Neue Bundesregierung 2025

Dafür gibt es ja eine Kommission, die das ausarbeiten soll.

Solche Kommissionen gibt es seit Jahrzehnten immer wieder und das Ergebnis ist seit Jahrzehnten immer das gleiche:
Renteneintrittsalter hoch
Einheitlichen Rentensystem für absolut alle

Will aber die Union nicht.
Will die SPD auch nicht.
Und beide wissen, dass sie unterschiedliche Vertuschungsaktionen für die Misere bevorzugen (noch höhere Beiträge vs. noch höhere Zuschüsse vom Steuerzahler, rückfinanziert durch quasi-Abschaffung anderer Sozialleistungen). Also "setzen eine Kommission ein" (mal wieder), was einfach nur (mal wieder) ein Euphemismus für "zwei Jahre gar nichts tun und warten und, dann ein halbes Jahr debatieren und gar nichts tun und dann noch ein halbes gar nichts tun weil Wahlkampf" ist.


Die Wirtschaft muss zum Laufen gebracht werden, je mehr in die Rentenkasse einzahlen, umso weniger muss der Staat nachhelfen.

Die Arbeitslosenquote ist heute auch nicht höher als vor einem Jahrzehnt, die Zahl der Beschäftigten ist sogar gestiegen. Wie bitte schön willst du die Wirtschaft derart zum laufen bringen, dass von heute auf gleich derart viel mehr Leute arbeiten?

Die Steuerzahler müssen den Rentnern schon heute 128,7 Milliarden pro Jahr zuschießen, bei maximal 17968 € Beitrag (inkl. Arbeitgeberanteil) bräuchte es mindestens 7,2 Milionen zusätzliche Arbeitnehmer zur Finanzierung des Ist-Zustands. Mit Mütterrente, zunehmenden Boomern und ähnlichem besser 10 Millionen und wohlgemerkt jeder einzelne davon müsste ein Spitzengehalt im Bereich der Bemessensgrenze, also knapp 100k, bekommen, um die Rente auf diesem Wege zu sanieren. Wo bitte schön willst du so viele Spitzenarbeitsplätze herbekommen?
Und wer soll die eigentlich ausfüllen? Wir haben "nur" 3 Millionen Arbeitssuchende und die meisten dafür sind nicht für Jobs an der Beitragsbemessungsgrenze qualifiziert.

Das Problem MUSS an der Ausgabenseite angegangen werden.
 
Das Problem MUSS an der Ausgabenseite angegangen werden.
Dafür gibt es aber keine Mehrheit, da die Regierungsparteien und alle andere Angst haben, von den Rentner, als große Wählergruppe, abgestraft zu werden.
Guck dir die Sache mit der Dieselsubvention für Landwirte an. Greift man das an, blockieren mehr Trecker die Straßen als Klimaaktivisten.
Die Politik hat die Hosen voll und daher auch die Sache mit den Kommissionen. Die lenken nur ab und sollen verschleppen, damit man sich darum nicht kümmern muss.
Ich gehe in 10 Jahren in Rente, bis dahin in das Rentensystem zerbrochen. Mal sehen, was dann Kanzler Höcke macht.
 
Bei fast 7 Billionen € Barvermögen könnte man auch ansetzen, oder nicht? Ist ja nicht so, dass das Geld nicht da wäre. Schon ein Heiner Geissler (CDU) sagte dereinst in der "guten alten Zeit", dass wir Geld wie Dreck hätten, es aber nur bei den falschen stecken würde.
Damit hatte der Herr Geissler recht und hätte es auch heute noch.
 
Bei fast 7 Billionen € Barvermögen könnte man auch ansetzen, oder nicht? Ist ja nicht so, dass das Geld nicht da wäre. Schon ein Heiner Geissler (CDU) sagte dereinst in der "guten alten Zeit", dass wir Geld wie Dreck hätten, es aber nur bei den falschen stecken würde.
Das ist so nicht ganz richtig.
Das private BARvermögen der Deutschen beläuft sich auf ca. 400 Mrd. €, das GELDvermögen ist richtiger Weise sogar etwas höher, ca. 7.700 Mrd. €, sprich ca. 7.300 Mrtd. liegen angelegt auf der Bank oder stecken in Aktien u. dgl.. (Stand 2023)
Randbemerkung, ca. 60% der 400 Mrd. wären, so die google KI, bereits im Ausland deponiert.
 
Das ist so nicht ganz richtig.
Das private BARvermögen der Deutschen beläuft sich auf ca. 400 Mrd. €, das GELDvermögen ist richtiger Weise sogar etwas höher, ca. 7.700 Mrd. €, sprich ca. 7.300 Mrtd. liegen angelegt auf der Bank oder stecken in Aktien u. dgl.. (Stand 2023)
Randbemerkung, ca. 60% der 400 Mrd. wären, so die google KI, bereits im Ausland deponiert.
Das ist so nicht ganz richtig.

Das Geldvermögen liegt mittlerweile bei 9.200 Milliarden Euro. Davon alleine (Stand 2024) 3.457 Milliarden Euro in Barvermögen und Sichteinlagen.

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Google KI ist übrigens kacke.
 
Der Internationale Währungsfonds (IWF) drängt die Bundesregierung zu höheren Vermögensteuern. Mögliche Optionen zur Konsolidierung des Bundeshaushalts wären „die Schließung von Schlupflöchern bei der Erbschaftsteuer“ sowie „eine Erhöhung der Grundsteuer und der Alkoholsteuer, die beide in Deutschland relativ niedrig sind“, schreibt der IWF in seiner neuen Analyse zur deutschen Wirtschaft.

Auch eine andere Forderung dürfte im politischen Berlin für Aufsehen sorgen. So schlägt der IWF eine Rentenreform vor, die in eine völlig andere Richtung geht als die der Bundesregierung: Rentenzahlungen sollten künftig an die Inflation anstatt an das Lohnwachstum gekoppelt werden. Das würde den Anstieg der Renten dämmen. Außerdem fordert der IWF die Abzüge bei Frühverrentungen zu erhöhen, „um Einsparungen zu generieren und gleichzeitig das Wachstum durch verbesserte Anreize für ein längeres Erwerbsleben anzukurbeln“.

Der Weltwährungsfonds erstellt jährlich eine Analyse zur Lage der deutschen Wirtschaft. In diesem Jahr dürfte der Bericht hierzulande aber mit besonders großer Aufmerksamkeit gelesen werden. Deutschland steht vor so großen wirtschaftlichen Herausforderungen wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Die deutsche Wirtschaft droht in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge zu stagnieren. Das hat es in der Geschichte der Bundesrepublik bislang nicht gegeben.
Quelle: Weltwährungsfonds empfiehlt Deutschland ganz andere Rentenreform

Sind mit Frühverrentungen auch Erwerbsminderungsrenten gemeint?
Die meisten Menschen welche früher in Rente gehen tun dies aus gesundheitlichen Gründen.
Da weiter zu kürzen wäre der falsche Weg!

Aber zum Glück ist diese Empfehlung auch nicht verbindlich!
 
Quelle: Weltwährungsfonds empfiehlt Deutschland ganz andere Rentenreform

Sind mit Frühverrentungen auch Erwerbsminderungsrenten gemeint?
Die meisten Menschen welche früher in Rente gehen tun dies aus gesundheitlichen Gründen.
Da weiter zu kürzen wäre der falsche Weg!

Aber zum Glück ist diese Empfehlung auch nicht verbindlich!
Ich bin mir nicht sicher, ob der IWF das mit der Inflation richtig verstanden hat.
In DE gibt aktuell Anpassungen der Altersrente an die Lohnabschlüsse des Vorjahres.
Diese sind durchaus deutlich niedriger als die Arbeitnehmer dann erhalten, in der Regel ca. 1/3 - 1/2, sprich gbs während er Inflation z. B. 8% mehr Lohn haben die Rentner um die 3.5% erhalten.
Würde man die mit der Inflation direkt verknüpfen, wären die Aufschläge - zumindest in DE - deutlich höher.

z. B.:
Zeitraum 2020–2024:
  • Die Inflation stieg stärker als die Renten, was zu einem Kaufkraftverlust führte.
  • Inflation: ca. 19,3 %.
  • West: Rentensteigerung um ca. 15 %.
  • Ost: Rentensteigerung um ca. 18,3 %.
Dies ist nur Sacheinordnung in Bezug Inflation, kein Beitrag, ob nun das aktuelle Rentensystem gerecht oder sonstwas ist.
 
Dafür gibt es aber keine Mehrheit, da die Regierungsparteien und alle andere Angst haben, von den Rentner, als große Wählergruppe, abgestraft zu werden.
Guck dir die Sache mit der Dieselsubvention für Landwirte an. Greift man das an, blockieren mehr Trecker die Straßen als Klimaaktivisten.

Nicht mehr Trecker, sondern nur mehr Treckermasse. Einer macht halt soviel Ärger wie ein rundes Dutzend Klimaaktivisten und während die nach einer Stunde geräumt sind, darf der Landwirt auch mal einen ganzen Tag oder, bei Sternfahrten, länger durchdemonstrieren. So erhalten ein paar Tausend Leute mehr Einfluss als ettliche Zehntausend.


Bei fast 7 Billionen € Barvermögen könnte man auch ansetzen, oder nicht? Ist ja nicht so, dass das Geld nicht da wäre. Schon ein Heiner Geissler (CDU) sagte dereinst in der "guten alten Zeit", dass wir Geld wie Dreck hätten, es aber nur bei den falschen stecken würde.

An die Vermögen einiger könnte man allgemein mal ran, aber das löst die Rentenungerechtigkeit nicht. (Auch wenn ein erheblicher Teil der Vermögen bei Alteren liegt.) Laut deinem zweiten Post sind es real wohl eher 3,5 Billionen Barvermögen und wenn du jedem Haushalt ein Grund-Sparkapital von im Schnitt vielleicht 50 Riesen zugestehts (= man kann soviel sparen, dass man sich mal ein Auto ohne Kredit kaufen kann und trotzdem nicht auf bedenkliche Werte herunterfällt, aber noch lange nicht genug für z.B. Immobilien), dann bleiben vielleicht 1,5 Billionen, bei denen man über eine Besteuerung nachdenken kann. Selbst mit einer 100% Steuer alias totale Enteignung würdest du die Rentenlücke damit kaum über 2035 hinaus gestopft bekommen und Vermögen kannst du nur einmal einbeziehen.

Wie gesagt: Für Behebung einer ganzen Menge in den vorangegangenen Jahrzehnten aufgelaufener Missstände könnte man ruhig einmal denjenigen in die Taschen greifen, die von den Zuständen während dieser Jahrzehnte offenbar gut profitiert haben. Die Baustellen im Bereich Umweltschutz, Klimaschutz und öffentliche Infrasturktur sind groß genug. Aber für einen langfristig laufenden Ausgabenposten wie die Rente braucht es eine dauerhafte, laufende Lösung.


Die Mieten steigen aber schneller als die Inflation.

Die Mieten, die Lebensmittel, die Hardware-Preise, die Energie, PCGH-Hefte: Fucking alles wird schneller teurer als die offiziell ermittelte Inflation.
Nur mein Lohn nicht, der bleibt wo er ist :motz: .


Ich bin mir nicht sicher, ob der IWF das mit der Inflation richtig verstanden hat.
In DE gibt aktuell Anpassungen der Altersrente an die Lohnabschlüsse des Vorjahres.
Diese sind durchaus deutlich niedriger als die Arbeitnehmer dann erhalten, in der Regel ca. 1/3 - 1/2, sprich gbs während er Inflation z. B. 8% mehr Lohn haben die Rentner um die 3.5% erhalten.
Würde man die mit der Inflation direkt verknüpfen, wären die Aufschläge - zumindest in DE - deutlich höher.

Vorsicht: Die Renten steigen praktisch jedes Jahr, die Tarifabschlüsse gelten dagegen meist für 2-3, teils für noch mehr Jahre. Und Tarifjobs sind der Leuchtturm in der Landschaft, viele andere müssen mit deutlich weniger auskommen. Wenn die Löhne einer Krise zudem insgesamt mal sinken, bleiben die Renten zudem unangetastet. Für ein faires Verhältnis müssten Rentenerhöhungen also immer einen Tick unter der allgemeinen jährlichen Lohnsteigerung bleiben, welche wiederum hinter der jährlichen Tariflohnsteigerung bleibt, welche wiederum 1/2, 1/3 oder 1/4 der Tarifabschlüsse beträgt.

Dem ist aber nicht annähernd so. In den letzten 10 Jahren ist der Rentenpunkt (West) von 28,61 auf 40,79 € gestiegen. Das ist ein Plus von 40%, im Osten waren es durch die Angleichung von zuvor niedrigerem Niveau sogar plus 50%. Der Verbraucherpreisindex ist im gleichen Zeitraum von 94,8 auf 123 hoch, eine Steigerung von "nur" 30%. Die Rentner haben also eine Realeinkommenssteigerung von 10-20% bekommen, für die alle anderen draufzahlen müssen. Und das obwohl sich im gleichen Zeitraum das durchschnittliche Verhältnis aus Ein- und Auszahlungszeitraum weiter verschlechtert haben müsste. (Der Tarifvertrag, der meiner Tätigkeit am nahesten kommt, ist im gleichen Zeitraum ürigens um 18% gestiegen. Mein eigenes Gehalt kann ich über vergleichbare Zeiträume nicht ganz vergleichen, da sich die Tätigkeit geändert hat/nicht sagen kann, was jemand in meiner heutigen Position 2015 bekommen hat. Aber wenn ich mal die Entwicklung seit 2019 als Maßstab nehme, dann sind die Renten 14% stärker gestiegen.)

Edit: Das steht übrigens nur teilweise im Widerspruch zu deiner Feststellung, dass "die Renten" schwächer als die Inflation gestiegen werden. "Die Renten" berücksichtig in der Regel die absolute Auszahlungshöhe. Das heißt wenn der Anteil der Rentner mit geringen Ansprüchen relativ zu dem Anteil mit hohen Ansprüchen steigt, dann können die durchschnittlich ausgezahlten Renten fallen oder langsam steigen, obwohl die Rentenpunkte weit überdurchschnittlich angehoben werden. Aber auch wenn heute im Schnitt ärmere Jahrgänge in Rente sind, weil halt der Anteil der unterbrochenen Erwerbsbiographien stetig steigt, gilt dennoch: Für die gleichen Einzahlungsleistung kriegt ein Rentner heute deutlich mehr Euro auf den Tisch als vor 10 Jahren, während ein Arbeiter für die gleiche Arbeitsleistung nur etwas höher entlohnt wird wie vor 10 Jahren.
 
Wie gesagt: Für Behebung einer ganzen Menge in den vorangegangenen Jahrzehnten aufgelaufener Missstände könnte man ruhig einmal denjenigen in die Taschen greifen, die von den Zuständen während dieser Jahrzehnte offenbar gut profitiert haben. Die Baustellen im Bereich Umweltschutz, Klimaschutz und öffentliche Infrasturktur sind groß genug. Aber für einen langfristig laufenden Ausgabenposten wie die Rente braucht es eine dauerhafte, laufende Lösung.
Heute beim Kunden:

Er: Diese Politiker.
Ich: Was genau?
Er: Das mit der Rente. Dass das so ein Gewese sei. Schließlich soll jeder, der gearbeitet hat doch im Alter ein gutes Auskommen haben.
Ich: Was bekommen Sie an Rente? Und wie alt sind Sie? Und wann in Rente gegangen?
Er: 2.800 € aufs Konto. 90! Mit 65.
Ich: Mal ganz grob; 25 Jahre x 12 Monate x 2.500 € ~ 750.000 € Rente bezogen. Was wurde im Monat vom Gehalt damals für Rente abgezogen?
Er: 400 - 500 DM
Ich: Einfach gerechnet; 1.000 (AG + AN) € x 12 Monate x 45 Jahre ~ 540.000 €.
Er: Oh! Das reicht ja nicht.
Ich: Das ist der Grund, warum aktuell 120 Mrd. aus dem Haushalt an die Rentenkasse geht. In 10 Jahren ist das System von den Arbeitenden nicht mehr bezahlbar. Und was dann?
Er: 100 werd ich nicht. ;)

Dann folgte noch ein wenig Überlegung wie man das regeln könnte. Er selber kaum auf die Idee, dass das nur durch weniger Rente geht.
 
Wobei ich bei absolut "weniger Rente" nicht so viel Potential sehe, wie bei "kürzere Renten, längere Arbeitszeit". Altersarmut ist ja ein zunehmendes Problem und der Anteil der sehr großzügige Renten erhaltenden Rentner nicht gerade am steigen. Die Gesamtzahl mach den Kohl fett. Das Rentensystem war mal dafür gedacht, dass Leute, die so lange gearbeitet haben, dass ihre Arbeitsleistung auf 0% runter ist, die letzten 5-10 Jahre ihres Lebens nicht als Bettler auf der Straße sitzen. Heute gehen zunehmend mehr der Leute bei 95% bis 100% ihrer Leistungsfähigkeit in Rente und haben noch 20-30 Jahre vor sich. Gleichzeitig fangen die Leute eben nicht mehr mit 15 an zu arbeiten und kriegen mit 20 ein volles Gehalt, sondern kommen frühestens mit 25 aus der Studiums-und-Praktikums-Phase und brauchen bis 35 oder später, ehe ein ordentliches Einkommen und damit ordentlich Beiträge zusammenkommen. "30 Jahre einzahlen, 30 Jahre abkassieren" führt aber zu 50% Rentenabgabe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was um die 5Millionen Erwerbstätige sind
Bleiben ca. 40 Millionen die also doch länger arbeiten können.
Ich schrieb auch "und anderen körperlich schweren Berufen". Dazu zählen außerdem noch Pflegeberufe. Industrieberufe auch. Lehrer sind meistens mit Anfang 60 auch schon psychisch durch.
 
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