Netzwerkinstallation für Hausneubau, Komponentenfrage

Kuhprah

Software-Overclocker(in)
Netzwerkinstallation für Hausneubau, Komponentenfrage

Die Planung von unserem Heim ist jetzt schon so weit fortgeschritten dass ich langsam aber sicher mir die Komponenten raussuchen anfange. Wie im Bild dargestellt soll das Ganze am Ende so aussehen:
- In jedem Stockwerk ein WLAN Hotspot (im Idealfall zieht der Strom vom Netzwerk selber)
- Jede Steckdose und vorbereitete Leitungen werden separat im Keller am Switch angeschlossen
- Switch sollte auch von einem DAU wie mir eingestellt werden können (wäre schön wenn ich bestimmte Port priorisieren könnte)
- NAS System soll vor allem Daten für alle parat halten können, Rackmontage von Vorteil
- Router ebenfalls separat, das Modem vom Netzanbieter soll eigentlich nur Modem machen, sonst nix.
- Telefon mit VoIp wäre geil wenn das ginge.
- Aktuell mindestens 32 Stecker/Kabel

Weiters brauche ich PortForwarding auf normale IP Adressen, und ich will auch für künftiges IPv6 gerüstet sein.

Was das Budget betrifft, das immer wieder ne Frage ist so sag ich mal dass ich maximal grob gesehen maximal €10.000 für die Hardware ausgeben. Incl. Schrank, Router, Patchfelder, Modem, NAS, Switche, Kabel, Steckdosen etc....

Was könnt ihr also da an Hardware empfehlen? Welche Steckdosen etc. brauch ich. Ich find zwar jede Menge aber ich komm vor allem mit den vielen Fachbegriffen nicht klar. Viele Leute helfen gerne werfen dann aber volles IT Fachwissen mit allen Kürzeln rein um dem Gegenüber zu zeigen dass er eh nix kann... :lol:Also wenns geht bitte etwas genauer erklären :D

Ziel ist es das Netzwerk als solches selber zu installieren, der Elektriker verlangt dafür Kohle dass es nimmer schön ist. Und technisch extrem aufwendig is es ja nedd, es braucht halt Zeit.

Anbei noch ne Skizze zur Verteilung.

Hausaufteilung.jpg
 
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Switch
Was den Switch angeht, könntest du mal einen Blick auf den Zyxel GS1910-24 werfen. Bietet meiner Meinung nach ein ganz gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Falls du wirklich nur drei Geräte per PoE betreiben willst, würde ich dir jedenfalls nicht zu einem PoE-Switch in der Größe raten, sondern zu einem zweiten, kleineren, mit dem deine APs versorgt werden oder auch zu PoE-Injektoren. Bei manchen Geräten gehören solche PoE-Injektoren sogar zum normalen Lieferumfang.

Relevant wäre hier auch, wie viele Ports du eigentlich zur gleichen Zeit aktiv nutzen willst. Nur weil es insgesamt 32 Kabel gibt, heißt das ja nicht, dass auch alles zeitgleich gepatcht sein müssen. Falls du also im Moment deutlich weniger als 24 Ports nutzt, würde hier ein 24-Port-Switch schon ausreichen. Dann sollte aber im Schrank zumindest Platz einkalkuliert werden, falls irgendwann ein zweiter 24-Port-Switch hinzukommt. Falls du bereits jetzt 24 oder mehr Ports benötigst, musst du dir überlegen, ob du lieber zwei 24-Port-Switches nimmst oder lieber einen 48-Port-Switch. Nachteil der 24-Port-Vairante wäre ein gewisser Flaschenhals zwischen den beiden Switches und ein größerer Platzbedarf im Netzwerkschrank. Dafür ist die Variante aber in der Regel preiswerter als ein 48-Port-Switch.

Anschlussdosen
Bei den Anschlussdosen wird gerne BTR als Hersteller empfohlen. Grundsätzlich würde ich zu Doppeldosen der Leistungsklasse Cat.6 bzw. Cat.6A raten. Das ist derzeit eigentlich Standard.

Patchpanel
Für die Patchpanels kann man richtig viel Geld ausgeben, wenn man z.B. modulare Panels kauft. Ich würde allerdings zwei ganz einfache, geschirmte 24-Port-Panels z.B. von Tecline in der Leistungsklasse Cat.6 bzw. Cat.6A kaufen.

Verlegekabel
Bei den Verlege- bzw. Installationskabeln solltest du auf jeden Fall Cat.7-Kabel verwenden. Zum einen schadet die Leistungsreserve nicht, falls mal ein Kabel etwas unsauber verlegt oder an einer Dose aufgelegt wurde und zum anderen ist es zukunftssicherer. Die Kabel irgendwann nachträglich auszutauschen ist in der Regel ein ziemlich großer Aufwand und nicht gerade günstig. Als Hersteller ist Draka recht beliebt. Ansonsten könnte man aber z.B. auch Kabel von Ligawo verwenden. Wäre etwas preiswerter. Ob sich nun zwei Einzelkabel oder ein Doppelkabel leichter verlegen lassen, da scheiden sich die Geister. Ich kann bei diesem Punkt leider auch keine eigene Erfahrung mit einfließen lassen.

Netzwerkschrank
Den Netzerkschrank solltest du auf jeden Fall größzügig dimensionieren, nicht zuletzt, weil du darin auch ein NAS unterbringen willst. In dem Zusammengang solltest du dir auch überlegen, ob du eventuell eine aktive Kühlung (= Lüfter) des Schranks benötigst. Was du noch nicht erwähnt hast, aber durchaus sinnvoll wäre, ist eine USV. Allein schon deshalb, um deinem NAS die Möglichkeit zu geben, bei einem Stromausfall ordentlich runterzufahren und Datenverlust vorzubeugen. Falls Geld keine große Rolle spielt, kannst du dir mal die Schränke von Rittal anschauen. Ansonsten kann ich die Schränke von 19power empfehlen. Die bieten ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was Patchkabel betrifft, würde ich übrigens von Cat.6(A)-Kabeln dringend abraten. Die sind zum einen teurer als Cat.5(e)-Kabel, unflexibler und bieten Leistungstechnisch keinerlei Vorteil. Schon gar nicht auf so kurzen Strecken. Ein 1m langes, geschirmtes Cat.5-Kabel sollte normalerweise nicht mehr als ca. 0,60 € kosten. Leider wird man hier oftmals regelrecht abgezockt, vor allem in den großen/bekannten Elektromärkten. Auch bei anderem Zubehör wie Rangier-/Blind-Panels und Fachböden wird gerne mal richtig zugelangt.
 
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Was AP anbelangt, so gibt es Packete von Ubiquite in verschiedenen Preisklassen ( Ubiquiti Networks UniFi AP Enterprise WiFi System 3: Amazon.de: Elektronik ).
Injektoren haben die im Lieferumfang, einen PoE-fähigen Switch braucht man nicht.

Die optimale Lösung für Switches wäre hier ein 48-er, der allerdings idR, wie der Vorredner schon erwähnt hat, teurer als zwei 24er sind.
Beide Lösungen (2x 24 und 1x 48) haben Vor- und Nachteile (Platz, Preis, Stromverbrauch, Flaschenhals).
Auch wäre es möglich die zwei Switches mit mehreren Uplinks zu verbinden, sodass der Engpass sehr selten, wenn überhaupt spürbar sein wird (hier sind managed switches erforderlich).

Router für den Einbau in 19''-Rack für Consumer gibt es meiner Erinnerung nach keine.
Draytek und Lancom wären da die erschwinglichsten Produkte aus dem Simi-Profi-Bereich.

Vor der Anschaffung der Switches und des Routers müsste man allerdings die Anforderungen genau erfassen, denn die Unterstützung von IGMPv3 (im Falle von Entertain) ist bei Weitem nicht selbstverständlich.
Auch ist nicht ganz klar, wieso Router und Modem als getrennte Geräte geführt werden.
 
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Router für den Einbau in 19''-Rack für Consumer gibt es meiner Erinnerung nach keine.

Der Router muss auch nicht zwangsläufig im 19"-Format vorliegen. Den kann man genau so gut einfach auf einen Fachboden stellen. Ich hoffe mal, der TE besteht nicht darauf, ihn in den Schrank fest einzubauen.

Was das Telefon angeht, würde ich übrigens einfach eine DECT-Basisstation im EG anschließen. Damit sollte man problemlos das gesamte Haus abdecken können. Alternativ könnte man auch darüber nachdenken, auf ein konventionelles Festnetztelefon komplett zu verzichten und ein Smartphone, falls vorhanden, als VoIP-Client zu verwenden.
 
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Der Router muss auch nicht zwangsläufig im 19"-Format vorliegen. Den kann man genau so gut einfach auf einen Fachboden stellen. Ich hoffe mal, der TE besteht nicht darauf, ihn in den Schrank fest einzubauen.
Auf dem angehängtem Bild steht "wünschenswert". Deswegen wollte ich nur mal darauf hinweisen, dass es so nicht gibt....
Zumal es für einen privaten Haushalt vollkommen überdimensioniert wäre.
Was das Telefon angeht, würde ich übrigens einfach eine DECT-Basisstation im EG anschließen. Damit sollte man problemlos das gesamte Haus abdecken können. Alternativ könnte man auch darüber nachdenken, auf ein konventionelles Festnetztelefon komplett zu verzichten und ein Smartphone, falls vorhanden, als VoIP-Client zu verwenden.
TE hat im #1 Post geschrieben, dass er gern VoIP haben will. Mal angenommen er nimmt ein Gerät auf dem er VoIP-Clients einbuchen kann, wie zum Beispiel Fritzbox. Dann kann er ganz einfach Geräte ala Gigaset C430 IP einbuchen und nutzen. Die Erreichtung eines konventinellen Telefonienetzes macht bei einem Neubau ohnehin nicht viel Sinn.
 
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Konventionelles Festnetztelefon war von mir vielleicht etwas ungenau ausgedrückt. Damit meinte ich ganz allgemein ein separates Telefon nur für Zuhause. Das könnte man sich im Grunde sparen, falls man das Smartphone als VoIP-Client nutzt und das gesamte Haus vom WLAN abgedeckt wird. Ob er sich mit dem Smartphone dann an der Fitz!Box einbucht, direkt beim Provider oder gar bei einem völlig anderen VoIP-Provider, spielt dabei ja erst mal keine Rolle. Der Rest meines Vorschlags, was die Basisstation im EG betrifft, steht ja nicht im Widerspruch zum Wunsch des TE.
 
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