompliment?) sind verunsichert weil sie durchschaut haben dass die Welt die sie mit ihren eigenen Augen sehen nicht so ist wie beispielsweise in der Tagesschau suggeriert wird. Das fängt schon bei kleinen Dingen an.

Dumm ist nur, dass niemand auf der ganzen Welt das System vollständig durchschaut (auch wenn einige das für sich gerne in Anspruch nehmen).
Das sind zum größten Teil "Neulinge" die meinen sie haben die Weißheit gefressen:D
Die alten Hasen und seriösen Quellen lassen sich gar nicht mehr auf mehr oder weniger sinnlose Disskusionen wie hier ein. Verständlich.

Und das Gefühl, es gibt da jemanden, der die Fäden in den Händen hält, ist einerseits beruhigend (denn es kann ja nicht sein, dass das alles unkontrolliert läuft) und jagt einem auch einen Schauer über den Rücken. Dass die angenommenen Mächte üblicherweise negative Motive haben, ist da eher zweitrangig.

Das ganze ist nichts als eine Ersatzreligion. Früher konnte man sich die Welt auch nicht erklären. Da hat man halt einen Gott erfunden. Der ist meist auch richtig grausam und angesteinflößend... Aber immerhin kann man ihn ja anbeten, in der Hoffnung, das hilft etwas.

Heute sind die Menschen, was Gottheiten angeht, oft desillusioniert. Dann müssen halt böse Mächte in den Regierungen, Drei-Buchstaben-Organisationen, Illluminati, Freimaurer oder noch viel geheimere Zirkel dafür herhalten, das eigene Weltbild zusammenzuhalten.
Dank Kommentaren wie diese...:-$
 
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Ein "Du" in Anführungszeichen habe ich jetzt auch noch nicht so oft gesehen. Was soll das in diesem Zusammenhang ausdrücken?
Übrigens kann man auch Dinge kritisieren ohne selbst unfehlbar oder allwissend zu sein. Ich weiß, auf dieses Totschlagargument verzichten viele nicht gern. Aber es ist einfach unterste Schublade.
 
Ich nehme das gern als Kompliment, dass Du mich so jung machst, mmmh. Ich frag mich nur, ob Du meinen Text wirklich aufmerksam gelesen hast. Ich hab da Zweifel.

Ich hab vor 4 Wochen meinen 47. Geburtstag gefeiert.
 
Ich frage mich schon, woher manche die Eingebung haben, dass "Alternativtheorien" (so werden sie von manchen Politikwissenschaftlern bezeichnet) grundsetzlich recht bzw. eher recht haben, als offizielle Versionen.:schief: Wenn die Anhänger jener Theorien (und es sind ja auch nur Theorien, was schließlich schon die Bezeichnung verdeutlicht) alles hinterfragen, wieso auch nicht die Verschwörungstheorien?

Der große Widerspruch, der breiten Masse werfen jene vor, leichtgläubig und von den Medien gesteuert zu sein (was vielleicht auf Leser der BILD zutrifft), selber nehmen sie aber jeden Mist ernst, den irgend' ein antisemitischer Penner (ich sag' nur Holocaustleugnung, Rothschilds, etc.) morgens am Rechner verbreitet, weil ihm langweilig war.:nene:
 
Wenn man etwas in Anführungszeichen setzt soll das normalerweise den eigentlichen Sinn des Wortes verändern. Wenn man damit nicht irgendeinen Subtext ausdrücken will ist es schlicht falsch eine persönliche Anrede in Anführungszeichen zu setzen. Ich formulierte meine Verwunderung darüber als Frage, was ein reines Stilmittel ist. Deine Reaktion darauf gibt mir aber mehr Information als es die Antwort auf meine Frage je könnte. Vielen Dank.
 
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