Neue Bundesregierung 2025

Nachdem der "Boomer-Rente" eine Absage erteilt wurde:

In Deutschland stehen die Sozialsysteme unter Druck: Wirtschaftsministerin Reiche will gegensteuern und pocht darauf, dass die Lebensarbeitszeit steigt. Aus ihrer eigenen Partei und von Sozialverbänden kommt heftiger Widerspruch.

Reiche sieht Vereinigte Staaten als Vorbild​

Daher müssten Anreize für Frühverrentungen gestoppt werden, sagte Reiche - ohne ausdrücklich ein Ende der vorzeitigen Rente für langjährige Versicherte zu fordern, bekannt unter dem Namen Rente mit 63. Es gebe viele Beschäftigte in körperlich anstrengenden Berufen. Es gebe aber auch viele, die länger arbeiten wollten und könnten.

Allerdings hält Reiche die sozialen Sicherungssysteme bereits jetzt für überlastet. Nach Einschätzung der Wirtschaftsministerin reichen die im Koalitionsvertrag vereinbarten Reformen nicht aus. "Die Kombination aus Lohnnebenkosten, Steuern und Abgaben machen den Faktor Arbeit in Deutschland auf Dauer nicht mehr wettbewerbsfähig", sagte Reiche.

Unternehmen mit US-Standort berichteten, dass deren Beschäftigte in den USA 1.800 Stunden pro Jahr arbeiteten, in Deutschland aber nur 1.340 Stunden, so Reiche. "Im internationalen Vergleich arbeiten die Deutschen im Durchschnitt wenig."

und


CDA: Keine Grundlage im Koalitionsvertrag​

Kritik an den Aussagen kommt vom CDU-Sozialflügel. CDA-Bundesvize Christian Bäumler sieht Reiche als Fremdkörper in der Bundesregierung. Ihre Forderungen hätten keine Grundlage im Koalitionsvertrag. "Wer als Wirtschaftsministerin nicht realisiert, dass Deutschland eine hohe Teilzeitquote und damit eine niedrige durchschnittliche Jahresarbeitszeit hat, ist eine Fehlbesetzung", sagte er.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) übte ebenfalls Kritik. Durch ein mögliches Credo, dass die Menschen länger arbeiten könnten, dürfe es nicht "zu einer Anhebung des Renteneintrittsalters durch die Hintertür kommen", sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. Eine Stabilisierung des Rentensystems könne nur eine Erwerbstätigenversicherung bringen, die Beamte und Abgeordnete in die gesetzliche Rente einbeziehe.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnte vor einer Erhöhung des Rentenalters. "Für gute Renten muss jetzt auf der Einnahmeseite der Rentenversicherung mehr reinkommen", sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. Gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie die Mütterrente müssten aus Steuergeldern und nicht aus der Rentenkasse bezahlt werden.
Quelle: Wirtschaftsministerin Reiche fordert längere Lebensarbeitszeit

Am besten nach dem Berufsleben direkt ins Grab. :schief:
 
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Am besten nach dem Berufsleben direkt ins Grab. :schief:
Gegenfrage, was würdest du ändern?

Fakt ist Menschen leben immer länger und gleichzeitig kommen immer weniger Menschen nach. Das Rentensystem muss sich fundamental ändern und ein Teil wird mit Sicherheit eine Anhebung des Eintrittsalters sein. Je länger man damit wartet desto ekliger wird es. Hauptsache man selbst ist nicht davon betroffen.

Edit: Es geht mir nur um das Thema Rente, das Gelaber um „zu wenig Arbeitszeit im vergleich zu den USA“ ist natürlich Quatsch.
 
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Gegenfrage, was würdest du ändern?

Fakt ist Menschen leben immer länger und gleichzeitig kommen immer weniger Menschen nach. Das Rentensystem muss sich fundamental ändern und ein Teil wird mit Sicherheit eine Anhebung des Eintrittsalters sein. Je länger man damit wartet desto ekliger wird es. Hauptsache man selbst ist nicht davon betroffen.

Edit: Es geht mir nur um das Thema Rente, das Gelaber um „zu wenig Arbeitszeit im vergleich zu den USA“ ist natürlich Quatsch.
Es wurde die "Boomer Rente" vorgeschlagen. Die wurde von Union und SPD abgelehnt.
Damit hätte man sozial-gerecht das Rentensystem reformieren können.

Aber die größten Wählergruppen sind bei Union und SPD die Rentner. Damit möchte man es sich nicht verscherzen.
 
Aber die größten Wählergruppen sind bei Union und SPD die Rentner. Damit möchte man es sich nicht verscherzen.
Die Beamten sitzen im Bundestag. Gegen die kannste auch keine Politik machen. Reformen sind kompliziert. Die Politik wartet, bis einen das auf die Füße fällt.
 
Es wurde die "Boomer Rente" vorgeschlagen. Die wurde von Union und SPD abgelehnt.
Damit hätte man sozial-gerecht das Rentensystem reformieren können.
Du bezahlst dein Arbeitsleben(Vollzeit) lange in die Rente ein und nach Eintritt in die Rente bezahlste weiterhin in die Rente für jemanden ein, der eventuell nur Teilzeit hatte...was soll daran gerecht sein?

Ich bin ganz froh, das ich nicht mehr in die gesetzliche Rente einzahle, dieser ganze Hickhack, was da mittlerweile los ist. Ich lass mir von nem Sesselfurzer nicht sagen, das ich mit 70 noch in Maschinen rumkrabbeln soll oder meine verdiente Rente auch noch teilen soll.
 
Du bezahlst dein Arbeitsleben(Vollzeit) lange in die Rente ein und nach Eintritt in die Rente bezahlste weiterhin in die Rente für jemanden ein, der eventuell nur Teilzeit hatte...was soll daran gerecht sein?
Es gibt sogar welche die haben ihr Leben lang in Vollzeit gearbeitet und haben trotzdem ne mickrige Altersrente.
Ich bin ganz froh, das ich nicht mehr in die gesetzliche Rente einzahle, dieser ganze Hickhack, was da mittlerweile los ist. Ich lass mir von nem Sesselfurzer nicht sagen, das ich mit 70 noch in Maschinen rumkrabbeln soll oder meine verdiente Rente auch noch teilen soll.
Wenn du privat vorsorgen kannst es ja schön für dich.
 
Diese Rentendiskussion ist doch Kokolores.

Ich hatte mal eine Diskussion mit meiner Mum, die das auch alles ungerecht fand. Solange so viel gearbeitet, und doch so wenig Rente. Dann haben wir mal ausgerechnet, was sie so zeit Ihres Lebens eingezahlt hatte, dass auf die theoretischen 17 Jahre ihres Rentenbezuges inkl. einer Verzinsung von 2,5 % aufgeteilt und festgestellt, dass sie ziemlich genau das herausbekommt, was sie inkl. Verzinsung eingezahlt hat.

Grund dafür war nicht, dass der Staat und die "Sesselfurzer" da zu sehr drin herumpfuschen, sondern der Fakt, dass viele Menschen mit kleinen Renten eben auch in ihrer Hauptlebenszeit viel zu wenig eingezahlt haben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Im Falle meiner Mutter war ihr beruflicher Werdegang nun mal ... Hauptschule > Ausbildung Einzelhandel > 2 Jahre Vollzeit > 12 Jahre Vollzeitmutter > viele Jahre Putzjobs unter der Hand > sozialvers. Teilzeit mit 75 % für ein paar Jahre > unbezahlte Halbtagsbürokraft bei meinem Dad und nebenbei ein paar Gelegenheitsjobs in der Ferienvermietung bis zur "Rente". Dass bei dem Werdegang am Ende von der Rente keine Trauben ins Maul hängen können, sollte jedem klar sein. Hat sie sich aber nie 'nen Kopp drum gemacht. Und so geht das ganz vielen!

Mir steht z.B. eine Rente von 136 € / Monat zu. Wenn ich nicht durch meinen Job Werte schaffe, dann wird das düster - sehr düster! Mir ist das aber klar.

Um bei meiner Mum zu bleiben; die 12 Jahre Mutter, bzw. der Zeitraum bis ich und meine Schwester volljährig waren, sollte man mit - keine Ahnung, just a guess - 65 % des Durchschnittslohnes des jeweiligen Jahres zur Rente mit anrechnen. Das würde gerade vielen Frauen aus der Rentenbredoullie helfen.
 
Ich hatte mal eine Diskussion mit meiner Mum, die das auch alles ungerecht fand. Solange so viel gearbeitet, und doch so wenig Rente. Dann haben wir mal ausgerechnet, was sie so zeit Ihres Lebens eingezahlt hatte, dass auf die theoretischen 17 Jahre ihres Rentenbezuges inkl. einer Verzinsung von 2,5 % aufgeteilt und festgestellt, dass sie ziemlich genau das herausbekommt, was sie inkl. Verzinsung eingezahlt hat.

Grund dafür war nicht, dass der Staat und die "Sesselfurzer" da zu sehr drin herumpfuschen, sondern der Fakt, dass viele Menschen mit kleinen Renten eben auch in ihrer Hauptlebenszeit viel zu wenig eingezahlt haben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Im Falle meiner Mutter war ihr beruflicher Werdegang nun mal ... Hauptschule > Ausbildung Einzelhandel > 2 Jahre Vollzeit > 12 Jahre Vollzeitmutter > viele Jahre Putzjobs unter der Hand > sozialvers. Teilzeit mit 75 % für ein paar Jahre > unbezahlte Halbtagsbürokraft bei meinem Dad und nebenbei ein paar Gelegenheitsjobs in der Ferienvermietung bis zur "Rente". Dass bei dem Werdegang am Ende von der Rente keine Trauben ins Maul hängen können, sollte jedem klar sein. Hat sie sich aber nie 'nen Kopp drum gemacht. Und so geht das ganz vielen!
Es sind nicht nur Frauen in Teilzeit, sondern auch ganz viele Menschen welche im Niedriglohnsektor arbeiten. Deswegen hat man u.a. auch gefordert den Mindestlohn zu erhöhen!
Mir steht z.B. eine Rente von 136 € / Monat zu. Wenn ich nicht durch meinen Job Werte schaffe, dann wird das düster - sehr düster! Mir ist das aber klar.
Du bist selbstständig. Sicherst du dich nicht auch privat ab?
Um bei meiner Mum zu bleiben; die 12 Jahre Mutter, bzw. der Zeitraum bis ich und meine Schwester volljährig waren, sollte man mit - keine Ahnung, just a guess - 65 % des Durchschnittslohnes des jeweiligen Jahres zur Rente mit anrechnen. Das würde gerade vielen Frauen aus der Rentenbredoullie helfen.
Das wäre gut!
 
Um bei meiner Mum zu bleiben; die 12 Jahre Mutter, bzw. der Zeitraum bis ich und meine Schwester volljährig waren, sollte man mit - keine Ahnung, just a guess - 65 % des Durchschnittslohnes des jeweiligen Jahres zur Rente mit anrechnen. Das würde gerade vielen Frauen aus der Rentenbredoullie helfen.
Meine Mutter hat Vollzeit trotz uns Kindern weitergearbeitet, das wäre ja auch wieder nicht gerecht.
 
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