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Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

PCGH-Redaktion

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Wie die Webseite Ghacks berichtet, hat Mozilla die Add-ons von Avast und AVG aus dem hauseigenen Store geworfen. Die betreffenden Erweiterungen Avast oder AVG Online Security beziehungsweise Safeprice können nur über Umwege installiert werden

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G

Grestorn

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Ich finde es schon lustig, wie sich immer alle über MS und Google echauffieren, aber kritiklos solche Programme von Avast oder Kapersky installieren.

Als rauskam, das Kapersky alle empfangenen Webseiten so manipuliert, dass ein Download von einem Kapersky Server initiiert wird (was Kapersky nicht nur erlaubt, alles zu tracken, sondern zudem Cross-Site Scripting von Kapersky Tür und Tor öffnet), und der Shitstorm weitestgehend ausblieb, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln.

Und das hier geht genau in die selbe Richtung.

Anwender messen mit verschiedenen Maßstäben. Der eine Hersteller wird als "gut" empfunden und man traut ihm bedenkenlos während dem anderen, trotz offener Kommunikation, von vorne herein böse Absicht bei allem unterstellt wird.
 

empy

Volt-Modder(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Anwender messen mit verschiedenen Maßstäben. Der eine Hersteller wird als "gut" empfunden und man traut ihm bedenkenlos während dem anderen, trotz offener Kommunikation, von vorne herein böse Absicht bei allem unterstellt wird.

Naja, vertrauen würde ich höchstens FOSS-Foundations. Ansonsten machen mich halt Firmen skeptischer, deren Hauptgeschäft Daten sind.
 
G

Grestorn

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Bei FB und Google weiß ich, woran ich bin. Die machen Geld mit dem gezielten Verkauf von Werbung.

Bei allen anderen, die vorgeben, mich zu schützen, aber letztlich noch viel mehr Daten sammeln, auch ohne mein Zutun, bin ich viel, viel skeptischer.

Irgendwie scheint es für viele auszureichen, wenn eine Firma vorgibt, nur dass Interesse des Anwenders im Sinn zu haben...

Und diesen religiösen Glauben an OSS kann ich auch nicht nachvollziehen. Auch da glaubt man an das gute und Selbstlose im Menschen, weil es bequem ist und ins Konzept passt.
 
B

Bongripper666

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Gut so. So einen Rotz installiert man sich auch nicht.

Ansonsten hat Grestorn schon sehr viel Richtiges geschrieben. Jede weitere Diskussion kann eigentlich keinen Mehrwert bringen.
 

empy

Volt-Modder(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Bei FB und Google weiß ich, woran ich bin. Die machen Geld mit dem gezielten Verkauf von Werbung.

Ich bin auch immer viel beruhigter, wenn der zwielichtige Typ auf der Straße vorher ankündigt, mir eins in die Fresse zu hauen und mein Geld zu nehmen als wenn er es mir aus der Tasche stiehlt. ;)
Aber gut, Skepsis wäre im ersten Fall vermutlich wirklich das falsche Wort.

Und diesen religiösen Glauben an OSS kann ich auch nicht nachvollziehen. Auch da glaubt man an das gute und Selbstlose im Menschen, weil es bequem ist und ins Konzept passt.

Überhaupt nicht. Ich glaube daran, dass sich in der Regel viele mit ganz konkreten Interessen zusammentun und etwas erschaffen, was möglichst allgemein funktioniert und wovon dann alle profitieren. Außerdem schrieb ich "höchstens".
 
G

Grestorn

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Ich bin auch immer viel beruhigter, wenn der zwielichtige Typ auf der Straße vorher ankündigt, mir eins in die Fresse zu hauen und mein Geld zu nehmen als wenn er es mir aus der Tasche stiehlt. ;)
Aber gut, Skepsis wäre im ersten Fall vermutlich wirklich das falsche Wort.

Ganz ehrlich: Ich geh lieber zu nem Stricher, der mir klar sagt, dass er seine Dienste gegen Geld anbietet, als dass ich auf einen Typen reinfalle, der mir schöne Augen macht und mich dann ausraubt. Das passt als Analogie viel besser.

Überhaupt nicht. Ich glaube daran, dass sich in der Regel viele mit ganz konkreten Interessen zusammentun und etwas erschaffen, was möglichst allgemein funktioniert und wovon dann alle profitieren. Außerdem schrieb ich "höchstens".

OSS die aus einem gemeinsamen Interesse heraus entsteht, also letztlich ein Hobby ist, ist zweifellos die beste Variante. Nutze ich ja auch. Aber irgendwann ist der Elan weg und wenn man keinen Nachfolger hat...

Bei einem bestimmten Anspruch an Software bezahle ich auch lieber dafür.

Und auch bei OSS ist das eine, was man immer mitbringt, egal ob man sich dessen bewußt ist oder nicht: Vertrauen. Du weißt nie, was die SW da genau macht, die Du nutzt. Das ist nicht notwendiger Weise was Schlimmes, man muss es sich nur vor Augen halten und darf OSS nicht als den Segen betrachten, der CSS entgegen steht.

Wenn *ich* eine große Menge an Computern infizieren wollte, würde ich so vorgehen, eine sehr beliebte OSS zu schreiben und eine ganze Weile das Projekt ohne jeden bösen Code zu verbreiten, um Vertrauen und Verbreitung zu schaffen. Und ab Zeitpunkt x, Zack, ist dann der Schadcode drin, der natürlich erst nach Monaten aktiv wird, so dass es niemand gleich merkt. Und da kaum einer seine OSS selbst compiliert, sondern fast alle das fertige Executable runterladen, ist es auch kein Problem - abseits von allen Confuscating Mitteln - den Schadcode so einzuschleusen, ohne dass das offensichtlich ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Ganjafield

Freizeitschrauber(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Ok, erstmal direkt alle Plugins von Avast deinstalliert. Gebe zu das ich vielleicht etwas blauäugig die Plugins mit installiert hatte :rollen:
 

empy

Volt-Modder(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Ganz ehrlich: Ich geh lieber zu nem Stricher, der mir klar sagt, dass er seine Dienste gegen Geld anbietet, als dass ich auf einen Typen reinfalle, der mir schöne Augen macht und mich dann ausraubt. Das passt als Analogie viel besser.

Ist vermutlich die Frage, ob wir jetzt von Bezahlsoftware sprechen, die dir die Daten klaut, oder nur von "kostenloser". Bei "kostenloser" bin ich halt skeptischer und naja, wie gesagt, nicht skeptisch aber halt noch weniger geneigt, bei solcher, die halt nicht Werbung für irgendeine Bezahlvariante darstellen könnte, sondern definitiv nur von Daten lebt.

OSS die aus einem gemeinsamen Interesse heraus entsteht, also letztlich ein Hobby ist, ist zweifellos die beste Variante.

Naja, ich habe von Foundations gesprochen, da stecken oft mehrere Firmen, die Interesse an der Software haben, viel Geld rein, um den Fortschritt anzukurbeln. Ich glaube für die Allerweltssoftware wie Betriebssysteme und die wichtigsten Anwendungen ist das die Softwareentwicklung der Zukunft. Bei spezialisierteren Anwendungen geht das Konzept natürlich nicht so sehr auf.
 
G

Grestorn

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Naja, ich habe von Foundations gesprochen, da stecken oft mehrere Firmen, die Interesse an der Software haben, viel Geld rein, um den Fortschritt anzukurbeln. Ich glaube für die Allerweltssoftware wie Betriebssysteme und die wichtigsten Anwendungen ist das die Softwareentwicklung der Zukunft. Bei spezialisierteren Anwendungen geht das Konzept natürlich nicht so sehr auf.

Und genau DA bin ich extrem skeptisch. Firmen machen nichts ohne Hintergedanken. In solchen Fällen meist Marktdominanz oder Ausschalten der Konkurenz. Und daran ist nichts positives.

Und ja, das gilt auch für Linux. IBM und andere investieren nicht so viel Geld da rein, weil deren Bosse so liebe Menschen sind. Oder weil sie den Fortschritt ankurbeln wollen, wie Du es postulierst. Das ist - sorry - ein klein wenig naiv.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

c1i

Freizeitschrauber(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Schon lustig, was sich die Vertreiber von Sicherheitssoftware so einfallen lassen, seitdem immer mehr User den Defender verwenden und von denen nichts mehr zu holen ist. Das zeigt doch nur, dass sie Angst um ihr Geschäft haben. Und anstatt was vernünftiges zu entwickeln presst man jetzt den Rest aus den Usern raus. Wenns nach mir geht, gehört Avast aufgrund dieses Verhaltens auf die Mozilla Blacklist.
 

CiD

Software-Overclocker(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Die Erweiterung Avast Online Security ist ein Sicherheitstool, das den Benutzer online vor infizierten Websites und Phishing-Angriffen schützen soll. Dafür ist es notwendig, dass die Erweiterung den URL-Verlauf sammelt.
Wer es glaubt...
Mehr als ein simplen URL abgleichen machen die doch auch nicht. Wozu dann also den URL-Verlauf zu Avast/AVG senden...das kann auch lokal passieren, eben so wie es andere Blocker auch machen.

Dabei werden keine Identitäten der Avast-Anwender erfasst oder gespeichert.
Natürlich bekommen die Anwender eine Identität vom Addon verpasst. Wozu das ganze dienen soll, steht ja in den Nutzungsbedingungen:

cross-product direct Marketing, cross-product Development und Drittanbieter-Trend-Analysen

Diese Heuchelei von denen ist echt zum :kotz:
 

empy

Volt-Modder(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Und genau DA bin ich extrem skeptisch. Firmen machen nichts ohne Hintergedanken. In solchen Fällen meist Marktdominanz oder Ausschalten der Konkurenz. Und daran ist nichts positives.

Und ja, das gilt auch für Linux. IBM und andere investieren nicht so viel Geld da rein, weil deren Bosse so liebe Menschen sind. Oder weil sie den Fortschritt ankurbeln wollen, wie Du es postulierst. Das ist - sorry - ein klein wenig naiv.

Wenn Firmen ihre Konkurrenz auf diese Art und Weise raushauen wollen würden, hätte das schon was positives. Nämlich jede Menge potenziell nützliche Software für alle. Aber du glaubst ja nicht ernsthaft, dass IBM Linux pusht, um Apple und Microsoft an den Karren zu fahren oder andere Firmen Apache oder Mozilla. Die haben nur keine Lust, einem Hersteller auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein und die einzige Möglichkeit, das zu haben ist eigentlich FOSS oder alles selber machen. Wenn die Foundation, die du mitbezahlst, rumzickt, suchst du dir eine andere oder machst eine neue auf und arbeitest mit einem Fork weiter. Wenn Microsoft irgendwelche absurden Ideen bekommt, die du unvereinbar findest, stehst du am Ende auf kurze oder lange Sicht ohne Software da und das ist einfach der Super-GAU. Natürlich haben die alle einen Selbstzweck im Hinterkopf (oder auch im Vorderkopf oder wie auch immer man das nennen will), aber abzustreiten, dass man davon auch als normaler Anwender profitieren kann, einfach weil die Idee hinter FOSS und ihren Lizenzen einfach genial ist, ist halt schon ein bisschen sehr misstrauisch.
 
G

Grestorn

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

@empy

Im Großen und Ganzen stimmt schon das meiste, was Du schreibst. Ich kann nur die Euphorie ggü. OSS nicht teilen. Dazu wurde mit OSS schon zu viel Business (und damit auch Arbeit und Arbeitsplätze) zerstört.

Und der letzte Satz, dass "die Idee hinter FOSS und ihren Lizenzen einfach genial" wäre, ist einfach nur naiv. Sorry. Nur aus Sicht des Anwenders, der meint, möglichst viel ohne Gegenleistung bekommen zu können, ist es freilich genial. Für die Menschen, die mit SW ihr Geld verdienen, ist das aber etwas ganz anderes.

Alleine diese Gleichung "Information und Wissen ist frei, Software ist letzlich eine Form von Information, also muss auch Software frei sein" bringt mich in Wallung. Das ist so kurz gedacht, dass man nur den Kopf schütteln kann.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

empy

Volt-Modder(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Dazu wurde mit OSS schon zu viel Business (und damit auch Arbeit und -splätze) zerstört.

Das ist allgemein eine Argumentation, die nur in unserer verkrusteten Gesellschaft zieht. Es gab mal eine Zeit, in der Arbeit, die nicht gemacht werden musste, etwas gutes war. Heute sollen wir wegen Arbeitsplätzen an der Braunkohle festhalten, während wir trotzdem noch auf 40-Stunden-Wochen pochen, während die Leute wegen Burnout bei den Psychologen Schlange stehen.

Und der letzte Satz, dass "die Idee hinter FOSS und ihren Lizenzen einfach genial" wäre, ist einfach nur naiv. Sorry. Nur aus Sicht des Anwenders, der meint, möglichst viel ohne Gegenleistung bekommen zu können, ist es freilich genial. Für die Menschen, die mit SW ihr Geld verdienen, ist das aber etwas ganz anderes.

Ich arbeite mit Software und ich habe mir fest vorgenommen kein Projekt mehr anzufangen, bei dem ich von CSS abhängig bin. Es ist einfach nur zum Kotzen, wenn dir Apple und Google mit ihrer alternativlosen Scheißsoftware einen Strich nach dem anderen durch die Rechnung machen und du nicht weißt, auf was für Geniestreiche die vielleicht schon morgen kommen.

Alleine diese Gleichung "Information und Wissen ist frei, Software ist letzlich eine Form von Information, also muss auch Software frei sein" bringt mich in Wallung. Das ist so kurz gedacht, dass man nur den Kopf schütteln kann.

Ich glaube, du missverstehst wirklich meine Position. Ich sage nicht, dass alle Software frei sein muss, aber das die Software für grundlegende Dinge frei sein sollte. Oder das öfter als nicht freie Software für grundlegende Dinge auch tatsächlich besser ist. Damit meine ich nicht Programm XY, das einer im Auftrag für jemanden programmiert oder herstellt, um es an eine bestimmte Zielgruppe zu verkaufen, aber Betriebssysteme, Browser, Medienabspieler, Compiler usw. Eigentlich all das, was eigentlich auf jedem Personalcomputer vorhanden sein sollte, damit man ihn als solchen bezeichnen kann plus die Werkzeuge, Software herzustellen. Das soll jetzt keine Auflage werden, dass es die nur noch in frei geben soll, aber ich glaube, dass bei solchen Dingen freie Software und die Art, wie sie hergestellt und finanziert wird, deutliche Vorteile hat.
 
G

Grestorn

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Kurz: Wir sind fundamental unterschiedlicher Ansicht was den Wert von Software angeht. Und dabei sollten wir es bewenden lassen, weil keiner wird den anderen vom Gegenteil überzeugen.

Dass Du "mit" Software arbeitest, sagt aber eigentlich alles. Natürlich möchtest Du aber das, was Du "mit Software" leistest, bezahlt bekommen, richtig?

Na denn. EOD.
 

empy

Volt-Modder(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Kurz: Wir sind fundamental unterschiedlicher Ansicht was den Wert von Software angeht.

Weiß ich nicht, ich glaube eher, du missverstehst mich. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass du mich für jemanden hältst, der einfach alles umsonst will oder von der FOSS-Szene erwartet, dass sie umsonst arbeitet. Dass die Software für alle zur Verfügung steht, heißt nicht, dass dafür niemand bezahlt hat. Nur das Modell ist halt ein anderes.

Dass Du "mit" Software arbeitest, sagt aber eigentlich alles. Natürlich möchtest Du aber das, was Du "mit Software" leistest, bezahlt bekommen, richtig?

Natürlich, ich habe auch nirgends geschrieben, dass ich von anderen was anderes erwarte. Das ist irgendwie ein Punkt, den du hartnäckig übersiehst.
 
G

Grestorn

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Schau, ich bezahl gerne für meine Werkzeuge, wenn sie es wert sind. Und das ist eben ein Gegensatz zu Deiner Aussage "Eigentlich all das, was eigentlich auf jedem Personalcomputer vorhanden sein sollte, damit man ihn als solchen bezeichnen kann plus die Werkzeuge, Software herzustellen."

Ich verstehe auch nicht, warum eine IDE kostenlos sein sollte (ich zahle gerne für IntelliJ IDEA und VStudio Pro) nur weil IBM versucht hat (und es beinahe geschafft hat), mit Eclipse den Markt zu dominieren und zu zerstören. Und jetzt kommt Google um die Ecke und startet wieder eine Attacke auf die Software-Entwicklung als Ganzes mit dem haarsträubenden TrueScript Ansatz auf dem Desktop (electron.js). Furchtbar!

Warum muss ein OS kostenlos sein? Welchen Grund gibt es dafür? Warum muss ein gutes ZIP-Tool kostenlos sein? Usw. Für all das gibt es KEINEN Grund, außer eben genau dem einen, den Du von Dir gewiesen hast.

Selbst das "Vertrauen"-Argument zieht nur eingeschränkt. Wenn eine Verschlüsselungs-SW quelloffen ist, dann ist das sicher ein gutes Argument dafür. Aber auch da muss ich mich dann auf Dritte verlassen, die den Code analysiert haben, denn selbst kann ich das bei allem Know-How nicht. Also letztlich doch kein großer Unterschied zu closed SW, die auch von einer dritten Stelle untersucht werden kann. Und auch quell-offene SW muss übrigens nicht unbedingt OSS, also kostenlos sein.

Abgesehen von Hobby-Projekten und aktiven Communities wie z.B. GitHub sehe ich tatsächlich absolut keinen großen Gewinn in OSS. Sie entwertet nur die wirklich erhebliche Leistung von SW-Entwicklung.
 

empy

Volt-Modder(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Schau, ich bezahl gerne für meine Werkzeuge, wenn sie es wert sind. Und das ist eben ein Gegensatz zu Deiner Aussage "Eigentlich all das, was eigentlich auf jedem Personalcomputer vorhanden sein sollte, damit man ihn als solchen bezeichnen kann plus die Werkzeuge, Software herzustellen."


Ich sage nicht, dass das alles kostenlos sein muss und dass es keine Alternativen geben sollte. Aber das das die Paradekandidaten sind, bei denen FOSS extrem sinnvoll sein kann und oft auch sehr gute Produkte hat.

Ich verstehe auch nicht, warum eine IDE kostenlos sein sollte (ich zahle gerne für IntelliJ IDEA und VStudio Pro) nur weil IBM versucht hat (und es beinahe geschafft hat), mit Eclipse den Markt zu dominieren und zu zerstören.

Kannst du ja. Aber auch eine IDE ist etwas, was so viele nutzen, dass es ein sinnvoller Anwendungsfall für FOSS ist. Und so wie die Bezahl-IDEs Konkurrenz für die FOSS-IDEs sind, so ist es auch umgekehrt. Damit sorgt FOSS auch dafür, dass schon mal alles, was verkauft wird, mindestens so gut sein muss, die die FOSS-Alternative.

Warum muss ein OS kostenlos sein? Welchen Grund gibt es dafür? Warum muss ein gutes ZIP-Tool kostenlos sein? Usw. Für all das gibt es KEINEN Grund, außer eben genau dem einen, den Du von Dir gewiesen hast.

Müssen sie nicht. Aber warum sollen hunderte Firmen alle das Rad neu erfinden und ihr eigenes Süppchen kochen anstatt zusammen über eine Foundation gemeinsam was auf die Beine zu stellen oder zumindest auf etwas, was es schon gibt und das sich bewährt hat, aufbauen? Dadurch, dass die Software frei ist, profitieren alle von allem. Das ist natürlich nie ganz fair, deswegen habe ich das auf die allgemeinen Sachen beschränkt.

Selbst das "Vertrauen"-Argument zieht nur eingeschränkt. Wenn eine Verschlüsselungs-SW quelloffen ist, dann ist das sicher ein gutes Argument dafür. Aber auch da muss ich mich dann auf Dritte verlassen, die den Code analysiert haben, denn selbst kann ich das bei allem Know-How nicht. Also letztlich doch kein großer Unterschied zu closed SW, die auch von einer dritten Stelle untersucht werden kann. Und auch quell-offene SW muss übrigens nicht unbedingt OSS, also kostenlos sein.

Aber wenn jemand was findet, kann er mit dem Finger draufzeigen und dann wird sich das schlecht wegargumentieren lassen. Das sieht bei CSS schon anders aus. Ich dachte, dass OSS für Open-Source Software steht. Und die natürlich nicht immer frei. Deswegen schreibe ich ja FOSS, also Free Open-Source Software.

Abgesehen von Hobby-Projekten und aktiven Communities wie z.B. GitHub sehe ich tatsächlich absolut keinen großen Gewinn in OSS. Sie entwertet nur die wirklich erhebliche Leistung von SW-Entwicklung.

Da rollen sich spätestens denen die Fußnägel auf, die Server im größeren Stil betreiben. Und noch mal: Nur weil nicht jeder kleine Nutzer dafür zahlt, heißt das nicht, dass der Entwickler umsonst gearbeitet hat. Das sind dann eher die Hobby-Projekte, die du angesprochen hast.
 
G

Grestorn

Guest
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Da rollen sich spätestens denen die Fußnägel auf, die Server im größeren Stil betreiben. Und noch mal: Nur weil nicht jeder kleine Nutzer dafür zahlt, heißt das nicht, dass der Entwickler umsonst gearbeitet hat. Das sind dann eher die Hobby-Projekte, die du angesprochen hast.

Wieso rollen sich denen die Fußnägel auf, die Server im größeren Stil betreiben?

Nochmal: Ich habe nichts dagegen, wenn jemand seine Software kostenlos und quelloffen bereitstellt. Nur sollte das a) keine Voraussetzung sein und b) schon gar kein Qualitätsgarant für irgendwas.

Natürlich ist es schön, dass es so viele SW frei gibt, und natürlich hat das einen unglaublichen Multiplikationseffekt (ich nehme an, das meinst Du mit den vielen Servern), d.h. erst dadurch entstehen viele Dienste und neue SW.

Es darf nur nicht zum Dogma werden, und bei vielen ist es das. CSS ist schlecht. OSS ist gut. Und das ist absolut nonsense.
 

Teacup

PC-Selbstbauer(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich


Müssen sie nicht. Aber warum sollen hunderte Firmen alle das Rad neu erfinden und ihr eigenes Süppchen kochen anstatt zusammen über eine Foundation gemeinsam was auf die Beine zu stellen oder zumindest auf etwas, was es schon gibt und das sich bewährt hat, aufbauen? Dadurch, dass die Software frei ist, profitieren alle von allem. Das ist natürlich nie ganz fair, deswegen habe ich das auf die allgemeinen Sachen beschränkt.

Könnte man das nicht auf alles übertragen? Neues XY wurde erdacht -> davon würden viele profitieren.

Ich würde mal sagen, dass OSS sowohl Chancen und Jobs schaffen, als auch vernichten kann. Durch Linux haben sich etliche Firmen als Dienstleister etablieren können, ein LibreOffice hat Firmen wie Softmaker sicher nicht geholfen.
Ich vermute, gerade wenn man hauptsächlich durch die Produktion von Software und den Verkauf an Privatkunden Geld verdienen möchte, macht es einem OSS durchaus schwer. Zwar wird die Entwicklung vereinfacht, aber sich aus teilweise unüberschaubarer Konkurrenz hervorzuheben dürfte zumindest den Start extrem schwer machen.
 

empy

Volt-Modder(in)
AW: Mozilla Firefox: Darum sind die Erweiterungen von Avast und AVG nicht mehr erhältlich

Wieso rollen sich denen die Fußnägel auf, die Server im größeren Stil betreiben?

Weil die massiv dadurch gewinnen.

Nochmal: Ich habe nichts dagegen, wenn jemand seine Software kostenlos und quelloffen bereitstellt. Nur sollte das a) keine Voraussetzung sein und b) schon gar kein Qualitätsgarant für irgendwas.

Als Voraussetzung sehe ich es ja auch nicht. Als Qualitätsgarant auch nicht. Aber ich bin beruflich bis jetzt mit freier Software deutlich besser hingekommen. Sie ist nicht immer so komfortabel und bietet nicht so viele Features, aber das, was da ist, funktioniert meistens ziemlich gut und man kann sich einfach besser drauf verlassen. Wie gesagt, nicht alle freie Software, aber die, die grundlegende Dinge erledigt, bei denen ich nicht auf einen Konzern angewiesen sein möchte, der damit Geld verdienen will, sondern lieber auf eine große Benutzergemeinschaft von privaten, Selbstständigen, kleinen und großen Firmen vertrauen, die alle ein gemeinsames Interesse daran haben und das deswegen gemeinsam vorantreiben.

Es darf nur nicht zum Dogma werden, und bei vielen ist es das. CSS ist schlecht. OSS ist gut. Und das ist absolut nonsense.

So pauschal ist das natürlich Quatsch, das habe ich ja auch nie gesagt. Aber FOSS (das F ist wichtig) hat an sich einfach Vorteile, die in bestimmten Bereichen zumindest für mich wirklich ausschlaggebend sind. Deswegen will ich nicht, dass alles frei sein soll oder muss, auch nicht Bereichsweise, wie gesagt, Konkurrenz ist immer gut, auch die, die sich FOSS und CSS macht, in beide Richtungen. Ich benutze ja privat auch Windows und Steam und kaufe Spiele. Aber wenn ich mir auf Arbeit das nächste mal einen Rechner aufsetzen muss, wird das ziemlich sicher kein Windows mehr sein. Für grundlegene Sachen braucht man ein Extraprogramm, Encodinggulasch ohne Ende, eine Shell, die den Namen kaum verdient... Sieht für jemanden, der innerhalb der Windowswelt bleibt wieder anders aus und ich will das auch explizit nicht anprangern, aber wir entwickeln nicht für Windows, deswegen macht Windows für mich mehr Probleme als es Vorteile bringt.

Ich vermute, gerade wenn man hauptsächlich durch die Produktion von Software und den Verkauf an Privatkunden Geld verdienen möchte, macht es einem OSS durchaus schwer. Zwar wird die Entwicklung vereinfacht, aber sich aus teilweise unüberschaubarer Konkurrenz hervorzuheben dürfte zumindest den Start extrem schwer machen.

Naja, man darf halt nicht da einsteigen, wo FOSS stark ist. Wer versucht, jetzt noch bei PC-OS einzusteigen oder eine Officesuite herzustellen, der sollte sich halt bewusst sein, dass er da ziemlich abliefern muss, um zumindest mit FOSS gleichzuziehen. Aber verwenden die ihre Ressourcen nicht eh besser anders? In Zeiten von einem IT-Fachkräftemangel und einer riesigen Design-Gap ist es doch ein Vorteil, wenn ein Großteil der Arbeit schon erledigt und die Produkte davon frei zugänglich sind.
 
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