[Lesertest] i7-875k im OC Review

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Eiswolf93

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
full


Zuerst möchte ich der Redaktion der PC Games Hardware für die Bereitstellung des Prozessors danken.



Inhalt

1. Vorwort
1. Impressionen
2. Spezifikationen
3. Testsystem und Benchmarks
4. Overclocking/Undervolting mit Luftkühlung
5. Overclocking mit Trockeneis
6. Ergebnisse im Vergleich
7. Leistungsaufnahme
8. Fazit
Vorwort

Der E6500K war die erste CPU von Intel, die im mittleren Preissegment einen offenen Multiplikator hat. Intel führte die neue Serie mit dem i5-655k und dem hier getesteten i7-875k fort. Angesichts der hohen Preise für Intels "Extreme" CPUs, sind diese sicherlich eine intressante Alternative.

Impressionen




Spezifikationen
full

Testsystem und Benchmarks

Als Hardware für dieses Review kommen nur qulitativ hochwertige Produkte zum Einsatz. Für den ersten Test kommt einer der stärksten erhältlichen Luftkühler auf dem Markt zum Einsatz, der Noctua NH-D14. Für den extremen Bereich kommt ein Spezialpot von Otterauge zum Einsatz. Hierfür nochmals großen Dank! Jetzt nochmals alles auf einen Blick.
full

Für Benchmarks werden vorallem synthetische Benschmarks genutzt, aber ich werde auch Spielebenchmarks durchführen und testen ob ein stark übertakteter Prozessor sich rentiert.

Alle Futuremark Benchmarks 3DMark und PCMark.
SuperPi Mod 1.5, WPrime 1.55, PiFast, Cinebench 11.5, Prime95, MaxxMem
Lost Planet 2, Unigine Heaven 2.1, Final Fantasy XIV
Overclocking/Undervolting mit Luftkühlung

Hier teste ich die CPU auf maximale Taktraten, die man unter starker Luftkühlung erreichen kann. Der offene Multi erlaubt ein sehr einfaches Übertakten, was vorallem Neulinge anspricht. Als Kühler verwende ich den Noctua NH-D14 mit den Referenzlüftern. Auch hier prüfe ich, ob diese Ergebnisse auch mit einem festen Multiplikator zu schaffen sind.




Für den Luftkühlungstest setzte ich mir ein paar Regeln und Limits. Alle Stromsparfunktionen wurden ausgeschaltet, um Abweichung während dem Test zu vermeiden. Auch wurde der Turbo Modus ausgeschaltet, sowie die meisten Onboard-Funktionen. Bei den Spannungen stellten sich schnell 1,35V für CPU und 1,325V für die IMC als Maximum heraus. Der Prozessor erreichte über 75°C und alles darüber ist aus meiner Sicht nutzlos. Mit diesen Spannungen konnte ich 4,2 Ghz stabil zum Laufen bringen. Ob Hyper-Threading an oder aus machte leider keinen Unterschied. Um auch den Ram- und Nebenfrequenzen zu erhöhen musste ich den BCKL auf 183 Mhz erhöhen. Im Gegensatz dazu konnte ich beim Undervolting ein Limit von genau einem Volt erreichen. (bei 2,93 Ghz).

Während dem Overclocking erwies sich der offene Multiplikator als sehr nützlich. Es gab keine Probleme die 4 Ghz mit nur zwei Änderungen im Bios zu erreichen (CPU-Volt und Multiplikator). Es ist wirklich angenehm über den Multi zu übertakten, man muss sich keine Sorgen machen, ob jetzt irgend eine andere Taktrate zu hoch ist, oder eine Nebenspannung zu niedrig ist. Die 4,2 Ghz wären auch über den festen Multiplikator zu schaffen, doch leider ist der Prozessor schon bei knapp über 200 Mhz BCKL am Ende.

Alle Settings im Vergleich:

full
full

Stcok<-----Bios Einstellungen:----->Luft
-----------

Overclocking mit Trockeneis

Der offene Multi spricht vorallem Bencher an, da bei niedrigen Temperaturen die i7 Architektur oft an ihre Grenzen stößt. 220 BCKL und mehr schaffen nicht alle Cpus und Mainboards. z.B ist man bei genau 5 Ghz bei 227 BCKL. Das System kann instabil werden und dies kann oft nur durch gute Kenntnisse im Bereich Overclocking verhindert werden. In diesem Test wird der Prozessor an sein Limit getrieben, zudem auch mit festen Multiplikator. An dieser Stelle möchte ich nochmals Otterauge für die schnelle Fertigung des Tables und der Pötte danken.






Beim Aufbauen gabs schon erste Hindernisse. Der Sockel 1156 selber ist sehr schlecht für Trockeneis oder flüssigen Stickstoff geeiegnet. In jeder Ecke gibt es Luftlöcher, wo später im Betrieb Wasser kondensieren könnte. Ohne Knetgummi ist es sehr schwer den Sockel komplett abzudichten. Ansosnten ist es recht einfach alles Weitere zu installireren.



Natürlich gings es zuerst darum, das Maxiumum der CPU auszuloten. Hierzu habe ich erstmal den Pot auf -65°C runtergekühlt. Doch es gab jetzt schon Probleme. Das System wollte nicht mehr starten, die Temperatur war zu niedrig. Erst bei -60°C ging es wieder und ich konnte mich langsam an 4,8 Ghz herantasten. Aber leider lief nichts so, wie ich es wollte. Super Pi oder andere Zahlenberechungen liefen nur mit meiner kleinen 7300 GS.(Dazu später mehr). Hier konnte ich ein paar gute Ergebnisse machen, aber einen stabilen Takt kann man das nicht nennen. Dauernde Abstürze machten das Benchen zur einer Tortur. Ich konnte nicht für jeden Benchmark einen Dice Test machen(PCMark Vantage und Spiele Benchmarks).

Das Hauptproblem bestand darin, dass keine grafiklastige Benchmarks laufen wollten. Nach ungefähr einem Tag testen, stellte sich heraus, dass die CPU oder das Mainboard einen Fehler haben, der solche Tests nur bis -30°C erlaubt. Nur die kleine und anspruchslose 7300 GS, konnte auch mit -60°C laufen. Dieses "Phänomen" kann ich mir nicht erklären, daher werde ich nächster Zeit eine neue CPU oder Mainboard kaufen um das zu klären.

Im ganzen war es sehr anstrengend die Test zu machen. Doch das "K" des Prozessors war sehr hilfreich. Mit einem 22 oder 23 Multi hätte ich die 5 Ghz nicht geschafft, da mit der CPU nichts über 200 Mhz BCKL stabil läuft. Schaut man sich die Resultate in HWBot.org an, so scheinen alle i7-875k nicht so gut zu laufen. "Normale" i7-860 oder 870 schaffen deutlich höhere BCKL Werte und sind im Durschnitt höher taktbar.

full


Ergebnisse im Vergleich

Um alle Leistungssteigerungen von Stock auf Luft und Extrem zu verdeutlichen, habe für jeden Benchmark eine eigene Tabelle gemacht. Durch die Instabilität im Trockeis-Test konnte ich nicht jeden Benchmark machen und auch nicht bei gleichem Takt. Ich werde versuchen die fehlenden Test nachzuholen, aber dass kann sich noch ins neue Jahr hinauszögern.

3DMarks

full


full


full


full


full

PCMarks

full


full

Synthetische Benchmakrs

full


full


full


full


full


full


full

Spielebenchmarks

full


full


full


full


full

Wie erwartet skalieren die meisten Benchmarks eher auf die starke CPU. Die Synthetischen Tests zeigen durchschnittlich 63% mehr Leistung vom Standardtakt zum Extremtakt. Bei den 3DMarks und PCMarks werden auch andere Komponenten getestet, sodass hier eine Lesitungssteigerung von 26% zu vermerken ist. Zwar profitierten auch die Spielebenchmarks von der starken CPU, trotzdem rentiert es sich kaum, das im Alltag zu verwenden.

Leistungsaufnahme

Ich habe zu jeder Kühlart den Verbrauch gemessen unter Last von Prime95. Den Anfang macht der Verbrauch mit verringerter Spannung. Hierfür konnte ich die CPU mit genau einem Volt stabil betreiben. Der Standardverbrauch wurde bei 1,10V gemessen. Beim Übertakten habe ich zwei verschieden Wege verglichen, einmal über den Multiplikator und einmal über den BCKL. Beim Trockeneistest hatte ich nur den Test nur für ein paar Sekunden am Laufen, da der Test sehr anspruchsvoll ist und man damit die CPU sprichwörtlich ausbrennt. Gemessen wurde der Gesamtverbrauch des Computers.

full


Wie erwartet kann man mit Undervolting Strom sparen, doch leider nur in geringen Mengen. Die Stromspartechniken arbeiten viel Effizienter und sollten im Normalbetrieb immer angeschaltet sein. Überraschend ist die Ersparnis des Overclocking mit Multiplikator gegenüber dem des Referenztaktes. Wahrscheinlich kommt der Unterschied von dem veränderten Nebentaktraten, wie RAM, Uncore und NB, die unweigerlich mit der Erhöhung des Referenztaktes erfolgen. Der Trockeneistest treibt den Verbrauch über 400W. Man kann also von einen reinen CPU-Verbrauch von 330W rechnen.

Fazit

Der Prozessor ist ein sehr intressantes Produkt, aber leider liegt er meinen Erwartungen zurück. Der offene Multiplikator kann zwar in kniffligen Situationen sehr hilfreich sein, aber den eigentlichen Effekt sich besser als seine Brüder zu takten, wird nicht erfüllt. Im Ganzen bietet die CPU eine solide Leistung, die für jede Anwendung ausreicht. Wer derzeitig daran denkt, sich diesen Prozessor zu kaufen, dem empfehle ich lieber den den i7-920-950 im Stepping D0 mit dem Sockel 1366. Die Leistung ist leicht höher und auch Overclocking geht besser. Für Einsteiger im Übertakten ist es sicherlich angenehm, nur den Multiplikator zu ändern, aber irgendwann muss man den Referenztakt erhöhen. Die K-Serie kann sich nicht mit der Extrem-Serie messen und sollte nicht überbewertet werden.
Falls ich hier Leser durch die Bilder und Ergebnisse zum Overclocking gebracht habe, könnt ihr euch gerne bei unserem HWBot Team anmelden.
 

Anhänge

  • hh2.jpg
    hh2.jpg
    354,5 KB · Aufrufe: 120
  • PCGHX_Logo_OnlineCom1.jpg
    PCGHX_Logo_OnlineCom1.jpg
    94,5 KB · Aufrufe: 108
  • kühler 1 klein.jpg
    kühler 1 klein.jpg
    61 KB · Aufrufe: 143
  • kühler 1.jpg
    kühler 1.jpg
    1,2 MB · Aufrufe: 110
  • down klein.jpg
    down klein.jpg
    60,8 KB · Aufrufe: 92
  • back klein.jpg
    back klein.jpg
    156,9 KB · Aufrufe: 133
  • front klein.jpg
    front klein.jpg
    138,7 KB · Aufrufe: 131
  • ff klein.jpg
    ff klein.jpg
    106,5 KB · Aufrufe: 115
  • hh klein.jpg
    hh klein.jpg
    149,1 KB · Aufrufe: 143
  • kühler boden klein.jpg
    kühler boden klein.jpg
    71,1 KB · Aufrufe: 113
  • 03 test.jpg
    03 test.jpg
    29,8 KB · Aufrufe: 117
  • tabelle sepcs.jpg
    tabelle sepcs.jpg
    57,3 KB · Aufrufe: 139
  • Bench sys.jpg
    Bench sys.jpg
    50,9 KB · Aufrufe: 135
  • 03 test 2.jpg
    03 test 2.jpg
    36 KB · Aufrufe: 122
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück