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Spiele sind notorisch schwer für viele CPU-Kerne zu optimieren ("parallelisieren"). Das liegt daran, weil die Berechnung teilweise voneinander abhängig sind, also nur nacheinander durchgeführt werden können. Moderne AAA-Spiele sind inzwischen aber gut für 6, 8 oder sogar mehr Kerne optimiert, z.B. die neuen Battlefieldteile nutzen viele Kerne super aus. Und dann gibt es schlecht optimierte Spiele. Um das nachzuschauen musst du dir im Grunde Benchmarks angucken. Was PoE angeht: Ein Freund von mir spielt das
sehr viel, und er beschwert sich immer, dass das Spiel trotz starker Hardware schlecht läuft. Bei diesen Spielen ist es immer so, dass nur Einzelkernleistung hilft.
Vergiss auch nicht, dass 30% höhere Einzelkernleistung bei gleicher Kernzahl 30% höhere Mehrkerleistung sind. Das kommt dir beim Videoschnitt zugute. Videoschnitt ist zwar sehr gut parallelierbar, braucht allerdings einfach viel CPU-Leistung. Auch da wird sich der 3600 lohnen. Grafisch fordernde Spiele nennst du dagegen nicht, deswegen würde ich die Kombination aus 3600 + RX 570 bevorzugen.
Die Kompatibilitätsliste hat einen etwas irreführenden Namen. Das ist einfach eine Liste mit Hardware, die der Mainboardhersteller getestet hat. Der kann aber unmöglich alle SSDs/RAM-Kits testen, die es auf dem Markt gibt. Die Hardware ist standardisiert, das passt alles. Die RAM-Kompatibilitätsliste war z.B. zum Release der ersten Ryzen CPUs (Ryzen 1000, da gehört der 1600 [12nm]
nicht zu) wichtig. Damals hat schneller RAM mit Ryzen Probleme gemacht, und es liefen tatsächlich nur ein paar Kits mit einer hohen Frequenz. Das ist inzwischen aber nicht mehr so, die Kompatibilitätslisten für RAM und SSDs sind nicht mehr wichtig.
Und ja, die RipJaws V könntest du auch mit dem 1600 [12nm] nehmen, ich empfehle dir für dein Anwendungsgebiet aber den 3600.