Lohnt sich ein teures Toslink Kabel?

Da es prinzipiell ein komplett digitaler Standard ist gibt es kein "klingt schlechter/besser" usw - es gibt nur "Signal kommt an" oder "Signal kommt nicht an".
Sprich so lange das Kabel nicht defekt ist ist die Qualität desselben völlig wurscht und das Endergebnis exakt dasselbe.
 
Meine Vorposter haben schon alles zum Thema gesagt, ich wollte das nur nochmal bestätigen und bekräftigen. Besonders teure Kabel für digitale Signale sind meist Geldverschwendung, es sei denn sie haben Überlänge oder sollen in Umgebungen mit starker elektromagnetischer Störeinwirkung betrieben werden.

In High-End-HiFi-Kreisen behaupten auch diverse Leute, man könnte einen Unterschied hören, wenn man das 230V-Netzkabel vom Verstärker durch ein höherwertiges ersetzt :ugly: :D
 
In High-End-HiFi-Kreisen behaupten auch diverse Leute, man könnte einen Unterschied hören, wenn man das 230V-Netzkabel vom Verstärker durch ein höherwertiges ersetzt :ugly: :D

Das Schlimme ist: Unter extremen Bedingungen kann das sogar sein (keine Ahnung... jemand nutzt ein Billigst-Kabel und wickelt es auf dem Weg zum Verstärker spulenartig um ne offene Mikrowelle :ugly:) - "Kabelklang" wie das oft genannt wird ist mir aber auch zu mysteriös.

Ich bin wirklich ein HiFi-Besessener und habe auch entsprechendes (zumindest KH) Equipment (EssenceOne+Sennheiser HD800) aber einen Unterschied im Klang, welches Kabel ich wo verwende kann ich (außer natürlich beim KH-Kabel wenn man ein sehr billiges nimmt aber das sollte klar sein) nicht erkennen.
 
In High-End-HiFi-Kreisen behaupten auch diverse Leute, man könnte einen Unterschied hören, wenn man das 230V-Netzkabel vom Verstärker durch ein höherwertiges ersetzt :ugly: :D

naja gerade durch das Stromkabel kommen einige störungen rein .. soo danebn ist das nu auch wieder nicht. Wichtiger wäre es allerdings darauf zu achten, dass der Stecker richtig rum drin steckt ... Thema Phasenverschiebung.

Bei Toslink ist es aber generell egal, da das ganze über licht geht.
 
naja gerade durch das Stromkabel kommen einige störungen rein .. soo danebn ist das nu auch wieder nicht. Wichtiger wäre es allerdings darauf zu achten, dass der Stecker richtig rum drin steckt ... Thema Phasenverschiebung.
Ähh, beides nein. Phasenverschiebung bezieht sich auf das Audio-Signal. Die 230V Netzspannung werden jedoch nach dem Trafo gleichgerichtet, da gibt es keine Phase mehr. Es kann keinerlei Unterschied machen, in welcher Orientierung der Netzstecker in der Dose steckt, nicht mal zu einem millionstel Prozent :) Und zu den Störungen, die reinkommen: Das kann natürlich passieren, ja. Aber ein Kabel mit vergoldeten Kontakten und zu 99.999% chemisch reinen Kupferleitern hält die exakt genau so gut/schlecht zurück wie ein billiges. Da wäre z.B. ein Netzfilter oder ein Mantelstromfilter wichtiger ;) Die bringen ggf. wirklich was. Im Gegensatz zu Goldkontakten und hochreinem Kupfer im Kabel...
 
kleine Fangfrage an euch "Experten".... wie wird ein digitales Signal übertragen?



Amazon Basic Kabel ist eines der besten optischen für Heimgebrauch.
 
Mit genau definierten Zuständen und einer dazugehörigen Fehlerkorrektur - entsprechend exakt nachvollziehbar und ohne Genauigkeitsverlust (bei der Übertragung, bei der Digitalisierung natürlich schon!).

Sicher? Ein Signal wird immer analog übertragen und ist somit beeinflussbar. Zudem gibt es keine 100% zuverlässige Fehlerkorrektur. Bei Toslink ist es nicht so kritisch, da man gut geschirmtes Licht nicht so leicht wie elektrische Signale stören kann. Toslink hat seine Nachteile woanders. Das Spielt hier aber keine Rolle.
Ich hasse nur diese laienhaften Verallgemeinerungen. 1 und 0 kommen nicht immer als 1 und 0 an, sondern auch mal als 1 und 1 oder 0 - 0 ....
 
1 und 0 kommen nicht immer als 1 und 0 an, sondern auch mal als 1 und 1 oder 0 - 0 ....

Und genau da kommt die Fehlerkorrektur ins Spiel - die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fehler nicht entdeckt wird ist wahrscheinlich so gering, dass man ein Foto 1000 mal zwischen Festplatte und USB-Stick hin- und herkopieren könnte ohne dass es zu einem Fehler kommt.

Prüfsummen sind was das angeht extrem wirkungsvoll.
 
Prüfsummen gibts aber bei zeitkritischen Leitungen wie Toslink, Coax, HDMI etc nicht.
Fehlerkorrekturen "raten" bei solchen Leitungen nur. HDMI hat ne physikalische Fehlerkorrektur. Da wird das Signal 4 mal gleichzeitig über verschiedene Adern übertragen und die Ergebnisse geprüft.

wir können gerne weiter darüber diskutieren, aber hier wird es OT
 
Prüfsummen gibts aber bei zeitkritischen Leitungen wie Toslink, Coax, HDMI etc nicht.
Fehlerkorrekturen "raten" bei solchen Leitungen nur. HDMI hat ne physikalische Fehlerkorrektur. Da wird das Signal 4 mal gleichzeitig über verschiedene Adern übertragen und die Ergebnisse geprüft.
Du hast Recht, es wäre leider OT. Nur damit das hier nicht so falsch stehen bleibt: Bei HDMI wird das Signal ganz gewiss nicht 4 mal gleichzeitig über verschiedene Adern übertragen... Da hätte man ja nur ein Viertel der physikalischen Bandbreite nutzbar :ugly: Das ist nicht so. HDMI hat bis zu drei Adernpaare zur Datenübertragung (differentielle Signalübertragung wie bei Ethernet), die übertragen aber unterschiedliche Daten gleichzeitig. Fehlerkorrektur-Daten werden aber in der Tat nicht mitgesendet. Das merkt man daran, dass bei Kabeln ab 10 Meter Länge gerne mal Bildstörungen auftreten können (einzelne Pixel oder Zeilen flackern/blinken).

Alles auch sehr gut bei Wiki nachzulesen ;) High Definition Multimedia Interface
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicher? Ein Signal wird immer analog übertragen und ist somit beeinflussbar.

Jap.

Natürlich ist es beeinflussbar (wobei bei Toslink nur seeeeehr eingeschränkt). Es ist nur eben festgelegt als Beispiel "alles zwischen 0,7 und 1v ist eine 1, alles zwischen 0 und 0,3v ist eine 0". Selbst wenn die Signale beeinflusst werden dass aus 0,9v auf einmal 0,8 oder 1v werden ist es immer noch korrekt als "1" identifiziert. Zwischen den Zuständen ist auch absichtlich ein "Loch" gelassen wo das Signal ungültig ist und neu angefordert wird. Die "leichte" Beeinflussung ist völlig eliminiert.

"Schwere" Beeinflussungen (die etwa aus 0,9v 0,1v machen und damit zu einem Fehlerbit führen) werden durch Prüfsummen ausgeschlossen, sprich ist eine Prüfsumme falsch wird das Signal verworfen und neu angefordert bis es korrekt ist (und ja, es gibt Verfahren die 100% sicher sind auch wenn die nur selten angewandt werden). Das funktioniert entweder irgendwann oder man hat eben kein Signal.

Beim Thema TosLink ist das alles übrigens ziemlich egal da die Lichtwellenleiter durch nichts beeinflusst werden können außer zu enge Biegeradien/mechanische Beschädigungen.

Digitale Übertragungsstandards sind dahingehend wenn man den richtigen Standard wählt dermaßen sicher, dass du eine Datei eine Milliarde mal hin und her kopieren könntest durch ein billigst-Kabel ohne dass auch nur ein einziges Bit falsch wäre (bei Festplatten die ähnliche Korrekturmechanismen nutzen ist eine gängige Zahl ein fehlerhaftes Bit pro 10^14 (!) gelesenen Bits).
 
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