• Wenn Ihr hier einen Thread erstellt, dann erwartet Euch im Beitragformular eine Vorlage mit notwendigen Grundinformationen, durch die Euch die Community schneller helfen kann. Mehr Informationen dazu findet ihr in diesem Thread.

NAS-/Printserver für zu Hause

Bumblebeeman

Kabelverknoter(in)
NAS-/Printserver für zu Hause

Hi!

ich will langsam mal meine Daten auslagern und zentralisieren. Dazu möchte ich mir einen Server zusammenstellen.

1) Was soll das System genau machen?
Zuerst natürlich soll der Server als NAS fungieren für Windows-PCs(Win8.1) und Apple Produkte. Zudem soll mein XBMC auf Filme, Musik, Bilder zugreifen können. Fritzbox mit WLAN und Gigabit-Switch sind vorhanden. Zudem würde ich gerne meinen Laserdrucker für alle freigeben.

2) Gibt es besondere Anforderungen an die Hardware?
Möglichst stromsparend soll das ganze sein, da 24/7-Betrieb.

3) Gibt es besondere Anforderungen an die Software?
Ich würde gerne den Server 2012 R2(Lizenzkey vorhanden) mit Storage Spaces benutzen. Ich bin aber für andere Vorschläge offen. Dedup wäre natürlich was sehr feines. :-)

4) Was ist der preisliche Rahmen?
Preislicher Rahmen richtet sich nach den Empfehlungen. Preis/Leistung sollte natürlich stimmen.

5) Wie soll auf das System zugegriffen werden?
Wie gesagt, Windows, XBMC und evtl über iPhone/iPad.

6) Eigenbau oder Komplettsystem?
Je nachdem... Ich habe keine Probleme mit Eigenbau. Komplettsystem sollte aber wartbar sein, ohne sich jedesmal die Finger zu brechen.

7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?
Speicher sollte intern im Gehäuse liegen. An verfügbarem Platz werden ca. 8-10 TB benötigt. OS würde ich gerne auf SSD packen.

8) Wie ausfallsicher soll das System sein?
Ich werde kein Backup von den Daten machen. Wichtige Dokumente liegen in der Cloud. Eine Platte sollte aber ohne Verfügbarkeitsverlust ausfallen können(Raid5 o.Ä.)

9) Wie performant soll das System sein?
Auch hier wieder Preis/Leistung. Ich würde gerne über XBMC die Filme schnell starten können und in 1080p ohne Ruckeln abspielen können.

Ich hoffe, ihr könnt mir hier ein paar Konfigurationen empfehlen.

Danke schonmal im Voraus
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Bei einem RAID5 hast du - außer bei teuren RAID Karten - langsame Schreibraten, dafür Leseraten wie bei einem flotten RAID 0.
Da viele Platten in einem Verbund die Gesamt-Ausfallwahrscheinlichkeit erhöhen, habe ich in meiner Konfig bewusst wenig Platten gewählt.
12 TB nutzbarer Speicher sollte reichen. Wenn es zu viel ist, kannst du auch 3x 4 TB Platten nehmen, somit kommst du bei einem RAID5 auf 8 TB nutzbaren Speicher.

Wozu eine SSD? Wenn der Server eh 24/7 laufen soll, sehe ich da keinen Mehrwert. Falls doch gewünscht: http://geizhals.de/crucial-mx100-128gb-ct128mx100ssd1-a1122680.html

Die CPU ist so ziemlich das lahmste und günstigste auf diesem Sockel, sollte aber dennoch mehr als ausreichen!

Beim RAM habe ich bewusst nur einen Riegel eingebaut, damit man einfach einen zweiten Riegel nachrüsten kann und dann auf 8 GB kommt.

Beim Mainboard den H97 Chipsatz um das RAID zu realiseren und genügend SATA 6 Schnittstellen zu haben.

300W sollten mehr als ausreichen. Mit einem Y Molex auf SATA Adapter kannst auch alle Platten anschließen.

Gehäuse das billigste. Ich gehe nicht davon aus, dass der Server neben dem Bett oder im Wohnzimmer stehen wird.

3 x Western Digital WD Red 6TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD60EFRX)
1 x Intel Celeron G1820, 2x 2.70GHz, boxed (BX80646G1820)
1 x Crucial Ballistix Sport DIMM 4GB, DDR3-1600, CL9-9-9-24 (BLS4G3D1609DS1S00)
1 x Gigabyte GA-H97-HD3
1 x Inter-Tech JY-235 Weasel (88881100)
1 x be quiet! Pure Power L8 300W ATX 2.4 (BN220)

Summe aller Bestpreise: 918,93 Euro
(Allein die Platten kommen auf 727,08 Euro)
Also kostet der Unterbau: 191,85 Euro

Edit: Als OS würde ich Debian 7 (ohne GUI) wählen, falls das dort mit dem Drucker zu realisieren ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

6TB-Platten sind momentan pro Terabyte noch relativ teuer sind. 3TB-Modelle sind aktuell mit am günstigsten.
Edit: Als OS würde ich Debian 7 (ohne GUI) wählen, falls das dort mit dem Drucker zu realisieren ist.
Dem würde ich mich anschließen, allerdings soll ja Windows Server zum Einsatz kommen.

Ansonsten würde ich mich deinem Konfigurationsvorschlag anschließen.

MfG Jimini
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Morgen!

Danke schonmal für die Vorschläge.

Also Platten würde ich auch eher 3-4TB Modelle nehmen. Gibts aus Performance-Sicht wirklich einen Gewinn der RED gegenüber der Green-Modelle? Ich meine gelesen zu haben, dass die eigentlich nur von der Aufhängung her eher dafür konzipiert sind, nebeneinander im Gehäuse zu stecken und vibrationen von Nachbarplatten besser zu kompensieren.

Welchen Vorteil hab ich durch Debian? (Ich bin grundsätzlich nicht gegen Linux, bin da zwar DAU, aber einlesen bekomme ich hin...)
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Gibts aus Performance-Sicht wirklich einen Gewinn der RED gegenüber der Green-Modelle? Ich meine gelesen zu haben, dass die eigentlich nur von der Aufhängung her eher dafür konzipiert sind, nebeneinander im Gehäuse zu stecken und vibrationen von Nachbarplatten besser zu kompensieren.
Soweit ich weiß, liegen die Unterschiede eher in der Firmware - Green-Platten gehen beispielsweise schneller in den Standby-Modus. Von der Leistung her sollte es eigentlich keine großen Unterschiede geben.
Und natürlich hat man bei Red-Platten drei statt zwei Jahren Garantie.
Welchen Vorteil hab ich durch Debian? (Ich bin grundsätzlich nicht gegen Linux, bin da zwar DAU, aber einlesen bekomme ich hin...)
Nun ja - erstmal ist es kostenlos ;)
Scherz beiseite, du kannst natürlich auch Gentoo oder Mint oder Fedora oder SuSe nehmen. Ich persönlich bin ein großer Gentoo-Fan, fahre meine Server aber seit letztem Jahr mit Debian. Ubuntu und Debian unterscheiden sich in der Bedienung nicht wirklich, wobei Debian mehr auf stabile (= oftmals ältere) Software setzt und Ubuntu mehr aktuellen Kram mitbringt. Zudem ist das Ubuntu-Wiki sehr reichhaltig und die Community hilfsbereit.

MfG Jimini
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Ok... Also ich bin jetzt bei den RED-Platten...

Aber wegen Debian... Ich hab bereits die Server Lizenzen für 2012 R2... Also die Kostenfrage fällt damit weg... Gibts denn sonst noch wirkliche Vorteile gegenüber dem Microsoft Server?
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Aber wegen Debian... Ich hab bereits die Server Lizenzen für 2012 R2... Also die Kostenfrage fällt damit weg... Gibts denn sonst noch wirkliche Vorteile gegenüber dem Microsoft Server?
Sorry - ich habe mich beim vorherigen Posting im Thread vertan (ein anderer Thread dreht sich um ein ähnliches System, dort wurde allerdings noch kein Betriebssystem ausgewählt).

Wenn du mit Windows gut klarkommst, bleib' ruhig dabei. Wenn du Lust hast, etwas neues auszuprobieren und den Rechner "headless", also ohne Monitor und Eingabegeräte zu betreiben, kannst du einen Blick auf Linux werfen.
Wirkliche Vorteile von Linux gegenüber Windows sind meiner Meinung nach:
- Reboots sind nur sehr selten notwendig (ich hatte teilweise Uptimes von weit über 400 Tagen)
- Administration über das Netzwerk möglich (SSH)
- das Betriebssystem benötigt _deutlich_ weniger Speicherplatz
- Sicherheitsupdates sind _deutlich_ schneller verfügbar (teilweise innerhalb von wenigen Stunden)
- viele Abläufe lassen sich (mit entsprechenden Kenntnissen) automatisieren
- es existiert vergleichsweise sehr wenig Schadsoftware für Linux

MfG Jimini
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Ok...

Wenn ich jetzt bei Windows bleibe, dann eher ein RAID5 über das Mainboard oder nen RAID-Controller extra oder wirklich die Storage Spaces mit Parity und evtl noch Hotspare?
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

6TB-Platten sind momentan pro Terabyte noch relativ teuer sind. 3TB-Modelle sind aktuell mit am günstigsten.

Ich weiß. War trotzdem Absicht von mir. :)

Zur Übersicht:
3x 6 TB (WD RED) kostet 723 Euro.
5x 3 TB (Seagate Barracuda) kostet 425 Euro.
Wobei bei 5x 3 TB (WD RED) sind es schon knapp 500 Euro.

WD RED Platten brauchen zwischen 3,4 und 5,3W (Leerlauf oder Nutzung).
Sagen wir im Mittel 4W: 0.004 kW mal 2 zusätzlichen Platten mal 24 Stunden mal 365 Tage mal 5 Jahre mal 0,30 Euro Strompreis = 105,12 Euro Mehrkosten.
Nun kosten die 6 TB platten "nur" noch 100 Euro mehr.

Bei drei 6 TB Platten im RAID 5 (12 TB nutzbarer Speicher) beträgt die Ausfallwahrscheinlichkeit für eine Platte innerhalb von 5 Jahren 12,3 %.
Bei fünf 3 TB Platten im RAID 5 (auch 12 TB nutzbarer Speicher) beträgt die Ausfallwahrscheinlichkeit schon 19,6 %.
Siehe Anhang. Unbenannt.PNG

Das muss der TE selbst entscheiden, ob sich die Mehrkosten für ihn lohnen.

Sofern du keine schnellen Schreibraten brauchst, reicht der Onboard RAID Controller.

(So, genug gerechnet für heute! :D )
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

So, für euch zur Info... Ich werde jetzt wohl den Plan ändern...

Es wird ein HP MicroServer N54L mit 4GB RAM(für den Anfang) und 2x3TB WD RED, eingerichtet als Storage Space Simple(Quasi StripeSet). Und Backup mache ich dann doch per WinRAR/7-Zip auf ne 4TB USB-Platte.

Trotzdem danke für die Vorschläge... Die vorgeschlagene Kombi bekomm ich leider bei meiner Frau nicht durch. Gäste-WC und andere Renovierungsarbeiten im Haus sind angeblich wichtiger... Tztztztztz
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Kannst du uns bitte erklären, wie man 12 TB an Daten per Kompression auf eine 4 TB Platte bekommt?
Und vor allem: Wie lange dauert die Kompression?
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Und Backup mache ich dann doch per WinRAR/7-Zip auf ne 4TB USB-Platte.
Ein solches Vorgehen wird allerdings sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Zeitaufwändig => man drückt sich vor dem Backup => man hat kein aktuelles Backup, wenn man es braucht.
Ich würde in regelmäßigen Abständen (eventuell einmal im Monat) ein komplettes Image des Systems anlegen - dieses ist sehr bequem wiederherstellbar.

Dazu dann noch in kürzeren Intervallen ein Backup der Nutzdaten. Diese sicherst du allerdings nicht komplett, sondern inkrementell oder differenziell. Ich mache es so, dass ich sonntags ein komplettes Backup anlege und an den restlichen sechs Tagen inkrementell sichere. Das verringert nicht nur den Speicherplatzbedarf drastisch, sondern beschleunigt auch den Sicherungsvorgang extrem.

MfG Jimini
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Also wirkliches Backup mache ich nicht... Es sind hauptsächlich Filme, die ich von BluRay oder DVD auf die Platte ziehe. Ebenso gerippte CDs. Die 12 TB an Daten sind noch nicht belegt, sondern aktuell ca. 6TB. Das aktuelle WinRAR komprimiert sehr sehr gut. Das Backup würde ich dann in unregelmäßigen Abständen ziehen. Wenn dann die BluRay-Sammlung vergrößert wird und dementsprechend mehr Platz benötigt wird, kommen wieder neue Platten dazu und dann wird eine neue Backup-Strategie überlegt.
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Da der Server ja eh 24/7 läuft und die Daten selten geändert werden spielt doch die Dauer der Komprimierung keine Rolle
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Da der Server ja eh 24/7 läuft und die Daten selten geändert werden spielt doch die Dauer der Komprimierung keine Rolle
Dann hängt aber die USB-Platte mitunter tagelang am System, was der Sicherheit der Backups nicht gerade zuträglich ist. Ich würde mir diese Sicherungsmethode an deiner Stelle noch einmal gründlich überlegen.

MfG Jimini
 
AW: NAS-/Printserver für zu Hause

Also ich bin beruflich für Server-Backups verantworlich und weiß und das Vorgehen bei Backups. Mir ist bewusst, dass die USB-Platte optimaler Weise nicht im selben Gebäude gelagert werden soll, etc. Darauf kommts mir aber nicht an. Ich habe keine Daten auf diesem Server, die nicht wiederherstellbar sind. Das Backup soll mir im Zweifel nur Arbeit abnehmen. Und ob das Initialbackup 1 Tag oder 2 Wochen dauert ist mir da relativ Wurscht.
 
Zurück