Neue Bundesregierung 2025

Das Elterngeld tatsächlich bis zu einem Eheeinkommen von 175000€ gezahlt wird empfinde ich als ziemlich üppig. Kann durchaus ein wenig abgesenkt werden. Btw die Spanne was das Elterngeld betrifft verstehe ich nicht so ganz. Warum gibt es da ein von bis? Soll es für jeden pauschal ~2000€ geben und gut ist. Damit sollte jeder gut um die Runden kommen. Gerade die mit geringen Einkommen sind ja bei dem derzeitigen Model gekniffen werden die eh weniger Geldsorgen haben durchaus üppig von der Gemeinschaft unterstützt werden.
Aber wenn pauschal alle 2000 Euro bekommen ist das doch genau das Gegenteil oder nicht? Dann bekommen die die viel Geld zur Verfügung haben doch auch den Betrag.
Ich frage mich auch warum Menschen die genug Geld haben Kindergeld bekommen. Wofür?
 
Wir?
Wie stehst Du den dazu?
Ich fand schlicht eure Meinung interessant, hatte mir selbst noch keine darüber gebildet und wollte nicht aus einem Impuls heraus irgendetwas rausposaunen. Hab jetzt ne Nacht drüber geschlafen.

Was ich nur nicht verstehe ist, ob es dabei um das zu versteuernde Einkommen der einzelnen elterngeldbeziehenden Person geht oder des Haushaltes. Das würde an sich ja schon einen großen Unterschied machen.
Die bisherige Einkommensgrenze von 175k empfinde tatsächlich als zu hoch, selbst wenn es um das zu versteuernde Haushaltseinkommen geht. Da kann man durchaus was dran machen.

Den Ansatz mit pauschaler Zahlung in Höhe von X bei Berechtigung finde ich okay, ich könnte aber auch damit Leben, wenn man sagt, dass gestaffelt bei steigendem Haushaltseinkommen, die Summe geringer wird. Was ich an der aktuellen Regelung nicht gut finde ist, das gerade die Personen, die es wirklich nötig haben, aktuell mit Summen wie 300 EUR monatlich abgespeist werden und vermögendere Personen dann 1800 zugeworfen bekommen. Also lieber abfallende Elterngeldzahlung mit steigendem Haushaltseinkommen. Habe das Gedankenspiel aber noch nicht weitergetüftelt, also steinigt mich nicht, wenn ich gerade etwas komplett verhaue.

Schwieriger finde ich eher, wenn man die Dauer des Elterngeldes und der Elternzeit kürzen will. Stichwort Betreuung. Da haben wir in D ja bekanntlich deutliche Defizite. Und ich persönlich würde kein Kind bekommen wollen, wenn beide Elternteile das Kind morgens abgeben und abends abholen und das Kind in Summe im ersten Lebensjahr von jedem anderen als den eigenen Eltern erzogen wird, kaum Bindung aufgebaut werden kann etc.

Mütterrente bin ich bei dir.
 
Den Ansatz mit pauschaler Zahlung in Höhe von X bei Berechtigung finde ich okay, ich könnte aber auch damit Leben, wenn man sagt, dass gestaffelt bei steigendem Haushaltseinkommen, die Summe geringer wird. Was ich an der aktuellen Regelung nicht gut finde ist, das gerade die Personen, die es wirklich nötig haben, aktuell mit Summen wie 300 EUR monatlich abgespeist werden und vermögendere Personen dann 1800 zugeworfen bekommen. Also lieber abfallende Elterngeldzahlung mit steigendem Haushaltseinkommen. Habe das Gedankenspiel aber noch nicht weitergetüftelt, also steinigt mich nicht, wenn ich gerade etwas komplett verhaue.
So sehe ich das ja auch!
Und ich persönlich würde kein Kind bekommen wollen, wenn beide Elternteile das Kind morgens abgeben und abends abholen und das Kind in Summe im ersten Lebensjahr von jedem anderen als den eigenen Eltern erzogen wird, kaum Bindung aufgebaut werden kann etc.
Finde ich auch nicht gut. War aber z.B. in Ostdeutschland Gang und Gäbe.
 
Haben wir jetzt im Freundeskreis - die Frau verdient für unsere Verhältnisse in S-A wirklich gutes Geld.
Sie erhält den maximal Betrag an Elterngeld und das ist aus die ihrer Sicht natürlich wenig und da kann ich den Unmut etwas verstehen - den die weiteren Fixkosten drehen sich dann doch weiter

Finde ich auch nicht gut. War aber z.B. in Ostdeutschland Gang und Gäbe.
Kann sich das überhaupt noch wer leisten die Kinder nicht in die Kita zu geben?
Also mein Vater war damals auf Montage und meine Mutti müsste 30 - 35h gearbeitet haben (nach der Wende) - wäre anders gar nicht möglich gewesen bzw. ich kenne es hier auch von keinem anders....
Und bei uns ist es jetzt auch so - ich gehe Vollzeit arbeiten und meine Frau geht 30h arbeiten.
Klar freut sich der Kleine wenn wir Urlaub haben und er nicht in die Kita muss - verständlich... aber irgendwo müssen ja auch die Kohlen herkommen :D
 
und er nicht in die Kita muss
Es ging ja erstmal nur um das erste Lebensjahr des Kindes. Und da bin ich auch der Meinung, dass eine Elternzeit ein notwendiges Instrument ist. Wie sich die Eltern das dann aufteilen, kann jeder und jede für sich entscheiden.

Deswegen habe ich meiner jungen Kollegin verboten über Kinder nachzudenken :slap:

Tja, so ist das wenn ein wichtiger Teil im Team wegbrechen würde. Entweder bist Du als Frau verzichtbar oder bekommst keine Kinder :ugly:

(Bitte nicht zu ernst nehmen ;-))

Ich freue mich für jede Frau im Team wenn sie ein Kind erwartet. Und auch wenn sie dann im Team fehlt, darf und soll sie die Möglichkeit haben, sich auf das Kind und sich zu konzentrieren. Da darf die Arbeit und das Geld keine nennenswerte Belastung sein.
 
Es ging ja erstmal nur um das erste Lebensjahr des Kindes. Und da bin ich auch der Meinung, dass eine Elternzeit ein notwendiges Instrument ist. Wie sich die Eltern das dann aufteilen, kann jeder und jede für sich entscheiden.
Achso hatte ich bisschen falsch verstanden :wall: -
Ja stimmt schon im ersten Jahr wärs bisschen arg früh.

Deswegen habe ich meiner jungen Kollegin verboten über Kinder nachzudenken :slap:
Der damalige Chef meiner Frau hatte das selbe gesagt - musste im selben Augenblick aber lachen da er selber 6 Kinder hat :ugly:
Da hat man das als Mann deutlich einfacher ^^
 
Ich glaube, dass der Regelsatz derzeit zu hoch ist
Und ich glaube der Herr sollte mal mindestens ein halbes Jahr nur vom Regelsatz leben.
Dann glaube ich, er wird sein Glauben schnell ändern.

Der Regelsatz solle das Existenzminimum abdecken und nichts darüber hinaus.
Ach verdammt, kein Ferrari mehr, keine Villa mehr. Muss ich doch wieder meine zwei Beine nutzen und in ne Mietwohnung ziehen. :schief:

Warum man solchem plumpen Raigebait überhaupt ne Bühne gibt ist mir schleierhaft.
 
Dagegen gab es wohl mehr Proteste in der eigenen Partei.
Man muss bei diesen plakativen Diskussionen immer aufpassen, was die Ausgangsbasis ist.

Aktuell beträgt die Diat 11.833,47 € brutto.
Dsas will ich gar nicht kritisieren, ist eben so.

Die Mechanismen bei 5.300 brutto hingegen sind sehr interessant, wegen den Steuersätzen.
Kann jeder selbst mal mit einem Steuerrechner ausrechnen.
Netto macht das dann tatsächlich "nur" ganz grob 1.200-1.800 € netto (je nach Familienstand) Gehaltsreduktion aus.

Wenn man bedenkt, dass jedem Abgeordneten dann noch 5.350 € steuerfreie Aufwandspauschale für Miete etc., zusteht, nicht zu verwechseln mit der Bürokostenpauschalke von 12.000 €/anno steuerfrei + Bahncard 100 und + Dienstwagen in Berlin,
hält sich die Beschränkung auf 5.300 € recht eng in Grenzen.
Sorry, das ist eher ein Werbegag dieser Partei.
Bei den ursprünglich avisierten 2.800 € wäre das ein ganz anderer Planet gewesen.
 

Die Bundesregierung will die Vorschläge der Rentenkommission komplett umsetzen:

  • Einführung einer "Kapitalrente": Sie soll das Rentenniveau stabilisieren. Dafür würde der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern hälftig gezahlte Rentenbeitrag um bis zu zwei Prozentpunkte erhöht. Dies käme zu einer ohnehin erwarteten Steigerung des Beitragssatzes von heute 18,6 Prozent des Bruttolohns hinzu. 2028 wird er Prognosen zufolge schon bei 19,9 Prozent liegen.
  • Wiedereinführung des "Nachhaltigkeitsfaktors": Er soll nach Vorschlägen der Kommission ab 2031 wieder greifen und die jährliche Rentensteigerung dämpfen. Mittelfristig soll die Kapitalrente das ausgleichen. Für Menschen, die schon recht nah am Rentenalter sind, ist ein "Übergangsfaktor" vorgesehen, der das Rentenniveau nahe 48 Prozent hält.
  • Anhebung des gesetzlichen Rentenalters: Es soll über 67 Jahre hinaus in den nächsten Jahrzehnten in kleinen Schritten weiter steigen, gekoppelt an die Lebenserwartung.
  • Einschränkung der Frührente: Die vorgezogene Rente ohne Abschläge für Menschen mit mindestens 45 Berufsjahren soll entfallen. Auch mit Abschlägen soll man nicht vor 64 in den Ruhestand gehen können.
  • Ausweitung der Beitragszahler: In die gesetzliche Rente einbezogen werden sollen künftig Selbstständige, Politiker und perspektivisch auch Beamte.
Ich bin mal gespannt ob die das wirklich so machen. Und alle Punkte übernommen werden. Gerade beim letzten bin ich noch skeptisch.
 
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Gerade beim letzten bin ich noch skeptisch.
"und perspektivisch auch" heißt ja schon dass es nicht jetzt ins Gesetz kommt.

Die Kapitalrente erschließt sich mir nicht. Die bringt doch nur ein Mehreinkommen wenn der Aktienmarkt stärker steigt als das Lohnniveau. Etwas was eine halbwegs sozial denkende Regierung eigentlich bekämpfen sollte statt darauf zu wetten.
 
"und perspektivisch auch" heißt ja schon dass es nicht jetzt ins Gesetz kommt.
Ich verstehe das so, dass es ins Gesetz kommt. Allerdings nicht für diejenigen welche jetzt schon verbeamtet sind. Geht ja auch gar nicht. Auch finanziell, aber es gibt ja auch den Vorschlag Beamte nur noch bei Justiz und Polizei sowie die Berufssoldaten bei der Bundeswehr.
Sprich die künftigen Beamten für die wird in die gesetzliche Rente eingezahlt.
Selbständige und Politiker mit der Reform.
 
"und perspektivisch auch" heißt ja schon dass es nicht jetzt ins Gesetz kommt.

Die Kapitalrente erschließt sich mir nicht. Die bringt doch nur ein Mehreinkommen wenn der Aktienmarkt stärker steigt als das Lohnniveau. Etwas was eine halbwegs sozial denkende Regierung eigentlich bekämpfen sollte statt darauf zu wetten.

Das ist die übliche Subventionierung der Finanz- und Versicherungsindustrie, man kann das Geld der Bürger schließlich nicht immer nur an Kraftwerksbetreiber, Auto- und Waffenhersteller verschenken. Die Lobbyisten von Allianz & Co wollen auch ihren Schnitt machen.

Volkswirtschaftlich betrachtet sind aktienbasierte Vorsorgen Glücksspiele dagegen einfach nur eine Katastrophe. Selbst im theoretischen Idealfall, also das Geld für auf diesen Weg investiert und bringt Rendite, stellt es einfach nur eine Rentenkürzung dar. Denn der ganze Staat als solcher investiert ja ebenfalls, nämlich in die gesamte Gesellschaft, und kassiert die Rendite, nämlich durch Wachstum der gesamten Volkswirtschaft. Und das in dem Fall zu 100%. Wenn man das Geld stattdessen nimmt und die staatlichen Investionen zurückfährt (oder umgekehrt den Bürgern direkt noch mehr Geld abnimmt, um zusätzlich etwas zu den Versicherungen zu Pumpen) und es Fonds/Versicherungen gibt, die am Aktienmarkt investieren, dann gibt es drei gleich drei Abflüsse: Erst will die Versicherung eine Gebühr für die Verwaltung, dann gibt es im Schnitt immer professionellere Börsenspekulanten, die einen überproportionalen Teil vom dort umverteilten Kuchen abschneiden und am Ende erfolgt die Renditenausschüttung erst nach Abzug einer Gewinnmarge. Das gilt für die Riesterrente, das gilt für die Rürruprente, das gilt für die kapitalgedeckten Betriebsrenten und das gilt auch für diese neue Kapitalrente. Das sind allessamt nur Vehikel, bei denen aus einer gegebenen Menge Rentenbeiträgen ein größerer Anteil an die Wirtschaft geht und somit weniger für Renten zur Verfügung steht.
 
"und perspektivisch auch" heißt ja schon dass es nicht jetzt ins Gesetz kommt.
Wann und wie das ist Gesetz kommt weiß ich nicht.
Die Kapitalrente erschließt sich mir nicht. Die bringt doch nur ein Mehreinkommen wenn der Aktienmarkt stärker steigt als das Lohnniveau. Etwas was eine halbwegs sozial denkende Regierung eigentlich bekämpfen sollte statt darauf zu wetten.
Ich habe gar nicht verstanden wie das überhaupt funktioniert.
 
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