News MakerBot Replicator 2: 3D-Drucker für den Hausgebrauch

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Die Firma MakerBot will mit dem 3D-Drucker Replicator 2 die Technik erfolgreich für den Massenmarkt verfügbar machen. Laut dem Firmengründer werden 3D-Drucker die nächste Revolution nach dem Internet und der kreative Siegeszug sei nicht mehr aufzuhalten. Seinen Sie für läppische 1.650 Euro ein Teil der Revolution!

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AW: MakerBot Replicator 2: 3D-Drucker für den Hausgebrauch

Festplattengehäuse, hochwertig designter Bucheinband, Boxengehäuse, PC-Modding, mehrschichtige Leiterplatinen für individuelle Schaltungen, Bilderrahmen für Mutti, bishin zu den vielfältigsten Möglichkeiten im Modellbaubereich....mir würden so unendlich viele Dinge einfallen, die ich damit anstellen wollte. Eine wirkliche (R)evolution im Bereich privater Fertigungstechnik. :hail:

Ich frage mich an der Stelle dennoch etwas grundsätzlicher: Ist das eigentlich im Sinne der heutigen Marktwirtschaft? Nicht, dass ich es persönlich nicht gutheißen würde, aber dies ist ja nur der Anfang einer steten Entwicklung hin zum Selfmade-Zeitalter, in dem der Otto-Normalverbraucher sich zukünftig immer mehr von der Abhängigkeit des Marktes loslösen kann.
Freilich wird noch einige Zeit ins Land gehen, bis eine solche Investition beim Großteil der Endverbraucher finanziell zu bewerkstelligen sein wird und auch die Bedienbarkeit und vielfältigere Möglichkeiten durch unterschiedlichste Werkstoffrohlinge vereinfacht und erweitert wird. Trotzdem bleibt ein Funken Zweifel, inwieweit eine solche Evolution den Interessen des derzeitigen Absatzmarktes zuwiderlaufen könnte und ein solches Produkt nicht nur einfach ein neues Spielzeug für den Hausgebrauch ist, sondern vielmehr auch neue Ideen hinsichtlich unseres bisherigen Wirtschaftssystems anregt und evtl. auch erfordert.

Was denkt ihr dazu? Zuviel Phantasie meinerseits, oder doch einen Penny wert...?


Gruß,

kai
 
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@Kai: Schön geschrieben! Die steigende Unabhängigkeit gegenüber der Industrie ist ein interessanter Punkt... :)

Grundlegend frage ich mich wieviel Müll das geben wird, wenn jeder 2.-3. so ein Maschinchen zu Hause hätte... :wow:
 
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Sowas könnten sich Berufsschule wohl zulegen :D wir lassen uns shcon regelmäßig Teile drehen oder fräsen, wenn auch nur aus Aluminium, wenn die nen Drucker hätten, würde ich mein eigens Pc gehäuse entwerfen :D
 
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also mehrschichtige leiterplatten werden schwierig, da das gerät ja nur kunststoff verarbeiten kann. ansonsten sehe ich derzeit auch keine große gefahr für die industrie, man kann ja lediglich einen bestimmten kunststoff verarbeiten - also bei weitem nicht alles drucken was man vielleicht gern hätte. außerdem könnte man den rohstoffpreis entsprechend beeinflussen und auch die benötigten baupläne, die software usw. um das nicht ausufern zu lassen. copyrights auf baupläne könnte es auch geben. es wird nicht jeder das rad neu erfinden können.
 
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass das unser Wirtschaftssystem maßgeblich beeinflussen wird. Denn wir leben immer noch in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Niemand hat die Zeit, nach einem 8-Stunden-Arbeitstag abends im großen Stil von der Zahnbürste bis zur Kaffeetasse alles selbst designen zu wollen, ohne Ausbildung und nach dem Trial-and-Error-Prinzip, das wäre ja auch viel teurer im Materialverbrauch als im Einkauf des fertigen Produkts. Es wird dann einen Markt geben für Designs, so dass ggf. eine geringfügige Verschiebung stattfinden wird innerhalb des Marktes. Und es wird solche Marktplätze wie Dewanda und Etsy ausweiten - mit Dingen, die man eigentlich nicht braucht. Und nein, ich will keine Kaffeetasse aus Plastik.
 
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass das unser Wirtschaftssystem maßgeblich beeinflussen wird. Denn wir leben immer noch in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Niemand hat die Zeit, nach einem 8-Stunden-Arbeitstag abends im großen Stil von der Zahnbürste bis zur Kaffeetasse alles selbst designen zu wollen, ohne Ausbildung und nach dem Trial-and-Error-Prinzip, das wäre ja auch viel teurer im Materialverbrauch als im Einkauf des fertigen Produkts. Es wird dann einen Markt geben für Designs, so dass ggf. eine geringfügige Verschiebung stattfinden wird innerhalb des Marktes. Und es wird solche Marktplätze wie Dewanda und Etsy ausweiten - mit Dingen, die man eigentlich nicht braucht. Und nein, ich will keine Kaffeetasse aus Plastik.

Das ist so nicht ganz wahr. Open Source Software z.B. wird ja auch von Menschen "nach einem 8-Stunden Arbeitstag" erstellt, und nicht von Arbeitslosen und Rentnern. Außerdem macht es einen großen Unterschied ob man etwas selbst mit eigener Leistung und Kreativität gemacht hat oder nicht (Stichwort Hobbys). Und wie wir wissen bezahlen viele auch gerne ein hübsches Sümmchen (unabhängig von irgendwelchen Marktwerten) für ihre Hobbys und Freizeitaktivitäten.
Dinge die niemand braucht giebts nicht - sonst hätte sie niemand hergestellt! :D
 
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also gerade im Bereich des Prototypen-Baus wird das absolut revolutionierend! schnell mal ein Muster ausdrucken und "in der Hand halten" vereinfacht den Konstuktionsprozess enorm. für ein Massenprodukt ist diese Methode sicherlich (noch) nicht geeignet. aber das hat man damals bei den ersten Nadeldruckern oder Plottern auch gesagt...

die copyright- und Patent-Abteilungen sollten sich nur früh genug mit dem Thema beschäftigen. wenn geschützte Produkte einfach von jedem kopiert werden können?! man denke nur an Designer-Brillengestelle oder sowas...
 
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Wenn die Geräte nochmal 1000€ weniger kosten, ist's gekauft!
Meine Freundin wird mich anfangs dafür hassen: "Schatz, wofür brauchen wir das?" Aber ich weiß jetzt schon, das sie es mehr nutzen wird, wenn sie sieht, wie enfach sie kreative Ideen umsetzen kann :schief:

die copyright- und Patent-Abteilungen sollten sich nur früh genug mit dem Thema beschäftigen. wenn geschützte Produkte einfach von jedem kopiert werden können?! man denke nur an Designer-Brillengestelle oder sowas...
Naja, so lange man nicht die Kopien verkauft, sondern nur für den eigenen Privatverbrauch verwendet...
 
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Wenn die Geräte nochmal 1000€ weniger kosten, ist's gekauft!
Meine Freundin wird mich anfangs dafür hassen: "Schatz, wofür brauchen wir das?" Aber ich weiß jetzt schon, das sie es mehr nutzen wird, wenn sie sieht, wie enfach sie kreative Ideen umsetzen kann :schief:

Naja, so lange man nicht die Kopien verkauft, sondern nur für den eigenen Privatverbrauch verwendet...

funktionieren denn die 3D drucker auch mit silicon ????

:-) :-) sorry :-) :-)

gruss
 
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass das unser Wirtschaftssystem maßgeblich beeinflussen wird. .
Ich glaube, dass es vor Allem für Firmen ein wesentlicher Faktor ist. Ich selber arbeite für einen HErsteller von Kunststoffformteilen und werde die Entwicklung weiter beobachten. Für Kleinstserien und Prototypen ist die Technologie unschlagbar, da man am echten Modell wichtige Erkenntnisse zur Verarbeitung ableiten kann ohne ein Musterwekzeug für etliche tausend Euro zu erstellen. Dies kann einen unschlagbaren Vorteil bei einer Angebotserstellung bringen und auch Nieschen öffnen, aus denen man sich vorher aus Kostengründen ferngehalten hat. Ich denke ich werde unsere GF mal auf die Entwicklung aufmerksam machen.
 
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