Neue Bundesregierung 2025

Merz sagt, daß die Deutschen wenig arbeiten, aber Monitor hält dagegen: Teilzeit ist mehr als Teilzeit!

Wer das nicht versteht, dem hilft das Magazin auf die Sprünge: Die Zahlen (Arbeitsstunden pro Kopf und Jahr) stimmen nicht, weil Leute in Teilzeit arbeiten. Das ist tatsächlich ihre Erklärung und sie haben sogar einen Experten, der das bestätigt!


Am Ende fragt sich Monitor, ob der Journalismus am Ende ist. Die Antwort ist ein Ja. Auf diesem Niveau hält sich Monitor standhaft über die ganze Sendung hinweg. Viel Spaß!
 
Ich hätte mir auch mehr gewünscht. Aber immer noch besser als gar keine Erhöhung!
Erhöhung war zu erwarten. Aber ich verspreche doch nichts, auf das ich keinen Einfluss haben.
Die Union bricht ständig, aber nach den letzten Umfragen stört es keinen Unionswähler.
Die Sozen sind aber anfälliger, eben weil es mit Grünen und Linke Alternativen gibt.
 
Erhöhung war zu erwarten. Aber ich verspreche doch nichts, auf das ich keinen Einfluss haben.
Die Union bricht ständig, aber nach den letzten Umfragen stört es keinen Unionswähler.
Die Sozen sind aber anfälliger, eben weil es mit Grünen und Linke Alternativen gibt.
Ist doch von Anfang an klar gewesen, dass sie sich nach der Empfehlung der Mindestlohn-Kommission orientieren.
 
Rechnen, also 7. Klasse Niveau Dreisatz, ist nicht so deins?
Die Zahlen (Arbeitsstunden pro Kopf und Jahr) stimmen nicht, weil Leute in Teilzeit arbeiten. Das ist tatsächlich ihre Erklärung und sie haben sogar einen Experten, der das bestätigt!

Ich helfe.

41 Mio Menschen (so viele Berufstätige wie noch nie) erbringen 61 Mrd. (so viele wie noch nie) Arbeitsstunden. Also 61 Mrd / 41 Mio = ~ 1.500 Stunden pro Person, WENN dieses alles Vollzeitkräfte sind!

Wir haben in Deutschland eine Teilzeitquote von rund 30 %. Das heißt, es arbeiten 70 % etwa 40 h die Woche und 30 % im Schnitt so um die 30h.

29 Mio (70%) in Vollzeit arbeiten 40h die Woche und das 46 Wochen im Jahr. Das sind 40h x 46 Wochen = 1.840 h / Jahr pro Vollzeitkraft. Jedes Jahr machen Deutsche Arbeitnehmer in etwa 1 Mrd. Überstunden. In Teilzeit vermutlich eher nicht so, als teile ich die durch 29 Mio und komme auf 35 Stunden / Jahr pro Vollzeitstelle.

Fazit: Es arbeiten die Leute in Vollzeit ganz grob gesagt also fast 1.900 h / Jahr. Wo landet man dann in der Liste? Nicht ganz hinten, sondern auf Platz 5 (!) neben Süd-Korea.

12 Mio (30%) Teilzeitkräfte sind im Schnitt mit 30 Stunden / Woche dabei. Da entsprechend weniger Urlaubstage zusammenkommen, muss man mit 48 Wochen rechnen. Also 30 Stunden je Woche * 48 Wochen = 1.440 Stunden / Jahr.

Bei den Teilzeitkräften sind 48 % aller berufstätigen Frauen zu finden. Bei den Vollzeitstellen sind es 88 % aller berufstätigen Männer.

Wenn nun ein Merz kommt und sagt, dass mehr gearbeitet werden muss, dann bedeutet das für den überwältigenden Großteil der Männer, dass sie deutlich mehr als 40h die Woche arbeiten sollen!

Bei den Frauen bedeutet es, dass man sich um die Bedürfnisse von Kindern, dem Haushalt und ggf. anderen Familienangehörigen, denn deswegen arbeiten so viele Frauen in Teilzeit, anders kümmern müsste. Aber da versagt der Staat ja regelmäßig.

Ich weiß ja nicht, wie du so tickst, aber ich sehe da nicht so wirklich das Potenzial für mehr. Aber da du ja die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben scheinst, kannst du mich bestimmt erhellen, ja? :P
 
Rechnen, also 7. Klasse Niveau Dreisatz, ist nicht so deins?


Ich helfe.

41 Mio Menschen (so viele Berufstätige wie noch nie) erbringen 61 Mrd. (so viele wie noch nie) Arbeitsstunden. Also 61 Mrd / 41 Mio = ~ 1.500 Stunden pro Person, WENN dieses alles Vollzeitkräfte sind!

Wir haben in Deutschland eine Teilzeitquote von rund 30 %. Das heißt, es arbeiten 70 % etwa 40 h die Woche und 30 % im Schnitt so um die 30h.

29 Mio (70%) in Vollzeit arbeiten 40h die Woche und das 46 Wochen im Jahr. Das sind 40h x 46 Wochen = 1.840 h / Jahr pro Vollzeitkraft. Jedes Jahr machen Deutsche Arbeitnehmer in etwa 1 Mrd. Überstunden. In Teilzeit vermutlich eher nicht so, als teile ich die durch 29 Mio und komme auf 35 Stunden / Jahr pro Vollzeitstelle.

Fazit: Es arbeiten die Leute in Vollzeit ganz grob gesagt also fast 1.900 h / Jahr. Wo landet man dann in der Liste? Nicht ganz hinten, sondern auf Platz 5 (!) neben Süd-Korea.

12 Mio (30%) Teilzeitkräfte sind im Schnitt mit 30 Stunden / Woche dabei. Da entsprechend weniger Urlaubstage zusammenkommen, muss man mit 48 Wochen rechnen. Also 30 Stunden je Woche * 48 Wochen = 1.440 Stunden / Jahr.

Bei den Teilzeitkräften sind 48 % aller berufstätigen Frauen zu finden. Bei den Vollzeitstellen sind es 88 % aller berufstätigen Männer.

Wenn nun ein Merz kommt und sagt, dass mehr gearbeitet werden muss, dann bedeutet das für den überwältigenden Großteil der Männer, dass sie deutlich mehr als 40h die Woche arbeiten sollen!

Bei den Frauen bedeutet es, dass man sich um die Bedürfnisse von Kindern, dem Haushalt und ggf. anderen Familienangehörigen, denn deswegen arbeiten so viele Frauen in Teilzeit, anders kümmern müsste. Aber da versagt der Staat ja regelmäßig.

Ich weiß ja nicht, wie du so tickst, aber ich sehe da nicht so wirklich das Potenzial für mehr. Aber da du ja die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben scheinst, kannst du mich bestimmt erhellen, ja? :P
Hier hast du aktuelle Zahlen, sie weichen deutlich von deinen ab:

Monitor meint, sie seien falsch, weil es die Teilzeit gibt. Und das ist Desinformation. Wenn 39 % Teilzeitbeschäftigte sind, sehe ich sehr viel Potential für mehr Arbeit. Aber nur theoretisch. Unternehmen heuern nur so viele Kräfte an, wie sie brauchen. Auf der anderen Seite besteht aber auch ein Mangel an Kräften. Die Lösung wäre also, die Teilzeitstellen in Vollzeitstellen umzuwandeln und die freigewordenen Kräfte jenen Betrieben zuzuführen, die unter einem Mangel leiden.
 
Hier hast du aktuelle Zahlen, sie weichen deutlich von deinen ab:

Monitor meint, sie seien falsch, weil es die Teilzeit gibt. Und das ist Desinformation. Wenn 39 % Teilzeitbeschäftigte sind, sehe ich sehr viel Potential für mehr Arbeit. Aber nur theoretisch. Unternehmen heuern nur so viele Kräfte an, wie sie brauchen. Auf der anderen Seite besteht aber auch ein Mangel an Kräften. Die Lösung wäre also, die Teilzeitstellen in Vollzeitstellen umzuwandeln und die freigewordenen Kräfte jenen Betrieben zuzuführen, die unter einem Mangel leiden.
Die Zahlen habe ich der Statistik entnommen, aus der die CDU zitiert. Mit 61 Mrd geleisteter Stunden ist das ja Deckungsgleich mit deinem Link. Was sich verändert hat, ist das Verhältnis Vollzeit zu Teilzeit. Ich hatte Zahlen mit 30 %, dein IAB Link sagt 40 %.

Du setzt voraus, dass man Teilzeit macht, weil man es toll findet? Mag vielleicht bei einigen Stimmen, doch bei der Mehrzahl der Leute ist das nicht so. Da spielen Faktoren wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Rolle. Der Anteil der Frauen im Beruf hat sich im Laufe der Jahre deutliche vergrößert und in der Folge auch der Anteil der Teilzeit. Du kannst daraus nicht mit einem Fingerschnippen Vollzeitstellen machen, weil diese Stellen dann schlicht nicht besetzt würden.
 
Du setzt voraus, dass man Teilzeit macht, weil man es toll findet? Mag vielleicht bei einigen Stimmen, doch bei der Mehrzahl der Leute ist das nicht so.
Da wäre ich mir nicht so sicher, das Thema hatten wir schon und da hatte ich ja auch bereits von einer Studie eines Soziologen berichtet aus der hervorging, dass ein größerer Teil das freiwillig macht und nicht weil es nicht anders geht oder sein muss und daran auch nichts ändern möchte. Ich beharre nicht darauf, dass das wissenschaftlich 100%ig fundiert ist aber es wäre zumindestens deckungsgleich, hier in Berlin, mit so vielen Menschen, die ich kenne, mich eingeschlossen, die hier in Teilzeit arbeiten.

MfG
 
Die Zahlen habe ich der Statistik entnommen, aus der die CDU zitiert. Mit 61 Mrd geleisteter Stunden ist das ja Deckungsgleich mit deinem Link. Was sich verändert hat, ist das Verhältnis Vollzeit zu Teilzeit. Ich hatte Zahlen mit 30 %, dein IAB Link sagt 40 %.

Du setzt voraus, dass man Teilzeit macht, weil man es toll findet? Mag vielleicht bei einigen Stimmen, doch bei der Mehrzahl der Leute ist das nicht so. Da spielen Faktoren wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Rolle. Der Anteil der Frauen im Beruf hat sich im Laufe der Jahre deutliche vergrößert und in der Folge auch der Anteil der Teilzeit. Du kannst daraus nicht mit einem Fingerschnippen Vollzeitstellen machen, weil diese Stellen dann schlicht nicht besetzt würden.
Wie kommst du darauf? Die machen Teilzeit, weil es sonst nichts gibt. Wie man sieht, greift das immer weiter um sich.
Außerdem könnte mal ein Link zu deinen Zahlen nicht schaden, damit man das vergleichen kann.
 
Die machen Teilzeit, weil es sonst nichts gibt.
Äh, nein?

Nehmen wir mal die Abteilung meiner Frau als Beispiel. Chefin, zwei Kolleg*innen und sie sind Vollzeitkräfte, 3 weitere Frauen mit Kindern und eine mit pflegebedürftigem Elternteil machen Teilzeit zwischen 25 und 30 Wochenstunden. Ein Mann mit körperlichen Einschränkungen macht ebenfalls Teilzeit. Jeder von den Teilzeitlern könnte sofort auf Vollzeit hochgehen. Das ist jetzt ÖD im oberen Dienstsegment.

Anderes Beispiel, Gastrobereich. Ein Freund hätte Platz für jede Menge Vollzeitkräfte. Männer gibt es da kaum bis gar nicht. Also schaffen da fast nur. Die haben aber fast alle Kinder und können in der Folge nur Teilzeit machen, weil Mann der Vollzeitarbeiter ist.

Anderer Kollege aus der Bauwirtschaft. Gleiches Spiel. Platz für jede Menge Vollzeitkräfte. Frauen machen Teilzeit, weil wegen Kindern.

Mein Steuerberater, wo die Tochter mit in der Kanzlei ist. Grad erst heute wieder mit ihr gesprochen. Sie hat vier Kinder, muss sich drum kümmern, weil der Mann Vollzeit arbeitet. Arbeitet Teilzeit.

Es ist überall das gleiche Bild. Sehr viele Frauen, sofern sie die Bälger nicht irgendwohin 10h abgeben können, was so gut wie gar nicht geht, arbeiten in Teilzeit. Und das zieht den Schnitt der Arbeitsstunden pro Kopf, wie ihn die CDU/CSU ins Feld führt, runter. Deswegen auch meine Rückwärtsrechnung mit den durchschnittlichen Stunden pro Woche und der daraus folgenden Jahresstundenanzahl und wie diese den Gesamtschnitt beeinflusst.

Es bleibt bei meiner Aussage: Wenn Merz und Konsorten meint, es müsse wieder mehr (??? - Es ist noch nie so viel gearbeitet worden) gearbeitet werden, dann bedeutet das für die allermeisten Männer wieder deutlich mehr als 40h die Woche zu malochen. Mit 20 sagt man vielleicht noch okay. Mit 30/40 und Kindern wird's dann schon ätzend. Ab 50 und den einsetzenden körperlichen Ausfallerscheinungen hat man dann schon keinen Spaß mehr. Und für die letzten 10 Jahre, die man seitens CDU/CSU auch anpeilt, wird's dann richtig ätzend.

Mal ganz nebenbei gefragt: Wenn die von mehr arbeiten reden, meinen die dann auch mehr Geld verdienen?

von einer Studie eines Soziologen
Eine, eines.

Gibt es noch mehr als das, was das untermauert, denn, siehe davor ...

---

Am besten wäre es, wenn Frauen gar nicht mehr arbeiten gehen. Dann hätten wir fast nur männliche Vollzeitarbeitnehmer und bei dem Mehr an gewünschter Arbeit einen Jahresschnitt von über 2000 h / Arbeitskraft. :lol:
 
Äh, nein?

Nehmen wir mal die Abteilung meiner Frau als Beispiel. Chefin, zwei Kolleg*innen und sie sind Vollzeitkräfte, 3 weitere Frauen mit Kindern und eine mit pflegebedürftigem Elternteil machen Teilzeit zwischen 25 und 30 Wochenstunden. Ein Mann mit körperlichen Einschränkungen macht ebenfalls Teilzeit. Jeder von den Teilzeitlern könnte sofort auf Vollzeit hochgehen. Das ist jetzt ÖD im oberen Dienstsegment.

Anderes Beispiel, Gastrobereich. Ein Freund hätte Platz für jede Menge Vollzeitkräfte. Männer gibt es da kaum bis gar nicht. Also schaffen da fast nur. Die haben aber fast alle Kinder und können in der Folge nur Teilzeit machen, weil Mann der Vollzeitarbeiter ist.

Anderer Kollege aus der Bauwirtschaft. Gleiches Spiel. Platz für jede Menge Vollzeitkräfte. Frauen machen Teilzeit, weil wegen Kindern.

Mein Steuerberater, wo die Tochter mit in der Kanzlei ist. Grad erst heute wieder mit ihr gesprochen. Sie hat vier Kinder, muss sich drum kümmern, weil der Mann Vollzeit arbeitet. Arbeitet Teilzeit.

Es ist überall das gleiche Bild. Sehr viele Frauen, sofern sie die Bälger nicht irgendwohin 10h abgeben können, was so gut wie gar nicht geht, arbeiten in Teilzeit. Und das zieht den Schnitt der Arbeitsstunden pro Kopf, wie ihn die CDU/CSU ins Feld führt, runter. Deswegen auch meine Rückwärtsrechnung mit den durchschnittlichen Stunden pro Woche und der daraus folgenden Jahresstundenanzahl und wie diese den Gesamtschnitt beeinflusst.

Es bleibt bei meiner Aussage: Wenn Merz und Konsorten meint, es müsse wieder mehr (??? - Es ist noch nie so viel gearbeitet worden) gearbeitet werden, dann bedeutet das für die allermeisten Männer wieder deutlich mehr als 40h die Woche zu malochen. Mit 20 sagt man vielleicht noch okay. Mit 30/40 und Kindern wird's dann schon ätzend. Ab 50 und den einsetzenden körperlichen Ausfallerscheinungen hat man dann schon keinen Spaß mehr. Und für die letzten 10 Jahre, die man seitens CDU/CSU auch anpeilt, wird's dann richtig ätzend.

Mal ganz nebenbei gefragt: Wenn die von mehr arbeiten reden, meinen die dann auch mehr Geld verdienen?


Eine, eines.

Gibt es noch mehr als das, was das untermauert, denn, siehe davor ...

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Am besten wäre es, wenn Frauen gar nicht mehr arbeiten gehen. Dann hätten wir fast nur männliche Vollzeitarbeitnehmer und bei dem Mehr an gewünschter Arbeit einen Jahresschnitt von über 2000 h / Arbeitskraft. :lol:

Habe die andere ad hoc nicht gefunden aber das sagt das gleiche aus, die Grundzufriedenheit ist bei Teilzeit höher als bei Vollzeit und viele wählen das aktiv nicht unbedingt weil sie es müssen bzw selbst dann wollen sie in Teilzeit bleiben und oftmals nicht wechseln und genau das kann ich hier auch beobachten. Ich kenne sehr viele Teilzeitkräfte.

Und hier noch das andere was ich meinte:

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Nehmen wir doch das einmal und streichen den statistischen Unsinn mit dem durchschnittlichen Arbeitsstunden und Einkommen mal raus.

Da ist ein Absatz, der wirklich relevant ist.
Für die Mehrheit (55 %) der Beschäftigten in Teilzeit ist Freizeit wichtiger als ein hohes Gehalt oder Karrierechancen. Außerdem werden gesundheitliche Gründe für die Entscheidung zur Teilzeitbeschäftigung genannt (38 % der Beschäftigten geben an, aufgrund mentaler Anstrengung in Teilzeit zu arbeiten, 37 % nennen körperliche Anstrengung). Mehr als ein Drittel arbeitet nicht in Vollzeit, da es sich für sie steuerlich beziehungsweise finanziell nicht rentieren würde. 31 % geben an aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige weniger zu arbeiten, 26 % meinen, ihr Arbeitgeber hätte keinen Bedarf (StepStone 2023)[1].

Da steht doch (grob gerundet):
55 % ist Freizeit wichtiger
40 % sind wegen Überlastung in Teilzeit
30 % für die es sich nicht lohnt
30 % sind wegen Betreuung von Mitmenschen in Teilzeit
25 % weil es keinen Bedarf gibt

Das sind dann 180 % der Befragten! :love:

Edit: Das ist natürlich Quatsch. Die Aussage ist halt total mistig von denen. Aber tun wir mal so, als wenn die ersten 55 % das sagen, weil man sie fragte, ob der eigentliche Grund für ihre Entscheidung für Teilzeit ein Problem fürs Einkommen sei und die Antwort darauf dann "im Zweifel lieber mehr Freizeit" war.

Was folgt da für ein Schluss draus, wenn ein Merz sagt, es muss wieder mehr gearbeitet werden? Doch der, dass wir hier von Mehrarbeit bei den Vollzeitkräften reden, oder nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Äh, nein?

Nehmen wir mal die Abteilung meiner Frau als Beispiel. Chefin, zwei Kolleg*innen und sie sind Vollzeitkräfte, 3 weitere Frauen mit Kindern und eine mit pflegebedürftigem Elternteil machen Teilzeit zwischen 25 und 30 Wochenstunden. Ein Mann mit körperlichen Einschränkungen macht ebenfalls Teilzeit. Jeder von den Teilzeitlern könnte sofort auf Vollzeit hochgehen. Das ist jetzt ÖD im oberen Dienstsegment.

Anderes Beispiel, Gastrobereich. Ein Freund hätte Platz für jede Menge Vollzeitkräfte. Männer gibt es da kaum bis gar nicht. Also schaffen da fast nur. Die haben aber fast alle Kinder und können in der Folge nur Teilzeit machen, weil Mann der Vollzeitarbeiter ist.

Anderer Kollege aus der Bauwirtschaft. Gleiches Spiel. Platz für jede Menge Vollzeitkräfte. Frauen machen Teilzeit, weil wegen Kindern.

Mein Steuerberater, wo die Tochter mit in der Kanzlei ist. Grad erst heute wieder mit ihr gesprochen. Sie hat vier Kinder, muss sich drum kümmern, weil der Mann Vollzeit arbeitet. Arbeitet Teilzeit.

Es ist überall das gleiche Bild. Sehr viele Frauen, sofern sie die Bälger nicht irgendwohin 10h abgeben können, was so gut wie gar nicht geht, arbeiten in Teilzeit. Und das zieht den Schnitt der Arbeitsstunden pro Kopf, wie ihn die CDU/CSU ins Feld führt, runter. Deswegen auch meine Rückwärtsrechnung mit den durchschnittlichen Stunden pro Woche und der daraus folgenden Jahresstundenanzahl und wie diese den Gesamtschnitt beeinflusst.

Es bleibt bei meiner Aussage: Wenn Merz und Konsorten meint, es müsse wieder mehr (??? - Es ist noch nie so viel gearbeitet worden) gearbeitet werden, dann bedeutet das für die allermeisten Männer wieder deutlich mehr als 40h die Woche zu malochen. Mit 20 sagt man vielleicht noch okay. Mit 30/40 und Kindern wird's dann schon ätzend. Ab 50 und den einsetzenden körperlichen Ausfallerscheinungen hat man dann schon keinen Spaß mehr. Und für die letzten 10 Jahre, die man seitens CDU/CSU auch anpeilt, wird's dann richtig ätzend.

Mal ganz nebenbei gefragt: Wenn die von mehr arbeiten reden, meinen die dann auch mehr Geld verdienen?


Eine, eines.

Gibt es noch mehr als das, was das untermauert, denn, siehe davor ...

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Am besten wäre es, wenn Frauen gar nicht mehr arbeiten gehen. Dann hätten wir fast nur männliche Vollzeitarbeitnehmer und bei dem Mehr an gewünschter Arbeit einen Jahresschnitt von über 2000 h / Arbeitskraft. :lol:
Warum können die Kinder nicht in eine Kita? Keine Plätze frei? Warum wird das nicht ausgebaut, wenn offensichtlich Nachfrage besteht? Das sind also alles nur Mängel, die nicht behoben werden und keine gottgegebenen Umstände.
Da muß die Politik nur mal durchgreifen, aber die sind ja permanent im Anti-Interventionsmodus, während der Bürger an jeder Ecke gegängelt wird. Ein paar Stubser in die richtige Richtung werden der Wirtschaft schon nicht schaden.
 
Ich arbeite seit paar Jahren als Teilzeitkraft in der altenpflege und die Gründe sind körperliche Verschleiß + Stress etc.

Also wen ich gezwungen werde auf vollzeit zugehen , bin ich schneller von diesem Branche weg wie der Merz mit seinem privatjet und ich bin safe nicht alleine .

Btw,

muss wahrlich bald weg wen die babyboomer in Rente sind und die mal pflegebedürftig werden , dann brennt die Hütte.
 
Die wollten die Pflegeberufe attraktiver machen. Gerade in der Corona-Zeit ist ihnen bewusst geworden, wie wichtig die sind. Aber geändert hat sich scheinbar nichts!
Es gibt zu wenig Personal welches überlastet ist. Oft schaffen sie nur das Nötigste.
Ich kenne selber privat auch Personen die in der Altenpflege arbeiten.
Da hat eine Nachtaufsicht mal locker 20-30 Patienten bzw Bewohner unter sich.
Das sind katastrophale Zustände!
 
Rechnen, also 7. Klasse Niveau Dreisatz, ist nicht so deins?
Da kommen Erinnerungen hoch.
Wenn Du noch errechnest wie viele ICE es benötigt um die Vollzeit sowie die Teilzeitbeschäftigten zu transportieren wäre es perfekt!

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Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Warum können die Kinder nicht in eine Kita? Keine Plätze frei? Warum wird das nicht ausgebaut, wenn offensichtlich Nachfrage besteht? Das sind also alles nur Mängel, die nicht behoben werden und keine gottgegebenen Umstände.
Da muß die Politik nur mal durchgreifen, aber die sind ja permanent im Anti-Interventionsmodus, während der Bürger an jeder Ecke gegängelt wird. Ein paar Stubser in die richtige Richtung werden der Wirtschaft schon nicht schaden.
Hier in Berlin gibt es mehr als genug Kitaplätze und dennoch haben wir die gleiche Teilzeitquote. Hat eben nicht nur etwas mit nicht können sondern vor allem auch mit nicht wollen zu tun, siehe Quellen weiter oben. ;-)

MfG
 
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