AW: Netanjahu kündigt Annektion des Jordantal nach Wiederwahl an
Bei "glühender Verehrer" fehlen die "", wie mir gerade auffällt. Ich will damit nur sagen das es dir doch im Grunde am Arsch vorbei geht ob es da eine Demokratie gibt, was auch so ist und wie es dort in der Region ohne Israel heute wäre (bzgl. Stabilität) kannst du genauso wenig beurteilen wie jeder andere.
Natürlich ist es mir nicht egal. Israel ist der demokratische Brückenkopf in einer Region voller Unfreiheit.
Und wie es ohne Israel aussehen würde, ist nicht schwer. Eine weitere Region wo sich nichts entwicklen würde. Es war Israel, das diese Region entwickelt hat.
In Israel alleine werden jedes Jahr mehr Patente angemeldt, als in der ganzen arabischen Welt. Israel ist halt eine Bereicherung für die Welt.
Was interessiert es dich wenn dein Vermieter dir einen Nachbar in die Nachbarwohnung setzt der die ganze Zeit seinen Müll in deine Mülltonne entsorgen würde und seine Schuhe in deinen Schuhschrank stellt?
Um bei deiner Analogie zu bleiben, wo genau haben die neuen Mietern (Israel) denn bitte so gehandelt?
Es ist doch viel eher so, dass die alten Mieter den neuen Mieter einen Tag nach seinem Einzug zu sechst angegriffen haben. Insofern ist eindeutig, wenn hier die Schuld trifft.
Weil die Beteiligten auf die Juden in der Region nicht gut zu sprechen waren? Die Probleme mit der jüdischen Bevölkerung vor Ort reichen viel weiter zurück als die Gründung des Staates Israel und der UN Beschluss.
Du musst dir nur mal anschauen was militante zionistische Siedler in Palästina so während der Kolonialverwaltung der Briten da unten getrieben haben, das war alles andere als wir wollen hier nur friedlich leben, das erinnert mehr an das was man heute immer so gerne von israelischer Seite an den palästinensichen Arabern kritisiert (Bombenanschläge, Attentate, Angriffe, ect.).
Das wird aber gerne ausgeblendet / vergessen.
Die Zionisten haben genug dafür getan das die Stimmung da unten schon lange vor der Gründung des Staates Israel mehr als vergiftet war und die Kibbuze waren auch nicht nur Gemeinschaften in denen man einfach nur friedlich zusammenleben wollte, sondern waren im Grunde das gleiche Prinzip wie die Siedlungen die heutige Siedler im Gazastreifen und Westjordanland errichten.
Na wenn das Zusammenleben so spannungsgeladen war, dann wäre ja der Teilungsplan auch im Sinne der Araber gewesen. Juden im Staate Israel unter sich und die Araber im arabischen Staat unter sich. Die Juden konnten mit diesem Plan leben. Es waren die Araber die die alles oder nichts Mentalität an den Tag gelegt haben.
Ich hatte es irgendwann früher in einem anderen Zusammenhang schon mal gepostet, aber bitte, hier mal ein paar Beispiele dafür was so in Palästina unter britischen Mandat mit militanten Zionisten abging:
Hagana – Wikipedia
Irgun Zwai Leumi – Wikipedia
Es braucht da niemand sagen das die Israelis da unten nichts getan haben und nur die Araber schuld haben, an der Situation, wie sie heute ist. Das Ganze ist eine lange
gegenseitige Spirale der Gewalt, des Rassismus und Ablehnung aller Beteiligten, schon bevor von jüdischer Seite dann ein Staat ausgerufen wurde.
Siehe zuvor. Dann wäre eine Trennung der beiden Lager ja auch im Interesse der Araber gewesen.
Weil man damit befürchtete den Grenzverlauf anerkennen zu müssen und wohl darauf hoffte das man die Israelis noch vertrieben bekommt?
Davon ab ist der die Ablehnung und der Rassismus auf beiden Seiten sehr ausgeprägt und das schon seit den Anfangstagen, nachdem die Region nicht mehr im osmanischen Reich war.
Tja und jetzt ist der Grenzverlauf noch mehr zum Nachteil. Selber schuld, wenn man so hoch pokert und verliert.
Das war kein Zugeständnis, das war nur pragmatisches kalkühl, auch Israel kostete der Krieg viel Geld und auch Israel hatte keine Lust noch einen Krieg um den Suezkanal zu führen, den die Ägypter nicht dauerhaft aufgegeben hätten und die Golanhöhen waren kein territorial schwerwiegender Verlust für Syrien.
Du kannst es ja gerne nennen, wie du willst. Fakt ist, an Israel scheitert es nicht, wenn man Frieden will. Ägypten und Jordanien beweisen das.
Nicht nur. Ich verweise auch auf den einseitigen Rückzug Israels in den 00ern aus den Gazastreifen, inkl. Aufgabe aller Siedlungen (welches gegen entsprechenden innenpolitischen Widerstand durchgesetzt wurde). "Gedankt" wird es bis heute mit Raketenangriffen, etc. Allein für den Zeitraum Mai bis Juni über 700. Gesponsort von den Mullahs, mit freundlicher Duldung deines hochverehrten Assads...
Assad duldet das wohl eher, weil er im Moment die Mullahs braucht, um sein Überleben zu sichern. Und die Mullahs nutzen natürlich jede Chance, Israel anzugreifen, wo sie können. Ist ja deren erklärtes Ziel.
Ich kann mir jedoch vorstellen, das Israel lieber ein Syrien unter Assad hat, das berechenbar ist, als ein Syrien, in dem der IS herrscht.