Ich hab immer noch nicht ganz verstanden wofür man sich durch die Kommandozeilen quält wenn es auch über ein grafisches Interface geht.
Zumindest in meinem Fall sind folgende Argumente ausschlaggebend:
- schlankeres System (dazu weniger erforderliche Updates und weniger potentielle Sicherheitslücken)
- geringere Systemlast und geringere Hardware-Anforderungen (ohne GUI braucht man - abhängig von den laufenden Daemons - nichtmal ein GB RAM)
- Monitor und Eingabegeräte werden nur im Fehlerfall benötigt
- schnellere Bedienung (selbst auf meinem Desktop kopiere / verschiebe / lösche ich Dateien meist über das CLI)
- auch wenn die meisten grafischen Umgebungen sehr stabil laufen, eine Shell ist immer stabiler
- flexiblere Eingaben möglich durch Verarbeitung des Outputs, Pipes etc.
Ich habe mich anfangs auch schwer damit getan, weswegen mein erster Linux-Router eine grafische Oberfläche bekam (KDE 3 auf einem Pentium II 400 zu kompilieren ist echt kein Spaß

). Irgendwann zwang ich mich aber dazu, die Kiste nur noch remote zu bedienen, wodurch ich mich natürlich an die Shell gewöhnen musste. Mittlerweile fehlt mir, wenn ich etwa unter Windows arbeite, eine richtige Shell, da das Öffnen von Ordnern mit der Maus oder das Finden und Verwalten von Dateien über das GUI meistens einfach länger dauert.
MfG Jimini