lohnenswert? CPU und SSD

Falls dein Mobo schon unterstütz ggf. nur für die SSD im BIOS von IDE auf ACHI schalten.

Ansonsten Wünsche ich dir viel Spaß mit dem neuen Spielzeug. :daumen:
 
Da hat Heretic den wohl wichtigsten Punkt angesprochen: AHCI!, bringt viel mehr als SATA 6Gb/s. Das ist aber am P35 leider etwas tricky :(
Ich hatte ein ähnliches MB (auch P35, aber DS3P mit ICH9R) und da funktionierte AHCI ohne Probleme. Das ICH9 im P35 Chipsatz unterstützt zwar theoretisch genauso AHCI, allerdings ist es meist im BIOS nicht freigeschaltet (wahrscheinlich eine reine Lizenzgeschichte...). Gibt aber genügend mod BIOS die das bei Bedarf freischalten.
Quelle: I/O Controller Hub - Wikipedia, the free encyclopedia
 
AHCI würde ich auch auf jeden fall als Mindestanforderung sehen, sonst kann Trim nicht greifen.

Ansonsten ist es leider absolut gleichgültig, ob die SSD 200 oder 500 MB pro Sekunde hat. Hatte damals eine Corsair mit besagten 200 MB/sek. Bei der neueren Samsung 830 merke ich keinerlei wirklichen Performanceunterschied. Der SSD Effekt resultiert aus den um quasi Faktor unendlich schnelleren Zugriffsraten, halt die Tatsache, dass SSD Random Access haben und jederzeit auf jeden beliebigen Speicherblock lesen können. Wenn ich die 10 - 20 ms Reaktionszeit bei HDDs anschaue: Meistens brauchen die Reell locker eine Sekunde, bis überhaupt etwas passiert. Wohl, weil die für jeden irgendwo fragmentierten Programmbestandteil wieder eine Reaktionszeit dazu kommt und sich das in alle Enden kummuliert. In der Zeit ist von SSD das Programm bereits geladen.

Zur Relation CPU-Speed und SSD: Ich habe bei einem Bekannten eine M4 128 GB in sein Notebook eingebaut, das nur mit 2 GB Ram und einem AMD mit 2x 1,65 GHz arbeitet. Der Performanceboost, gerade im Booten, ist monumental. In der HDD dauerte es vom Einschalten locker 5 - 6 Minuten, bis überhaupt etwas ging. Die SSD ist mit weit unter 2 Minuten dabei. Das, was ein Redakteur der PCGH einmal schrieb, stimmt: SSDs sind der gefühlt größte Performance-Boost, den man sich in den Rechner stecken kann. Für mich käme ein PC ohne SSD nicht in Frage. Ärgere mich jedes Mal an meinem Laptop, das ich aus finanziellen Grunden mit einer HDD gekauft habe. Es ist geradezu Folter, an dem Ding irgend etwas zu öffnen.

Nur ohne AHCI ist es halt relativ bescheiden, da die SSDs ohne Trim langsam oder sicher an Performance verlieren. Jedoch ist der Unterschied auch nicht wirklich spürbar, soweit ich weiss.
 
Ärgere mich jedes Mal an meinem Laptop, das ich aus finanziellen Grunden mit einer HDD gekauft habe. Es ist geradezu Folter, an dem Ding irgend etwas zu öffnen.
Wo ist das Problem? Einfach selbst SSD nachrüsten und über das gesparte Geld freuen. Denn meist ist der Bonus-Aufpreis auf ein Laptop mit serienmäßigem SSD unverhältnismäßig groß und oft ist auch nicht gerade eines der besseren Modelle verbaut.
 
Siehst ich hab in weiser Voraussicht, die olle rumpelnde Seagate Momentus 320gb gegen ne flüster geschwinde Hatschi Travelstar 7k250 250gb(1 Plattern) ausgetauscht, als ich das Notebook kaum länger als ne Woche hatte. Ich muss sagen damit startet das System nur minimal langsamer als mein Desktop auf ner 500er Sesam Spinpoint. Kopieren läuft von Part zu Part auf einer HDD, gar doppelt so schnell(60gb/s) ab, als mit der Sesam. Jetzt hab ich seit vorgestern noch ne Wintel SSD 320 160gb in den 2. Schacht des Notebooks drinne und permanente Daten mit häufigen Zugriff auf die SSD geschippt. Ist das Ding jetzt so schnell oder mein Desktop so langsam oder Beides ??:wow: Win ist zwar noch auf Platte aber alle andere SW läd nicht mehr um zu starten sondern sie tut sich einfach einschalten. :D

 
IMHO geht TRIM auch mit dem IDE-Standardtreiber (pciide.sys) von MS. Was die sonstige Performance angeht, da tut sich nicht viel zwischen IDE und AHCI an einem ICH9(R)
 
Glaub ich nicht, der nur bei AHCI einsetzbare Kommando Queue, ist für SSDs unentbehrlich. Aufgrund ihrer Architektur und deren Prinzip, mehrere Kommandos gleichzeitig parallel zu verarbeiten, kommt erst wirklich effiziente Performance zustande, wenn min. eine Kommando Queue Tiefe, gleich der Anzahl freier Kanäle zum Host, verwendet wird. Je mehr desto besser.

Fazit. Ohne AHCI kann die SSD ihre Schreib/Lese Kanäle nur seriell einsetzen. = Festplatte sozusagen. :daumen2:

War nur so ne Schlussfolgerung von mir.
 
Fazit. Ohne AHCI kann die SSD ihre Schreib/Lese Kanäle nur seriell einsetzen. = Festplatte sozusagen. :daumen2:
Ne, ganz so übel ist es dann doch nicht. Jedes SSD ist - als Systemplatte eingesetzt flotter - als HDDs (gut gibt ausnahmen, aber die sind sehr, sehr selten). Denn die extrem schnellen Zugriffszeiten verliert dein SSD nicht, selbst wenn kein AHCI möglich ist.
Ich hatte selbst (wie ich ungern zugebe), durch eine verkorkste BIOS-Config, die mir erst Wochen später beim Benchen auffiel, meinen PC für mehrere Wochen im IDE Modus betrieben, ohne es im "Windows-Normal-Betrieb" zu bemerken. Erst in einem Benchmark ist mir der IDE-Modus aufgefallen. So viel also dazu ;)
 
Ohne AHCI kann die SSD ihre Schreib/Lese Kanäle nur seriell einsetzen. = Festplatte sozusagen. :daumen2:

War nur so ne Schlussfolgerung von mir.

Du hast schon recht - ein paar Prozent Leistung gehen mangels NCQ schon flöten - aber der MSAHCI kanns auch nicht und in der Praxis zeigt sich der Vorteil auch nur, wenn mehrere Programme gleichzeitig auf die SSD/Platte schreiben wollen. Und mach die Festplatten nicht schlecht, die können schließlich heutzutage alle NCQ. :) Und sogar ein paar vereinzelte alte IDE-Modelle.
 
Ja klar sind die Zugriffszeiten noch kürzer als bei der HDD. Bei 4k Random Zugriffe ist die SSD noch überlegen. Das sequenzielle Lesen/Schreiben grosser Blöcke, wo die Zugriffs Zeiten kaum eine Rolle spielen, fällt die SSD im IDE Betrieb eventuell hinter einer schnellen HDD zurück. Beide haben den theoretischen gleichen seriellen Datendurchsatz und die HDD hat den Vorteil, dass Lese/Schreib Vorgänge von Sektor zu Sektor(grosse Blöcke) direkt mechanisch analog, ohne Caching, enorme Daten Massen schaufeln können aber die SSD von Sektor zu Sektor durch die Reaktionszeit des eingesetzten Flashspeicher limitiert ist.

Eine SSD mit SATA3 Speed, z.B. 500MB + lesen, am IDE(ATA133) Interface betrieben wird sicher noch gut 1/3 unter der max. Transferrate des verwendeten Interfaces(ATA133 etwa SATA II 300MB/s)liegen weil kein paraleller Zugriff möglich ist. Geschätzt, weniger als 200mb/s beim sequenziellen Transfer eben wegen den XX ns je Block Zugriff + logischer PATA133 Mode über physikalisches SATA 6Gbit/s Interface. Eine Hatschi Ultrastar 10K900 packt sequenziell 263mb/s. Das Interface würde im IDE Betrieb auf den max. Transfer von ATA133(ca. SATAII und 300MB/s) zurückfallen aber das hat kaum Auswirkung auf ihre Transferrate, weil eben hier in erster Linie nur die Mechanik den Speed besimmt. PATA,SATA, Transfer Modus oder Schnittstelle haben nur Einfluss wenn der Transfer den max. Datendurchsatz eines Modes oder Interface übersteigt. Je stärker die Fragmentierung, desto mehr holt klar die SSD wieder auf. Bei Zufall 4k Blöcken ist der Spieß wieder umgedreht.


Ich kanns leider nicht testen. Ist anhand der theo. Transferraten, sezif. Zugriffszeiten und die dafür notwendigen Zyklen. eine rein geschätzte Aussage von mir. :gruebel:

Und mach die Festplatten nicht schlecht, die können schließlich heutzutage alle NCQ. :) Und sogar ein paar vereinzelte alte IDE-Modelle.

Ja, nur nutzt das so gut wie gar nichts wenn aufgrund der Struktur eine Datenanordnung besteht die kaum paralelle Zugriffe(wenn dann nur unter ganz bestimmten Vorausetzungen) ermöglicht, dann ist der Queue nur ein Kommando Buffer und hat etwa bissi > 0 Geschwindigkeitsvorteil aber nicht wirklich.

Oder jemand erfindet endlich ne Platte, bei der mehrere Leseköpfe unabhängig von einander arbeiten ohnen sich dabei ins Gehege zu kommen.
17%20crazy.gif
17%20crazy.gif
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mag ja alles stimmen, aber wir haben hier vom Einsatz als Systemplatte/-SSD gesprochen und da kommt es nun mal vorrangig auf die Zugriffszeiten und die 4K-Werte an. Seq. Transferraten braucht Windows fast gar nicht, vom Installieren von Programmen mal abgesehen, aber das macht man ja auch nicht den ganzen Tag über...
 
Abgesehen davon habe ich schon eine SSD am ICH9 im IDE-Modus betrieben. Seq. waren es schon über 200 MB/s - ich weiß jetzt aber nicht mehr den genauen Wert - ich glaube knapp 250 MB/s. Was soweit in Ordnung ist - mehr als 275/280 MB/s lässt sich aus SATAII sonst auch nicht rauskitzeln.
Ansonsten muss der TE nicht lange leiden - er hat ja schon eine neue Board/CPU-Kombi in der Planung. :)
 
Das mag ja alles stimmen, aber wir haben hier vom Einsatz als Systemplatte/-SSD gesprochen und da kommt es nun mal vorrangig auf die Zugriffszeiten und die 4K-Werte an. Seq. Transferraten braucht Windows fast gar nicht

Eigentlich sind wir etwas abseits geraden und haben dem Feature 'nativen Command Queue' ins Knie gebohrt. :ugly:
 
Wie gesagt: Das Lesen / Schreiben ist eigentlich Raute. Selbst wenn die SSD langsammere Transferraten als die HDD hätte, würde alleine die Zugriffszeit das Haus rocken.
Selbst bei 50 mb/sek Lesen/Schreiben wäre das Ding gefühlt unter Windows schneller. Jetzt mal fernab von Ladezeiten in Spielen, die dann natürlich länger ausfallen würden. Jedoch ist das Gefühl, dass der Browser instant autploppt, auch dann noch gegeben und sorgt für das SSD Feeling. ;) Wie gesagt: 200 mb/sek vs. 500: Kein Unterschied, den man spüren kann.

Wo ist das Problem? Einfach selbst SSD nachrüsten und über das gesparte Geld freuen. Denn meist ist der Bonus-Aufpreis auf ein Laptop mit serienmäßigem SSD unverhältnismäßig groß und oft ist auch nicht gerade eines der besseren Modelle verbaut.
Das Problem ist - wie gesagt - das Finanzielle ;) Aber das will ich hier nicht weiter ausbreiten.. Hauptsache in meinem Desktop schlummert eine. :)
 
Zurück