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Nach Megaupload-Aus sind Filmumsätze gesunken
Die Filmindustrie beklagt seit jeher, dass Filesharing negative Effekte auf ihre Umsätze habe und errechnete deren vermeintlichen Verluste.
Die Stilllegung des Dienstes Mega-Upload sollte hier wie ein Befreiungsschlag wirken und eine Quelle an kostenlosen Filmen austrocknen, so dass die Menschen wieder für Filme bezahlen würden.
Nun haben jedoch die Autoren einer Studie (durchgeführt an der LMU München und Copenhagener Business School) herausgefunden, dass die tatsächlichen Umsätze signifikant gesunken seien.
Als Datensätze würden 1344 Filme in 49 Ländern über 5 Jahre beobachtet.
Demnach unterstützt diese neuerliche Studie die Meinung, bzw. Studien, welche von einem positiven Efffekt des Filescharings auf die Umsätze ausgehen, da dies eine Art der kostenlosen Werbung darstellt, bei der vor allem unbekannte oder weniger stark beworbene Filme einen höheren Bekanntheitsgrad erlangen und somit auch mehr Menschen erreichen, die ihrerseits im Schnitt diese Produktionen öfters legal anschauen oder die DVD käuflich erwerben.
Es wird ebenso eine Einschränkung in der Studie erwähnt: Große Blockbuster, die ohnehin von einem rießigen Werbebudget profitieren, waren nicht von Einnahmeverlusten betroffen.
Zusammenfassend sagt die Studie nun, dass "Filescharing als Mechanismus wirkt, der Informationen über eine Ware von Konsumenten mit niedriger Zahlungsbereitschaft an Konsumenten mit hoher Zahlungsbereitschaft weitergibt".
Demnach sei es wichtiger, dass ein Film bekannter würde, als dass das Filesharing eingeschränkt werden müsse.
Meine Meinung hierzu: Ich sehe die Scheinargumente der Industrie wegschmelzen und hfftl erreichen diese Studien auch mal die Politiker, was evtl zu einer Änderung der Gesetzgebungsbereitschaft führt. Sprich, weniger die Rechte der Bürger einschränken für etwas, was nichtmal zu höheren Einnahmen, aber dafür zu einem massiven Beschneiden der Grundrechte, Unschuldsvermutung und Überlastung der Justiz, sowie Aufblühen der Abmahnanwälte.
E:/
Update:
In der Sueddeutschen ist ein Interview mit den Machern der Studie zu lesen.
Es wird auf die Kritik an der Studie eingegangen und die Macher äußern sich hierzu und sind sich sicher, die singulären Effekte wie Beispielsweise "Avatar", welcher sehr viel Geld einspielte, optimal herausgerechnet zu haben. Des Weiteren gehen die Autoren darauf ein, warum man eben den Schluss zu Megaupload ziehen kann, da dieses ein extremes mediales Event war, dessen Schockwirkung viele Hoster getroffen hatte.
Das lesenswerte Interview kann man hier finden.
Quelle:Sueddeutsche.de
Die Filmindustrie beklagt seit jeher, dass Filesharing negative Effekte auf ihre Umsätze habe und errechnete deren vermeintlichen Verluste.
Die Stilllegung des Dienstes Mega-Upload sollte hier wie ein Befreiungsschlag wirken und eine Quelle an kostenlosen Filmen austrocknen, so dass die Menschen wieder für Filme bezahlen würden.
Nun haben jedoch die Autoren einer Studie (durchgeführt an der LMU München und Copenhagener Business School) herausgefunden, dass die tatsächlichen Umsätze signifikant gesunken seien.
Als Datensätze würden 1344 Filme in 49 Ländern über 5 Jahre beobachtet.
Demnach unterstützt diese neuerliche Studie die Meinung, bzw. Studien, welche von einem positiven Efffekt des Filescharings auf die Umsätze ausgehen, da dies eine Art der kostenlosen Werbung darstellt, bei der vor allem unbekannte oder weniger stark beworbene Filme einen höheren Bekanntheitsgrad erlangen und somit auch mehr Menschen erreichen, die ihrerseits im Schnitt diese Produktionen öfters legal anschauen oder die DVD käuflich erwerben.
Es wird ebenso eine Einschränkung in der Studie erwähnt: Große Blockbuster, die ohnehin von einem rießigen Werbebudget profitieren, waren nicht von Einnahmeverlusten betroffen.
Zusammenfassend sagt die Studie nun, dass "Filescharing als Mechanismus wirkt, der Informationen über eine Ware von Konsumenten mit niedriger Zahlungsbereitschaft an Konsumenten mit hoher Zahlungsbereitschaft weitergibt".
Demnach sei es wichtiger, dass ein Film bekannter würde, als dass das Filesharing eingeschränkt werden müsse.
Meine Meinung hierzu: Ich sehe die Scheinargumente der Industrie wegschmelzen und hfftl erreichen diese Studien auch mal die Politiker, was evtl zu einer Änderung der Gesetzgebungsbereitschaft führt. Sprich, weniger die Rechte der Bürger einschränken für etwas, was nichtmal zu höheren Einnahmen, aber dafür zu einem massiven Beschneiden der Grundrechte, Unschuldsvermutung und Überlastung der Justiz, sowie Aufblühen der Abmahnanwälte.
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Update:
In der Sueddeutschen ist ein Interview mit den Machern der Studie zu lesen.
Es wird auf die Kritik an der Studie eingegangen und die Macher äußern sich hierzu und sind sich sicher, die singulären Effekte wie Beispielsweise "Avatar", welcher sehr viel Geld einspielte, optimal herausgerechnet zu haben. Des Weiteren gehen die Autoren darauf ein, warum man eben den Schluss zu Megaupload ziehen kann, da dieses ein extremes mediales Event war, dessen Schockwirkung viele Hoster getroffen hatte.
Das lesenswerte Interview kann man hier finden.
Quelle:Sueddeutsche.de
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