Neue Bundesregierung 2025

Tja, man könnte ja die Kohle für all die Subventionen rund um das Autofahren nehmen und für den Nahverkehr nutzen. Denkst du das Geld dafür fällt einfach vom Himmel, oder was?
Oder statt Geld eine ordentliche Planung.
Paradebeispiel hier aus Erfurt: Zwei Gewerbegebiete direkt an der Bahnstrecke zwischen Erfurt und Sömmerda. Bahnhalt? Keiner. Denn für Bahn ist das Land zuständig und Bus und Straßenbahn hat die Stadt ihre Hand drauf. Führt dann zu Absurdidäten, dass die Leute dann eben zig mal umsteigen und entsprechende Fahrtzeiten in Kauf nehmen müssen, wenn sie auch nur einen Ticken von Außerhalb oder aus einem der Wohngebiete am anderen Ende der Stadt kommen.
 
Additiv funktioniert das System E-Auto primär und ganz gut nur für jene, die selber Strom produzieren können.
Das ist auch so ein Ammenmärchen.

Erstens sind die Betriebskosten für die Antriebsenergie nicht sonderlich ins Gewicht fallend; jedenfalls angesichts der generellen Kosten für ein Fahrzeug, sofern man den Wertverlust nicht einfach ignoriert. Und zweitens kann der größte Teil der privaten PKW auch wunderbar mit weniger als 100 Ladesäulen pro Straße leben, schlicht, weil ein PKW in D im Schnitt nur 30 KM / Woche fährt und man heute mit einem relativ kleinen Akku von 50 bis 60 kWh Kapazität im Winter knapp 300 und im Sommer gut 400 KM fahren kann.

Da kann man beim Einkaufen einfach mal das Auto an die schon sehr häufig beim Supermarkt vorhandene Säule klemmen und in einer halben Stunde mit einem 400V System den Hub von 20 auf 80 % hinbekommen. Damit können die allermeisten dann wieder zwei Wochen fahren.

Ein Kumpel von mir fährt in Hamburg durch mit einem Elroq 50 durch die Gegend. Er wohnt mitten in der Stadt und hat keine Chance auf Laden am Haus oder beim Arbeitgeber. Der jammert gar nicht, dass er seinen Wagen entweder beim Einkauf oder aber im Quartier an einer von vier 22 KW Säulen lädt, wo er nach spätestens 3 Stunden den Wagen umparken muss.
 
Die geplante Gesundheitsreform ist auch so eine Sache:


Es sollen u.a. Zuzahlungen für Medikamente erhöht werden. Untersuchungen für die Hautkrebsvorsorge werden gestrichen. Die Familienversicherung wird umgeändert.

Kritik dazu:

Dagegen plädieren die Grünen für stärkere Einschnitte genau hier. Co-Fraktions-Chefin Katharina Dröge sagte: "Die Herstellerrabatte, die könnten höher ausfallen. Damit würden die Pharmakonzerne einen größeren Beitrag leisten, und das wäre aus unserer Sicht viel gerechter, als jetzt immer wieder zu versuchen, den Druck auf die Versicherten auszuüben."

Zu viel Druck bei den Versicherten kritisiert auch Sören Pellmann von den Linken: "Das alles ist eine Politik im Interesse insbesondere der Arbeitgeberinnen und der Arbeitgeber und gegen die Interessen insbesondere der gesetzlich Krankenversicherten."

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall soll auch gekürzt werden:


Außerdem wurden Honorare für Psychotherapeuten gesenkt:


Was u.a. dazu führt das Patienten noch länger auf einen Therapieplatz warten müssen.
Eine Psychotherapeutin meinte letztens im Fernsehen, dass sie dann mehr Privatpatienten behandelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist auch so ein Ammenmärchen.

Erstens sind die Betriebskosten für die Antriebsenergie nicht sonderlich ins Gewicht fallend; jedenfalls angesichts der generellen Kosten für ein Fahrzeug, sofern man den Wertverlust nicht einfach ignoriert. Und zweitens kann der größte Teil der privaten PKW auch wunderbar mit weniger als 100 Ladesäulen pro Straße leben, schlicht, weil ein PKW in D im Schnitt nur 30 KM / Woche fährt und man heute mit einem relativ kleinen Akku von 50 bis 60 kWh Kapazität im Winter knapp 300 und im Sommer gut 400 KM fahren kann.

Da kann man beim Einkaufen einfach mal das Auto an die schon sehr häufig beim Supermarkt vorhandene Säule klemmen und in einer halben Stunde mit einem 400V System den Hub von 20 auf 80 % hinbekommen. Damit können die allermeisten dann wieder zwei Wochen fahren.

Ein Kumpel von mir fährt in Hamburg durch mit einem Elroq 50 durch die Gegend. Er wohnt mitten in der Stadt und hat keine Chance auf Laden am Haus oder beim Arbeitgeber. Der jammert gar nicht, dass er seinen Wagen entweder beim Einkauf oder aber im Quartier an einer von vier 22 KW Säulen lädt, wo er nach spätestens 3 Stunden den Wagen umparken muss.
Wir haben mittlerweile seit einem 1/2 Jahr ein E-Auto (Lucid Air Grand Touring wegen der realen Reichweite im Sommer von > 500 km) und wir müssen wöchentlich ca. 950 km zurücklegen.
Also beide, Frau wie ich, vielfahrender Berufspendler auf weite Stecke.
Bayern tiefstes Land in die nun Grüne (:D) Hauptstadt.
Grund ganz einfach:
Wir können uns keine 2,5 Mio. Eigentumswohnung leisten, sondern nur einen alten Bauernhof für 200.000 € Kaufpreis.
Ernsthaft:
Ohne der PV im Garten (nicht auf dem Dach) sah es vor dem Golfkrieg schlichtweg so aus, dass wenn ich nur auf öffentliche Ladesäulen und deren Preisgestaltung ausgeliefert gewesen wäre, wir persönlich-finanziell keinen Vorteil aus Stromfahren gehabt hätten, eher im Gegenteil.
Aktuell sieht der Planet natürlich für uns freundlich in Relation zu Dieseldieter und Bezinerika aus.
Unbedarft tun mir all jene leid, die auf öffentlich zugängliche Ladestationen nonstop in DE angewiesen sind.

Du kannst dir das ja selber ausrechnen, schnelladen geht in DE ab 60 ct/kWh los, meist deutlich darüber. Habe schon 82 oder 84 ct in München oder Berlin gesehen. Da bist du definitiv über den Fahrkosten von einem Diesel vor Golfkrieg, beisst die Maus keinen Faden ab
Langsam laden geht preislich, meist so um die 40 ct./kWh, manchmal 50-60 ct, kann man ja aber mit diversen Apps vermeiden.
Maßstab ist für mich Kalifornien oder generell USA, da liegen die allermeisten öffentlichen Ladesäulen bei ca. 20 ct/kWh, ganz selten gehts mal hoch auf die Untergrenze bei uns mit 40 ct.
Wie haben die das geschafft?
Die Konzerne beim Gewinn eingebremst, inhaltlich schon unter Bush eingetütet und kein Präsi dannach hat irgendwas verändert, auch kein Trump (ich bin kein Trump-Fan!).
Wäre auch bei uns möglich, traut sich nur keiner.
So ne Vattenfall und Co. macht Brutto-Reibach von 15-35 ct/kWh bei einem KWh in DE - muss ich jetzt nicht verstehen.
 
Warum wird eigentlich nicht da gekürzt, wo es die meisten Ausgaben gibt? Ach ja, weil man sich dann ja die "Alten" verprellt, die einen an der Macht halten -.-

Du kannst dir das ja selber ausrechnen, schnelladen geht in DE ab 60 ct/kWh los,
So ein Quatsch. Alles eine Frage des Anbieters und auch ggf eines gewählten Tarifs bei dem Anbieter.

Das hier ist ein Schnelllader-Beispiel aus der Region.

1776235420220.png


Oder hier am 22 KW Lader meiner Stadtwerke
1776235555946.png


Beides Beispiele für AdHoc-Laden.

Wir können uns keine 2,5 Mio. Eigentumswohnung leisten, sondern nur einen alten Bauernhof für 200.000 € Kaufpreis.
und wir müssen wöchentlich ca. 950 km zurücklegen.
Also beide, Frau wie ich, vielfahrender Berufspendler auf weite Stecke.
Das ist das, was ich mit "die Dörfler sollen leiser heulen" meinte.

Es ist nämlich kein drakonisches Gesetz mit staatlichem Zwang, sondern ein bewusst gewähltes Wohnmodell. Als ihr damals dort hinzogt, da habt ihr euch doch bestimmt Gedanken über die Pendelstrecke gemacht und für euch entschieden, dass es sich lohnt.

Wenn jeder von euch jeden Tag fast 100 km zu Arbeit hin und 100 km von der Arbeit zurückfährt - ich sage bewusst nicht "muss" - dann ist das angesichts der bewussten Wahl des Wohnortes in Bezug auf den Arbeitsort in meinen Augen nicht zu fördern.

Jetzt kann es natürlich sein, dass du/ihr mal näher am Wohnort tätig ward, und man beruflich sich verbessern konnte. An der Stelle meine ich aber dich zu kennen und unterstelle dir, dass du (als Wissenschaftler)/ihr das intensiv inkl. der Kosten diskutiert hättet. Die Entscheidung zu Gunsten des täglichen 2x 200 KM-Pendelns wäre nicht gefallen, wenn es sich nicht auch wirtschaftlich gelohnt hätte. Und selbst mit den höheren Kosten für den Treibstoff wird es sich vermutlich noch immer lohnen.

Versteh mich nicht falsch. Ich will dich nicht angehen oder so. Ich versuche nur Blicke auf eine Situation etwas geradezurücken oder zumindest einen anderen Blickwinkel anzubieten. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 25 Prozent möchten weniger als 15.000 Euro für ihr nächstes Auto ausgeben.
  • 56 Prozent haben ein Budget zwischen 15.000 und 50.000 Euro.
  • Lediglich zwölf Prozent planen Ausgaben von über 50.000 Euro – ein Rückgang im Vergleich zu 15 Prozent im Jahr 2025.
Also um nur mal einen europäischen Hersteller raus zu picken:
  • z.B. einen Spring
  • z.B. einen R4
  • z.B. einen Scenic
Also gibt es für alle passenden E-Autos. Es gibt gar kein Problem :banane: :fresse:
 
Warum wird eigentlich nicht da gekürzt, wo es die meisten Ausgaben gibt? Ach ja, weil man sich dann ja die "Alten" verprellt, die einen an der Macht halten -.-


So ein Quatsch. Alles eine Frage des Anbieters und auch ggf eines gewählten Tarifs bei dem Anbieter.

Das hier ist ein Schnelllader-Beispiel aus der Region.

Anhang anzeigen 1522190

Oder hier am 22 KW Lader meiner Stadtwerke
Anhang anzeigen 1522191

Beides Beispiele für AdHoc-Laden.



Das ist das, was ich mit "die Dörfler sollen leiser heulen" meinte.

Es ist nämlich kein drakonisches Gesetz mit staatlichem Zwang, sondern ein bewusst gewähltes Wohnmodell. Als ihr damals dort hinzogt, da habt ihr euch doch bestimmt Gedanken über die Pendelstrecke gemacht und für euch entschieden, dass es sich lohnt.

Wenn jeder von euch jeden Tag fast 100 km zu Arbeit hin und 100 km von der Arbeit zurückfährt - ich sage bewusst nicht "muss" - dann ist das angesichts der bewussten Wahl des Wohnortes in Bezug auf den Arbeitsort in meinen Augen nicht zu fördern.

Jetzt kann es natürlich sein, dass du/ihr mal näher am Wohnort tätig ward, und man beruflich sich verbessern konnte. An der Stelle meine ich aber dich zu kennen und unterstelle dir, dass du (als Wissenschaftler)/ihr das intensiv inkl. der Kosten diskutiert hättet. Die Entscheidung zu Gunsten des täglichen 2x 200 KM-Pendelns wäre nicht gefallen, wenn es sich nicht auch wirtschaftlich gelohnt hätte. Und selbst mit den höheren Kosten für den Treibstoff wird es sich vermutlich noch immer lohnen.

Versteh mich nicht falsch. Ich will dich nicht angehen oder so. Ich versuche nur Blicke auf eine Situation etwas geradezurücken oder zumindest einen anderen Blickwinkel anzubieten. :)
Ja, genau meine hiostorisch entwicklete Wohnsituation geht niemanden was an.
Da es aber wie meinesgleichen viele gibt, viel mehr als solche, die von de rHaustür in die arbeit fallen, ist es ein relavanter Faktor.
Wie erwähnt, können wir uns eine adequate Wohnsituation in der Stadt nicht leisten und nein, wir werden usnere zwei Teenie-Töchter garantiert nicht in einem 10m² Kinderzimmerloch aufwachsen lassen.
Das kann man mit Anspruchsgedanken abhaken, aber dafür arbeiten sowohl meine Frau und auch ich deutlich mehr als der Standardarbeitnehmer mit seiner 40 h Woche.

Zu den Tarifen:
Ja, haste Glück gehabt, wo auch immer die Region sein mag.
Diese Angebot finde ich aber im Großraum Mücnhen viel zu selten und mit Verlaub, bei 48 oder 52 ct/kWh Kaufstrom bist halt immer noch teurer unterwegs als mit Dieseldieter vor Irankrieg, ist halt so.

Macht aber nix, wir haben ja das E-KfZ und sind mittlerweile fast vollautark bzgl. Strom und Wärme zu Hause.

Das Problem haben nicht wir und sind nicht wir, sondern all jene (und das ist die Mehrzahl), die in einer völlig überteuerten 60 m² Innenstadtwohnung leben und eben keinen Zugriff auf Eigenstrom oder günstige Stromtarife haben.
Also um nur mal einen europäischen Hersteller raus zu picken:
  • z.B. einen Spring
  • z.B. einen R4
  • z.B. einen Scenic
Also gibt es für alle passenden E-Autos. Es gibt gar kein Problem :banane: :fresse:
Ja, wir haben fast alles angeschaut auf dem E-Markt.
Wir kommen von einem Dacia Duster, Benziner^^
Der war die ersten 3 Jahren gut und dann eine Vollkatastrophe.
Man kann sich gar nicht vorstellen, was alles bei einem Auto nach 3-5 Jahren kaputt gehen kann.
Biste mal in solch einer Möhre drinnen gesessen?
Das sind alles keine Autos (völlig unabhängig von der Antriebsart) sondern (sehr) schlechte Zustände.
 
und mit Verlaub, bei 48 oder 52 ct/kWh Kaufstrom bist halt immer noch teurer unterwegs als mit Dieseldieter vor Irankrieg, ist halt so.
Durchschnittliche 7 l /100 km mit Diesel waren vor dem Krieg bei einem Literpreis von 1,75 € für 12,25 € zu haben.
Durchschnittliche 20 KWh / 100 km bei einem preis von 0,60 € / kWh am Schnellader bekam man für 12 €. Nimmt man mein Beispiel am 22 KW AC Lader in Kiel, dann ist man bei 9,6 €. Deine Aussage ist also irgendwie nicht richtig.

Aktuell haben wir einen durchschnittlichen Dieselpreis von 2,30 € / Liter. Statt 12,25 € muss man stand heute 16,1 € pro 100 KM mit dem Diesel bezahlen. Ein Unterschied von 3,86 €. Recht beachtlich. Privat fahren die Deutschen mit dem PKW laut KBA aus 2024 im Schnitt etwas weniger als 10.000 KM / Jahr. Macht also 386 € / Jahr mehr für Diesel als vor dem Krieg. Pro Woche kostet das die Leute also 7,42 € mehr. Ist eine Schachtel Kippen. :ugly:

Nun gibt es sehr große Unterschiede, was die Verteilung angeht. Ich habe dazu mal ein wenig das Internetz befragt. Das ist das Ergebnis der Konversation mit Gemini - die Daten aus dem Chat sind gegen KBA, Statista und z.B. das Statistische Bundesamt verlinkt.

Meine Frage:
das kba sagt, dass pkw in deutschland im schnitt 10.000 km pro jahr bewegt werden. mir geht es um die größe des personenkreises, der sehr viel mehr als 10.000 km fährt und daraus folgernde die größe des personenkreises, der deutlich weniger fährt. davon ließe sich dann ableiten wer wirklich von den aktuellen preisen gebeutelt wird.

Die Antwort:
Um zu verstehen, wer wirklich von den Kraftstoffpreisen „gebeutelt“ wird, hilft ein Blick auf die Verteilung der Fahrleistung innerhalb der privaten Haushalte. Da Dienstwagen oft höhere Kilometerleistungen haben, verzerren sie den Schnitt nach oben.

Die Verteilung der Fahrleistung bei Privat-Pkw​

Betrachtet man ausschließlich private Haushalte, ergibt sich ein deutliches Bild der Gruppen:
  • Die „Wenigfahrer“ (unter 10.000 km): Dies ist die größte Gruppe in Deutschland. Laut Statista-Daten (2021) legt die Mehrheit der privaten Pkw-Nutzer jährlich zwischen 5.001 und 10.000 Kilometer zurück. Rechnet man die Gruppe hinzu, die weniger als 5.000 km fährt, kommt man auf einen erheblichen Teil der Bevölkerung, der im Alltag kaum durch Spritpreise belastet wird, da die absolute monatliche Spritmenge gering ist.
  • Die „Durchschnittsfahrer“ (ca. 10.000 – 15.000 km): Diese Gruppe gilt in der Versicherungsbranche als „normal“. Hier machen sich Preisschwankungen bemerkbar, führen aber meist nicht zu existenziellen Sorgen.
  • Die „Vielfahrer“ (über 20.000 km): Nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Privatpersonen (ohne Firmenwagen) knackt die 20.000-km-Marke. Diese Gruppe besteht primär aus Pendlern im ländlichen Raum, die keine Alternative zum Auto haben. [1]

Wer ist wirklich betroffen?​

Die Gruppe, für die Kraftstoffpreise ein echtes finanzielles Problem darstellen, lässt sich geografisch und beruflich eingrenzen:
  1. Ländliche Pendler: In Flächenstaaten wie Bayern oder Niedersachsen ist die Fahrleistung laut CHECK24 deutlich höher als in Stadtstaaten. Während ein Berliner im Schnitt nur ca. 9.500 km fährt, sind es in ländlichen Regionen oft über 13.000 km pro Jahr.
  2. Diesel-Besitzer: Da Diesel-Pkw im Schnitt fast 17.000 km pro Jahr bewegt werden (KBA-Statistik), trifft sie jede Preiserhöhung bei hoher Fahrleistung besonders hart.
  3. Haushalte mit geringem Einkommen auf dem Land: Hier trifft hohe Fahrleistung (Notwendigkeit) auf geringe finanzielle Puffer. [2]
Fazit für Ihr Verständnis: Die „große Masse“ der Pkw-Besitzer in Deutschland fährt tatsächlich so wenig (oft unter 10.000 km), dass die Spritpreisdiskussion für sie rechnerisch oft mehr ein emotionales als ein finanzielles Problem ist. Die Gruppe, die wirklich „gebeutelt“ wird, ist statistisch gesehen eine Minderheit von Fernpendlern, für die das Auto alternativlos ist.
Soll ich Ihnen einmal aufschlüsseln, wie viele Personen in Deutschland als „echte Fernpendler“ (über 50 km Arbeitsweg) gelten, um die Größe dieser Gruppe besser greifen zu können?

[1] https://de.statista.com
[2] https://cache.pressmailing.net

Ich:

Die Antwort:

In Deutschland gibt es etwa 20,5 Millionen Pendler (Stand 2024), was rund 60 % aller Erwerbstätigen entspricht. Die Gruppe derer, die wirklich weite Strecken zurücklegen und somit massiv von Kraftstoffpreisen betroffen sind, ist im Verhältnis zur Gesamtzahl der Autofahrer jedoch überraschend klein. [1, 2]

Verteilung der Pendeldistanzen (einfache Fahrt)​

Die Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und des Statistischen Bundesamtes zeigen folgende Struktur: [3, 4, 5]
  • Nahbereich (bis 10 km): Fast die Hälfte (49 %) aller Pendler hat einen Weg von weniger als 10 Kilometern. Für 27 % sind es sogar weniger als 5 Kilometer.
  • Mittelstrecke (10 bis 30 km): Etwa 30 % der Pendler bewegen sich in diesem Bereich.
  • Fernpendler (über 30 km): Rund 7,23 Millionen Menschen (ca. 21 %) fahren mehr als 30 Kilometer einfach.

    Darin enthalten:
    • Extreme Fernpendler (über 50 km): Etwa 4,05 Millionen Menschen legen mehr als 50 Kilometer pro Wegstrecke zurück.
    • Ultra-Fernpendler (über 100 km): Lediglich 2,36 Millionen Menschen pendeln über 100 Kilometer einfach. [3, 6, 7, 8, 9]

Wer wird durch Spritpreise wirklich "gebeutelt"?​

Wenn man die Privatpersonen ohne Dienstwagen betrachtet, kristallisieren sich zwei Kernfaktoren heraus:
  1. Nutzung des Pkw: Rund 65 % bis 68 % aller Pendler nutzen das Auto für den Arbeitsweg. Bei einer Distanz von 50 km einfach (100 km pro Tag) kommt ein Pendler allein durch die Arbeit auf ca. 22.000 Kilometer pro Jahr.
  2. Die "Betroffenheits-Minderheit": Die Gruppe der privaten Pkw-Besitzer, die über 50 km einfach pendeln (ca. 4 Mio. Menschen), macht nur etwa 8 bis 9 % der insgesamt rund 49 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw aus. [10, 11]
Fazit: Während die mediale Diskussion oft so wirkt, als sei ganz Deutschland finanziell durch Spritpreise bedroht, trifft dies primär auf diese ca. 10 % der Autofahrer (die Fernpendler) zu. Die große Mehrheit der deutschen Pkw (die "Wenigfahrer" und Kurzstreckenpendler) legt in der Summe so wenig Kilometer zurück, dass die monatlichen Mehrkosten oft im Bereich eines Restaurantbesuchs liegen. [12]

[1] https://www.hausundgrund-verband.de
[2] https://www.bbsr.bund.de
[3] https://www.destatis.de
[4] https://www.bbsr.bund.de
[5] https://www.destatis.de
[6] https://www.datapulse.de
[7] https://www.deutschlandatlas.bund.de
[8] https://www.meinbavaria.de
[9] https://fhffm.bsz-bw.de
[10] https://www.destatis.de
[11] https://www.destatis.de
[12] https://www.destatis.de

Ich wollte wissen, wie sich das mit den wirklich Einkommenschwachen auf dem Land verhält, die @RyzA im Blick hat und gefragt:
mich interessiert der impact für einkommenschwache haushalte bei den fernpendlern. wie groß ist in der anteil dieser gruppe?

Die Antwort:
Die Gruppe der Fernpendler (über 50 km einfache Fahrt) umfasst in Deutschland rund 4,05 Millionen Menschen. Innerhalb dieser Gruppe ist der Anteil einkommensschwacher Haushalte im Vergleich zu Gutverdienern jedoch deutlich unterrepräsentiert.

Einkommensverteilung bei Fernpendlern

Statistiken zum Pendelverhalten (BBSR, Destatis) und Mobilitätsanalysen zeigen eine klare Korrelation: Je höher das Einkommen, desto länger ist im Durchschnitt der Arbeitsweg.
  • Geringverdiener: Haushalte mit niedrigem Einkommen pendeln überwiegend auf Kurzstrecken (unter 10 km). Lange Pendelstrecken sind für diese Gruppe oft finanziell nicht tragbar, da die Fahrtkosten (Sprit, Verschleiß) einen zu großen Teil des Nettoeinkommens auffressen würden.
  • Gutverdiener: Akademiker und Führungskräfte stellen den größten Anteil der Fernpendler. Sie nehmen lange Wege in Kauf, um spezialisierte, hochbezahlte Jobs in Metropolen mit attraktivem Wohnraum im Umland zu verbinden.
  • Der "Impact": Während Geringverdiener seltener Fernpendler sind, trifft sie ein Anstieg der Spritpreise bei den notwendigen Kurz- und Mittelstrecken prozentual viel härter (bis zu 12 % des Budgets), da sie oft über weniger effiziente Fahrzeuge verfügen und kaum finanzielle Puffer haben.

Warum einkommensschwache Haushalte seltener fernpendeln

  1. Kosten-Nutzen-Verhältnis: Bei einem niedrigen Stundenlohn lohnt sich der zeitliche und finanzielle Aufwand für 100 km Fahrtweg pro Tag schlichtweg nicht.
  2. Verfügbarkeit von Dienstwagen: Fernpendeln ist oft mit Dienstwagenprivilegien verknüpft, die fast ausschließlich höheren Gehaltsgruppen vorbehalten sind.
  3. Berufsfelder: Jobs im Niedriglohnsektor (Einzelhandel, Reinigung, Pflege) sind lokal verteilt. Spezialisierte Jobs, für die man weit fährt, sind meist besser bezahlt.

Die "echte" Problemgruppe

Die Gruppe, die am stärksten unter den Spritpreisen leidet, ist nicht die Masse der Fernpendler, sondern die „gefangenen Autofahrer“ im ländlichen Raum:
  • Mittelgroße Pendeldistanzen (15–25 km).
  • Kein Anschluss an den ÖPNV.
  • Einkommen im unteren Mittelfeld, das keine Umstellung auf teure E-Autos erlaubt.
Fazit: Der Anteil einkommensschwacher Haushalte an den 10 % Fernpendlern ist gering (geschätzt unter 15 % dieser Gruppe). Die „Spritpreis-Not“ bei Geringverdienern entsteht meist schon auf deutlich kürzeren Strecken, weil dort die Mobilitätskosten eine extreme Hebelwirkung auf das restliche verfügbare Einkommen haben. [1]

[1] https://hal.science

Das ist jetzt ein bisschen ausgeufert. Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass diese staatliche Intervention mit dem Spritpreis eigentlich nur eher Besserverdiener wirklich hilft, denn einkommensschwache Menschen im ländlichen Raum, die wirklich große Strecken pendeln "müssen", sind mit um die 500.000 Pendlern doch eher übersichtlich.
 
....es geht ja nicht nur um Autofahrer.

So gut wie alle Waren die im Regal stehen, werden per LKW angeliefert.
--> Transportkosten werden an den Kunden weitergeben, egal ob er selber viel oder weniger fährt.

Und die Waren selbst, werden ebenfalls teurer --> weil ihre Bestandteile meist auch transportiert werden müssen.

Will heißen, an den Dieselpreisen hängt schon vieles dran.
 
dass die Spritpreisdiskussion für sie rechnerisch oft mehr ein emotionales als ein finanzielles Problem ist.

Es ist tatsächlich vorrangig ein emotionales Problem. Ist halt so in Autoschland.

Will heißen, an den Dieselpreisen hängt schon vieles dran.
Richtig. Das sieht aber der Kunde an der Tanksäule nicht.
Daher wäre meiner Meinung nach eine Senkung der Mwst für Waren des täglichen Bedarfes sinnvoller.

Das ist vermutlich eine viel krassere Nummer als die Pendler.
Natürlich und der Preis der den Handel erreicht wird auch bei sinkenden Kraftstoffpreisen nicht sinken.
 
Richtig spannend wird es sowieso erst, wenn ein Dieselmangel entsteht.
Und man muss nicht mal den worst case (kein Diesel verfügbar) annehmen, sondern einfach nur eine "echte" Preiserhöhung.
Sagen wir mal der Liter kostet moderate 10-15€.
Das bekommt man als ein Staat dann auch nicht mehr mit Steuererleichterungen gelöst....weil OHNE Steuern der Diesel dann immer noch 7€ kostet.

Auch wenn es im ersten Moment unrealistisch klingen mag, möglich ist alles.
Und auf den Fall sollte sich die Regierung, zumindest in Planspielen, vorbereiten.
Sonst gibt es Chaos.
 
Richtig spannend wird es sowieso erst, wenn ein Dieselmangel entsteht.
Ne da gibt es Bezugsscheine da wird noch ein wenig an den Privatkonsumenten verteilt was die Wirtschaft noch übrig hat. Der Preis wird eventuell auch vom Staat festgelegt.
Vorher gibt es aber wieder die Autofreien Sonntage. Daraus wird das Autofreie Wochenende und im Anschluß darf nur noch an Wochentagen gefahren werden die mit "A" anfangen.
 

Die Union wollte tatsächlich den ersten Mai als Feiertag abschaffen. Die Deutschen arbeiten ja zu wenig! :daumen:

Edit:

@Andreas1975

 
Zuletzt bearbeitet:
Ne da gibt es Bezugsscheine da wird noch ein wenig an den Privatkonsumenten verteilt was die Wirtschaft noch übrig hat. Der Preis wird eventuell auch vom Staat festgelegt.
Vorher gibt es aber wieder die Autofreien Sonntage. Daraus wird das Autofreie Wochenende und im Anschluß darf nur noch an Wochentagen gefahren werden die mit "A" anfangen.
Der Staat macht keinen Diesel, der wird gekauft vom Anbieter.
Und der Preis wird auf dem Markt bestimmt, der Ort wo sich Anbieter und Nachfrager treffen.
Da hat der Staat diesbezüglich gar nichts zu melden.
Staatliche Reserven kann er zum Festpreis auf den Markt kippen, das hilft aber salopp gesagt "nur von früh bis mittag".

Der Rest müsste dann so kommen wie beschrieben, Fahrverbote für Private.
Wenn der Diesel dann aber immer noch knapp ist und noch knapper wird --> bleibt der Preis hoch und wird weiter steigen.

Abhängigkeit ist halt ne blöde Sache.
 
Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall soll auch gekürzt werden:
Nicht nur gekürzt, auch soll die Frist allgemein gelten und nicht für jeden Krankheitsfall separat.

Und der Karenztag ist auch mega. Der erste Krankheitstag soll, so wird es diskutiert, pauschal gar nicht bezahlt werden. Wir unterstellen also erstmal pauschal jedem, dass er blau macht und gar nicht krank ist. Es wird schön weiter am Sozialstaat gespart, bei denen, die auf Hilfe angewiesen sind.
 
Der Staat macht keinen Diesel, der wird gekauft vom Anbieter.
Das kann auch der Staat machen um im Anschluss einen Preis festzulegen. Ist halt das extrem wenn der Staat regeln möchte wer den sehr knappen Diesel überhaupt noch per Bezugsschein erhält.
Die staatlichen Reserven sind zum Beispiel für die notwendigen staatlichen Aufgaben sprich Verteidigung, Katastrophen Schutz. Da wird nichts von auf den Markt insbesondere nicht für Private Nutzung geworfen.

Gott behüte uns davor das es nur im Ansatz so weit kommt wenn jetzt schon alle hohldrehen wegen hoher Preise, unvorstellbar was los ist wenn die Tankstellen trocken bleiben.
Edit:

@Andreas1975

Mein reden!
 
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