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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Selbst Schuld. Wenn meine Kinder Geld bekommen, dann immer bar."Eltern überwiesen ihrer erwachsenen Tochter zu Weihnachten einen Geldbetrag von 400 Euro, ausdrücklich als Geschenk."
Selbst Schuld. Wenn meine Kinder Geld bekommen, dann immer bar."Eltern überwiesen ihrer erwachsenen Tochter zu Weihnachten einen Geldbetrag von 400 Euro, ausdrücklich als Geschenk."
Hat nur mit dem Artikel (den Du offenbar nicht gelesen hast) nichts zu tun.Selbst Schuld. Wenn meine Kinder Geld bekommen, dann immer bar.
Es geht ja auch darum das sich die Bürger das nicht gefallen lassen. Also auch Symbolwirkung.Ich halte Merz & Co nicht für so blöd, dass sie das nicht wüssten. Aber eine Klage bis zum und dann durch das BFG zu bringen, dauert deutlich länger als eine Legislaturperiode. Somit kann denen vollkommen egal sein, wenn / dass das Gesetz unter der nächsten Regierung wieder aufgehoben wird / noch einmal geändert werden muss. Was zählt ist die populistische Wirkung zur nächsten Wahl respektive, in Anbetracht der zu beobachtenden Politikkompetenz der Stimmberechtigten: Bis zu den Landtagswahlen nächstes Jahr.
Guck dir die AfD-Umfragewerte an. Dann weißt du wieviele Bürger "mündig" sind.Hätten wir mündige Bürger, würden die verantwortlichen Parteien alleine schon wegen der Arbeitsverweigerung (ein Jahr Arbeit für eine "Reform", die weder etwas neues bringt noch in Kraft bleiben kann) und natürlich wegen der bewussten Verletzung der Verfassung abgestraft werden. Aber das gilt auch für manches, das in der Vergangenheit gelaufen ist und trotzdem werden wieder und wieder die gleichen gewählt.
Vergleich: Neue Grundsicherung und HartzIV-RegelnHat eigentlich irgend jemand den Unterschied zwischen dem neuen Sanktionsregime und den alten HartzIV-Regeln gefunden? Der Entzug des Lebensminimums wurde ja vom Verfassungsgericht aus gutem Grund einkassiert, aber jetzt scheint er 1:1 wieder beschlossen worden zu sein.
| Bereich | Hartz IV (alt) | Neue Grundsicherung (geplant) |
|---|---|---|
| 1. versäumter Termin | 10 % Kürzung | 30 % Kürzung |
| 2. versäumter Termin | weitere 10 % (insgesamt 20 %) | erneut 30 % |
| 3. versäumter Termin | max. 30 % bei Meldeversäumnissen | komplette Streichung aller Leistungen |
| Wohnkosten | bleiben immer bestehen | können ab 3 Terminen wegfallen |
| Pflichtverletzungen allgemein | 30 % → 60 % → 100 % (Regelsatz) | schneller, härter, weniger Stufen |
| Vermögensprüfung | streng | wieder streng, Schonzeiten weg |
| Fokus | Qualifizierung möglich | „Arbeit zuerst“ |
Im Prinzip dasselbe wenn die Eltern alt werden und eine Immobilie besitzen. Wer schlau ist (bzw. die Eltern, oft ist ja auch der eigene Stolz im Weg, eine sinnvolle Entscheidung zu treffen) regelt das schon Jahre vorher, ansonsten kann es passieren, dass dieses bei Pflegebedürftigkeit quasi langsam ans Pflegeheim fliesst.Selbst Schuld. Wenn meine Kinder Geld bekommen, dann immer bar.
Wenn’s nur ein paar Menschen sind, dann kann man denen das Existenzminimum wegnehmen. Grundrechte gelten nur für die Mehrheit! Und wer in einer Krise steckt, psychisch krank ist oder obdachlos wird, sollte sich besser an Termine halten. Klingt nach einem richtig stabilen Sozialstaatsverständnis. (ironie off)Letzten Endes geht es ja "nur" um eine relativ überschaubare Zahl von Menschen. Das Gros der GS-Empfänger trifft das ja nicht. Und mal rein von der Logik her, spricht doch gar nichts dagegen, dass man Konsequenzen tragen muss, wenn man Verpflichtungen nicht einhält, oder?
Termine fallen ja nicht von heute auf morgen vom Himmel. Man hat eine gewisse Vorlaufzeit, sich darauf einzustellen. Und wenn man wegen Krankheit einen Termin nicht wahrnehmen kann, dann wird es sicherlich eine Möglichkeit geben, sich mit einer Art gelbem Schein vor Sanktionen zu schützen.Stell dir vor: Du hast einen Unfall, verlierst deinen Job, Wohnung und Gesundheit. Du bist komplett abhängig vom Jobcenter. Statt Unterstützung bekommst du Sanktionen, weil Du in dieser Situation nicht jeden Termin wahrnehmen kannst.
Und das wurde höchstrichterlich auch so bestätigt.Tag für Tag rutschst Du tiefer und landest auf der Straße. Solche Fälle sind es, die zeigen, warum das Existenzminimum nicht verhandelbar sein darf.
Tut das wer? Realitätsfremd ist aber auch, wenn man mit den Schultern zuckt, und einfach nur kassieren will. Oder?So zu tun, als gäbe es für alle jederzeit passende Jobs, hat mit Realitätssinn wenig zu tun.
Was ist mit dem, der im großen Stil Steuern hinterzieht und so die Gemeinschaft beklaut?Im Kern geht es doch darum, dass die Gemeinschaft jemandes Leben in seinen Grundzügen bezahlt. Man macht es, weil man es gut und richtig findet. Was die Gemeinschaft aber auch will, ist doch, dass eine unterstützte Person seinen Teil dazu beiträgt, die Kosten für die Gemeinschaft gering zu halten. Man will ebenfalls sehen, dass diese Personen sich so gut es geht bemühen. Was man nicht macht: Man lässt nicht die Person entscheiden, was geht - und was nicht.
Da kennst du meine Meinung. Denen sollte man genauso Druck machen. Aber anders als bei denen ohne Geld, verpissen sich die Leute mit Geld einfach. Das ist die Krux dabei.Was ist mit dem, der im großen Stil Steuern hinterzieht und so die Gemeinschaft beklaut?
Das wird von der Politik gerne totgeschwiegen.
Letzten Endes geht es ja "nur" um eine relativ überschaubare Zahl von Menschen. Das Gros der GS-Empfänger trifft das ja nicht. Und mal rein von der Logik her, spricht doch gar nichts dagegen, dass man Konsequenzen tragen muss, wenn man Verpflichtungen nicht einhält, oder?
In einer Spiegel-Doku hatte ich mal gesehen, dass die Gelder zwar gekürzt wurden, aber dann nachträglich doch ausgezahlt werden wenn dann wieder den Aufforderung nachgekommen wird (es ging um jemanden der Bürgergeld bezog und nie zu Hause anzutreffen war, deshalb alle Termine platzen lies). Im Prinzip wurde also in der Vergangeheit nur die Geldauszahlung verzögert. Mit der neuen Regelung wird es doch bestimmt genaus so sein.
Termine fallen ja nicht von heute auf morgen vom Himmel. Man hat eine gewisse Vorlaufzeit, sich darauf einzustellen. Und wenn man wegen Krankheit einen Termin nicht wahrnehmen kann, dann wird es sicherlich eine Möglichkeit geben, sich mit einer Art gelbem Schein vor Sanktionen zu schützen.
Steuern unabhängig des Wohnortes einführen, fertig. Deutsche Staatsbürgerschaft? Dann Steuern zahlen. Und zwar vernünftig. Damit wäre allen geholfen.verpissen sich die Leute mit Geld einfach.
Psychisch kranke Menschen bekommen meistens Grundsicherung und Erwerbsminderungsrente. Viele arbeiten in Behindertenwerkstätten weil sie eben nicht dem Staat und der Allgemeinheit einfach nur auf der Tasche liegen wollen. Und ihren Teil zur Gesellschaft beitragen wollen. Und das so jemand nie wieder Arbeit bekommt auf dem ersten Arbeitsmarkt ist auch Quatsch. Ich kenne sogar jemanden der ist mit psychischer Erkrankung als Sachbearbeiter beim Amt eingestellt worden.Könnte, könnte, könnte. Normalerweise: Ja.
Hilfsorganisationen, die sich um solche Fälle kümmern, stoßen aber haufenweise auf Leute mit Problemen diverser Natur. Von wortwörtlich zu blöd dafür, ihr Leben zu organisieren (bräuchten eigentlich einen Vormund für Amtsangelegenheiten), bis zu schweren psychischen Erkrankungen, die eigentlich fachärztlich behandelt werden müssten. Gegelegentlich auch nicht-psychische Erkrankungen, aber das ist seltener, weil da die Versorgungslücke nicht so groß ist.
Du scheinst ja in der Verwandtschaft selbst einen ähnlich gelagerten Fall zu haben. So, wie du es beschreibst, Hypochonder und Verschwörungsparanoiker, der die reale Welt nicht mehr peilt. Scheinbar kommt er in deinem Fall trotzdem mit Amtsterminen klar, aber viele anderen fehlt diese eine Inselbegabung. Da kannst du dan sanktionieren bis zur Obdachlosigkeit, aber es die Leute sind einfach nicht fähig dazu. (Und selbst wenn sie es aufs Amt schaffen würden: So jemand kann auch nicht praktisch arbeiten bzw. den will niemand einstellen. Den gehört eigentlich in die Sozialhilfe gesteckt, wo er zum gleichen Betrag vor sich hinvegetieren kann, aber nur einen Bruchteil an Bürokratie verursacht / bewältigen muss.)
Ich verstehe nicht, wieso es die Politik nicht schafft, die Steuerpflicht an die Staatsbürgerschaft zu koppeln. Damit gäbe es kein Abhauen und das Geld in Sicherheit bringen.Da kennst du meine Meinung. Denen sollte man genauso Druck machen. Aber anders als bei denen ohne Geld, verpissen sich die Leute mit Geld einfach. Das ist die Krux dabei.
Es gibt schon eine Steuer, wenn man Geld von Land A nach Land B transferiert. Diese Steuer ist aber wohl zu niedrig.Man kann auch in einem anderen Land eine Staatsbürgerschaft erlangen und das hart erarbeitete Geld behalten.
Jobcenter‑Termine kommen immer mal wieder kurzfristig, Post kommt verspätet an oder erreicht Menschen in instabilen Lebenslagen nicht zuverlässig.Termine fallen ja nicht von heute auf morgen vom Himmel. Man hat eine gewisse Vorlaufzeit, sich darauf einzustellen. Und wenn man wegen Krankheit einen Termin nicht wahrnehmen kann, dann wird es sicherlich eine Möglichkeit geben, sich mit einer Art gelbem Schein vor Sanktionen zu schützen.
Bei Krankheit, psychischer Belastung oder Wohnungsverlust ist die Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Da kann man sich bemühen so viel man will. Der eigene Handlungsspielraum ist kleiner. An diesem Punkt bricht das System weg.Im Kern geht es doch darum, dass die Gemeinschaft jemandes Leben in seinen Grundzügen bezahlt. Man macht es, weil man es gut und richtig findet. Was die Gemeinschaft aber auch will, ist doch, dass eine unterstützte Person seinen Teil dazu beiträgt, die Kosten für die Gemeinschaft gering zu halten. Man will ebenfalls sehen, dass diese Personen sich so gut es geht bemühen. Was man nicht macht: Man lässt nicht die Person entscheiden, was geht - und was nicht.
Ein persönlicher Fall sagt nichts über das ganze System aus. Solche Beispiele gibt es, aber sie stehen nicht stellvertretend für alle, die Leistungen bekommen. Es gibt Menschen, die ausnutzen, und es gibt Menschen, die wirklich in einer schwierigen Lage sind. Beides existiert nebeneinander.Ich habe gerade ganz aktuell meinen Schwager bei mir zu Hause. Der ist einer dieser spezialgelagerten Sonderfälle. Der hat alle möglichen realen (als auch vermutlich eingebildeten) Krankheiten. Von Ernährungsstörungen über Herzprobleme bis hin zu post Covid. Der ist einer dieser Fälle, wo das Amt ihm das Leben bezahlt. Er ist an nichts schuld. Schuld sind immer nur andere. Er entscheidet, dass Ärzte unfähig sind. Er entscheidet, dass alle außer ihm unfähig sind. Von dem hört man immer nur ich, ich, ich. Eigeninitiative, was daran zu ändern? Nope. Er will, dass man das an ihn heranträgt und er dann darüber entscheidet, ob es genehm ist. Ist das der Sinn und Zweck von gesellschaftlicher Hilfe? Oder ist das nicht schon viel mehr Ausnutzen der Gemeinschaft?
Existenzminimum ist nicht verhandelbar, das stimmt. Genau deshalb sind solche Fälle relevant: Sie zeigen, wie schnell Menschen in Situationen geraten können, in denen sie ohne diese Absicherung komplett abstürzen würdeUnd das wurde höchstrichterlich auch so bestätigt.
Die meisten Menschen wollen arbeiten, aber nicht jeder kann jederzeit oder findet sofort etwas Passendes. Und ja, es gibt auch Fälle, die das System ausnutzen, aber das sind Ausnahmen.Tut das wer? Realitätsfremd ist aber auch, wenn man mit den Schultern zuckt, und einfach nur kassieren will. Oder?
Wir sind uns in vielen deiner Aussagen einig. Ich wollte auch nur darstellen, dass es ein Nehmen- aber auch Gebensystem ist und immer sein sollte.Die meisten Menschen wollen arbeiten, aber nicht jeder kann jederzeit oder findet sofort etwas Passendes. Und ja, es gibt auch Fälle, die das System ausnutzen, aber das sind Ausnahmen.

Wir sind uns da völlig einig: Bürgergeld ist ein Geben- und Nehmen-System. Diese Verschärfung ist reine Symbolpolitik – spart nix, besetzt keine Stellen. Dass die SPD da mitmacht, zeigt nur, wie sehr sie ihre Basis verrät. Das Mitgliederbegehren ist ein Warnsignal, aber ändern wird’s nichts.Wir sind uns in vielen deiner Aussagen einig. Ich wollte auch nur darstellen, dass es ein Nehmen- aber auch Gebensystem ist und immer sein sollte.
Du musst aber die deutsche abgeben. Und denkst du, dass die Schweiz ihre Staatsbürgerschaft verschenkt, um Steuerflüchtlinge aufzunehmen?Man kann auch in einem anderen Land eine Staatsbürgerschaft erlangen und das hart erarbeitete Geld behalten.
Man muss Leute einstellen, die die Leute überprüfen und ausspionieren.Diese Verschärfung ist reine Symbolpolitik – spart nix, besetzt keine Stellen.