AW: Nach Amoklauf in Winnenden: Totalverbot von Gewaltspielen die Lösung?
Also ich glaub ja nicht daran das "Killerspiele" einen
RELEVANTEN einfluss auf die entscheidung haben, Amok zu laufen.
Vielleicht senkt die Simulation des tötens die hemmschwelle, allerdings wie niedrig muss die schwelle sein damit das Spielen dann einen signifikanten unterschied macht?
Zudem, wer solche spiele spielt um bewusst das töten zu üben, hat das problem auch ohne diese spiele.
Die Gewaltspiele haben, meiner bescheidenen meinung nach, den selben einfluss wie Fernsehen, Zeitung, Filme etc..
Diese medien sind doch mittlerweile auch entweder durch absoluten schwachsinn oder exzessive gewaltdarstellung geprägt (stichwort "unterschichten tv")
Sind wir doch mal an einer WICHTIGEN stelle ehrlich. Was glaubt ihr wieviele "Killerspiele Spieler" bei einem tatsächlichen verbot plötzlich alle ihre gewaltspiele deinstallieren?
Diejenigen die ohnehin schon ein amokpotential mit sich rumschleppen wohl kaum.
Ausserdem wäre eine nicht zu unterschätzende nebenwirkung eines verbots von "killerspielen" das plötzlich, nicht zu unterschätzende, teile der gesellschaft zwangskriminalisiert werden. Ich sag nur Counterstrike-, Battlefield Clans, oder einfache wochenend left 4 dead zombiejäger.
Ebenfall sollte man nicht ausser acht lassen auf welcher basis die ganze diskussion um ein verbot von killerspielen momentan stattfindet. Und ich meine nicht die diskussion hier, wo die meisten wohl wissen was CS und GTA ist.
Wenn leute über ein verbot entscheiden, die tätsächlich glauben GTA wäre eine vergewaltigungssimulation und in counterstrike müsste man senioren und kleinkinder für punkte möglichst brutal umbringen, dann ist schon lange nicht mehr das verbot an sich ein problem, sondern eben die basis auf der diese entscheidung getroffen wird.
Und genau an diesem punkt sehe ich das eigentlich problem dieser ganzen geschichte.
Hier wird eine gesellschaft unnötigerweise in zwei lager geteilt.
Die einen, die Zeitungsleser und RTL-Explosiv oder Thagesthemen-gucker, und, auf der anderen seite, die internetspinner und killerspiele-zocker.
Die einen glauben an vergewaltigungssimulationen und oma-abschlacht-spiele, und die anderen WISSEN was fürn quatsch das ist, müssen aber feststellen das sie niemand ernst nimmt und anhand von völlig schwachsinnigen behauptungen, entscheidungen getroffen werden.
Das prägt in einer ganzen generation von menschen in unserem land ein beängstigendes bild von politik und gesellschaft.
Wer von "uns" kann das noch ernstnehmen?
Die (mit verlaub

) doofen von "uns" werden Aggro wenn sie das kapieren, womit ein weiteres gewalt und amok potential überflüssigerweise heraufbeschworen wurde.
Und die nicht so doofen hauen sich die flache hand vor den kopf und zweifeln an dem politisch-medialen system in dem wir hier leben.
Selig sind die strohdummen die von all dem goarnix mitkriegen
