[Lesertest] Schön, leise, regelbar und leuchtend? Geht das mit Enermax?

derLordselbst

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[Lesertest] Schön, leise, regelbar und leuchtend? Geht das mit Enermax?

Vorwort

„Welcher LED-Lüfter für eine Wasserkühlung?“ Wenn man diese oder eine ähnliche Frage hier in Forum stellt, zeigt man vor allem eins: Dass man die Suchfunktion nicht beherrscht.

Wenn man sich dagegen die Mühe macht, die unzähligen Beiträge zu diesem Thema komplett zu lesen, fällt zumindest eins auf:
Es gibt anscheinend noch nicht den einzig wahren LED-Lüfter, der auch alle Silent-Perfektionisten befriedigt. Während sich bei den Beiträgen zu Silent-Lüftern der Noiseblocker Multiframe S-Series MF12-S2 als Referenz herauskristallisiert, sind bei LED-Lüftern eher so Antworten zu hören, wie „ganz brauchbar“, „recht leise“ aber nie „der perfekte Lüfter“.

Einen „brauchbaren“ Lüfter an einer High-End-Wasserkühlung? Manchen sparsamen Zeitgenossen mag das Scheppern des Einfach-Lüfters beruhigen, da man so wenigstens sicher ist, dass er noch läuft. Aus meiner Sicht soll meine erste Wasserkühlung (die hoffentlich diesen Sommer endlich realisiert wird) gleich fast lautlos laufen, ansonsten könnte ich genauso gut bei einer Luftkühlung bleiben.

Daher lade ich Euch zu meinem kleinen Vergleich von Enermax-Lüftern ein und verspreche einen subjektiven, unprofessionellen und seehr entspannten Test von Lüftern, bei dem zumindest mir neue Erkenntnisse gekommen sind, die ich so noch in keinem Test gefunden habe.

INHALTSVERZEICHNIS

Das Testfeld
Die Referenz
Der Überregulierte
Ganz in Weiß
Der Beliebige

Der Test
Der Testaufbau
Geräuschtest
Skalierbarkeit
Leistung
Es werde Nacht

Fazit

Anforderungen an die Lüfter

Ich wünsche mir (fast) lautlose 120mm – Lüfter, die im Idealfall vibrationsfrei laufen, also auch mit dem Radiator verschraubt werden können, die sehr gut verarbeitet sind und die sicher auch bei niedrigen Drehzahlen anlaufen. Da bei einer Wasserkühlung die Leistung ohne Umbau nur über die Lüfterdrehzahl und die Förderleistung der Pumpe regelbar ist, soll eine Lüfterregelung über die Spannung problemlos sein. Die Maximaldrehzahl soll bei ca. 1200 U/min sein, damit man für Übertaktungsexperimente auch mal den Fön auspacken kann.
 
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Das Testfeld

Die Referenz
Der Noiseblocker Multiframe S-Series MF12-S2 - 120mm soll die Messlatte für die beiden Enermax-Testkandidaten hoch legen. Ein glasfaserverstärkter Rahmen der an den vier Ecken über Silikoneinsätze verfügt, die ihn auch in starren Konstruktionen entkoppeln sollen. Die rauchfarbenen Lüfterblätter, der massive Rahmen und das schwarz gesleevte Anschlusskabel (ca. 45cm lang) gefallen auf dem ersten Blick (Sleeven = bunten, uneleganten Leitungen blickdichte Stützstrümpfe anziehen).

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Den Staub sieht man nur auf dem Foto so gut.

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Das Sleeve könnte einen Hauch früher anfangen.


Technische Daten laut Käsekönig:
  • Maße: 120x120x25mm
  • Material: PBT 30% GS, PC, Silikon
  • Drehzahl: 1250 U/Min
  • Airflow: max. 87 m³/h
  • Startspannung: 4,5V
  • Leistungsaufnahme: 2,91W
  • Lautstärke: 19 dB(A)
  • Anschluss: 3-Pin
  • Lebenserwartung: 160.000 Stunden
  • Garantie: 6 Jahr
  • Preis: 19,90 EUR
 
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Der Überregulierte
Ein transparenter Rahmen mit Metalleinlage und transparente Rotorblätter im „Batwing“-Design mit angeblich 30% mehr Luftförderung, dazu die elektromagnetisch-barometrische „Twister“-Lagerung, die vom Hersteller als nahezu berührungsfrei angepriesen wird, all das hört sich doch schon positiv an beim Enermax Everest 120mm. Dazu die vier blauen LEDs, ,die in Blitzform für Erleuchtung sorgen und zudem noch abschaltbar sind. Die silbern verhüllte Anschlussleitung kommt ohne Sleeve aus, ist aber dafür dezenter und mit 50cm ausreichend lang.

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Schon der Hersteller weist allerdings auf einen echten Nachtteil hin: Der Halo-Rahmen ermöglicht es, Luft auch von den Rahmenseiten anzusaugen. Das heißt zwangsläufig, man kann diesen Lüfter nur saugend an einen Radiator einsetzen, wenn man den schönen Rahmen nicht zum Abdichten verschandelt (und die Leistung ist dann bestimmt auch nicht mehr wie zuvor). Also nur etwas für den Radiator in der Front mit vorgesetzten Lüftern…
Dazu kommt noch dieses schwarze Kabel mit Verdickung am Ende. Ein Temperatursensor! Wie, äh, praktisch. Bei Raumtemperatur läuft er mit 510 U/min bei 12 Volt. Schnell etwas heißes Wasser besorgt und ein digitales Aquariums-Thermometer gekauft (ja, hier wird teure Messtechnik eingesetzt^^) und nachgeschaut wie der Regelbereich ist. Doch dazu später.

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Die silberne Anschlussleitung und der nervende Temperatursensor.

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Dank werkzeuglos abnehmbaren Rotor lässt sich auch ein Blick auf den Motor werfen.

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...und hier das Gegenstück.

Technische Daten laut Käsekönig:
  • Maße: 120x120x25mm
  • Drehzal: 500 - 1000 U/Min (25°C – 45°C)
  • Airflow: 45,04 – 78,32 m³/h
  • Laufstärke: 8 - 12 dB(A)
  • Leistungsaufnahme: 0,4 A
  • Spannung: 12V
  • Lagertyp: Twister-Lagertechnologie
  • Blattgeometrie: Batwing Lüfterblätter
  • Anschluss: 3-Pin Molex
  • Preis 13,90 EUR
 
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Ganz in Weiß
Endlich ein Lüfter, der auch Roy Black gefallen hätte: Weißer Rahmen, weiße Lüfterblätter im Batwing-Design, weiß gesleevte Anschlussleitung (50cm lang) und als Krönung 4 weiße LED’s, ebenfalls abschaltbar. Dazu noch ein ambitionierter Preis. Natürlich auch die gleiche aufwendige Lagertechnik wie beim Everest. Aber was habe ich da beim Aussuchen übersehen? Ein PWM-Anschluss! Dank Steuerung über Pulswellenmodulation eignet er sich für CPU-Kühler und auch für den direkten Anschluss ans Mainboard. Aber wie sieht es mit der Regelbarkeit über eine Lüftersteuerung aus? Oft sollen PWM-Lüfter da sehr störrisch sein.

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Die weißen Lüfterblätter glänzen leider im Tageslicht etwas plastikhaft.

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Man kann mit dem Handrücken fühlen, dass durch den Rahmen wirklich Luft angesaugt wird.

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Ein blickdichtes Sleeve ab Werk

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Die LED's der beiden neuen Lüfter von Enermax lassen sich auch abschalten.

Technische Daten laut Käsekönig:
  • Maße: 120x120x25mm
  • Drehzal: 500 - 1200 U/Min
  • Airflow: 45,04 – 90,08 m³/h
  • Laufstärke: 8 - 14 dB(A)
  • Leistungsaufnahme: 0,5 A
  • Spannung: 12V
  • Lagertyp: Twister-Lagertechnologie
  • Blattgeometrie: Batwing Lüfterblätter
  • Anschluss: 4-Pin PWM
  • Preis: 16,90 EUR
 
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Der Beliebige
Als Beispiel für einen der immer wieder von Moddern empfohlenen Lüftern habe ich den Revoltec Dark Bue 120mm gewählt. Viel billiger als Enermax oder Noiseblocker, aber leider sieht man das auch… Der Rahmen besteht aus einfachem Plastik, das ohne LED-Beleuchtung im Tageslicht ebenso wie die Rotorblätter violett statt dunkelblau erscheint. Die Anschlussleitung muss ohne Sleeve auskommen und ist nur 25cm lang. Immerhin wurden ebenfalls 4 LED’s verwendet. Sinnvolle aber auch störende Extras wie bei den Enermax bleiben uns erspart. Doch vielleicht sind ja die anderen Lüfter nur Blender und der Revoltec der Überraschungssieger dieses Vergleichs.

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Das Violett sieht nur auf den Fotos noch dezent aus...

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Der Rahmen verzichtet auf jedes Designs-Gimmick, weniger geht nicht, ohne dass der Rotor davonfliegt.

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Dieses Foto habe ich wie bei den Enermax mit "Revoltec-Sleeve" benannt. Das mag etwas euphemistisch sein.

Technische Daten laut Käsekönig:
  • Maße: 120x120x25 mm
  • Betriebsspannung: 12 Volt
  • Nenndrehzahl: 1200 U/min
  • Luftffördermenge: 49,21 cfm
  • Geräuschentwicklung: ca. 22,5 dB(A)
  • Lagerung: Gleitlagerung
  • Preis: 7,90 EUR
 
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Testaufbau
Um Störungen durch weitere Lüfter zu vermeiden, werden alle Lüfter über eine Scythe KM01-BK Kaze Master – Lüftersteuerung direkt an ein PC-Netzteil angeschlossen. Wenn man das fummelige Anschließen der Anschluss-Verlängerungen des Kaze Master für die vier Lüfter überstanden hat, ermöglichen die Stecker dankenswerterweise auch den Anschluss von PWM-Lüftern. Mittels diverser Kabelverlängerungen konnte für Geräuschmessungen ein Abstand von 2 Metern zwischen Netzteil und zu testenden Lüfter erreicht werden.

Die Kaze Master lässt sich von Off über 3,7 bis 12 Volt einstellen. Die Drehzahl der angeschlossenen Lüfter kann dabei einzeln beobachtet werden, leider nur in 30iger Schritten (daher die gewählte Messdrehzahl von 780 U/min).

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Die Front wirkt nur wegen der Schutzfolie fleckig.

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...noch fehlt der neue Compi, wo dieser Kaze Master seinen Platz finden wird.

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Nur mit Fingern kann man hier keine Anschlussleitung anschließen.

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Das Kaze-Master lässt auch PWM-Lüftern Platz.

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Ein- und Ausschalten bewerkstelligt ein selbstgebauter Adapter.
 
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Geräuschtest
Dieser Testteil kann nur subjektiv sein! Bitte nimmt ihn nicht als absolute Wahrheit, sondern nur als meinem persönlichen Eindruck. Ein Schallpegelmessgerät konnte ich nicht einsetzen, da die bezahlbaren bei 30 dB erst anfangen zu messen. Eine Messreihe im schalltoten Raum für 4 Lüfter für 125,- bis 250,- Euro war mir persönlich auch zu teuer (wer da zugreifen möchte, ich kann den entsprechenden Kontakt vermitteln^^). Tests mit verschiedenen meiner Mikrophone (Macbook Air, Webcam, Headset) führten auch nicht zu aussagekräftigen Ergebnissen. Daher hier hier nur meine Wahrnehmung:

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Für die Geräuschtests wurde die Lüfter entweder frei in der Luft gehalten (F = Frei in der Tabelle) oder immer an der gleichen Stelle auf das Schachbrett meines Großvaters positioniert (S = Schachbrett in der Tabelle), da es sich zufällig als idealer Resonanzkörper für Lüfter-Vibrationen entpuppte. Da ich bis Ende Juni noch in der mit Abstand ruhigsten Wohnlage in Münster wohne und über sehr gut schallisolierende Fenster verfüge, konnte ich auch mein Wohnzimmer als Testraum entfremden.

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Zusammenfassend kann man sagen, dass es nur der Revoltec Lüfter schaffte zu nerven, wenn er mit Resonanzkörper lief, der die Lagergeräusche und Vibrationen hörbar werden lies. Die anderen Lüfter waren zwar bis auf den Enermax Everest ( der ein geringere Höchstdrehzahl hat) auch in über 3 Metern Abstand noch hörbar, aber selbst dann noch leiser als z. B. ein Festplattenzugriffsgeräusch oder ein Vogelzwitschen von draußen bei geöffneter Balkontür.

Bei 780 U/min zeigte der Noiseblocker, was möglich ist, während insbesondere der Everest mit etwas mehr Rauschen aber ohne Lagergeräusche beeindruckte. Ohne Entkoppelung ist der Revoltec auch bei dieser Drehzahl eine Zumutung.

Bei 600 U/min ist lautlos bzw. fast lautlos außer für den Revoltec kein Problem. Wenn man ihn nicht entkoppelt, rattert er fast noch aufdringlicher als bei 780 U/min, da der Rundlauf unregelmäßig ist.
 
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Skalierbarkeit
Eine Lüftersteuerung ermöglicht es, auch etwas leistungsstärkere Lüfter an einer Wasserkühlung im Alltag (fast) lautlos zu betreiben und bei Bedarf aufzudrehen. Drehzahlreserven nach oben sind also nicht unerwünscht. Noch interessanter ist die untere Drehzahlgrenze, bei der der Lüfter sicher anläuft. Selbst wenn eine minimale Drehzahl ausreicht, um eine großzügig dimensionierte Wasserkühlung zu betreiben, macht das nur Freude, wenn man sicher sein kann, dass beim Rechner-Neustart der Quirl bei wenig Umdrehungen auch sicher die Arbeit aufnimmt. Hier erstmal die Übersicht:

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Der Cluster überzeugt bei beiden Aufgaben. Überraschend hoch liegt die niedrigste Drehzahl bei den ungleichen Kollegen Revoltec und Noiseblocker. Beim Noiseblocker kann aber positiv die hohe maximale Drehzahl anführen und das man bei der niedrigsten Drehzahl sogar noch Reserven nach oben hat, wenn man lautlos bleiben möchte. Dem Revoltec dient vielleicht als Entschuldigung, dass er sich sowieso nicht für Silent-Ansprüche eignet.

Das Sorgenkind ist der Everest. Was nützt eine niedrige Anlaufdrehzahl, wenn er bei Raumtemperatur nur bis 510 U/min hochregelbar ist. Der eingebaute Temperatursensor spricht für eine Temperaturabnahme am Radiator zu spät an:

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Ein Einstellen ist nicht möglich. Um überhaupt das Verhalten mit höheren Drehzahlen zu untersuchen, musste ich mit heißen Wasser improvisieren:

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Was für eine Freude, in kleinen Mengen über eine halbe Stunde kaltes Wasser nachzugießen, um eine Temperaturkurve zu gewinnen.

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Das kleine Aquariums-Thermometer soll auf 1° Celsius genau sein. Ich hatte leider keine empfindlichen Fische zur Hand zum Überprüfen.


Das Tuning
Nach abgeschlossenen Versuchen habe ich einfach den Temperatursensor abgeschnitten. Danach lief er weiterhin mit 510 U/min, jetzt unbeeinflusst von jeglicher Umgebungstemperatur. Danach der letzte Versuch: Das Ende mit Feuerzeug abisoliert und die beiden Litzen verbunden. Und das Ergebnis:
Ein perfekt regelbarer Lüfter zwischen 330 und 1080 U/min! Da hätte ich mir viel Gehampel beim Messen sparen können…

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Leistung
Für einen Lüfter an einer Wasserkühlung zählen zwei Parameter: Strömungsgeschwindigkeit und Staudruck. Die Strömungsgeschwindigkeit entscheidet über die maximal transportierbare Luftmenge, der Staudruck darüber, wie sehr sich der Lüfter von den Lamellen eines Radiators ausbremsen lässt.

Subjektiv sind alle Lüfter außer dem Noiseblocker bei gleicher Drehzahl gleich stark. Nur der Noiseblocker ist fühlbar schwächer. Meine bisherigen Versuche, das Gefühl z. B. durch Auslenkung von Papierstreifen optisch nachvollziehbar machen, funzten nicht.
Daraufhin machte ich heute den Fehler, meinen Zwillingsbruder anzurufen, der mir mal eben den Entwurf eines kombinierten Strömungs- und Staudruckmessers zum Vergleich mehrer Lüfter lieferte, mittels Karton, Pappröhre, Schläuchen, Glassteigrohr nach dem Prinzip einer Wasserstrahlpumpe und Wasserwaage. Da ich Mai kaum Zeit haben werde, wird dieser Teil des Testes nachgereicht, sobald ich da etwas funktionsfähiges zustande gebracht habe.^^
 
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Es werde Nacht

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Hier schlägt die Stunde, wo der Noiseblocker an seine Grenzen kommt. Man sieht - Nichts...


Seine drei Konkurrenten überzeugen dagegen alle auf ihre Weise:


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Der Cluster leuchtet in Natura noch deutlicher weißer und edler als es meine Kamera abbilden kann. Die vier Blitze sind deutlich zu erkennen.


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Der Everest leuchtet intensiv und gleichmäßig in hellem Blau.


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Der Revoltec, das Mauerblümchen im Tageslicht, überzeugt mit einem kräftigen dunklen Blau.
 
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Fazit
Der Noiseblocker hat auch mich überzeugt. Mag er auch etwas weniger Luft bei gleicher Drehzahl transportieren. Dafür ist er so leise, dass er auch mehr Drehzahl ohne Tinnitus beim Benutzer erlaubt. Leider hat der Hersteller bisher die Modder bei seinen Modellen vergessen.

Der Cluster und der Everest sind (zumindest nach Abschneiden und Kurzschließen des Temperaturfühlers bei letzerem) sowohl silent-tauglich als auch optisch überzeugend. Wenn man sie entkoppelt montiert, genügen sie zumindest meinen Ansprüchen an einen Lüfter. Positiv auch die problemlose Zerlegbarkeit und die Optik bei Tag und bei Nacht. Der große Nachteil bleibt die fehlende Eignung als saugender Lüfter an einem Radiator durch den Rahmen, der auch zum Ansaugen genutzt wird. Ein Abdichten z. B. mit Silikon würde den Lüfter doch ziemlich verschandeln.



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Hört sich interessant an :)
Bin gespannt wie es weiter geht.
Vielleicht gibt es ja bald einen vernünftigen LED Fan für uns Waküler :ugly:

:daumen:
 
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Sind in dem Test noch weitere Lüftermodelle geplant?
 
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@Nemetoma:

Da mich ich gerade halbwegs dazu entschlossen habe, einen Strömungs- und Staudruck-Messaufbau zu basteln, der einen relativen Vergleich ermöglicht, lohnt es sich dann auch noch weitere Modelle nachzutesten, wenn Ihr mir welche vorschlagt.
 
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Ich finde Skythe S-Flex und Slip Stream sollten da nicht fehlen, genauso wie Nanoxia und die beliebten und oft benutzte Yate Loons, sowie von der Referenz die S1 Version auch für viele interessant ist.
 
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sehr gute arbeit, toller test. ich würde auch evtl lüftersets mit reinnehmen die ja viel angeboten werden und natürlich auch gekauft werden. ich weiss jetzt zumindest welchen ich mir evtl neu zulegen werde. danke

mfg forti
 
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Hey spitzen ergänzung zum pcgh-artikel im aktuellen heft ;)
da fällt mir meine auswahl doch gleich noch leichter.. Hatte echt schon die befürchung mit nem enermax auf die nase zu fallen, aber dem scheint ja nich so..
ansonsten fänd ich die bereits erwähnten scythe lüfter und deren abschneiden auch noch sehr interessant
 
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Im Mai wird es wohl nichts damit, diesen Test weiter auszubauen. Da habe ich einen "kleinen" Auftrag angenommen, der mir den nächsten Rechner finanziert, aber für sonst nichts Zeit lässt. Also bitte etwas Geduld.

Den PCGH-Artikel habe ich übrigens gerade erst gelesen, war zu sehr mit meinen eigenen Test beschäftigt.^^
 
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eventuell wäre auch ein Vergleich mit Modellen von Noctua interessant

mfg Klemens

ps: toller tEST 11
 
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Schöner Test :daumen:

Die Modder müssen sich wahrscheinlich weiter mit den Shrouds begnügen oder einfach nen LED Lüfter entkernen....
 
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