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Lesertest NetGear Nighthawk S8000 Switch

Skorpion1974

Schraubenverwechsler(in)
Endlich kam der lang ersehnte Netgear Nighthawk S8000 bei mir an, und ich machte mich an den Test. Zuallererst noch ein paar Ausgangsdaten über meine „Infrastruktur“ zuhause. Und wer hofft, dass ich mit zu vielen Fachbegriffen um mich werfe, den muss ich enttäuschen. Ich bin weder Programmierer, Systemadmin, Informatiker oder Ähnliches. Ich bin lediglich ein technisch interessierter User, der auf mehreren Endgeräten auf eine möglichst schnelle und stabile Verbindung angewiesen ist. Ich werde also schauen – funktioniert es? Funktioniert es besser wie sonst? Wie ist das Handling? Was ist gut, was ist weniger gut.
Aktuell nutze ich als Router die Connectbox von Unitymedia (2,4 und 5GHz Kanäle), die über eine beim Anbieter gebuchte Download-Geschwindigkeit von 200MBit ganz ordentlich funktioniert. Aber insbesondere bei Streamings von 4k-Filmen oder Ähnlichem kommt sie an ihre Grenzen. Der Unitymedia-Router steht in einem normalen Einfamilienhaus im EG im Wohnzimmer hinten rechts an der Wand. Für den Test habe ich die Rahmenbedingungen auch nicht geändert, da ich einen echten Vergleich unter Echtbedingungen wollte .

Getestet werden folgende Bedingungen:

• Geschwindigkeits-Messungen via MSI-Gamer-Notebook allgemein
• Streaming von 4k-Filmen
• Streaming über Amazon Fire Box im Wohnzimmer (LAN)
• Streaming über Amazon Fire Stick (WLAN) im 1. OG, wobei hier ein D-LAN-Netz Devolo mit WLAN-Signal zum Einsatz kommt (DLAN 1 im Wohnzimmer am Router, Übertragung an DLAN 2 im 1. OG, dieser sendet Signal via WLAN an Fire Stick - sowie DLAN 3 (LAN) im UG)
• Qualität beim Online-Spielen und Geschwindigkeitstest über Playstation 4 über DLAN 3 im UG
• Streaming von NAS an TV über LAN

Beginnen wir mit der Verpackung. Diese kommt schon recht hochwertig daher und macht Lust auf mehr.

Verpackung 1.jpgVerpackung 1a.jpg
Verpackung 2.jpgVerpackung 3.jpgVerpackung 4.jpgZubehör.jpg

Neben dem Nighthwak S8000 ist das Netzteil und auch Installation-Guide dabei. Auch wenn der Hersteller in Werbeanzeigen anpreist, nach dem Motto „einfach anstöpseln und fertig“, empfiehlt sich doch immer ein tieferer Blick – hierzu aber später mehr.


Was recht schnell auffällt, ist das Gewicht des S8000, was auf sein robust und hochwertig anmutendes Metallgehäuse zurückzuführen ist, über welches auch die Kühlung erfolgt – eine Lüftung über Schlitze ist nicht vorhanden. Ich habe den Switch auf die Waage gelegt, und da kommt er mit satten 765 Gramm Gewicht daher. Auf der Rückseite des S8000-Switch befinden sich 8 LAN-Ports, wovon einer für den Uplink gedacht ist (Port 8). Dieser ist beschriftet, was einer schnelleren Installation ohne Nachblättern im Manual dienlich ist.

Ports hinten.jpg

Das Design ist sicherlich Geschmackssache. Als absoluter SciFi-Liebhaber sprach mich das Design, welches an ein klingonisches Schlachtschiff bei Star Trek erinnert, sehr an. Auch die in Blau blinkenden LEDs sowie eine dauerhaft blau leuchtende Front im V-Format (erinnert irgendwie an Knight Rider, wer das noch kennt), fand ich ganz schick. Im laufe der Zeit, und vor allem bei abgedunkeltem Licht, geht einem das Geleuchte aber dann doch ein wenig auf den Zeiger. Über die Menüführung und auch einen zusätzlichen Light-Off-Schalter am Switch konnte ich dem dann aber schnell Abhilfe schaffen.

Nach Anschließen des Uplink-Ports am Router wird die IP-Adresse vergeben. Bei mir handelt es sich um ein privates Netzwerk, die Standard-IP wird gezogen (ist auf Unterseite des Routers aufgedruckt). Über die Standard-IP-Adresse im Browser gelangt man auf die Benutzeroberfläche : http://192.168.0.239 ). Im weiteren Schritt erfolgt die Eingabe der Login-Daten, das Passwort ist ebenfalls auf der Unterseite des Switch abgebildet.

Auch wenn das nun geöffnete Menü auf den ersten Blick recht übersichtlich erscheint, so ergibt sich doch recht schnell das erste Manko – die Sprache ist Englisch und kann nicht umgestellt werden – zumindest konnte ich nichts finden.

Foto Benutzeroberfläche.jpg

Zuallererst sollte noch die Firmware-Version upgedated werden (auf v1.0.1.6). Nach wenigen Minuten war das Update fertig, die IP-Adresse passte sich auf DHCP an – die ursprünglich vorhandene Standard-IP wurde überschrieben (aufpassen!).
Es gibt 3 Standardprofile, die vom S8000 angeboten werden. Standardprofile sind toll, aber wenn man individuelle Einstellungen machen will, muss man sich erstmal durch das Menü kämpfen. Ein echtes Benutzerhandbuch in Deutsch ist nicht vorhanden, was dann somit mit einigem Herumprobieren verbunden war. Die Installationsanleitung ist nichts anderes als ein Quick-Start-Guide, auf Einstellungsmöglichkeiten und sonstige Erklärungen wurde hier verzichtet (wie leider zu oft heutzutage). Alternativ kann man Netgear-Foren nutzen, um hier weiter zu kommen, ist aber mühselig. Ein Benutzerhandbuch kann man herunterladen, aber der erste Blick war für mich schon suboptimal – nur Englisch, mal wieder.
Was ich etwas schade fand – der Nighthawk S8000 ist für den Privatbenutzer schon eher im oberen Preissegment anzusiedeln. Hier hätte ich mir als zusätzliches Zubehör wenigstens ein High-Speed-LAN-Kabel gewünscht für die Verbindung am Uplink-Port. Sollte bei dieser Preisklasse eigentlich selbstverständlich sein. Aber gut – jeder hat ja genügend solcher Kabel vorrätig. Oder auch nicht. Außer dem Netzteil war nichts sonst dabei.

Nochmal zurück zu den Standardprofilen:
Uplink-Port = hohe Priorität in allen Standardprofilen, der Router soll schließlich Gas geben, egal, für welches Standardprofil man sich entscheidet.
Das „Gaming Preset“ bedeutet, dass Port 1 auf hoher Priorität, die Ports 2-7 auf niedriger Priorität stehen. Im „Media Streaming Preset“ steht der Port 2 auf hoher und alle anderen auf niedriger Priorität. Im „Standard Preset“ stehen alle Ports auf hoher Priorität, was meines Erachtens aber wenig Sinn macht, wenn gleichzeitig mehrere Geräte laufen sollen – da ist dann keinerleit Priorität mehr gegeben. Wie gesagt, diese 3 Voreinstellungsmöglichkeiten, die der S8000 anbietet, sind grundsätzlich schon mal ok, eine individuelle Anpassung darüber hinaus sollte für geübte Nutzermit gutem Englisch auch kein Problem sein. Nach kurzer Zeit habe ich dann im Menü auch die individuelle Einstellungsmöglichkeit gefunden und habe die Ports nach meinen Präferenzen mit „hoch“, „mittel“ und niedrig“ belegt.
Ich möchte aber nicht verschweigen, dass der Nighthawk S8000 natürlich auch extra darauf ausgerichtet ist, verschiedenen Ports eine Priorität individuell für die eigene Infrastruktur und Bedürfnisse anzupassen. Trotz allem „Gemeckere“, dass man erst im Menü suchen muss - das geht nicht bei jedem handelsüblichen Switch, was sicherlich auch der Preisklasse geschuldet sein kann.

Jetzt mal an die Tests/Geschwindigkeitsmessungen:

Messung.jpg

Zunächst mal muss ich sagen, dass sich bei der Verbindung meines Notebooks über LAN direkt am S8000 die Geschwindigkeitswerte nicht großartig unterscheiden, wenn man es mit den Messungen an der Unitymedia Connect Box vergleicht (warum sollte es auch). Interessant war allerdings, dass ich an den DLAN Buchsen von Devolo bislang nur einen Output von ca. 27 Mbit/s erzielt habe, nach Zwischenschalten des Nighthawk S8000 aber eine nahezu Geschwindigkeitsverdopplung feststellen konnte. Aber gut, Geschwindigkeit ist nicht alles, und darum sollte es im Test auch nicht ausschließlich gehen. Netgear vermarktet den Nighthawk S8000 vielmehr für seine spezielle Ausrichtung auf die Optimierung von Online-Gaming und Streaming (4k, etc.).

Der Test:
Als Erstes interessierte ich mich für das Verhalten des Switch beim Streaming. Bislang hatte ich insbesondere bei HD- und 4k-Filmen das Problem, dass diese immer mal wieder stockten, dass gebuffert wurde und die Auflösung kurz hakte, bzw. sich kurzzeitig verschlechterte. Deshalb musste ich meistens nach kurzer Zeit abbrechen und mich für eine Version mit nur DVD-Auflösung entscheiden. Als Testfilm habe ich mich für den Film „Lucy“ in 4k entschieden, da ich mich noch erinnerte, wie schleppend und schlecht der Stream damals lief. In den ersten Sekunden war ich erstmal enttäuscht, denn schon im Vorspann musste kurz gebuffert werden. Allerdings dauerte das Buffering nicht wie sonst um die 20 Sekunden, sondern war schon nach knapp 5 Sekunden zu Ende. Und ab diesem Zeitpunkt machte sich dann langsam Zufriedenheit bei mir breit. Der Film lief (auch in anspruchsvollen Sequenzen) reibungslos ohne Haken, Ruckeln, etc. durch. Danach habe ich noch einige Kurztests mit aufwändigen BluRay-Dokus durchgeführt. Das gleiche Ergebnis – kein Ruckeln mehr. Gleiches gilt für den Test vom Streaming über meinen NAS – in keiner Situation schwächte der Stream ab oder hakte. Insofern konnte ich hier schon eine deutliche Verbesserung zum Status Quo feststellen.

Als nächstes überprüfte ich die Streaming-Eigenschaften im 1. OG, wo das Signal über Powerline am Devolo DLAN über WLAN an den Amazon Fire Stick gesendet wird. Insbesondere hier war bislang das Streaming von hochauflösenden Filme, Serien & Co. Gänzlich eine Qual oder schlichtweg unmöglich. Nachdem das Aufrufen, bzw. der Startvorgang des 4k-Streams (auch hier der Film „Lucy“) deutlich länger dauerte (siehe Messung Laufzeit – erklärt es etwas), sprang der Film an. Ich wartete auf die bislang gewohnten Ruckler oder gar Abbrüche – nichts geschah – der Stream wurde ohne Verlust in der Auflösung oder Ruckeln fehlerfrei und durchgängig gestreamt. Hier machte sich schon langsam eine klare Überzeugtheit bei mir breit.
Dann ging es ins 1. UG an die Playstation. Bislang war das Online-Gaming recht mühselig. Auch hier gab es immer wieder Aussetzer (Pro Evolution Soccer), wenn man sich mit einem anderen Gamer aus Brasilien, Italien oder Asien zum Zocken verabredete. Ich mache es kurz – auch hier lief plötzlich alles glatt. Es kam zu keinem Aussetzer mehr, die Verbindung war stabil und flüssig.

Fazit:
Da bei mir das Streaming von Filmen oder IPTV sehr wichtig ist, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Ruckeln und Haken gehört der Vergangenheit an – und das ist ja auch das, womit Netgear wirbt. Insofern wurden meine Hoffnungen erfüllt. Gleiches gilt für das Online-Gaming. Trotz englischer Bedienungsanleitung und Menüführung erscheint mir die Handhabung recht einfach. Und auch die befürchteten unerwarteten Hindernisse bei der Korrespondenz aller angeschlossenen Geräte mit dem Nighthawk S8000 blieben aus. Ich denke, wer bereits jetzt schon relativ wenig oder keine Probleme beim Streaming und Online-Gaming hat, wird vom Nighthawk S8000 vermutlich keine große Veränderung feststellen und sollte sich überlegen, ob er die knapp 100 Euro wirklich investieren muss. Bei mir mit bislang recht moderater Infrastruktur hat sich der Switch allerdings gelohnt. Wer bislang auch immer wieder mit Rucklern, Buffering oder Haken bei Streaming oder Online-Gaming hat, der wird sicher eine deutliche Verbesserung feststellen. Für mich hat sich der Einsatz des Nighthawk S8000 definitiv gelohnt. Vor allem auch, weil es jetzt keine größeren Probleme mehr bereitet, wenn die ganze Familie im Netz hängt. Papa schaut 4k-Stream, Mama streamt im OG anderen Film, Sohn zockt online PS4 und Tochter hängt bei YouTube und saugt einen Beitrag nach dem anderen. Alles gleichzeitig, und man merkt es nicht am Leistungsverlust. Ob das alles jetzt echt am Nighthawk liegt - keine Ahnung. Aber es läuft alles definitiv besser als vorher.

Im Einsatz.jpg

Viele Grüße vom Skorpion1974
 
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aloha84

Volt-Modder(in)
Mir ist ehrlich gesagt ein wenig uverständlich wo hier ein Verbesserung herkommen soll, zumindest unter der Maßgabe dass der inegrierte Switch in deinem Router nicht völlige Grütze bei mehr als einem Gerät baut.
Der von dir gekaufte Switch gibt nur das weiter, was er vom Router bekommt + eine minimale Fehlerbereinigung.
Oder anders gesagt, du schließt z.B.: einen PC/Laptop direkt an den Router und bekommst ein ruckeliges 4K-Ergebnis --> wenn du da jetzt den Switch da zwischen hängst, wird da Ergebnis normalerweise das Gleiche sein.
--> Immer natürlich unter der Maßgabe, dass das Quellmaterial aus dem Internet gestreamed wird, wenn du eine NAS am Switch hängen hast, könnte sich wirklich ein bisschen was tun........allerdings hatte ich noch nie einen Router mit integrierten Switch welcher damit Probleme hatte.
 
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TE
S

Skorpion1974

Schraubenverwechsler(in)
Was die Geschwindigkeitsverbesserung am DLAN angeht, gebe ich Dir recht. Wie ich oben schon geschrieben hatte ("warum sollte sich die Geschwindigkeit schon ändern"). So war es ja auch am Switch direkt - keine Veränderung. Wie die Verbesserung am DLAN zustande kam, würde mich auch interessieren. Vielleicht waren dieMessungen ohne Switch ein paar Tage zuvor auch einfach tagesformabhängig schlecht, ich kann es nicht sagen. Ich hab den Effekt jetzt einfach mal "gerne mitgenommen". ;-)

PS: ja, NAS hängt auch mit am Switch. Und ja, der in der Connectbox eingebaute Switch ist Grütze :-)
 
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