NAS Linux?

dan954

Freizeitschrauber(in)
Hallo zusammen,

ich spiele mit dem Gedanken mir einen NAS/Fileserver auf Linux Basis zu bauen,
später wäre es cool wenn man auch aus dem Internet darauf zugreifen kann aber erstmal reichts wenns im Heimnetz funktioniert.
Ausprobieren wollte ich das ganze erstmal auf einem älteren Shuttle-Pc der hier noch rumsteht und dann später die passende Hardware besorgen.

Ich nutze zwar Mint seit paar Monaten auf meinem Notebook bin aber noch ziemlicher Anfänger was Linux angeht.
Erstmal was für eine Distri ist dafür empfehlenswert, vielleicht Ubuntu-Server? Ist eine grafische Oberfläche für sowas praktisch/sinvoll oder verschwendete Ressourcen?
Was braucht man noch um DLNA und sowas nutzen zu können?
Kennt ihr vielleicht Seiten/Anleitungen wo man sich in das ganze mal einlesen kann ohne direkt 1000 Seiten Romane wälzen zu müssen?

Gruß
 
Erstmal was für eine Distri ist dafür empfehlenswert, vielleicht Ubuntu-Server?
Sowas kannst du mit jeder Linux-Distribution realisieren. Nimm für den Anfang am besten die, mit der du bisher am besten klarkamst.
Ist eine grafische Oberfläche für sowas praktisch/sinvoll oder verschwendete Ressourcen?
Das hängt vor allem davon ab, wie du das System bedienen willst. Wenn du SSH nutzen möchtest, um das System zu verwalten, dann brauchst du natürlich keine grafische Oberfläche. Ich persönlich verzichte bei allen Servern, Routern etc. auf eine grafische Oberfläche, da diese unnötig Ressourcen benötigt und viele zusätzliche Pakete installiert werden müssen.
Kennt ihr vielleicht Seiten/Anleitungen wo man sich in das ganze mal einlesen kann ohne direkt 1000 Seiten Romane wälzen zu müssen?
Die Wikis von Ubuntu und Gentoo sind sehr gute Anlaufstellen. Ein Fileserver, welcher die Daten via Samba / CIFS und NFS bereitstellt, ist damit ruckzuck eingerichtet.

MfG Jimini
 
Danke für die Antworten, werde es erstmal mit Mint versuchen und dann vielleicht später auf die GUI verzichten und Ubuntu Server o.ä. ausprobieren.
Direkt auf Anhieb hat es mit Samba unter Mint nicht geklappt, werde mich da morgen mal richtig hinsetzen und probieren.

Ist es empfehlenswert Samba ohne pw zu nutzen oder ist das zu unsicher? Und wieviel RAM genügen so einem Linux-"Server", 2, 4 oder vielleicht doch 8gb?
 
Ist es empfehlenswert Samba ohne pw zu nutzen oder ist das zu unsicher?
Das hängt natürlich davon ab, wer in deinem Netzwerk Zugriff auf das System hat. Samba- oder NFS-Freigaben sollte man natürlich nie direkt übers Internet zur Verfügung stellen, aber im privaten Netzwerk ist es okay - insbesondere wenn man genau weiß, wer Zugriff hat. Einzig mit dem Schreibzugriff musst du aufpassen, ich habe meine Samba-Freigaben daher immer als "nur lesbar" laufen, damit niemand (versehentlich oder absichtlich) Daten löschen oder verändern kann.
Und wieviel RAM genügen so einem Linux-"Server", 2, 4 oder vielleicht doch 8gb?
4GB reichen dicke aus, selbst 2GB sollten nicht zu wenig sein. Erst wenn du fettere Daemons laufen lässt oder auf speicherhungrige Dateisysteme wie etwa XFS setzt, machen mehr als 4GB Sinn.

MfG Jimini
 
Wie kriege ich das hin das jeder der im Netzwerk ist auf die Freigegebenen Verzeichnisse mit rw- Rechten zugreifen kann ohne eine Benutzterkonto und pw?
Meine smb.conf sieht im Moment wie folgt aus
Code:
[global]
workgroup=TESTSERVER
security=SHARE
guest account=nobody

[Test]
path=/home/testserver/Testnas
browsable=yes
guest ok=yes
read only=no
available=yes
public=no
writable=yes

Trotzdem werde ich jedes mal nach einem Benutzerkonto und pw gefragt.
 
Versuch es mal mit einer Freigabedefinition wie der hier:
Code:
[Titel der Freigabe]
   comment = Kommentar zur Freigabe
   path = /pfad/zur/freigabe/
   guest ok = yes
   browseable = yes
   writable = yes
Sollte es damit auch nicht funktionieren, poste bitte mal deine komplette smb.conf (ohne auskommentierte Zeilen).

MfG Jimini
 
Jetzt klappt es, musste noch die Zeile
Code:
map to guest=bad user
hinzufügen und den Eigentümer des Verzeichnis auf nobody wechseln um auch schreiben zu können.

Meine smb.conf sieht jetzt wie folgt aus
Code:
[global]
workgroup=WORKGROUP
security=share
guest account=nobody
map to guest=bad user

[Test]
path=/(...)
guest ok=yes
browsable=yes
writable=yes
Gibt es noch irgendwas was man beachten sollte oder war es das jetzt?
Und noch ne Frage, wie kann ich den Namen ändern den der Server im Netztwerk hat?
 
Und noch ne Frage, wie kann ich den Namen ändern den der Server im Netztwerk hat?
Meinst du den Hostnamen? Oder nur den Namen, mit welchem der Server in der Windows-Netzwerkumgebung erscheint? Letzteren kannst du in der smb.conf über den Parameter "server string" festlegen.

MfG Jimini
 
Ich meine den Name mit dem der Server in der Netzwerkumgebung erscheint, mit "server string" habe ich es schon probiert aber da ändert sich nichts auch wenn ich den Namen der Workgroup ändere passiert nichts.
 
Welche Distro verwendest du eigentlich?
Unter Mint lässt sich das alles ohne eine einzige Kommandozeile einrichten.
 
Ich verwende Ubuntu Server, mit Mint hat das auf Anhieb nicht geklappt, da hab ich mir gedacht probier ichs doch direkt einfach mal ohne grafische Oberfläche und den ganzen schnick schnack,
 
Ich meine den Name mit dem der Server in der Netzwerkumgebung erscheint, mit "server string" habe ich es schon probiert aber da ändert sich nichts auch wenn ich den Namen der Workgroup ändere passiert nichts.
Welcher Name wird dort denn aktuell angezeigt? Der Hostname des Servers?

MfG Jimini
 
Ja genau, habe ihn jetzt geändert und nun wird auch im Netzwerk ein anderer Name angezeigt.
Mit minidlna klappt DLNA auch super und alles funktioniert jetzt, danke für die Hilfe. :)

Zwei Fragen habe ich allerdings noch.
Empfiehlt es sich Autoupdates für Ubuntu Server einzustellen oder sollte man das lieber selber machen?
Und schalten sich die Festplatten nach einiger Zeit automatisch aus oder muss man das noch konfigurieren?
 
Zuletzt bearbeitet:
Empfiehlt es sich Autoupdates für Ubuntu Server einzustellen oder sollte man das lieber selber machen?
Ich mache sowas lieber selber - bei kritischen Updates kann man diese dann auf Zeiten legen, in denen man sich um gegebenenfalls auftretende Probleme kümmern kann.
Und schalten sich die Festplatten nach einiger Zeit automatisch aus oder muss man das noch konfigurieren?
Die müssten eigentlich selbstständig in den Standby gehen, wenn sie eine Weile nicht gebraucht wurden. Die Dauer kannst du glaube ich mit Hilfe von hdparm einstellen.

MfG Jimini
 
Die neuen Teile sind jetzt endlich verbaut und alles aufgesetzt. Die beiden Festplatten schalten sich beide nach 20 min automatisch ab und dann komme ich auf einen Verbrauch von ca. 25W.

Finde ich persönlich noch ein wenig hoch, habt ihr irgendwelche Tipps wie man den Verbrauch noch was drücken kann?
 
Welche Hardware hast du denn verbaut?

Prinzipiell würd ich alles im Bios deaktivieren was du nicht brauchst.
SATA-Ports, bzw. alle Schnittstellen die du nicht brauchst. (IR, Seriell, LPT, USB, etc..)
 
Verbaut ist folgende Hardware:

  • AMD Athlon 5350
  • Asrock AM1B-ITX
  • 2x 2GB Elixir RAM
  • System Power 7 300W
  • Samsung SP1213C 120gb (wird bald gegen SSD getauscht)
  • Samsung HD103SI 1tb
  • Seagate SV35 2tb
  • 1x Lüfter
 
Das zweite paaar SATA6Gbit wirst du wohl brauchen.
Ansonsten wäre da noch der USB3.0, Onboard-Audio, COM- und Parallel-Port das du deaktivieren kannst.
Einen Grafikkartentreiber hast du installiert?


Was ist das genau für ein RAM?
Hat der ein Profil mit 1,35V abgespeichert?
 
Das zweite paaar SATA6Gbit wirst du wohl brauchen.
Ansonsten wäre da noch der USB3.0, Onboard-Audio, COM- und Parallel-Port das du deaktivieren kannst.
Einen Grafikkartentreiber hast du installiert?
Habe ich jetzt alles ausgestellt und komme nun auf ca. 23W.
Einen Grafikkartentreiber habe ich nicht installiert. Bringt das denn was, wenn ich keine grafische Oberfläche verwende?

Was ist das genau für ein RAM?
Hat der ein Profil mit 1,35V abgespeichert?
Das sind 2x Elixir M2X2G64CB88G7N-DG Riegel. Ob der ein 2. Profil hat weiß ich nicht, wie finde ich das heraus?
Komischerweise wird mir der RAM auch nur mit 800 MHz angezeigt obwohl im BIOS 1600 MHz eingestellt sind.
Code:
~$ sudo dmidecode --type memory

# dmidecode 2.12
# SMBIOS entry point at 0x000f04d0
SMBIOS 2.8 present.

Handle 0x000F, DMI type 16, 23 bytes
Physical Memory Array
        Location: System Board Or Motherboard
        Use: System Memory
        Error Correction Type: None
        Maximum Capacity: 4 GB
        Error Information Handle: Not Provided
        Number Of Devices: 2

Handle 0x0011, DMI type 17, 40 bytes
Memory Device
        Array Handle: 0x000F
        Error Information Handle: Not Provided
        Total Width: 64 bits
        Data Width: 64 bits
        Size: 2048 MB
        Form Factor: DIMM
        Set: None
        Locator: DIMM 0
        Bank Locator: CHANNEL A
        Type: DDR3
        Type Detail: Synchronous Unbuffered (Unregistered)
        Speed: 800 MHz
        Manufacturer: <BAD INDEX>
        Serial Number: 52343343
        Asset Tag: <BAD INDEX>
        Part Number: M2X2G64CB88G7N-DG
        Rank: 1
        Configured Clock Speed: 800 MHz
        Minimum voltage:  1.500 V
        Maximum voltage:  1.500 V
        Configured voltage:  1.500 V

Handle 0x0012, DMI type 17, 40 bytes
Memory Device
        Array Handle: 0x000F
        Error Information Handle: Not Provided
        Total Width: 64 bits
        Data Width: 64 bits
        Size: 2048 MB
        Form Factor: DIMM
        Set: None
        Locator: DIMM 1
        Bank Locator: CHANNEL A
        Type: DDR3
        Type Detail: Synchronous Unbuffered (Unregistered)
        Speed: 800 MHz
        Manufacturer: <BAD INDEX>
        Serial Number: BA413343
        Asset Tag: <BAD INDEX>
        Part Number: M2X2G64CB88G7N-DG
        Rank: 1
        Configured Clock Speed: 800 MHz
        Minimum voltage:  1.500 V
        Maximum voltage:  1.500 V
        Configured voltage:  1.500 V
 
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